<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eistobel</id>
	<title>Eistobel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eistobel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eistobel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T09:51:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eistobel&amp;diff=423649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eistobel&amp;diff=423649&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-06T02:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:NSG-By-Li-00093.01Eistobel 13.01.2009-NWL3.jpg|mini|Eistobel im Winter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserfall im Eistobel.jpg|mini|Wasserfall im Eistobel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WikiProjekt Landstreicher Geotop Eistobel 07.jpg|mini|Wechsellagerung von weichen Mergelsteinen und harten Nagelfluhbänken, mit [[Belastungsmarke]]n an den Schichtunterseiten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WikiProjekt Landstreicher Geotop Eistobel 37.jpg|mini|Mergelstein-Steilwand; Nagelfluh-Geröll im Vordergrund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eistobel (059).jpg|mini|[[Kalktuff]]bildungen an einem kleinen Bach im Tobel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Tobel|Eistobel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[westallgäuerisch]] &amp;#039;&amp;#039;Isdobl&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Schlucht]] des Flusses [[Obere Argen]] im [[Westallgäu]] zwischen der Ortschaft [[Schüttentobel]] und der [[Argentobelbrücke]], welche die Orte [[Maierhöfen]] und [[Grünenbach]] verbindet.&lt;br /&gt;
Auf einer Strecke von etwa drei Kilometern fällt, eingerahmt von bis zu 130 Meter hohen Felshängen, das Wasser der Oberen Argen in mehreren Stufen ([[Kaskade (Wasserfall)|Kaskade]]) talwärts und verliert dabei etwa 70 Höhenmeter. Seinen Namen hat der Eistobel von den im Winter früher oft mehrere Monate lang zu Eis erstarrten Wasserfällen.&lt;br /&gt;
Der Eistobel ist Teil des [[Eistobel (Naturschutzgebiet)|gleichnamigen Naturschutzgebiets]] und als [[Geotop]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Am Beginn des Eistobels, an der Einmündung des Schüttentobelbaches, wird die Obere Argen zunächst gestaut und die [[potentielle Energie]] des Wassers in einem [[Laufwasserkraftwerk]] in elektrische Energie umgewandelt. Nach vielen kleinen Wasserfällen und Stromschnellen endet der Eistobel bei der Argentobelbrücke, und der Bach fließt ruhiger weiter. Hinter der Brücke endet auch das Naturschutzgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Tal des Eistobels erschließt beispielhaft ein Profil in der &amp;#039;&amp;#039;aufgerichteten&amp;#039;&amp;#039; [[Vorlandmolasse]]. Am Südeingang der Schlucht sind die ältesten Gesteine – die [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] der [[Untere Süßwassermolasse|Unteren Süßwassermolasse]] – (USM) erschlossen. Diese [[Sandstein]]–[[Mergelstein]]-Folge ist durch einen hohen [[Feldspat]]anteil gekennzeichnet. Die feldspatreichen Sande wurden an der Wende vom [[Oligozän]] zum [[Miozän]] aus dem Bereich der [[Ostschweiz]] durch alpenrandparallele Napf- und Hörnlischüttung&amp;lt;!-- was ist das? --&amp;gt; in das Allgäu transportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Scholz |Hrsg= |Titel=Bau und Werden der Allgäuer Landschaft |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=3. |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-510-65333-1 |Seiten=158 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Sonderform der feldspatreichen Molasse wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Granitische Molasse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Profils sind grünliche Sandsteine, Mergel und [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerate]] aufgeschlossen, die im flachmarinen Bereich während des Unteren Miozäns abgelagert wurden. Die grünliche Farbe ist auf das Auftreten von [[Glaukonit]] zurückzuführen, das sich im Küstenbereich flachmariner Meere bildet. Diese Gesteine werden der [[Obere Meeresmolasse|Oberen Meeresmolasse]] (OMM) zugerechnet. Eingelagert sind mächtige, fossilarme Konglomeratbänke, die im Talverlauf häufig Steilstufen bilden. Stellenweise sind in die Konglomerate massenhaft zerbrochene [[Austern]]schalen eingelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordteil des Tobels stehen die Konglomerat–Mergel–[[Wechsellagerung|Wechselfolgen]] der [[Obere Süßwassermolasse|Oberen Süßwassermolasse]] (OSM) an, die ab dem Obersten Untermiozän (vor ca. 18 Millionen Jahren) in dieser Gegend abgelagert wurden. Die harten Konglomerat([[Nagelfluh]])-Bänke bilden die Steilstufen der zahlreichen Wasserfälle im Tobel. Eingelagert zwischen die harten Bänke sind dünnere Mergelsteinlagen, deren [[Ausbiss|Ausstrichsbereich]] am Hang durch das Auftreten von kleineren und größeren [[Erdrutsch|Hangrutschungen]] sowie im Talgrund durch Vernässungszonen mit [[Moor]]- und [[Sumpf]]flächen charakterisiert ist. Die Sedimentation der Gesteine der Oberen Süßwassermolasse endete vor etwa 9 Millionen Jahren, im [[Tortonium]]. In die Ablagerungen der Oberen Süßwassermolasse sind stellenweise gering [[Inkohlung|inkohlte]] [[Braunkohle]]n eingelagert, die besonders in wirtschaftlichen Notzeiten abgebaut wurden. Aufgrund des geringen [[Heizwert]]es und der schwankenden und geringen [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] des &amp;#039;&amp;#039;Riedholzer Flözes&amp;#039;&amp;#039; besitzen diese Braunkohlen heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Auffaltung der Alpen]] sind die unterschiedlichen Gesteine der Schlucht nach ihrer Ablagerung verstellt worden. Der Südrand der ansonsten ungefalteten &amp;#039;&amp;#039;Vorlandmolasse&amp;#039;&amp;#039;, den der Eistobel anschneidet, weist eine Aufbiegung der Gesteinsschichten zu den Alpen hin auf. Daher sind die Molasse-Schichten im Süden des Eistobels noch mit etwa 40° nach Nordwesten hin geneigt, während am nördlichen Ende der Schlucht die Schichten flacher, mit etwa 15° [[Fallen (Geologie)|einfallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den jüngsten Ablagerungen zählen [[Kalktuff]]bildungen, die sich an Bachläufen bilden, die an den Hängen über die Konglomeratbänke stürzen. Hier erfolgt mit Hilfe von [[Moose]]n eine [[Fällung|Ausfällung]] von Kalk aus kalkgesättigten Bachwässern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Eistobel 06.JPG|mini|[[Strudellöcher]] im Bachbett]]&lt;br /&gt;
Im Bachbett sind zahlreiche [[Fluviatiles_Sediment|fluviatile]] Erosionsformen wie [[Strudellöcher]], Strudelkessel und [[Gumpe]]n zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eistobel entstand am Ende der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] vor rund 15.000 Jahren, als sich im Tal bei [[Ebratshofen]] ein Schmelzwassersee bildete. Der See entwässerte über eine Abflussrinne im Bereich des heutigen Tobels. Durch [[Erosion (Geologie)|erosive]] Prozesse vertiefte sich die Schlucht zunehmend. Die Anlage der Abflussrinne erfolgte vermutlich schon früher, im Mittelpleistozän vor rund 380.000 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/48/index.htm |titel=Molasseprofil Eistobel |autor= |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt |werk=Bayerns schönste Geotope |datum= |abruf=2016-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geotop &amp;#039;&amp;#039;Molasseprofil Eistobel NNE von Grünenbach&amp;#039;&amp;#039; ist vom [[Bayerisches Landesamt für Umwelt|Bayerischen Landesamt für Umwelt]] als geowissenschaftlich besonders wertvolles Geotop (Geotop-Nr. 776R001) mit einer Eignung als besonderes wissenschaftliches Referenzobjekt eingestuft worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.umweltatlas.bayern.de/mapapps/resources/reports/sb_geotope/generateBericht.pdf?additionallayerfieldvalue=776R001 |titel=Geotopdatenblatt Molasseprofil Eistobel ENE von Grünenbach |autor= |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt |werk=Geotopkataster Bayern |datum= |abruf=2016-08-12 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2009 wurde das Molasseprofil im Eistobel zu den &amp;#039;&amp;#039;100 Schönsten Geotopen Bayerns&amp;#039;&amp;#039; gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bestellen.bayern.de/application/stmug_app000016?SID=576865207&amp;amp;ACTIONxSESSxSHOWPIC(BILDxKEY:stmugv_bsg_00048,BILDxCLASS:Artikel,BILDxTYPE:PDF_2) |titel=100 schönste Geotope Bayern: Informationstafel - Eistobel |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt |datum=2009 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160812100752/http://www.bestellen.bayern.de/application/stmug_app000016?SID=576865207&amp;amp;ACTIONxSESSxSHOWPIC(BILDxKEY:stmugv_bsg_00048,BILDxCLASS:Artikel,BILDxTYPE:PDF_2) |archiv-datum=2016-08-12 |abruf=2016-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eistobel (075).jpg|mini|Wanderwege durch den Tobel vorbei an den [[Nagelfluh]]-Steilwänden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wanderweg folgt der gesamten Länge der Schlucht. Die Wanderung durch den Eistobel ist bei Familien beliebt und mit der nötigen Vorsicht auch mit kleinen Kindern ab etwa vier Jahren machbar. Im Winter bleibt der Weg durch die Schlucht geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nordeingang zur Schlucht befindet sich ein kleines Informationszentrum, in dem sich die Besucher über die Entstehung des Tobels informieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Weg sind durch Informationstafeln unter anderem folgende Stationen ausgewiesen:&lt;br /&gt;
* Erste Wasserfälle;&lt;br /&gt;
* Großer Wasserfall; 18 Meter tief fällt das Wasser der Oberen Argen hinab in eine tiefe [[Gumpe]]&lt;br /&gt;
* Zwinger; der Fluss zwängt sich hier durch mächtige Felsblöcke hindurch;&lt;br /&gt;
* Hohe Wand;&lt;br /&gt;
* Wasserfall am Eissteg;&lt;br /&gt;
* Stausee und große Nagelfluhwand; hier ragt eine rund 50 Meter hohe senkrechte [[Nagelfluh]]-Wand aus der zu einem See aufgestauten Argen empor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Wasserfälle in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fördergemeinschaft Eistobel e. V.: &amp;#039;&amp;#039;Eistobel – Westallgäuer Wasserwege&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Natur erleben: Allgäu – Westallgäu&amp;#039;&amp;#039;, Weiler 2012, 12 S.&lt;br /&gt;
*K. Lemcke: &amp;#039;&amp;#039;Das Bayerische Alpenvorland vor der Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Schweizerbart, Stuttgart 1988, 175 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eistobel.de/ Eistobel] als Teil der Westallgäuer Wasserwege&lt;br /&gt;
* [https://www.geopark-allgaeu.de/eistobel-isny-maierhoefen.html Eistobel im Geopark Allgäu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/37/50/N |EW=10/2/13/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Lindau (Bodensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Grünenbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Maierhöfen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Landkreis Lindau (Bodensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserfall in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserfall in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>