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	<title>Eiserne Ration - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T12:36:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eiserne_Ration&amp;diff=1456416&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lechthaler: Gliederung durch Zwischenüberschriften</title>
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		<updated>2025-08-01T08:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gliederung durch Zwischenüberschriften&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eiserne Ration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der [[Notvorrat]] eines mengenmäßig begrenzten Gutes bezeichnet. Dabei kann es sich zum Beispiel um [[Nahrungsmittel]], [[Kraftstoff]]e oder auch Ersatzteile und Ähnliches handeln. In jedem Fall ist die Verfügbarkeit extrem wichtig für das Überleben einer Person beziehungsweise den Fortbestand eines Unternehmens oder auch die Aufrechterhaltung einer Handlungsstrategie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Ration der deutschen Armeen bis 1918 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1973-030A-73, Feldbäckerei im Betrieb.jpg|mini|Feldbäckerei (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
Eiserne Ration hieß die Marsch- und Notverpflegung deutscher Armeen seit den 1860er Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Uwe Spiekermann | Titel=Künstliche Kost. Ernährung in Deutschland 1840 bis heute | Ort=Göttingen | Jahr=2018 | Seiten=116-123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Hintergrund der sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts rasch entwickelnden [[Ernährungswissenschaft]] sollte sie einerseits die Grundversorgung des Soldaten sicherstellen, ihn also zum Kämpfen auch im Bewegungskrieg befähigen. Anderseits sollte die eiserne Ration schmackhaft und appetitlich, lang haltbar, leicht zu transportieren, preiswert und gut verdaulich sein. Um diese teils widersprüchlichen Ziele zu erfüllen, wurden anfangs Speck und Brot bzw. Zwieback gereicht, konnten diese doch ohne Abkochen verzehrt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michaelis, Die Conservation des Mannes, Oesterreichische Militärische Zeitschrift 3, 1862, 26–33, 177–190, hier 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ration verdarb schnell und es fehlte ihr Fett und Eiweiß. Vor den Erfahrungen der Kriege 1866 und 1870/71 kamen dann immer mehr industriell gefertigte Produkte, wie [[Erbswurst]], [[Presskaffee]] und [[Fleischzwieback]] zum Einsatz. Büchsen[[Lebensmittelkonservierung|konserven]] hatten sich damals nicht bewährt, denn deren Haltbarkeit war gering. Das änderte sich erst mit massiven Investitionen während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Die Militärkonservenfabriken produzierten seit den 1870er Jahren zwar Fleisch- und Gemüsekonserven, doch deren Vorräte reichten nur für die jährlichen Herbstmanöver. Die eiserne Ration bestand vornehmlich aus Fleisch- und [[Suppenpräparate]]n, die von privaten Anbietern, etwa [[Rudolf Scheller]] oder [[Carl Heinrich Theodor Knorr|C.H. Knorr]] hergestellt wurden. Zwieback und Kaffee traten hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verwissenschaftlichung der Eisernen Ration erfolgte nur langsam, getragen von einer wachsenden Zahl von [[Sanitätsoffizier]]en. Erst Ende der 1880er Jahre wurde an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] ein chemisches [[Laboratorium]] für Verpflegungsfragen eingerichtet. Dieses testete regelmäßig Fleischkonserven, Soldatenbrote und auch erste [[Fertiggericht]]e. All dies mündete in die Kriegsverpflegungsvorschrift von 1901.&amp;lt;ref&amp;gt;Feldverpflegungsdienst bei den höheren Kommandobehörden, T. 1, 2. Aufl., Berlin 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die eiserne Ration bestand seither aus drei Tagesportionen zu je 250 Gramm Feldzwieback, 200 Gramm Fleisch- und 150 Gramm Gemüsekonserven. Hinzu kamen je 25 Gramm Salz und Kaffee. Ihre Defizite zeigten sich vor allem während der [[Schlacht an der Marne (1914)|Marneschlacht]] 1914 sowie dem Bewegungskrieg gegen [[Russland]]. Die Heeresführung bemühte sich parallel um verbesserte Kochkenntnisse der Soldaten, doch einschlägige Kochkurse scheiterten sowohl vor als auch während des Ersten Weltkrieges.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Uwe Spiekermann |url=https://uwe-spiekermann.com/2020/06/16/kochende-soldaten-verpflegung-in-der-kaiserlichen-armee-zwischen-fremd-und-selbstversorgung/ |titel=Kochende Soldaten? Verpflegung in der kaiserlichen Armee zwischen Fremd- und Selbstversorgung |datum=2020-06-16 |abruf=2021-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] diente die [[Erbswurst]] als Reserveverpflegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Ration der Wehrmacht ==&lt;br /&gt;
Die Eiserne Ration wurde während der massiven Aufrüstung der [[Wehrmacht]] in den 1930er Jahren ganz wesentlich verbessert. Neue Lebensmittel, etwa [[Sojapräparate]], wurden eingeführt, ebenso verbesserte Konservierungstechniken, wie [[Gefriertechnik]] und [[Lebensmitteltrocknung]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Spiekermann, Künstliche Kost, 583–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Büchsenkonserven wurden ebenfalls deutlich verbessert. Die Eiserne Ration wurde auf unterschiedliche Aufgaben hin ausgerichtet und für unterschiedliche Klimazonen optimiert. Obwohl Konserven nur einen Teil der Eisernen Ration ausmachten, blieb der Name der Marsch- und Notverpflegung während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] unverändert.&amp;lt;ref&amp;gt;„Eiserne Portionen werden sie genannt, weil diese Konserve in großem Maße vor und während des Krieges für Heer und Marine hergestellt wurde.“ {{Literatur | Autor=Hans Kirchhof | Titel=Ratgeber für Dosen-Konservierung im Haushalt und Kleinbetrieb | Verlag=Druck und Kommissions-Verlag Dr. Berger &amp;amp; Hempel | Ort=Braunschweig | Jahr=1936 | Seiten=111}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Ausfall der regulären [[Verpflegung]] sollte die besonders verpackte Notverpflegung nur auf ausdrücklichen Befehl des kommandierenden [[Offizier]]s geöffnet und verzehrt werden. Dieser Befehlsvorbehalt ließ sich im Verlauf des Krieges jedoch nicht aufrechterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Soldat wurden zwei eiserne Portionen auf der [[Feldküche]] oder einem [[Tross]]fahrzeug mitgeführt. Für die [[Wehrmacht]] bestand diese eiserne Portion standardmäßig aus 300&amp;amp;nbsp;g [[Brot]]ration (einer Packung [[Hartkeks]]e, [[Knäckebrot]] oder [[Zwieback]]), einer 200-g-[[Fleisch]]konserve ([[Konservendose|Dose]] z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schinkenwurst]]), 150&amp;amp;nbsp;g [[Fertiggericht]] (z.&amp;amp;nbsp;B. eingedoster [[Gemüseeintopf]] oder [[Erbswurst]]) und 20-g-Tütchen [[Kaffee]]pulver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;halbeiserne Portion&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gekürzte eiserne Portion&amp;#039;&amp;#039; bestand nur aus der verpackten Brotration und der Fleischkonserve und wurde von jedem Soldaten in seinem [[Tornister]] mitgeführt. Auch sie durfte nur auf Befehl verzehrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung der eisernen und halbeisernen Portion veränderte sich im Laufe des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mit der zunehmend schlechteren Versorgungslage. Auch waren die Rationen der einzelnen Truppengattungen verschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuständig für die Versorgung und Verteilung der eisernen Portion war bei der Wehrmacht der Feldverpflegungsoffizier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Portion in der NVA ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Halbe E-Portion.jpg|mini|Zwei halbe E-Portionen der NVA, von den Soldaten „Atomkekse“ genannt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;eiserne Portion&amp;#039;&amp;#039; (E-Portion) war in der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] eine Notverpflegung, die bei Ausfall der Verpflegungsversorgung in besonderen Situationen die Mindestversorgung der Soldaten garantieren sollte. Sie durfte nur auf Befehl der Kommandeure der Truppenteile bei [[Militärmanöver|Manövern]] und Übungen, im [[Gefecht]] der Verantwortlichen der [[Einheit (Militär)|Einheit]] geöffnet und verzehrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine E-Portion bestand aus 2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;12 Stück Kekskomprimatriegeln. Je 6&amp;amp;nbsp;Riegel in Verbundfolie eingeschweißt befanden sich in einer Stülpschachtel aus Weißblech, welche wiederum in einem Polyäthylenbeutel eingeschrumpft wurde. Der Energiewert betrug 8400&amp;amp;nbsp;kJ / 2000&amp;amp;nbsp;kcal bei einem Gesamtgewicht von 600&amp;amp;nbsp;g. Die Mindesthaltbarkeit lag bei 36&amp;amp;nbsp;Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die E-Portionen wurden von den Soldaten der NVA [[Soldatensprache der NVA|umgangssprachlich]] auch „Atomkekse“ genannt, weil man davon ausging, sie im Falle eines Atomschlages als letzte Versorgung übrig zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Ration für Pferde ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eiserne Ration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde beim Militär die auf den Pferdewagen der berittenen Truppenteile mitgeführte Pferdefutter-Ration für den Notfall bezeichnet. Die eiserne Ration bestand aus 5 kg [[Hafer]] pro Pferd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Einmannpackung]]&lt;br /&gt;
* [[Überlebensration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Thurnwald: &amp;#039;&amp;#039;Die Conservenverpflegung im Kriege.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische militärische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, 4/1889, S. 164–190 ([https://books.google.de/books?id=pZkqAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA179&amp;amp;dq=fleischzwieback&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwifp-yBzYrzAhXK_7sIHeqoAhwQ6AF6BAhOEAI#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=|Titel=Heeres-Dienstvorschrift 86/1 – Vorschrift für die Verpflegung der Wehrmacht bei besonderem Einsatz: Einsatz-Wehrmachtverpflegungsvorschrift|Verlag=Reichsdruckerei|Ort=Berlin|Jahr=20. Juni 1940|ISBN=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Höhne|Titel=Der Feldverpflegungsbeamte Feldverpflegungslehre|Verlag=Bernard &amp;amp; Graefe|Ort=Berlin|Jahr=1942|ISBN=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Marlene Hillen (Lektor)|Titel=Handbuch Militärisches Grundwissen|Verlag=Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik|Ort=Berlin|Jahr=1985|ISBN=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verpflegung (Militär)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lechthaler</name></author>
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