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	<title>Eisstoß - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T15:25:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eissto%C3%9F&amp;diff=493379&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-12-02T18:41:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jäittenlähto 2010a.JPG|mini|Eisstoß in [[Finnland]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eisstoß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Eisversetzung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eisstauung&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man in Gewässern durch [[Eisgang]] übermäßig aufgetürmte Eisplatten und -stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Caspar David Friedrich - Das Eismeer - Hamburger Kunsthalle - 02.jpg|mini|Eisstöße als zentrales Motiv in Caspar David Friedrichs &amp;#039;&amp;#039;[[Das Eismeer]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Eisstöße entstehen durch bestimmte Wettereinflüsse, meist auf Bächen oder Flüssen. Wenn nach einer längeren Kälteperiode, in der die Gewässer dicker gefroren sind, eine schnelle Erwärmung eintritt, brechen die Platten an der Wasseroberfläche. Wenn keine Hindernisse im Fluss sind, so können diese Eisplatten ohne weiteres weggeschwemmt werden ([[Treibeis]]). Stoßen diese jedoch auf eine gefrorene Eisdecke, so stauen sich die Eisplatten zurück und können sich sowohl in die Höhe als auch unter das Wasser Richtung Grund aufstapeln. Sie kommen sowohl bei großen Flüssen, wie der Donau, aber auch bei kleineren, wie an der [[Große Krems|Großen Krems]] oder der [[Thaya]] im niederösterreichischen [[Waldviertel]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Ozeanen und Seen können die Eisschollen durch anhaltenden starken Wind, Temperaturdifferenzen oder [[Meeresströmung|Strömungen]] an die Küste getrieben werden, wo sie sich zu über 12 Meter hohen Eiswällen auftürmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisstöße treten auf der [[Nordhalbkugel]] nur etwa nördlich des 35. [[Breitengrad]]es auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerald Zenz, Günther Heigerth, Alfred Hammer, Cornelia Jöbstl, Paul Seitz |Titel=Grundlagenstudie – Eisstoßproblematik an Krems und Thaya – Kurzfassung |Verlag=Niederösterreichische Landesregierung, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft |Datum=2008-11 |Seiten=5 |Online=https://info.bml.gv.at/dam/jcr:4726d984-0a45-47ef-be1f-68e8a614dd00/Kurzfassung_Eisstossstudie.pdf#page=8 |Format=PDF |KBytes=1100 |Abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Eisstöße können so anwachsen, dass das Wasser nicht mehr abfließen kann und sich zurückstaut, was in der Folge zu [[Hochwasser]] im oberen Uferbereich führen kann. Wird der [[Wasserdruck]] so hoch, dass der Eisstoß von alleine bricht, so kann unterhalb eine [[Flutwelle]] entstehen. Da sich die Eisstöße auch bei Brückenpfeilern bilden können, kann der Wasserdruck so ansteigen, dass Brücken beschädigt oder zerstört werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisstöße können oft nur durch eine [[Sprengung]] aufgelöst werden, da man mit üblichen Baumaschinen nicht in das Gewässer vordringen kann. Da der Eisstoß ständig in Bewegung ist, stellt ein Bearbeiten eine große Gefährdung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf stehenden Gewässern kann das meterhoch aufgetürmte Eis weiter ins Landinnere gedrückt werden und dann schwere Schäden an küstennahen Gebäuden und Bäumen verursachen. Zeugen berichten, dass solche Eisstöße Geräusche ähnlich einem [[Zug (Schienenverkehr)|Zug]] oder [[Donner]] verursachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cbc.ca/news/canada/manitoba/winds-whip-up-worry-in-manitoba-community-hit-by-ice-wall-1.1366029 |titel=Winds whip up worry in Manitoba community hit by ice wall |hrsg=CBC Radio-Canada |datum=2013-05-13 |sprache=en |abruf=2022-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Chad Doran |url=http://www.fox11online.com/dpp/news/local/fox_cities/ice-shoves-cause-damage-on-lake-winnebago-shoreline |titel=Ice shoves cause damage on Lake Winnebago shoreline |werk=Fox 11 |hrsg=LIN Television Corporation |datum=2012-03-09 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130126005230/http://www.fox11online.com/dpp/news/local/fox_cities/ice-shoves-cause-damage-on-lake-winnebago-shoreline |archiv-datum=2013-01-26 |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Owen Mason, William J. Neal, Orrin H. Pilkey |url=https://www.dukeupress.edu/Living-with-the-Coast-of-Alaska/ |titel=Living with the Coast of Alaska |werk=Duke University Press |datum=1998-02 |sprache=en |abruf=2022-12-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150123171206/https://www.dukeupress.edu/Living-with-the-Coast-of-Alaska/ |archiv-datum=2015-01-23 |offline=ja |archiv-bot=2024-12-02 18:41:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vergangenheit stellten Eisstöße auf den Flüssen eine Gefahr für [[Schiffmühle]]n dar und zerstörten solche wiederholt, was zur Folge hatte, dass [[Mühlkanal|Mühlkanäle]] angelegt und die Schiffmühlen durch ortsfeste [[Wassermühle|Landmühlen]] ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Eisstöße ==&lt;br /&gt;
; [[Donau]]:&lt;br /&gt;
[[Datei:AK - Regensburg - Steinerne Brücke - Eisstoß - um 1910.jpg|mini|Eisstoß an der [[Steinerne Brücke|Steinernen Brücke]] in Regensburg (um 1910)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisstoß.jpg|mini|Eisstoß auf der Donau in Wien (Februar 2006)]]&lt;br /&gt;
* 19. Februar 2012: Schäden auf der Donau durch treibende und übereinander geschichtete Eisschollen im Raum [[Belgrad]] - besonders im Stadtbezirk Zemun an der Einmündung der Save. 100 Boote und [[Ponton]]s, auch schwimmende Restaurants und Frachtschiffe wurden weggeschoben, eingedrückt, abgetrieben, umgekippt. In [[Kältewelle in Europa 2012|Wochen großer Kälte]] waren zuvor Donau, Save und Theiß zugefroren und wurden trotz des Einsatzes von Eisbrechern ab 8. Februar 2012 für jede Schifffahrt gesperrt. Rascher Temperaturanstieg von −20&amp;amp;nbsp;°C auf +10&amp;amp;nbsp;°C löste das Eistreiben aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://newsv2.orf.at/stories/2106022/2106027/ |titel=Wochenlang extreme Kälte |werk=news.ORF.at |hrsg=Österreichischer Rundfunk |datum=2012-02-20 |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://iptv.orf.at/stories/2106021/ |titel=Boote kollidieren mit Eisschollen |werk=iptv.ORF.at |hrsg=Österreichischer Rundfunk |datum=2020-02-20 |offline=2015-07-14 |abruf=2012-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1963: der letzte Eisstoß, der die obere Donau bis Ingolstadt erreichte.&lt;br /&gt;
* Am 11. März 1929 war die Donau von Neuburg bis Passau zugefroren. Die am 11. März in Bewegung gekommenen Eismassen zerstörten die Brücken von Großmehring und Pförring&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ingolstädter Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 11. und 13. März 1929&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die [[Rollfähre Korneuburg–Klosterneuburg#Geschichte, Bestand|Gierseilfähre zwischen Korneuburg und Klosterneuburg]]. 1929 war die Donau auch zwischen der [[Wachau]] und [[Bratislava]] zugefroren.&lt;br /&gt;
* 1893 und 1876 gab es Eisstöße bei Wien.&lt;br /&gt;
* Bei zwei Eisstößen 1830 waren viele Häuser in ehemaligen Vororten von Wien betroffen. Dabei kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerald Zenz, Günther Heigerth, Alfred Hammer, Cornelia Jöbstl, Paul Seitz |Titel=Grundlagenstudie – Eisstoßproblematik an Krems und Thaya – Kurzfassung |Verlag=Niederösterreichische Landesregierung, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft |Datum=2008-11 |Seiten=1 |Online=https://info.bml.gv.at/dam/jcr:4726d984-0a45-47ef-be1f-68e8a614dd00/Kurzfassung_Eisstossstudie.pdf#page=4 |Format=PDF |KBytes=1100 |Abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 29. Februar 1784: „Das größte Hochwasser des Jahrhunderts, verursacht durch plötzliche Schneeschmelze und Eisstau! Das Vieh in der ganzen Au ertrank … Schwere Schäden in den Orten an der Paar!“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Ernst |Titel=Heimatbuch Oberhaunstadt |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 12. Jänner 1573: „Den 12. Januar anno 1573 ist die gros Eisgüß thumben und in der Höch gewesen wie der Strich hie unten verzeichnet ist und hat gewert 12 Tag lang und großen Schaden gethan“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Kinzl |Titel=Chronik der Städte Krems und Stein und deren nächster Umgegend |Verlag=Max Pammer |Ort=Krems |Datum=1869 |OCLC=162909146 |URN=nbn:de:bvb:12-bsb10999011-6 |Seiten=150–152}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* 1. März 1565: Der Eisstoß setzte sich beim Ingolstädter Schloss fest und staute die Donau so auf, dass die innere Stadt von Mensch und Tier verlassen werden musste. Ein toter Hirsch wurde im 1. Stock eines Hauses angeschwemmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Gerstner |Titel=Geschichte der Stadt Ingolstadt |Verlag=Georg Franz |Ort=München |Datum=1852 |DNB=362483590 |OCLC=643554408 |URN=nbn:de:bvb:12-bsb10386150-4 |Seiten=194}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Thaya]]:&lt;br /&gt;
* 21. Februar 2017: Auf eine mehrwöchige Frostperiode im zweistelligen Minusbereich folgte rasches Tauwetter. Dieses führte in [[Vestenpoppen]] zu einem Eisstoß. Die zurückgestauten Wassermassen bedrohten einige Häuser in der Ortschaft. Der Eisstoß löste sich von selbst auf, zu Schäden kam es nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Zellinger |url=https://www.meinbezirk.at/waidhofenthaya/c-lokales/vestenpoppen-eisstoss-fuehrte-zu-hochwasser_a2031631 |titel=Vestenpoppen, Eisstoß führte zu Hochwasser |werk=MeinBezirk.at |datum=2017-02-22 |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://noe.orf.at/news/stories/2827102/ |titel=Tauwetter: Eisstoß im Waldviertel |werk=noe.ORF.at |hrsg=Österreichischer Rundfunk |datum=2017-02-22 |sprache=de |abruf=2018-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 25. Februar 2012: In [[Unterpertholz]] führte ein Eisstoß auf der Thaya zu Schäden. Mehrere Anwesen wurden durch das zurückgestaute Wasser überflutet. Der Sprengdienst der Feuerwehr rückte an, um den Eisstoß zu sprengen, der dadurch aufgelöst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://noe.orf.at/news/stories/2522621/ |titel=Eisstoß auf der Thaya gesprengt |werk=noe.ORF.at |hrsg=Österreichischer Rundfunk |datum=2012-02-26 |sprache=de |abruf=2018-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Gerald Zenz, Günther Heigerth, Alfred Hammer, Cornelia Jöbstl, Paul Seitz |Titel=Grundlagenstudie – Eisstoßproblematik an Krems und Thaya – Kurzfassung |Verlag=Niederösterreichische Landesregierung, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft |Datum=2008-11 |Online=https://info.bml.gv.at/dam/jcr:4726d984-0a45-47ef-be1f-68e8a614dd00/Kurzfassung_Eisstossstudie.pdf |Format=PDF |KBytes=1100 |Abruf=2024-02-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ice jams|Eisstoß|audio=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eisstoss}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisstoß| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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