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	<title>Eiserne Front - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;KorrektorZwo: Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eiserne Front Symbol.svg|mini|Symbol der Eisernen Front]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiserne Front&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein 1931 gegründeter Zusammenschluss des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]], des [[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund|Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes]] (ADGB), des [[Allgemeiner freier Angestelltenbund|Allgemeinen freien Angestelltenbundes]] (Afa-Bund), der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und des [[Arbeiter-Turn- und Sportbund]]es (ATSB). Die Eiserne Front verstand sich als [[Bündnis]] und nicht als [[Mitglied]]erorganisation. Das Ziel der Eisernen Front war die „Erhaltung und Erfüllung“ der [[Verfassung der Weimarer Republik]] und die Abwehr radikaler republikfeindlicher Bestrebungen, insbesondere durch die [[Nationalsozialisten]]. Zu ihren politischen Gegnern gehörten auch im [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten]] organisierte Monarchisten sowie die [[Kommunistische Partei Deutschlands]] (KPD). Der KPD-Vorsitzende [[Ernst Thälmann]] nannte die Eiserne Front eine „Terrororganisation des [[Sozialfaschismusthese|Sozialfaschismus]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Lokatis: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Faden. Kommunistische Parteigeschichte und Zensur unter Walter Ulbricht&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Zeithistorische Studien&amp;#039;&amp;#039; 25). Böhlau Verlag, Köln 2003, ISBN 3-412-04603-5, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-12980, Berlin, Sportpalast, Kundgebung des Reichsbanners.jpg|mini|Kundgebung der Eisernen Front im [[Berliner Sportpalast]] im Januar 1932]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13411, Berlin, Lustgarten, Wahlkundgebung.jpg|mini|Wahlkundgebung der Eisernen Front zur Preußenwahl im Berliner Lustgarten (April 1932)]]&lt;br /&gt;
Die Eiserne Front wurde am 16. Dezember 1931 auf Initiative des Reichsbanners gegründet, um dem Zusammenschluss der antidemokratischen [[Harzburger Front]] ein Gegengewicht gegenüberstellen zu können. Die politische Führung des Abwehrbündnisses lag beim Parteivorsitzenden der SPD [[Otto Wels]], die technische Leitung beim Reichsbanner-Vorsitzenden [[Karl Höltermann]]. Höltermann erklärte in seinem Aufruf zur Gründung der Eisernen Front:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Jahr 1932 wird unser Jahr sein, das Jahr des endlichen Sieges der Republik über ihre Gegner. Nicht einen Tag, nicht eine Stunde mehr wollen wir in der Defensive bleiben – wir greifen an! Angriff auf der ganzen Linie! Unser Aufmarsch schon muss Teil der allgemeinen Offensive sein. Heute rufen wir – morgen schlagen wir!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese eindeutige Kampfansage bewirkte einen vorübergehenden Motivationsschub bei den Anhängern der [[Weimarer Republik|Republik]], der nach der kampflosen Hinnahme des [[Preußenschlag]]s am 20. Juli 1932 aber in Resignation umschlug. Als am 2. Februar 1933 die KPD die Angehörigen aller Organisationen und Parteien der [[Arbeiterbewegung]], nicht aber ihre jeweiligen „sozialfaschistischen“ Führungen, zu einem Generalstreik gegen die ins Amt gesetzte [[Kabinett Hitler|Regierung Hitler]] aufrief, lehnte die Eiserne Front den Aufruf ab und veröffentlichte stattdessen eine „Warnung vor wilden Aktionen“ an alle Kameraden des Reichsbanners und der Eisernen Front. Dies war Teil des „Anpassungskurses“ der Verbände des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) im Frühjahr 1933. Die Ablehnung eines Generalstreiks resultierte aus der Furcht vor einer Niederlage in einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit [[Reichswehr]] und [[Sturmabteilung|SA]] sowie aus der hohen [[Arbeitslosenquote]] infolge der [[Weltwirtschaftskrise]].&amp;lt;ref&amp;gt;„Arbeiterwiderstand hatte die größten Verluste zu beklagen“ – Interview mit dem Historiker Stefan Heinz über Gewerkschaftswiderstand im Nationalsozialismus, online in LISA, Portal der Gerda Henkel Stiftung, https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gewerkschaften_widerstand &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ewald Frie]]: &amp;#039;&amp;#039;Warum rief nur die KPD am 30.1.1933 zum Generalstreik auf?&amp;#039;&amp;#039; Festvortrag anlässlich des 80. Jubiläums des Mössinger Generalstreiks am 31. Januar 2013 ([https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/zeitgeschichte/repweimar/moessingen/d5.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzte große Kundgebungen nach der [[Machtergreifung]] Hitlers sind am 12. Februar 1933 auf dem [[Hauptmarkt (Nürnberg)|Nürnberger Hauptmarkt]] mit 60.000 bis 70.000 Teilnehmern und am 2. März 1933 ebenfalls in [[Nürnberg]] auf der [[Deutschherrnwiese]] mit 30.000 Teilnehmern bekannt. Am 11. März 1933 wurde das Bündnis schließlich reichsweit verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Eiserne_Front,_1931-1933 Eiserne Front, 1931-1933] auf historisches-lexikon-bayerns.de, vom 19. November 2025, abgerufen am 3. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.franken-sind-keine-baiern.de/geschichte-frankens/209-geschichte-frankens.html 6. Geschichte Frankens Teil 1] vom 14. September 2009, abgerufen am 3. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus neueren Forschungen geht hervor, dass es 1932/33 innerhalb der Eisernen Front erhebliche Konflikte zu strategischen und inhaltlichen Fragen zwischen der SPD, dem Reichsbanner und den Gewerkschaften gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Heinz: &amp;#039;&amp;#039;„Für die Freiheit! Gegen den Faschismus!“ Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in der Übergangsphase zur nationalsozialistischen Diktatur 1932/33.&amp;#039;&amp;#039; Livestream-Vortrag zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und zur Eisernen Front am 24. September 2020 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, https://www.youtube.com/watch?v=wKysRfKB-C0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Symbol der Vereinigung waren drei Pfeile. Entwickelt wurden sie von [[Sergej Tschachotin]], der damit Aktivität, Disziplin und Einigkeit symbolisieren wollte. Die Anhänger der Eisernen Front benutzten das Symbol, um damit Hakenkreuze zu übermalen. Da Graffiti illegal waren, sprach sich die SPD-Führung gegen diese Praxis aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Bray: &amp;#039;&amp;#039;Antifa. The Antifascist Handbook.&amp;#039;&amp;#039; Melville House, Brooklyn/London 2017, S. 23&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eiserne Front hörte mit der Unterdrückung der Arbeiterbewegung und der [[Tag der nationalen Arbeit#Zerschlagung der Gewerkschaften|Zerschlagung der Gewerkschaften]] am 2. Mai 1933 auf zu bestehen. Strukturen der Gewerkschaften, der SPD, des Reichsbanners und der Sportverbände leisteten jedoch in der Illegalität weiterhin erheblichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, überwiegend bis Mitte der 1930er Jahre, einige auch bis in die Kriegszeit hinein.&amp;lt;ref&amp;gt;„Arbeiterwiderstand hatte die größten Verluste zu beklagen“ – Interview mit dem Historiker Stefan Heinz über Gewerkschaftswiderstand im Nationalsozialismus, online in LISA, Portal der Gerda Henkel Stiftung, https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gewerkschaften_widerstand&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Österreich waren die drei Pfeile das herausragende Zeichen der Anti-Hitler-Front und überlebten als Symbol den [[Austrofaschismus]] und die [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]]. Nach 1945 fand dort das Zeichen erneut eine weite Verbreitung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Eiserne Front&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der sozialdemokratische Kämpfer&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2021, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Plakate der SPD zu Reichstagswahlen 1932&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Three Arrows election poster of the Social Democratic Party of Germany, 1932 - Gegen Papen, Hitler, Thälmann.jpg|Drei Pfeile, SPD-Plakat 1932: Gegen Papen, Hitler, Thälmann&lt;br /&gt;
  SPD Plakat 1932-2.jpg&lt;br /&gt;
  SPD Plakat 1932-4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonaufzeichnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eiserne Front Schallplatte.jpg|mini|Schallplatte der Eisernen Front]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Marsch der Eisernen Front&amp;#039;&amp;#039; wurde auf einer Schellackplatte der Marke &amp;#039;&amp;#039;Freiheitsplatte&amp;#039;&amp;#039; um 1932 von Mitgliedern des Berliner Schubert Chores, begleitet von einem Blasorchester, aufgenommen. Das Etikett in Rot-Gold trug das Drei-Pfeile-Logo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Popkultur ==&lt;br /&gt;
Die amerikanische Hardcore-Punk-Band [[Strike Anywhere]] verwendet die drei Pfeile der Eisernen Front als Bandlogo, wenngleich sie – versehentlich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.facebook.com/StrikeAnywhereOfficial/posts/10158038852063700 |titel=Strike Anywhere – Official ! |abruf=2020-03-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – in die falsche Richtung zeigen. Ihr viertes Studioalbum ist ferner mit &amp;#039;&amp;#039;Iron Front&amp;#039;&amp;#039; an das historische Vorbild angelehnt betitelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jungbanner]]&lt;br /&gt;
* [[Weimarer Koalition]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Eiserne Front: Abwehrbündnis gegen Rechts 1931 bis 1933 |Autor=Sebastian Elsbach |HrsgReihe=Christian Faludi |Verlag=Weimarer Verlagsgesellschaft |Ort=Wiesbaden |Datum=2022 |ISBN=978-3-7374-0294-1 |Reihe=Schriftenreihe der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte |BandReihe=1}}&lt;br /&gt;
* Robert Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;SPD – Geschichte der deutschen Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039; (Teil 1 bis 1933) CD-ROM. Bayerisches Seminar für Politik e.&amp;amp;nbsp;V., München 1997.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Lensing]]: &amp;#039;&amp;#039;Republikanische Wehrorganisationen im Emsland – Das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, die „Eiserne Front“ und die „Volksfront gegen Radikalismus und soziale Reaktion“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Emsland-Jahrbuch. Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes&amp;#039;&amp;#039;, Band 55, 2009, Sögel 2008, ISBN 978-3-88077-060-7, S.&amp;amp;nbsp;45–72.&lt;br /&gt;
* [[Carlo Mierendorff]], [[Sergei Stepanowitsch Tschachotin|Sergej Tschachotin]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Formen politischer Propaganda.&amp;#039;&amp;#039; Bundesvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Magdeburg 1932.&lt;br /&gt;
* [[Karl Rohe]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsbanner Schwarz Rot Gold. Ein Beitrag zur Geschichte und Struktur der politischen Kampfverbände zur Zeit der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://reichsbanner-geschichte.de/reichsbanner-geschichte/themen/thema/Themen/show/die-eiserne-front/ Website der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zur Geschichte der Eisernen Front]&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay||link|Günther Gerstenberg|Eiserne Front, 1931–1933}}.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heinz]]: [https://www.youtube.com/watch?v=wKysRfKB-C0 &amp;#039;&amp;#039;„Für die Freiheit! Gegen den Faschismus!“ Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in der Übergangsphase zur nationalsozialistischen Diktatur 1932/33.&amp;#039;&amp;#039;] Livestream-Vortrag zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und zur Eisernen Front am 24. September 2020 in der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]] in Berlin&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/angebote/ausstellungen/schaudepot-reichsbanner/ Schaudepot zur Geschichte des Reichsbanners und der Eisernen Front in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=115738-3|VIAF=147177932}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der SPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Organisation (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KorrektorZwo</name></author>
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