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	<title>Eissturmvogel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eissturmvogel&amp;diff=265937&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Eissturmvogel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Fulmarus glacialis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1761)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Eissturmvögel&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Fulmarus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Sturmvögel&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Procellariidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Röhrennasen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Procellariiformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Fulmarus glacialis Cornwall UK.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Eissturmvogel (&amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eissturmvogel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordatlantische Eissturmvogel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Familie der [[Sturmvögel]]. Als einziger [[Möwensturmvögel|Möwensturmvogel]] nördlich des [[Äquator]]s verbringt er die meiste Zeit über dem offenen Meer. Er ernährt sich von [[Krill]], [[Fische]]n, [[Schnecken]], [[Krebstiere|Krebsen]], [[Kopffüßer]]n, [[Weichtiere|Mollusken]] und [[Qualle]]n. Zudem frisst er [[Aas]] und Fischabfälle. Während der Brutzeit verteidigt sich der Eissturmvogel gegen [[Prädator]]en und [[Nesträuber]], indem er diese mit seinem [[Magenöl]] bespeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel war der [[Seevogel des Jahres]] 2022 in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jordsand.eu/2021/12/03/der-eissturmvogel-ist-seevogel-des-jahres-2022/ Der Eissturmvogel ist Seevogel des Jahres 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der etwa krähengroße Eissturmvogel erreicht eine Länge von 45–53&amp;amp;nbsp;cm sowie ein Gewicht von 650–1000&amp;amp;nbsp;g. Die Flügelspannweite beträgt 101 bis 117&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisher&amp;quot;&amp;gt;J. Fisher: &amp;#039;&amp;#039;The Fulmar.&amp;#039;&amp;#039; Collins, London 1952.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim adulten (ausgewachsenen) Eissturmvogel sind Kopf, Hals und Unterseite dunkelgrau oder weiß. Das Gefieder auf der Oberseite der Flügel ist graublau. Bürzel und Schwanz sind meist heller grau, letztgenannter ist zudem gerundet. Die Geschlechter sind gleich gefärbt, Männchen sind meist etwas größer als Weibchen. Die Beine sind kurz und gelblichgrün. Im Gegensatz zu vielen [[Möwen]] zeigt der Vogel im Flug keine schwarzen Flügelspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Berücksichtigung des Gefieder[[dimorphismus]] werden zwei Gruppen unterschieden: Zum einen die Populationen der grauen oder dunklen Morphe,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://identify.whatbird.com/obj/610/_/target.aspx WhatBird: Northern Fulmar Dark Morph]&amp;lt;/ref&amp;gt; die in der [[Hocharktis]] und der niederarktischen [[Bäreninsel]] einen Anteil von knapp 85 bis 90&amp;amp;nbsp;Prozent aufweisen. Zum anderen die Populationen der weißen Morphe,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://identify.whatbird.com/obj/611/_/target.aspx | archive-is= 20071007 | text=&amp;#039;&amp;#039;Northern Fulmar.&amp;#039;&amp;#039;}} auf: &amp;#039;&amp;#039;identify.whatbird.com&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; die im [[Boreale Zone|borealen]] [[Atlantischer Ozean|Nordatlantik]] leben. Außerdem finden sich im niederarktischen West[[grönland]] (einschließlich der hocharktischen [[Avanersuaq|Thule-Region]]) und auf dem hocharktischen [[Jan Mayen]] Populationen mit mindestens einem Prozent grauer Vögel. An den arktisnahen Orten der [[Pazifischer Ozean|pazifischen]] Küste leben zudem viel mehr graue und dunkle Individuen als weiße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomonsen327-355&amp;quot;&amp;gt;Finn Salomonsen: &amp;#039;&amp;#039;The Geographical Variation of the Fulmar (Fulmarus glacialis) and the Zones of the Marine Environment in the North Atlantic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Auk.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 82, 1965, S. 327–355. [http://sora.unm.edu/sites/default/files/journals/auk/v082n03/p0327-p0355.pdf sora.unm.edu] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel hat dunkle, durch einen grauen Zügelfleck betonte Augen. Der Schnabel ist kurz und kräftig. Er ist überwiegend gelblich gefärbt, wird zur Nasenspitze dunkler und variiert zwischen einer schwarzen Melierung an und nahe den Nasenflügeln. Die Nasenlöcher sind wie bei allen [[Röhrennasen]] röhrenartig verlängert. Bezüglich der Schnabellängen werden drei Gruppen unterschieden: Kurze Schnäbel (weniger als 37&amp;amp;nbsp;mm) finden sich in der ganzen Hocharktis, mittellange (38 bis 39&amp;amp;nbsp;mm) in der Niederarktis, auf Jan Mayen sowie Thule und die langen (mehr als 40&amp;amp;nbsp;mm) im borealen Nordatlantik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomonsen327-355&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flug ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fulmarus glacialis LC0144.jpg|mini|[[Flugbild]]]]&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel segelt mit starr ausgebreiteten Schwingen und neigt den Körper mal auf die eine Seite und mal auf die andere Seite. Meistens fliegt er dabei dicht über dem Wasser. Er richtet seinen Flug nach dem Heben und Senken der Wogen aus. Seine Flügelschläge sind rasch und kurz. In der Nähe von Steilklippen ermöglichen ihm die Aufwinde ein Gleiten. Zum Abflug vom Wasser aus wird ein kurzer Anlauf auf der Wasseroberfläche durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FULMAR.gif|mini|Verbreitung des Eissturmvogels. Brutgebiet: gelb, Winter: blau]]&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel ist im Norden des [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und des [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] verbreitet und nistet auf Felseninseln und entlang von Steilküsten. Während der Brutzeit entfernt er sich nicht mehr als 30 bis 40&amp;amp;nbsp;km von seinen Kolonien. Den Rest des Jahres streift er über das Meer. Er überwintert an den Küsten, selten im Binnenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Atlantikküste [[Nordamerika]]s gibt es 16 Kolonien. Davon befinden sich fünf auf [[Neufundland]] und [[Labrador (Kanada)|Labrador]]. Weitere elf Kolonien verteilen sich auf das [[Arktis|arktische]] [[Kanada]], die [[Baffininsel]] und die [[Devon-Insel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]] gibt es Brutkolonien. Diese befinden sich vor allem an der Westküste und auf der [[Bäreninsel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Stange |Titel=Spitzbergen {{!}} Svalbard |Hrsg=Rolf Stange |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=5 |Verlag=Spitzbergen.de |Ort= |Datum=2015-05 |ISBN=978-3-937903-24-8 |Seiten=560}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa gibt es Kolonien unter anderem auf Island, an den Küsten [[Irland]]s ([[Saltee-Inseln]]), in [[Schottland]] und allgemein in [[Skandinavien]], aber auch in [[Dänemark]], den [[Niederlande]]n und auf [[Helgoland]] sowie in [[Frankreich|Nordfrankreich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel ernährt sich von [[Krill]], [[Fische]]n, [[Schnecken]], [[Krebstiere|Krebsen]], [[Kopffüßer]]n, [[Weichtiere|Mollusken]] und [[Qualle]]n. Zudem frisst er [[Aas]] und Fischabfälle. Die Nahrung wird von der Wasseroberfläche gepickt oder ertaucht. Kurzzeitige Tauchgänge erfolgen bis in eine Tiefe von vier Metern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der [[Schifffahrt]]srouten der [[Nordsee]] verschlucken Eissturmvögel oft [[Kunststoff]]teile. [[Magen]]untersuchungen zeigen, dass diese Exemplare eine viermal höhere [[Kontamination (Medizin)|Kontamination]] als die Vögel der [[Färöer]] aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wissenschaft-online.de/artikel/770153 spektrumdirekt: Plastikmüll bedroht Nordseevögel]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Plastikmüll in den Ozeanen#Nord- und Ostsee|Plastikmüll in der Nordsee]] hat in den letzten Jahren nicht abgenommen. 90 % des Mülls besteht aus Kunststoffen. Bei 60 % der untersuchten Eissturmvögel konnte mehr als 0,1 Gramm Kunststoffe im Magen nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/zustandsbericht-zur-nordsee-zeigt-handlungsbedarf-olaf-lies-bund-soll-sich-international-fuer-peilsender-an-gefahrgut-containern-einsetzen-172702.html |titel=Zustandsbericht zur Nordsee zeigt Handlungsbedarf Olaf Lies: Bund soll sich international für Peilsender an Gefahrgut-containern einsetzen |werk=[[Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz|umwelt.niedersachsen.de]] |datum=2019-01-08 |zugriff=2019-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten ===&lt;br /&gt;
An den Brutkolonien geben Eissturmvögel gackernde, glucksende und nasale Laute&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.birds.cornell.edu/AllAboutBirds/BirdGuide/Northern_Fulmar.html AllAboutBirds: Northern Fulmar]&amp;lt;/ref&amp;gt; von sich. Auf hoher See sind sie weniger ruffreudig. Streit um Futter wird indes auch mit lautem Gackern ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel ist tagaktiv und während der Brutzeit streng territorial. An Stellen mit viel Nahrung bildet er Schwärme. Manchmal versammeln sich mehrere tausend Vögel, um am treibenden Kadaver eines [[Wale|Wals]] zu fressen. Unaufmerksam auf dem Wasser treibende Eissturmvögel können von [[Haie]]n ergriffen und erbeutet werden, sobald diese die richtige Jagdtechnik erlernt haben. Mit Ausnahme eines akuten Angriffs lassen sich die Vögel in Ruhephasen und bei der Nahrungssuche jedoch nicht aus der Ruhe bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adulte Eissturmvögel verteidigen ihr [[Revier (Tier)|Revier]] gegen arteigene und artfremde Konkurrenten. Dabei lassen sie sich selten auf gefährliche Kämpfe gegen Artgenossen ein. Meistens werden Streitereien am Brutplatz mit aggressiven Drohgebärden ausgefochten, die damit enden, dass die Konkurrenten nach den Flügeln des Gegenübers schnappen. Wenn sich der Verlierer daraufhin nicht zurückzieht, wird er mit [[Magenöl]] bespuckt, bis er das Weite sucht.&amp;lt;ref&amp;gt;John P. Dumbacher, S. Pruett-Jones: &amp;#039;&amp;#039;Avian chemical defense.&amp;#039;&amp;#039; In: V. Nolan Jr, E. D. Ketterson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Current Ornithology.&amp;#039;&amp;#039; Volume 13, Plenum Press, New York 1996, ISBN 0-306-45473-4, S. 137–174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel verteidigt sein [[Nest]], indem er Hustengeräusche von sich gibt, gegen den Eindringling fällt und Salven von gelbem [[Magen]]öl aus seinem Drüsenmagen ausstößt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warham-Petrels&amp;quot;&amp;gt;J. Warham: &amp;#039;&amp;#039;The petrels: their ecology and breeding systems&amp;#039;&amp;#039;. Academic Press, San Diego 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Eissturmvogel zielt 50 bis 100&amp;amp;nbsp;cm, manchmal 200&amp;amp;nbsp;cm weit. Er kann mehrere Male hintereinander spucken, wenn auch mit sinkenden Mengen. Das Öl hat einen unangenehm süßen, fischigen Geruch, der einen abschreckenden Effekt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;P. J. Weldon, J. H. Rappole: &amp;#039;&amp;#039;A survey of birds odorous or unpalatable to humans: possible indications of chemical defense.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Chemical Ecology.&amp;#039;&amp;#039; 23(11), 1997, S. 2609–2633.&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist wird das Magenöl zur Verteidigung gegen [[Raubmöwen]] und wildernde [[Katzen]] eingesetzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warham84-93&amp;quot;&amp;gt;J. Warham: &amp;#039;&amp;#039;The incidence, functions and ecological significance of petrel stomach oils.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the New Zealand Ecological Society.&amp;#039;&amp;#039; 24, 1977, S. 84–93.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber es ist auch gegen Greifvögel und andere Meervögel (vor allem [[Dreizehenmöwe]]n, [[Papageitaucher]]) sehr effektiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Swennen111-7&amp;quot;&amp;gt;C. Swennen: &amp;#039;&amp;#039;Observations on the effect of ejection of stomach oil by the fulmar Fulmarus glacialis on other birds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ardea.&amp;#039;&amp;#039; 62, 1974, S. 111–117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Grund verklebter und beschädigter Federn sterben diese Vögel häufig.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Warham, R. Watts, R. J. Dainty: &amp;#039;&amp;#039;The composition, energy content and function of the stomach oils of petrels (Order Procellariiformes).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Marine Biology and Ecology.&amp;#039;&amp;#039; 23, 1976, S. 1–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Swennen111-7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Jacob: &amp;#039;&amp;#039;Stomach oils.&amp;#039;&amp;#039; In: D. S. Farner, J. R. King, K. C. Parkes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Avian Biology.&amp;#039;&amp;#039; Volume VI, Academic Press, New York 1982, S. 325–340.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon Jungvögel können Magenöl gegen jeden speien, der sich ihnen nähert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel kann mit seinem eigenen Magenöl kontaminiert werden, aber er kann es durch Baden und Putzen des Gefieders entfernen. Weil andere Vögel unfähig sind, das Öl auf dieselbe Art und Weise zu beseitigen, muss ein Mechanismus vorliegen, der Eissturmvögeln „Immunität“ gegen die Wirkungen des Öls gibt. Fisher&amp;lt;ref&amp;gt;J. Fisher: &amp;#039;&amp;#039;The Fulmar&amp;#039;&amp;#039;. Collins, London 1952.&amp;lt;/ref&amp;gt; berichtet zudem, dass Eissturmvögel kleine Mengen des Magenöls beim Putzen des Gefieders verwenden, um es auf die Federn aufzutragen. Warham&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warham84-93&amp;quot; /&amp;gt; vermutet, dass Eissturmvögel eine spezielle Federstruktur haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magenöl besteht hauptsächlich aus [[Triglyceride]]n und ungesättigten [[Fettsäure]]n. Das Öl hat eine niedrige [[Viskosität]] mit einem spezifischen Gewicht von 0,88.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warham84-93&amp;quot; /&amp;gt; Es verdichtet sich bei kühlen Temperaturen zu einem Wachs. Die Farbe variiert von farblos bis zu tiefem Rotbraun, aber ist oft klargelb.&amp;lt;ref&amp;gt;Kerri M. Skinner: &amp;#039;&amp;#039;Oil-spitting in fulmars: an example of chemical defense in birds?&amp;#039;&amp;#039; EN 570: Chemical Ecology, 1998. {{Webarchiv | url= http://www.colostate.edu/Depts/Entomology/courses/en570/papers_1998/skinner.html | archive-is= 20110801 | text=Weblink}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zum Magenöl haben alle Eissturmvögel einen charakteristischen [[Moschus]]geruch, welcher die Eier durchdringt und vermutlich Eierdiebe abhalten soll. Im Altisländischen wird er wegen dieses Verhaltens oder auch seines Eigengeruches &amp;#039;&amp;#039;fūlmār&amp;#039;&amp;#039; genannt, was „Stinkmöwe“ (foul maa) bedeutet.[10][6]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Young fulmar.jpg|mini|Nestling]]&lt;br /&gt;
Die erste Brut beginnt der Eissturmvogel im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Im Frühling und im Frühsommer brütet er meist in der Nähe anderer Meeresvögel. Die oft großen Kolonien befinden sich normalerweise in Felswänden über der Brandung bis in Höhen von einigen hundert Metern. Am Brutplatz liegen die Vögel auf dem Bauch und schieben sich bei Gefahr unter die Felskante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Balz und Paarung ===&lt;br /&gt;
In der Zeit von März bis April erscheinen die Eissturmvögel vor dem Brutfelsen, gehen aber zunächst nicht an Land. Die Männchen treffen zuerst ein und balzen auf dem Wasser, indem sie rhythmisch den Körper hochheben, mit den Flügeln schlagen und Schreie ausstoßen. Bei den Populationen im Pazifik reißen sie zudem den Schnabel auf und zeigen dem Partner den leuchtend orangefarbenen Schlund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen Balz auf dem Wasser bleibt das Männchen in der Nähe des ausgewählten Weibchens. Einige Zeit später gackert es das Weibchen laut an und stößt es mehrfach zärtlich mit dem Schnabel. In regelmäßigen Abständen bringt es ihm Nahrung, um zu zeigen, dass es eine Familie ernähren kann. Nach einiger Zeit kommt es schließlich zur [[Begattung|Kopulation]]. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brutpflege ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fulmarus glacialis MWNH 0546.JPG|mini|Ei, Sammlung [[Museum Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
Am Ende des Winters beziehen die Eissturmvögel ihre Nistplätze, brüten die Eier jedoch erst im Mai aus. Sie nisten auf nackten Felsvorsprüngen, unzugänglichen Felsbändern, in kleinen Höhlungen in den obersten Etagen der Felswand. Manche Paare brüten auch am Boden. Das Nest ist eine flache Mulde, die manchmal mit Gras ausgepolstert oder mit kleinen Steinen eingefasst ist. Zwischen Mai und August wird ein einziges weißes Ei von beiden Eltern 48 bis 57&amp;amp;nbsp;Tage bebrütet, die sich alle paar Tage ablösen. Wird das Ei gestohlen oder zerbrochen, legt das Weibchen kein neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Juni schlüpft der Jungvogel, der einen sehr dichten Daunenpelz trägt. Kopf, Hals und die untere Körperhälfte sind weiß und grau. Das restliche Gefieder ist rauchgrau gefärbt. Die ersten zwei Wochen wärmt ein Elternteil das Junge, während der andere Altvogel auf Nahrungssuche ist. Der Jungvogel wird mit einem öligen Brei aus halbverdauten [[Kopffüßer]]n, Mollusken und [[Quallen]] gefüttert, so dass er auffallend fett wird. Nach zwei Wochen wird er den ganzen Tag allein gelassen und lediglich einmal täglich gefüttert. Nähert sich jemand in Abwesenheit der Eltern dem Nest, bespeit er ihn zur Verteidigung mit Öl. Im Alter von drei Wochen kann er erstmals seine Eltern von Eindringlingen unterscheiden. Die Nestlingszeit dauert 41 bis 57&amp;amp;nbsp;Tage. Nach sechs bis acht Wochen Fütterungszeit – sobald sich der Jungvögel einige Schritte aus dem Nest bewegt – ziehen die Altvögel wieder auf die Hochsee und überlassen ihn sich selbst. Im Alter von 50 bis 60 Tagen stürzt er sich von den Felsen und treibt flugunfähig auf dem Meer. Von der Oberfläche nimmt er [[Plankton]] auf und zehrt von seinen Fettvorräten so lange, bis das Gefieder völlig herangewachsen und er flugfähig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungvögel verlassen die Kolonie im Juli oder August. Im Herbst und im Winter verbringen die noch nicht geschlechtsreifen Nichtbrüter die Zeit auf hoher See. Zwischen August und Oktober erledigen die adulten Vögel ihre [[Mauser (Vögel)|Mauser]] in den europäischen Gewässern und überwintern dort. Einzelne Tiere bleiben auch in den Nistkolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebenserwartung beträgt 20 Jahre und mehr. Das Höchstalter liegt bei etwa 90 Jahren. Durch Wiederfund beringter Tiere belegte Lebensalter betragen 43 Jahre und 10 Monate sowie 36 Jahre und 9 Monate für Vögel von der Britischen Insel und 19 Jahre und neun Monate für einen auf Helgoland beringten Vogel.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Hüppop, O. Hüppop: &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Vogelberingung auf Helgoland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vogelwarte.&amp;#039;&amp;#039; 47, 2009, S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Fiedler, O. Geiter, U. Köppen: &amp;#039;&amp;#039;Meldungen aus den Beringungszentralen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vogelwarte.&amp;#039;&amp;#039; 49, 2011, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 34 Jahre, aber oft kommen auch Alter von über 60 Jahren vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Eissturmvogel vor Spitzbergen2.jpg|alternativtext=Eissturmvogel am Eingang zum Kongsfjord, Spitzbergen.|mini|Eissturmvogel am Eingang zum [[Kongsfjord]], Spitzbergen. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FulmarusGlacialis.jpg|280px|mini|Eissturmvogel im Flug vor [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eissturmvogel vor Spitzbergen3.jpg|alternativtext=Eissturmvogel über dem europäischen Nordmeer|mini|Eissturmvogel über dem [[Europäisches Nordmeer|Europäischen Nordmeer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Externe Systematik ===&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel gehört zur Unterfamilie der [[Möwensturmvögel]] (Fulmarinae), die eine [[Monophylie|monophyletische]] Gruppe bilden. Sie werden aufgrund typischer Merkmale ihres [[Schädel]]s und besonders großer Nasenröhren zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel unterscheidet sich signifikant von [[Sturmtaucher]]n, wenngleich er mit den Sturmtauchern der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Puffinus&amp;#039;&amp;#039; nahe verwandt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZNaturforsch |Serie=C |Autor=M. Wink, P. Heidrich, U. Kahl, I. Swatschek, H. H. Witt, D. Ristow |Titel=Inter- and intraspecific variation of the nucleotide sequence of the cytochrome b gene in Cory’s (Calonectris diomedea), Manx Shearwater (Puffinus puffinus) and the Fulmar (Fulmarus glacialis) |Jahr=1993 |Startseite=504 |Endseite=509}} PMID 8363711&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Verwandte innerhalb der Gattung ist der [[Silbersturmvogel]] (&amp;#039;&amp;#039;F. glacialoides&amp;#039;&amp;#039;), der die südlichen Ozeane besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interne Systematik ===&lt;br /&gt;
[[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Untersuchungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Burg2003&amp;quot;&amp;gt;T. M. Burg, J. Lomax, R. Almond, M. de L. Brooke, W. Amos: &amp;#039;&amp;#039;Unravelling dispersal patterns in an expanding population of a highly mobile seabird, the northern fulmar (Fulmarus glacialis)&amp;#039;&amp;#039;. The Royal Society, 25. März 2003. {{PMC|1691321}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, dass Eissturmvögel aus dem [[Atlantik|atlantischen]] [[Kanada]] hauptsächlich von Vögeln aus [[Grönland]], [[Island]] und den [[Britische Inseln|Britischen Inseln]] abstammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://museum.gov.ns.ca/mnh/nature/nsbirds/bns0011.htm | archive-is= 20120710 | text=&amp;#039;&amp;#039;Birds of Nova Scotia: Northern Fulmar.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während es dort eine extreme Vielfalt an [[Haplotyp]]en gibt, findet sich auf [[St. Kilda (Schottland)|Saint Kilda]] nur eine geringe Auswahl, was auf eine Isolation durch Distanz hinweist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Burg2003&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel hat drei Unterarten. Die nordatlantischen Unterarten des &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis&amp;#039;&amp;#039; haben tendenziell schwerere und kompaktere Schädel und Schnäbel, obwohl auch eher schmale und kurze Schnäbel (Grönland) zu finden sind. Hocharktische Populationen der [[Nominatform]] &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis glacialis&amp;#039;&amp;#039; haben kleinere Schnäbel, insbesondere die von der [[Baffininsel]]. Vögel beider Varianten wurden auf [[Neuschottland]] gefunden. Die deutlich schlankere pazifische Unterart &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus g. rodgersii&amp;#039;&amp;#039; hat einen schmaleren Schnabel und einen weniger robusten Schädel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atlantische Unterart &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus g. minor&amp;#039;&amp;#039; (Baffininsel) wird zwar von ITIS&amp;lt;ref&amp;gt;[{{ITIS|TSN=174536|Name=&amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis&amp;#039;&amp;#039;|Linktext=nein}} ITIS Report: Fulmarus glacialis (Linnaeus, 1761)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, nicht aber von anderen Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bsc-eoc.org/avibase/avibase.jsp?pg=summary&amp;amp;lang=DE&amp;amp;id=32AD4D2AC1E144D0&amp;amp;ts=1175726659968 |wayback=20070929132245 |text=Avibase Database: Eissturmvogel (Fulmarus glacialis) (Linnaeus, 1761) |archiv-bot=2023-12-17 03:58:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; anerkannt, da sie diese zur [[Nominatform]] zählen.&lt;br /&gt;
Die überwiegend [[Boreale Zone|boreale]] Unterart &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus g. auduboni&amp;#039;&amp;#039; (größerer Schnabel&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomonsen327-355&amp;quot; /&amp;gt;) wird zwar von ITIS nicht anerkannt, aber von den oben erwähnten anderen Quellen. Die pazifische Unterart &amp;#039;&amp;#039;Fulmarus g. glupischa&amp;#039;&amp;#039; wird nicht länger anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.shearwater.nl/seabird-osteology/fulmars1.htm | archive-is= 20070926 | text=&amp;#039;&amp;#039;Skulls Fulmars.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand und Bestandsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel lebte ursprünglich im hohen Norden. Die nördlichste Seekolonie liegt an der Nordspitze [[Grönland]]s, nahe der [[Packeis]]grenze. In den letzten hundert Jahren dehnte er sein Brutgebiet weiter nach Süden aus und vermehrte sich rasch. So pflanzte der Eissturmvogel sich um 1750 erstmals auf [[Island]] fort. 1839 erreichte er die [[Färöer]], 1878 die [[Shetland-Inseln]]. Danach besiedelte er die [[Britische Inseln|britischen]] und [[Irland|irischen]] Inseln, auf denen es Steilklippen gab. 1935 wurde der Eissturmvogel das erste Mal in [[Frankreich]] gesichtet. Seit 1972 brütet er auf [[Helgoland]]. Dort nahm der Bestand zunächst fortwährend zu (2006: 120 Brutpaare), fällt aber seit Jahren wieder stark zurück (2021: 25 Brutpaare).&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vogelwarte-helgoland-fv.de/assets/Rundschreiben_FFH_2021.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesamte Population wird auf eine Million Exemplare geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF: &amp;#039;&amp;#039;Natur-Bibliothek. Natur in Deutschland. 4. Das Leben an Küste und Meer.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag, 2006, ISBN 3-89897-445-6, S. 38(–41, 45).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Population wird unter anderem auf die bevorzugte Ernährung von totem Fisch zurückgeführt. Die Ausbreitung wird somit auf die Entwicklung der [[Walfang]]industrie in nördlichen Gewässern und auf die Tatsache, dass Schiffe wertlosen Walrat ins Meer gegeben haben, zurückgeführt. Diese neue und reichhaltige Nahrungsquelle blieb nach dem Rückgang der Walfänge durch die Entwicklung der [[Fischfang]]industrie erhalten, da die [[Fische]] auf den Schiffen ausgenommen und die Reste über Bord geworfen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forscher haben festgestellt, dass sich die massive Ausbreitung dieser Art nur durch die erfolgreiche Fortpflanzung in den neuen Kolonien erklären lässt. So kam es auch in [[Nordamerika]] zu einer äußerst schnellen Vermehrung dieser Tiere, die zur Folge hatte, dass eine Migration über den Nordatlantik stattfand. Dadurch nahm die Zahl der Vögel in [[Europa]] weiter zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Burg2003&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eissturmvogel und Mensch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plastik ist keine Nahrung.svg|mini|300px|Auf den Menschen hochgerechnet passt die Menge, die im Magen von Eissturmvögeln gefunden wurde, auf einen Teller.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.boell.de/sites/default/files/2021-09/Plastikatlas%202019%206.Auflage%20web.pdf Plastikatlas 2019 - Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, 6. Auflage 2021], dort auf S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Zur [[Wikingerzeit]] war der Eissturmvogel eine wichtige Nahrungsquelle. Es wird vermutet, dass sie die Jungvögel fingen, bevor sie flügge waren. Auf der Insel [[St. Kilda (Schottland)|Saint Kilda]] an der [[Schottland|schottischen]] Küste wurden Knochen zusammen mit Gegenständen aus dem 9. Jahrhundert gefunden. [[Carl von Linné]] bezeichnete diesen Vogel als „grauen Sturmvogel“ und gab ihm 1761 den lateinischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Procellaria glacialis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 war die Population in [[Island]] so groß, dass die Einheimischen dort 60.000 Jungvögel pro Jahr fingen, um sie zu essen. Der Eissturmvogel war ein Hauptgrund für einige nordatlantische Inselgemeinschaften, sich dort anzusiedeln. Auf Saint Kilda erjagten die Einwohner 10.000 Jungvögel pro Jahr von 1829 bis 1911, was einen Durchschnitt von 115 Vögeln pro Kopf bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisher&amp;quot; /&amp;gt; Die gejagten Vögel dienten im Winter als Nahrungsvorrat für die Menschen. Die Eier des Eissturmvogels werden heute noch in einigen Gegenden gegessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der starke Eissturmvogelgeruch in ihre Wohnungen eindrang (und dort für mindestens 20&amp;amp;nbsp;Jahre blieb, nachdem die Gebäude aufgegeben wurden), lieferten die Vögel den Menschen einige Produkte. Die Eier und das Fleisch wurden gegessen, das Magenöl gesammelt und in Lampen verbrannt, Federn für Betten verwendet, aus Knochen wurden Haken gemacht und Kadaver als Köder genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warham-Petrels&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eissturmvögel folgen gern Fischereibooten und kämpfen um die Abfälle. Seefahrer wissen, dass sie sich beim Sichten von diesen Vögeln noch etwas gedulden müssen, ehe sie das Land erreichen. Sehen sie hingegen [[Möwen]], so wissen sie, dass sie dem Land nah sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordsee wurde bei 95 Prozent der gestrandeten, toten Eissturmvögel Plastik im Magen gefunden. Das bedeutet, die Tiere verhungern, obwohl - oder gerade weil - ihr Magen voll ist. Der Magen-Darm-Trakt der Sturmvögel wird von Plastik verstopft, und es kommt zu Verletzung und Entzündungen. Auch Tiere, die an diesen Plastikmengen nicht verenden, leiden an den Folgen dieser ungewollten Nahrungsaufnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.boell.de/sites/default/files/2021-09/Plastikatlas%202019%206.Auflage%20web.pdf Plastikatlas 2019 - Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, 6. Auflage 2021], dort auf S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eissturmvogel ist gemäß § 10 Abs. 2 Nr. 5 und Nr. 11 [[Bundesnaturschutzgesetz|BNatSchG]] eine in [[Deutschland]] streng geschützte Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Einhard Bezzel]]: &amp;#039;&amp;#039;BLV Handbuch Vögel.&amp;#039;&amp;#039; BLV Buchverlag, München 2006, ISBN 3-8354-0022-3.&lt;br /&gt;
* Michael Brooke: &amp;#039;&amp;#039;Albatrosses and Petrels across the World.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 2004, ISBN 0-19-850125-0.&lt;br /&gt;
* J. Fisher: &amp;#039;&amp;#039;The Fulmar.&amp;#039;&amp;#039; Collins, London 1952.&lt;br /&gt;
* K. C. Hamer, J. In Steele, S. Thorpe, K. Turekian: &amp;#039;&amp;#039;Birds: Procellariiformes. Encyclopedia of Ocean Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, London 2001, ISBN 0-12-227430-X.&lt;br /&gt;
* K. C. Hamer, D. R. Thompson: &amp;#039;&amp;#039;Provisioning and growth rates of nestling fulmars Fulmarus glacialis: stochastic variation or regulation?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ibis.&amp;#039;&amp;#039; 139, 1997, S. 31–39.&lt;br /&gt;
* [[Josep del Hoyo]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Birds of the World.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Ostrich to Ducks.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, 1992, ISBN 84-87334-10-5.&lt;br /&gt;
* D. N. Nettleship, R. D. Montgomerie: &amp;#039;&amp;#039;The northern fulmar, Fulmarus glacialis, breeding in Newfoundland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amer Birds.&amp;#039;&amp;#039; 28, 1974, S. 16.&lt;br /&gt;
* R. A. Phillips, K. C. Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Growth and provisioning strategies of northern fulmars Fulmarus glacialis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ibis.&amp;#039;&amp;#039; 142, 2000, S. 435–445.&lt;br /&gt;
* R. A. Phillips, K. C. Hamer: &amp;#039;&amp;#039;Postnatal development of northern fulmar Fulmarus glacialis chicks: is growth limited by food provisioning or internal constraints?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physiological &amp;amp; Biochemical Zoology.&amp;#039;&amp;#039; 73, 2000, S. 597–604.&lt;br /&gt;
* R. Stange: &amp;#039;&amp;#039;Spitzbergen | Svalbard. Arktische Naturkunde in Wort und Bild. Hintergründe | Routen &amp;amp; Regionen | Praktisches.&amp;#039;&amp;#039; Spitzbergen.de-Verlag, 5. Aufl., Mai 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fulmarus glacialis|Eissturmvogel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= norful |Name= Eissturmvogel (&amp;#039;&amp;#039;Fulmarus glacialis&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.reuber-norwegen.de/RundeInfoVoegelEissturmvogel.html Eintrag bei Runde-Vögel]&lt;br /&gt;
* [http://www.birdguides.com/html/vidlib/species/Fulmarus%5Fglacialis.htm Eintrag bei Birdguides]&lt;br /&gt;
* [http://www.neseabirds.com/fulmar.htm Eintrag bei New England Seabirds]&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2012.2&lt;br /&gt;
| ID             = 22697866&lt;br /&gt;
| ScientificName = Fulmarus glacialis&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2012&lt;br /&gt;
| Assessor       = BirdLife International&lt;br /&gt;
| Download       = 17. November 2012&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/estv.htm Federn des Eissturmvogels]&lt;br /&gt;
* {{TIBAV |9228 |Linktext=Fulmarus glacialis (Procellariidae) - Landung am Brutfelsen |Herausgeber=IWF |Jahr=1970 |DOI=10.3203/IWF/E-1619 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Seevogel des Jahres}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|1. September 2006|20769132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sturmvögel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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