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	<title>Einsiedler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T01:12:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Einsiedler&amp;diff=1159178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-04T08:02:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolf Traut Einsiedler 1513 001.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; ([[Wolf Traut]], 1513)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einsiedler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mhd. &amp;#039;&amp;#039;einsidelære&amp;#039;&amp;#039;, einsam siedeln) ist der Sammelbegriff für Menschen, die sich mit ihrem Gedankengut oder ihrer Lebensweise selbstgewählt einsam etablieren, sei es geographisch, gesellschaftlich oder mental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; ist eine Weiterbildung des althochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;sëdal&amp;#039;&amp;#039; mit Bedeutung „Sitz“ zu dem spätmittelhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;einsidelære&amp;#039;&amp;#039;, welches sich als „alleine, einsam siedeln“ respektive wohnen übersetzen lässt. Allerdings war zur damaligen Zeit der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;eremitae&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich, abgeleitet vom altgriechischen &amp;#039;&amp;#039;erēmítēs&amp;#039;&amp;#039;, was „Wüste“ aber auch „leer“ und „unbewohnt“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Von Kluge Etymologisches Wörterbuch, Walter de Gruyter &amp;amp; Co.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten [[Eremit]]en waren die im 3. Jahrhundert lebenden [[Wüstenväter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolf-Dieter Hauschild, Volker Henning Drecoll |Titel=Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte, Bd. 1: Alte Kirche und Mittelalter |Auflage=5., vollständig überarbeitete |Verlag=Kaiser, Gütersloher Verl.-Haus |Ort=Gütersloh |Datum=2016 |ISBN=9783579005607 |Seiten=448–450.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verstanden sich als radikale Nachfolger Christi und suchten gleichsam aus Protest gegen die in ihren Augen erfolgte Verweltlichung der Kirche Zuflucht in der [[Einsamkeit]] der Wüsten Ägyptens, Palästinas und Syriens. Das Eremitenleben war geprägt von [[Askese]], [[Armut#Freiwillig gewählte Armut|Armut]] und Bescheidenheit (Ideal eines [[Einfaches Leben|Einfachen Lebens]]). Ablenkungen und Reize wurden ferngehalten, um nur in Dialog mit Gott zu sein. Die zentralen Praktiken waren das Beten, Meditieren und Büßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eremitentum als ursprüngliche christliche Lebensform&amp;lt;ref&amp;gt;Als erster Einsiedler wurde Jesus Christus betrachtet, der 40 Tage als &amp;#039;&amp;#039;klosener&amp;#039;&amp;#039; (mittelhochdeutsch für &amp;#039;&amp;#039;Klausner&amp;#039;&amp;#039;) in der Wüste verbracht hatte. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Peter von Gengenbach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band VII, Sp. 434.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde bis ins 15. Jahrhundert praktiziert und war hoch angesehen. Nach einer Epoche monastischer Unruhe und Ordensneugründungen im [[Hochmittelalter]] findet sich in den Quellen zunehmend die Leitidee einer Rückkehr zur &amp;#039;&amp;#039;vita evangelia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[vita apostolica]]&amp;#039;&amp;#039;, die für die eremitische Bewegung im [[Mönchtum]] ab dem 13. Jahrhundert kennzeichnend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fairy v. Lilienfeld |Titel=Mönchtum II. Christlich |Sammelwerk=Theologische Realenzyklopädie |Band=23 |Datum=1994 |ISBN=978-3-11-013852-8 |Seiten=150–193, hier S. 173.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind für das [[Spätmittelalter]] insbesondere im 15. Jahrhundert Verfallserscheinungen zu beobachten, die mit einer massiven Kritik am Mönchsstand einhergingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fairy v. Lilienfeld |Titel=Mönchtum II. Christlich |Sammelwerk=Theologische Realenzyklopädie |Band=23 |Datum=1994 |ISBN=978-3-11-013852-8 |Seiten=175.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert erlebte die bis dahin als rückständig geltende Lebensform in Europa eine Wiedergeburt dank Berichten über Eremiten in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit {{§§|URL|2=https://www.codex-iuris-canonici.de/cgi-bin/dbman.cgi?db=cic83dt&amp;amp;uid=&amp;amp;view_records=1&amp;amp;Canon=603|3=c. 603 CIC}} wurde 1983 in der bis heute gültigen Fassung des Rechtsbuches der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]], des [[Codex Iuris Canonici]], die eremitische Lebensform als [[Vita consecrata|geweihtes Leben]] kirchenrechtlich anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Anna Leenen: &amp;#039;&amp;#039;Einsam und allein? Eremiten in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2, S. 85–97 und S. 131–133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Einsiedler (Nepal).JPG|mini|Einsiedler in Nepal]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; schließt nicht nur den religiösen [[Eremit]]en ein, sondern ist auf alle Menschen übertragbar, die sich geographisch, mental oder gesellschaftlich von der Norm distanzieren. Die Norm festzulegen und somit eine klare Abgrenzung der Einsiedler zu definieren, ist indes schwierig. Sie ist eine wandelbare und dem Zeitgeist unterworfene Konvention. In jeder Gesellschaft gibt es ein historisch gewachsenes System offiziell festgesetzter sowie stillschweigend akzeptierter Regeln der Lebensgestaltung. Sie reichen von allgemeinen Verhaltensregeln über Rollenvorschriften bis zu mentalem Einvernehmen. Einsiedler leben trotz Kenntnis dieser Normen bewusst nach eigenen Werten und nehmen das dadurch bedingte Alleinsein an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Geographische Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; sorgen für einen räumlichen Abstand zwischen sich und der Zivilisation. Es kann ein bewusst gewähltes Leben sein, um sich in der Einsamkeit der Umwelt mit ihren Ablenkungen zu entziehen und sich ganz seiner eigentlichen Aufgabe zu widmen, oder auch durch den Beruf bedingt, wie beim Hirten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;gesellschaftliche Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; zieht das Alleinsein der Gemeinschaft vor. Gründe dafür sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ihre individuellen Merkmale (wie [[Introversion und Extraversion|Introversion]], Langsamkeit), durch die sie nicht dem Zeitgeist und den Anforderungen ihrer Umwelt entsprechen; sie finden kein passendes Gegenüber für einen befriedigenden zwischenmenschlichen Austausch;&lt;br /&gt;
* ihre Kritik an den geltenden Normen, welche zu einem Bruch mit der Gesellschaft in Form eines äußeren Ausstiegs führt. Um sich von den gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, gibt der Äußere [[Aussteiger]] meist alles auf, was vorher sein Leben bestimmte, wie Beruf und Freunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;mentale Einsiedler&amp;#039;&amp;#039; weicht mit seinen Vorstellungen, Ansichten und Ideen von der Norm ab. Sein geistiges Reich unterscheidet sich zwar von der Norm, doch er sucht nicht den Bruch mit der Gesellschaft und respektiert auferlegte Regeln. Das mentale Einsiedlertum ist ein innerer, geistiger Prozess. Man kann es in zwei unterschiedliche Typen teilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein Mensch begeht allein einen gesellschaftlich nicht vorgebahnten Weg, der entweder seiner Zeit oder seinem Umfeld einen Schritt voraus ist oder nachhinkt, was für Außenstehende nicht immer leicht erkennbar ist.&lt;br /&gt;
* Der Innere Aussteiger (vgl. [[Innere Emigration]]) lebt in einem [[Wertvorstellung|Wertesystem]], mit dem er sich nicht identifizieren kann. Innerlich hat er mit der Außenwelt gebrochen. Er offenbart seine eigenen Werte jedoch nicht und führt oberflächlich ein geregeltes Leben weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* Christoph Martin Wieland: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wasserkufe]] oder der Einsiedler und die Seneschallin von Aquilegia&amp;#039;&amp;#039;, (1795)&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Sortierung? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Herbert Grundmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Eremiten, Einsiedler und Klausner im Hochmittelalter (10.–12. Jahrhundert).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, 1967, S. 60–90.&lt;br /&gt;
* Nora Watteck: &amp;#039;&amp;#039;Einsiedler. Inklusen, Eremiten, Klausner und Waldbrüder im [[Land Salzburg|Salzburgerischen]].&amp;#039;&amp;#039; Bildteil von [[Reinhard Rinnerthaler]], Verlag St. Peter, Salzburg 1972, ISBN 3-900173-13-3.&lt;br /&gt;
* Anne Bamberg: &amp;#039;&amp;#039;Kirchlich anerkannte Eremiten/innen. Canon 603 des Codex des kanonischen Rechtes und die Verantwortung des Diözesanbischofs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ordenskorrespondenz.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, 2004, S. 425–433.&lt;br /&gt;
* Anne Bamberg: &amp;#039;&amp;#039;Eremiten und geweihtes Leben. Zur kanonischen Typologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Leben.&amp;#039;&amp;#039; Band 78, 2005, S. 313–318.&lt;br /&gt;
* Martin Kirves: &amp;#039;&amp;#039;Die Einsiedelei als topischer Ort. Johan und Raphael Sadelers Eremiten-Darstellungen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Elke Koch]], [[Heike Schlie]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte der Imagination – Räume des Affekts. Die mediale Formierung des Sakralen&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn 2016, S. 325–354. ([https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/6841/ Digitalisat]).            &lt;br /&gt;
* Maria Anna Leenen: &amp;#039;&amp;#039;Einsam und allein? Eremiten in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Aschendorff Verlag, Münster 2006, ISBN 3-402-00235-3&lt;br /&gt;
* Maria Anna Leenen: &amp;#039;&amp;#039;Sich Gott aussetzen und standhalten. Eremitische Spiritualität heute!&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-402-12811-4&lt;br /&gt;
* Maria Anna Leenen: &amp;#039;&amp;#039;Eine alte Lebensform in neuem Gewand. Der Canon 603 Codex Iuris Canonici. Aufsätze und Vorträge. Eine Arbeitshilfe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-696-4&lt;br /&gt;
* M. Antonia Sondermann: &amp;#039;&amp;#039;„Praedicatio silentiosa et ecclesia minor“. Eremitisches Leben nach dem geltenden Recht der katholischen Kirche&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zum Münsterschen Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 68). Ludgerus Verlag, Münster 2014, ISBN 978-3-87497-282-6.&lt;br /&gt;
* Hermann-Josef Sander, Einfachheit und Verzicht als Lebensideal – Auf den Spuren von Einsiedlerpfarrer Bruder Hermann Aufenanger (1901–1988), Jörg Mitzkat Verlag, Holzminden 2019, ISBN 978-3-95954-082-7&lt;br /&gt;
* Maria Anna Leenen: &amp;#039;&amp;#039;Einsamkeit schafft Raum.&amp;#039;&amp;#039; Bonifatius Verlag, Paderborn 2014, ISBN 978-3-89710-574-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eremitisches Leben im deutschsprachigen Raum. Bestandsaufnahme und Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitshilfe Nr. 313, 17. Januar 2020, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz Bonn 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134546-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eremitentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollaboration]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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