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	<title>Ejektionsfraktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:36:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ejektionsfraktion&amp;diff=487304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Klinische Bedeutung */</title>
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		<updated>2025-01-26T16:48:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Klinische Bedeutung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ejektionsfraktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(EF; lateinisch &amp;#039;&amp;#039;e-&amp;#039;&amp;#039; = aus, &amp;#039;&amp;#039;iacere&amp;#039;&amp;#039; = werfen, &amp;#039;&amp;#039;fractio&amp;#039;&amp;#039; = Bruchstück, Anteil) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auswurffraktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Austreibungsfraktion&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Senkung der myokardialen Wandspannung&amp;quot;, Frankfurt am Main, ohne Jahr, Seite 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein Maß für die [[Herz]]funktion, jedoch kein Maß für die Schwere einer [[Herzinsuffizienz]]. Da bei einer Kontraktion des Herzmuskels nicht das gesamte Blutvolumen aus der Kammer ausgestoßen wird, sondern ein gewisser Teil zurückbleibt, kann der Anteil des ausgestoßenen Volumens am enddiastolischen Füllungsvolumen Rückschlüsse auf den Zustand des Herz- und Kreislaufsystems bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der vier [[Herz#Räume und Gefäße|Herzhöhlen]] (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;cavum cordis&amp;#039;&amp;#039;) hat bei jedem [[Herzfrequenz|Herzschlag]] eine eigene Ejektionsfraktion. Bei jedem Herzschlag sind die enddiastolischen Füllungsvolumina in allen Herzhöhlen verschieden, weil auch Vorhöfe und Kammern nicht exakt dasselbe [[Volumen]] haben (besonders deutlich bei der asymmetrischen [[Dilatative Kardiomyopathie|dilatativen Kardiomyopathie]]). Das Schlagvolumen als [[Produkt (Mathematik)|Produkt]] dieser beiden [[Parameter (Mathematik)|Parameter]] muss bei jedem Herzschlag in allen vier Höhlen jedoch eine Konstante bilden, um einen Rückstau im [[Blutkreislauf]] zu verhindern. Hierdurch wird die Aussagekraft der Ejektionsfraktion als übliches Maß für die Schwere einer [[Herzinsuffizienz]] relativiert. Wegen der großen Bedeutung der linken [[Herzkammer]] wird in der [[Kardiologie]] nahezu ausschließlich die EF des linken Ventrikels (als LVEF) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen [[Herzfehler]]n wie [[Herzklappenfehler]]n, [[Atriumseptumdefekt]]en, [[Ventrikelseptumdefekt]]en oder mit einem [[Shunt (Medizin)|Shunt]] (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;[[vitium cordis]]&amp;#039;&amp;#039;) kommt es in den Herzhöhlen bei jedem Herzschlag zu Blutrückflüssen entgegen der vorgesehenen Strömungsrichtung; man spricht von der Flussumkehr (&amp;#039;&amp;#039;Umkehrfluss&amp;#039;&amp;#039;), vom Pendelvolumen und von der Regurgitation. Also müsste korrekt jeweils die gemessene Bruttoejektionsfraktion von der effektiven Nettoejektionsfraktion unterschieden werden. Die Differenz wäre die &amp;#039;&amp;#039;Regurgitationsfraktion&amp;#039;&amp;#039;. Gerade auch bei diesen Patienten ist die Bruttoejektionsfraktion kein geeignetes Maß für die Schwere ihrer Herzinsuffizienz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ejektionsfraktion bezeichnet den Anteil des vom Herzen bei einer [[Muskelkontraktion|Kontraktion]] ausgeworfenen [[Blut]]es im Verhältnis zum Gesamtblutvolumen in der Herzkammer. Definiert wird sie als Anteil des [[Schlagvolumen]]s&amp;amp;nbsp;(SV) am end[[diastolisch]]en&amp;amp;nbsp;Volumen&amp;amp;nbsp;(EDV).&amp;lt;ref&amp;gt;S. D. Solomon (2007) et al.: &amp;#039;&amp;#039;Essential Echocardiography&amp;#039;&amp;#039;, Seite 93, ISBN 1-58829-322-X, ISBN 978-1-58829-322-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Gesunden beträgt sie bei einem normalen enddiastolischen Volumen von etwa 120 ml und bei einem physiologischen Schlagvolumen von circa 80 ml also in etwa 67 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;EF = \frac{SV}{EDV} \cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist das Schlagvolumen die Differenz von Enddiastolischem und End[[systolisch]]em&amp;amp;nbsp;Volumen&amp;amp;nbsp;(ESV):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
EF = \frac{EDV - ESV}     {EDV}         \cdot 100\,\% = \left( 1 - \frac{ESV}{EDV} \right) \cdot 100\,\%&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EF.png|mini|Bestimmung der Ejektionsfraktion im [[Ultraschall]] nach der [[Simpsonregel|Simpson-Methode]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:EF Teicholz.png|mini|Bestimmung der Ejektionsfraktion im Ultraschall im [[M-Mode]] nach Teichholz&amp;lt;br /&amp;gt;(ungenauer als die Simpson-Methode)]]&lt;br /&gt;
Die Ejektionsfraktion kann mit verschiedenen Untersuchungsverfahren gemessen werden, in absteigender Häufigkeit:&lt;br /&gt;
* [[Echokardiographie]]&lt;br /&gt;
* [[Herzkatheteruntersuchung]]&lt;br /&gt;
* [[Magnetresonanztomografie]]&lt;br /&gt;
* [[Myokardszintigrafie]] oder [[Radionuklid]]-[[Ventrikulografie]] bzw. Binnenraumszintigrafie.&lt;br /&gt;
In der klinischen Praxis erfolgt die Abschätzung der Ejektionsfraktion häufig nach dem [[visuell]]en Eindruck; dies wird bei subjektiv normaler [[Pumpe|Pump]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;funktion als ausreichend angesehen. Bei eingeschränkter Pumpfunktion sollte eine [[quantitativ]]e Bestimmung mit Hilfe der [[Simpsonregel|Scheibchensummationsmethode nach Simpson]] erfolgen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;buck2009&amp;quot;&amp;gt;T. Buck et al.: &amp;#039;&amp;#039;Manual zur Indikation und Durchführung der Echokardiographie,&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Clinical Research in Cardiology]]&amp;#039;&amp;#039; 2009, Suppl 4, S. 3–51]&amp;lt;/ref&amp;gt; die Quantifizierung mittels [[M-Mode]] nach Teichholz wird als zu ungenau angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buck2009&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;L. E. Teichholz, T. Kreulen, M. V. Herman, R. Gorlin (1976): &amp;#039;&amp;#039;Problems in echocardiographic volume determinations: echocardiographic-angiographic correlations in the presence of absence of asynergy&amp;#039;&amp;#039;. Am J Cardiol. 37(1):7-11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzwerte ==&lt;br /&gt;
Die „2016 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure“ geben als Richtwerte an:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Piotr Ponikowski et al. |Titel=2016 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure: The Task Force for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure of the European Society of Cardiology (ESC)Developed with the special contribution of the Heart Failure Association (HFA) of the ESC |Sammelwerk=European Heart Journal |Band=37 |Nummer=27 |Verlag= |Datum=2016 |Seiten=2129–2200 |ISSN=0195-668X |Online=[https://academic.oup.com/eurheartj/article/37/27/2129/1748921 oup.com] |DOI=10.1093/eurheartj/ehw128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ejektionsfraktion !! Pumpfunktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 50 % || normal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40 - 49 % || leichtgradig eingeschränkt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30 - 40 % || mittelgradig eingeschränkt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 30 % || hochgradig eingeschränkt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Eine reduzierte Ejektionsfraktion wird als objektivierbarer Parameter neben der klinischen Symptomatik zur Diagnostik der Herzinsuffizienz verwendet. Bei asymptomatischen Patienten definiert eine EF &amp;lt;&amp;amp;nbsp;35–40 % das Vorliegen einer linksventrikulären Dysfunktion ([[NYHA-Klassifikation|NYHA I]]) und damit die Notwendigkeit einer medikamentösen [[Herzinsuffizienz#Therapie|Herzinsuffizienztherapie]] mit einem [[ACE-Hemmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gleichzeitig bestehender Erweiterung der Herzkammern (Dilatation) und Störung der Erregungsausbreitung (QRS &amp;gt;&amp;amp;nbsp;120&amp;amp;nbsp;ms) oder nach Myokardinfarkt ist bei EF &amp;lt;&amp;amp;nbsp;35 % die Implantation eines [[Herzschrittmacher#Biventrikulärer Herzschrittmacher|CRT-Systems]] mit [[Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator|Defibrillatorfunktion]] indiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/herzinsuffizienz Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz (2009), abgerufen am 5. November 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;K. Dickstein et al. {{Webarchiv |url=http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/GuidelinesDocuments/guidelines-HF-FT.pdf |wayback=20120112151025 |text=2010 Focused Update of ESC Guidelines on device therapy in heart failure}} (PDF; 359&amp;amp;nbsp;kB). [[European Heart Journal]] Band 31, S. 2677–2687&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verminderte Ejektionsfraktion gilt neben anderen Parametern wie klinischer Symptomatik und laborchemischen Markern als Indikator für eine schlechte Prognose bei Herzinsuffizienz.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Dickstein et al.  {{Webarchiv |url=http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/GuidelinesDocuments/guidelines-HF-FT.pdf |wayback=20120112151025 |text=ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure}}. In: &amp;#039;&amp;#039;European Heart Journal&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 2008, S. 2388–2442. Tabelle 17. Abgerufen am 5. November 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herz-Kreislauf-Physiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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