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	<title>Eiserne Division - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eiserne_Division&amp;diff=1578485&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen, Links optimiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-08-05T21:12:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen, Links optimiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das deutsche Freikorps im Baltikum nach dem Ersten Weltkrieg. Für die britische Division mit diesem Spitznamen siehe [[3rd Division (Vereinigtes Königreich)]], für das Freikorps in Norddeutschland siehe [[1. Marine-Brigade]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of the Iron Division Freikorps.svg|mini|Fahne der Eisernen Division]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiserne Division&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nannte sich ein aus deutschen Freiwilligen bestehender militärischer Verband, der 1919 im [[Baltikum]] am [[lettischer Unabhängigkeitskrieg|lettischen Unabhängigkeitskrieg]] teilnahm. Es war die bekannteste Formation der [[Freikorps]] im Baltikum. Der Verband wurde gegen die [[lettische Schützenregimenter|Armee Rätelettlands]] eingesetzt und kämpfte später nach einem Übertritt unter russisch-monarchistischem Kommando gegen die Armee der [[Republik Lettland]]. Die zeitweise bis zu 16.000 Mann zählende [[Division (Militär)|Division]] wurde Anfang 1920 wegen [[Meuterei]] aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Brigade ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zogen sich die kriegsmüden Truppen der deutschen [[8. Armee (Deutsches Kaiserreich)|8.&amp;amp;nbsp;Armee]] vor der [[Rote Armee|Roten Armee]] aus dem östlichen Baltikum zurück. Um den Abtransport von Truppen und Material zu schützen, wurde ab dem 29.&amp;amp;nbsp;November aus Soldaten der Armee die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Eiserne Brigade&amp;#039;&amp;#039; angeworben. Dies war auf einer gemeinsamen Sitzung des Reichsbevollmächtigten [[August Winnig]], des Armeebefehlshabers [[Hugo von Kathen]] und des Zentralsoldatenrats beschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Vor den Toren Europas&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1963, Seite 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es meldeten sich etwa 600 Freiwillige, die jedoch später teilweise den Frontdienst verweigerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verteidigung [[Riga]]s durch die [[Baltische Landeswehr]], eine größtenteils aus [[Deutschbalten]] bestehende freiwillige Truppe, und die Eiserne Brigade scheiterte. Am 3.&amp;amp;nbsp;Januar zog eine Räteregierung in Riga ein (siehe [[Lettische Sozialistische Sowjetrepublik (1918–1920)]]). Die bolschewistischen Armeen, welche hauptsächlich aus [[Lettische Schützen#Rote Lettische Schützen|Roten Lettischen Schützenregimentern]] bestanden, eroberten bis Mitte Januar 1919 fast das ganze Staatsgebiet Lettlands, und man befürchtete, dass sie einen Vormarsch auf [[Ostpreußen]] planten, um in [[Deutsches Reich|Deutschland]] eine Revolution auszulösen. Um dies zu verhindern, erlaubte der [[Rat der Volksbeauftragten]] die Werbung von Freiwilligen und Freikorps im Reich. Vorerst fanden sich die schwachen Fronttruppen jedoch auf einem kleinen Gebiet um Libau (lett. [[Liepāja]]) zusammengedrängt und hatten Nachschubsorgen, weil rückwärtige rote [[Soldatenrat|Soldatenräte]] den Grenzschutztruppen die Eisenbahn blockierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiserne Division ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eiserne Division Angriff auf Riga.jpg|mini|hochkant|Das Vorgehen in Lettland im Jahr 1919.]]&lt;br /&gt;
Am 16.&amp;amp;nbsp;Januar wechselte das Kommando der Eisernen Brigade von Oberst [[Friedrich Kumme]] auf Major [[Josef Bischoff (Offizier)|Josef Bischoff]] über. Dieser verbot den weiteren Rückmarsch, schickte unzuverlässige Truppenteile nach Hause und taufte die restlichen 300 Mann in „Eiserne Division“ um. Durch eintreffende Verstärkungen und neue Kampftaktiken konnte die Front an der Windau (lett. [[Venta]]) dann auch tatsächlich gehalten werden. Dazu trugen auch Probleme der Bolschewisten an anderen Fronten bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Februar 1919 übernahm das [[VI. Reserve-Korps (Deutsches Kaiserreich)|VI. Reserve-Korps]] die Befehlsführung in [[Kurland]]. Dem [[Kommandierender General|Kommandierenden General]], Generalmajor [[Rüdiger von der Goltz (Offizier)|Rüdiger von der Goltz]], unterstanden das Gouvernement Libau, die [[Baltische Landeswehr]], die Eiserne Division, die eintreffende [[1.&amp;amp;nbsp;Garde-Reserve-Division]] und verschiedene kleinere Freikorps. Die Eiserne Division nahm Anfang März an der Offensive auf [[Jelgava|Mitau]] (lett. [[Jelgava]]) teil und besetzte die alte Weltkriegsstellung bei Olai (lett. [[Olaine]]). Am 22.&amp;amp;nbsp;Mai wurde gemeinsam mit der Baltischen Landeswehr [[Riga]] zurückerobert, wobei sich die Eiserne Division durch ihre Brutalität auszeichnete. In der Folge gaben die Roten Armeen zunächst den Kampf um Lettland auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1919 wurde die Division im Konflikt zwischen der lettischen [[Andrievs Niedra|Niedra]]-Marionettenregierung einerseits und der Republik Estland sowie der lettischen [[Kārlis Ulmanis|Ulmanis]]-Regierung eingesetzt. Da deutsche Truppen auf Befehl der [[Reichsregierung]] und der Ententemächte keine weiteren Offensivbewegungen durchführen sollten, traten fünf [[Bataillon]]e und drei [[Batterie (Militär)|Batterien]] 14 Tage lang in Niedra-lettische Dienste. Bei der [[Schlacht von Wenden|Schlacht um Wenden]] (lett. [[Cēsis]]) wurden sie jedoch entscheidend besiegt. Teilweise verweigerten die Truppen den Dienst, weil sie nur zum Kampf gegen die Bolschewisten geworben worden waren. Nach der folgenden Räumung Rigas und dem [[Frieden von Strasdenhof (1919)|Waffenstillstand von Strasdenhof]] fand sich die Division wieder im Olai-Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Durch Übernahme geschlossener Freikorps und einzelner Freiwilliger erreichte die Division bis zum Sommer 1919 eine Verpflegungsstärke von etwa 14.000 Mann. Es existierten drei Infanterie-Regimenter und ein Artillerie-Regiment sowie Kavallerie und Nachschubtruppen. Die Freiwilligen unterschrieben einen Vertrag auf jeweils einen Monat, erhielten eine Baltikumzulage zum Sold und hatten Aussicht auf die [[lettische Staatsbürgerschaft]]; auch wurde ihnen, allerdings ohne Berechtigung, Siedlungsland versprochen. Neben den Siedlungswilligen meldeten sich Idealisten, Berufssoldaten, die nicht in der [[Reichswehr]] unterkamen, Abenteurer, Arbeitslose, aber auch allerlei zweifelhafte Elemente bis zu Kriminellen, die sich so der einsetzenden Strafjustiz im Reich entziehen wollten. Etwa die Hälfte des eintreffenden Ersatzes wurde zurückgeschickt, weil er „sittlich“ ungeeignet erschien. Des Öfteren mussten Truppenteile wegen Unzuverlässigkeit aufgelöst werden. Auch politisch missliebige Offiziere und Mannschaften wurden abgeschoben. Die Division wurde so zu einem Sammelbecken für [[Reaktion (Politik)|reaktionäre]], [[Monarchismus|monarchistische]] und [[Nationalismus|nationalistische]] Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kämpfe wurden von beiden Seiten erbarmungslos und auf Kosten der Zivilbevölkerung geführt. Gefangene wurden befehlswidrig erschossen und ausgeraubt. Das [[Marodeur]]wesen im Hinterland konnte niemals abgestellt werden. Nach der Eroberung Rigas erregten die Ausschreitungen im Bereich der Eisernen Division internationales Aufsehen. Wegen der vielen Übergriffe und Überbelastung der [[Militärpolizei|Feldgendarmerie]] mussten besondere [[Militärgericht|Kompaniegerichte]] eingerichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ab Juli offiziell die Räumung des Baltikums begann, verstärkte sich die Division weiter und unterhielt zu diesem Zweck illegale Werbestellen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Kreise um Bischoff war, entgegen der offiziellen deutschen Politik, gemeinsam mit den russischen [[Weiße Armee|Weißen Armeen]] die Bolschewiken zu entmachten und Einfluss auf ein künftiges Russland zu gewinnen. Zumindest sollte die Division solange wie möglich erhalten bleiben, um gegebenenfalls bei einem reaktionären Umsturz in Deutschland mitzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahne und Wahlspruch ==&lt;br /&gt;
Wie viele andere Freikorps der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg führte die Eiserne Division schwarz als Grundfarbe ihrer Fahne. Auf dieser war ein weißer Totenkopf abgebildet, unter dem der Spruch „und doch“ stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Sprenger |Titel=Landsknechte auf dem Weg ins Dritte Reich? zu Genese und Wandel des Freikorpsmythos |Verlag=Ferdinand Schöningh |Ort=Paderborn |Datum=2008 |ISBN=978-3-506-76518-5 |Seiten=48–49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Wahlspruch stellt eine Reaktion auf das Verhalten der deutschen Regierung während des sogenannten [[Baltische Landeswehr#Baltenputsch am 16. April 1919|Baltenputsches]] vom 16. April 1919 dar, infolge dessen die Eiserne Division aufgefordert wurde, sich zurückzuziehen. Vonseiten der Eisernen Division wurde dieses Verhalten als Verrat an den [[Baltikumer]]n gewertet. Hieraus entwickelte sich die Geschichte vom unbeugsamen Trotz und eisernen Willen der Baltikumer, die die „letzten Deutschen überhaupt“ gewesen seien und in dem Wahlspruch „und doch“ symbolischen Ausdruck fand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Sprenger |Titel=Landsknechte auf dem Weg ins Dritte Reich? zu Genese und Wandel des Freikorpsmythos |Ort=Paderborn |Datum=2008 |ISBN=978-3-506-76518-5 |Seiten=209}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ausspruch findet sich auch in der Erinnerungsmedaille der Eisernen Division wieder. Dort ist der Wahlspruch „und doch“ unter dem stilisierten Totenkopf eingeprägt. Zur Entstehung dieser Erinnerungsmedaille gibt es eine Rede von Major Josef Bischoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und dieser Kampf wird kommen. Man wird uns rufen, meine Herrn! Denn die Reichswehr wird versagen! Schon jetzt hat mich Exzellenz Estroff gebeten, ihm Offiziere und Mannschaften zu überweisen, die in seinem Befehlsbereich die Truppe mit den Eigenartigkeiten des Kleinkrieges vertraut machen und die Ausbildung dazu leiten sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eiserne Division wird bald in Erscheinung treten und dann ist alles gewonnen. Durch Widerstand aber wäre alles verloren. Ich verkenne nicht, dass die Auflösung der Division ein großes Risiko bedeutet. Eine Wiederaufstellung in zwei Monaten wird mit großen Schwierigkeiten verknüpft sein, nicht technischer, aber menschlicher Art. Was jetzt an Mannschaften und Offizieren noch da ist, ist dreifach gesiebt, ist der feste Kern, und bildet das beste Kriegsmaterial was es gibt. Es gilt, mit allen Mitteln diese Leute der Division zu erhalten und es ist die dankbarste und angenehmste Aufgabe des Offiziers, mit diesen seinen Leuten in Verbindung zu bleiben. Kommt dann einst in den Zeitungen der Ruf: &amp;quot;die Eiserne Division sammelt sich am so und sovielten da und da, dann können wir mit Gewissheit darauf rechnen, dass wir fast über Nacht schlagfertig wieder dastehen werden. Unsere Pferde werden wir hier in Ostpreußen auf den Gütern unterstellen, unsere Kanonen, Wagen und überzählige Waffen werden wir dem W.Kr. Grkr [?] I leihweise überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Herren, diese freiwillige Abgabe der Waffen ist wohl das größte Zeichen der Disziplin, das ich von der Truppe erwarten muss. Es hat keinen Zweck, das Material mit nach Deutschland zu nehmen. Dort liefert es die Regierung ohne weiteres an die Entente aus, oder, wenn es uns auch gelingen sollte es in einzelnen Depots im Lande zu verbergen, so wird unser größter Feind Spartakus schon dafür sorgen, dass das Lager nicht lange verborgen bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind jedoch zur Zeit alles Sachen untergeordneter Art. Für uns Offiziere erhebt sich jetzt die große Frage: wie können wir für unser Land weiter sorgen? Die nötigen Schritte zur Gründung von Arbeitsgemeinschaften habe ich bereits getan. Ich werde jetzt nach Berlin zur Regierung fahren um von ihr Vorteile für die Truppe heraus zu pressen, namentlich Innehaltung des russischen Vertrages. Ob ich wiederkommen werde, weiß ich nicht. Vielleicht nehmen sie mich in Berlin fest, vielleicht lassen Sie mich sonst irgendwie verschwinden. Nach zuverlässigen Meldungen haben sie bereits 30 Spartakisten mir hier auf den Hals geschickt. Sollte mir also in Berlin etwas passieren, so lassen Sie sich darüber keine grauen Haare wachsen, einer unter Ihnen wird sich schon finden, der das Werk zu Ende führt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und, meine Herren, wir führen es zu Ende! Ich habe jetzt eine Medaille schlagen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trägt auf der Rückseite die Inschrift&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und doch!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch! Das sei unser Wahlspruch, unser Gedanke, wenn wir alles was wir sonst auf dem Herzen haben, zusammenfassen in dem Ruf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Eiserne Division&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hurrah! Hurrah! Hurrah!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertritt zur Westrussischen Befreiungsarmee ==&lt;br /&gt;
Als am 23.&amp;amp;nbsp;August 1919 bereits die ersten Transporte der Division zur Verladung nach Deutschland bereitstanden, entschloss sich Bischoff auf eigene Verantwortung zur Befehlsverweigerung und stoppte den weiteren Abtransport. Ende September trat die Division dann gemeinsam mit den Freikorps der [[Deutsche Legion (1919)|Deutschen Legion]] zur [[Westrussische Befreiungsarmee|Westrussischen Befreiungsarmee]] des Abenteurers [[Pawel Michailowitsch Bermondt-Awaloff]] über. Bei deren Vormarsch erreichte die Division die westlichen Vorstädte Rigas, ohne die Stadt erobern zu können. Als die [[Entente cordiale|Ententemächte]] zugunsten Lettlands eingriffen und außerdem die deutsche Grenze für den Nachschub gesperrt wurde, brach die zu 80 % aus deutschen Freikorps bestehende Bermondt-Armee zusammen. Die Division musste den Rückzug antreten. Mitte Dezember überquerten die letzten Truppenteile die deutsche Grenze bei [[Klaipėda|Memel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auflösung ==&lt;br /&gt;
Die verbliebenen Freikorpsleute fühlten sich von der eigenen Regierung verraten. Zu dem erwarteten Marsch auf Berlin kam es wegen mangelnder politischer Führung jedoch nicht. Die Freiwilligen erhielten [[Gnadenrecht|Straffreiheit]], hatten aber keine Möglichkeit, in die Reichswehr aufgenommen zu werden oder Arbeitsstellen in der Industrie zu finden. Nach der Demobilisierung blieben viele Divisionsangehörige als Landarbeitergemeinschaften auf Gütern in Pommern zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Kapp-Putsch]] war die Division zwar bereits zum Großteil aufgelöst, viele ehemalige Mitglieder waren jedoch am Putsch beteiligt. Ehemalige Divisionsangehörige waren später auch an den Freikorpskämpfen im Ruhrgebiet ([[Ruhraufstand]]) und Oberschlesien ([[Aufstände in Oberschlesien]]) beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideologie des [[Reiter gen Osten|Ritts nach Osten]] und der [[Antibolschewismus]] der Freikorps war eine der Wurzeln des [[Nationalsozialismus]]. Die ehemaligen [[Baltikumer]] waren während der [[Weimarer Republik]] ein Destabilisationsfaktor und traten zu einem großen Teil der Hitlerbewegung bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Divisionsangehörige ==&lt;br /&gt;
[[Heinz Guderian]] (April bis August als [[Zweiter Generalstabsoffizier]]), [[Rudolf Berthold (Jagdflieger)|Rudolf Berthold]], [[Waldemar Hartmann (Kunsthistoriker)|Waldemar Hartmann]], [[Bruno Loerzer]], [[Kurt Georg Heinrich Andersen|Kurt Andersen]], [[Paul Hofmann (Gauleiter)|Paul Hofmann]], [[Kurt Kaul]], [[Bernhard Ruberg]], [[Richard Manderbach]], [[Günther Pancke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Divisionsgliederung 1919 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bischoff Kopie.jpg|mini|hochkant|Major Josef Bischoff]]Folgende Gliederung lag vor:&lt;br /&gt;
* Kommandeur: Major Josef Bischoff&lt;br /&gt;
* Erster Generalstabsoffizier: Hauptmann Biese&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anfang März 1919&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt |Titel=Darstellungen aus den Nachkriegskämpfen deutscher Truppen und Freikorps |Verlag=E. S. Mittler |Datum=1937 |Seiten=144+145}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bataillon Doin&lt;br /&gt;
** Kompanie Mitau&lt;br /&gt;
** Kompanie Lüneburg&lt;br /&gt;
** MG-Kompanie&lt;br /&gt;
** Jagdkommando Drachenfels (von der Baltischen Landeswehr)&lt;br /&gt;
** Jagdkommando Nolde (von der Baltischen Landeswehr)&lt;br /&gt;
** Jagdkommando von Besser&lt;br /&gt;
** Pionier-Kompanie Volkmar&lt;br /&gt;
** Feldartillerie-Zug Gädicke&lt;br /&gt;
* Abteilung Heiberg&lt;br /&gt;
** MG-Abteilung [[Horst von Petersdorff|von Petersdorff]]&lt;br /&gt;
** Jäger-Bataillon Oberleutnant Büchner&lt;br /&gt;
** Kompanie Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
** Kompanie Schönfeldt (vom Bataillon Graf Kanitz)&lt;br /&gt;
** Feldartillerie-Zug Kischke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bataillon [[Erich Balla]]&lt;br /&gt;
** Kompanie Belitz&lt;br /&gt;
** Kompanie Clodius (vom Bataillon Graf Kanitz)&lt;br /&gt;
** Feldartillerie-Zug Trapp&lt;br /&gt;
* Bataillon von Borcke&lt;br /&gt;
** 1. Zug&lt;br /&gt;
** 2. Zug&lt;br /&gt;
** MG-Zug&lt;br /&gt;
* Abteilung Liebermann&lt;br /&gt;
** 1. Zug&lt;br /&gt;
** MG-Kompanie&lt;br /&gt;
** Pionier-Abteilung&lt;br /&gt;
** Feldartillerie-Zug Schilling&lt;br /&gt;
* Bataillon Graf Kanitz (Freiwilligen-Bataillon 7)&lt;br /&gt;
** Feldartillerie-Zug&lt;br /&gt;
* Kavallerie-Abteilung Preetzmann&lt;br /&gt;
* Flieger-Abteilung 427 (ohne Staffel Fick)&lt;br /&gt;
* Weitere Divisionseinheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ende Mai 1919&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt |Titel=Darstellungen aus den Nachkriegskämpfen deutscher Truppen und Freikorps |Verlag=F. S. Mittler |Datum=1937 |Seiten=155+156}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1. Infanterie-Regiment (Major von Lossow)&lt;br /&gt;
** I. Bataillon&lt;br /&gt;
** II. Bataillon (Groeben)&lt;br /&gt;
** III. Bataillon (Heiberg)&lt;br /&gt;
* 2. Infanterie-Regiment (Major von Kleist)&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm v. Kleist [http://www.v-kleist.com/FG/fgn124.htm Familiengeschichte v. Kleist, S. 124]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** I. Bataillon (Liebermann)&lt;br /&gt;
** II. Bataillon (Balla)&lt;br /&gt;
** III. Bataillon (Henke)&lt;br /&gt;
* 3. kurländisches Infanterie-Regiment (Hauptmann Poensgen)&lt;br /&gt;
** I. Bataillon&lt;br /&gt;
** II. Bataillon&lt;br /&gt;
** III. Bataillon (Rieckhoff)&lt;br /&gt;
** MG-Abteilung von Petersdorff&lt;br /&gt;
** Jäger-Bataillon&lt;br /&gt;
* Kavallerie-Regiment (Major Graf von Kanitz)&lt;br /&gt;
* Artillerie-Abteilung (Major Sixt von Arnim)&lt;br /&gt;
** I. Batterie (Hauptmann Auerbach)&lt;br /&gt;
** II. Batterie (Hauptmann Zimmermann)&lt;br /&gt;
** III. Batterie&lt;br /&gt;
** Freiwilligen-Fußartillerie-Batterie des I. Armeekorps (zugeteilt)&lt;br /&gt;
* Flieger-Abteilung 427&lt;br /&gt;
* Panzerwagenabteilung des Gov. Libau (zugeteilt)&lt;br /&gt;
* Weitere Divisionseinheiten&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die letzte Front – Defenders of Riga]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich Balla: &amp;#039;&amp;#039;Landsknechte wurden wir...&amp;#039;&amp;#039; Tradition, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* [[Josef Bischoff (Offizier)|Josef Bischoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Front 1919. Geschichte der Eisernen Division im Baltikum 1919&amp;#039;&amp;#039;. Buch und Tiefdruck Gesellschaft, Berlin 1935.&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger von der Goltz (Offizier)|Rüdiger von der Goltz]]: &amp;#039;&amp;#039;Meine Sendung in Finnland und im Baltikum&amp;#039;&amp;#039;. Koehler, Leipzig 1920, (&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Denkwürdigkeiten&amp;#039;&amp;#039;).([http://www.archive.org/details/meinesendunginfi00golt online])&lt;br /&gt;
* [[Gustav Noske]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Kiel bis Kapp. Zur Geschichte der deutschen Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1920.&lt;br /&gt;
* M. Peniķis: &amp;#039;&amp;#039;Latvijas atbrīvošanas kaŗa vēsture&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände. Austrālijas latviešu balva Jaunsargiem, Riga 2006, ISBN 9984-19-951-7.&lt;br /&gt;
* Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Mythos_eines_ewigen_Soldatentums.pdf Mythos eines ewigen Soldatentums, Der Feldzug deutscher Freikorps im Baltikum im Jahre 1919]&amp;#039;&amp;#039; (pdf, 7,4 Mbyte) In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG), 43.&amp;amp;nbsp;Jahrgang 1995, Heft&amp;amp;nbsp;10&amp;#039;&amp;#039;, 1995, Heft 10, S. 869–902&lt;br /&gt;
* [[Hagen Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Freikorps und Republik. 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Boldt, Boppard 1969, (&amp;#039;&amp;#039;Wehrwissenschaftliche Forschungen – Abteilung Militärgeschichtliche Studien&amp;#039;&amp;#039; 8, {{ZDB|1173304-4}}).&lt;br /&gt;
* [[Jobst Knigge]]: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität deutscher Kriegsziele im Baltikum. Deutsche Baltikum-Politik 1918/19 und das Kontinuitätsproblem&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Dr. Kovac Hamburg 2003, ISBN 3-8300-1036-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lettischer Unabhängigkeitskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1920]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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