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	<title>Einfriedung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Einfriedung Heldendenkmal Rheinsberg.jpg|mini|Einfriedung des Heldendenkmals in [[Rheinsberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einfriedung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umfriedung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Einfriedigung&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Bauliche Anlage|Anlage]] an oder auf einer [[Grundstücksgrenze]], die dazu bestimmt ist, ein [[Grundstück]] ganz oder teilweise zu umschließen und nach außen abzuschirmen, um unbefugtes Betreten oder Verlassen oder sonstige störende Einwirkungen abzuwehren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hessischer Verwaltungsgerichtshof|Hessischer VGH]], Beschluss vom 17. Mai 1990, Az. 4 TG 510/90, [https://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/LARE190025475 Volltext].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören insbesondere [[Grenzwand|Grenzwände]], [[Mauer]]n, [[Zaun|Zäune]], [[Hecke]]n, [[Erdwall|Wälle]] und [[Wehrgraben (Befestigung)|Gräben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Seaside garden.jpg|mini|[[Gartenzaun]] eines Vorgartens in [[Pett Level]]/[[Sussex]]&amp;lt;!-- (September 2007) --&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort stammt aus dem [[mittelhochdeutsch]]en Wort „vride“ (Umzäunung, eingehegter Raum oder Friede wie bei [[Friedhof]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Wahrig: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Sonderausgabe, 1968, Sp.&amp;amp;nbsp;1009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.koeblergerhard.de/wikiling_1/mhds?page=1738 |text=Wikiling, Lemma „vride“ |wayback=20161001212412}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Landgericht Gießen]] assoziierte die Einfriedung mit dem Wort Frieden, denn eine Einfriedung soll „das Grundstück oder Teile davon vor der Außenwelt schützen und ein Hindernis darstellen (soll), was von außen her den Frieden des Grundstücks stören oder dessen Nutzung beeinträchtigen könnte“.&amp;lt;ref&amp;gt;LG Gießen, Urteil vom 21. September 1994, Az. 1&amp;amp;nbsp;S&amp;amp;nbsp;173/94 = {{Toter Link |datum=2023-12 |url=https://www.schweizer.eu/bibliothek/urteile/index.html?id=1329 |text=Volltext |archivebot=2023-12-16 21:11:21 InternetArchiveBot}} = NJW-RR 1995, 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 22. Auflage, De Gruyter, Berlin 1989, ISBN 3-11-006800-1, S.&amp;amp;nbsp;170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kühlungsborn, Lindenstraße 1, Wohnhaus mit Einfriedung.JPG|mini|Ein dekorativer Zaun mit massiv gemauerten Pfosten in [[Kühlungsborn]]&amp;lt;!-- (Juni 2012)--&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfriedungen schützen vor unbefugtem Betreten, Verlassen oder Einsicht sowie teilweise gegen Witterungs- und Verkehrseinwirkungen (Wind- und Sonnenschutz, Lärm, Schmutz). Sie stellen eine optische Grundstücksgrenze dar, die auch die grundstücksrechtliche Grenze markieren soll. Zuweilen wird auf Schildern das unbefugte Betreten der Grundstücke ausdrücklich verboten. Auf dem Land dienen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umhegungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dem Zweck, [[Wildtier]]e abzuwehren, fremdes [[Nutzvieh]] abzuhalten und innerhalb der Einfriedung befindliche eigene Haus- oder Nutztiere am Entlaufen zu hindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frühen Neuzeit war es mancherorts auch üblich, Felder und Wiesen mit Holzzäunen einzufrieden. Hölzerne Einfriedungen wurden zu Notzeiten entwendet und als Brennmaterial verwendet, wie es etwa aus [[Waidhofen an der Ybbs]] im Jahr 1547 berichtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan René Buzanich: &amp;#039;&amp;#039;„… die zein und hager nidergerissen, das zaunholtz hinweggetragen…“. Wald- und Flurfrevel im Waidhofen des Jahres 1547 – ein aufschlussreicher Text aus dem „Memorabilienbuch“&amp;#039;&amp;#039;, in: Musealverein Waidhofen an der Ybbs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;5 hoch e. Historische Beiträge des Musealvereins&amp;#039;&amp;#039;, 37.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, 2012, S.&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saalfeld Am Hohen Ufer 1 Wohnhaus mit Garage, Grundstück und Einfriedung.jpg|mini|Rund gemauerte und mit Efeu überwachsener [[Natursteinmauer]] in [[Saalfeld]]&amp;lt;!-- (November 2014)--&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird unterschieden zwischen blickdichten &amp;#039;&amp;#039;geschlossenen Einfriedungen&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. Mauern, Holzwände), und &amp;#039;&amp;#039;offenen Einfriedungen&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. Drahtzäune, Holzlatten), die lichtdurchlässig sind. Geschlossene Einfriedungen können Licht und Aussicht der Nachbarn einschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Technologe [[Johann Christian Gotthard]] unterschied 1804 zwischen &amp;#039;&amp;#039;toten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;lebenden Einfriedungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christian Gotthard]]: {{Google Buch |BuchID=j-Y6AAAAcAAJ |SeitenID=PA1}} &amp;#039;&amp;#039;Die Einfriedigung von Grundstücken&amp;#039;&amp;#039;, 1804, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt; und untersuchte detailfreudig die damals zur „Beschützung eines Grundstücks“ verwendeten Materialien und Pflanzenarten,&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Christian Gotthard: &amp;#039;&amp;#039;Die Einfriedigung von Grundstücken&amp;#039;&amp;#039;, 1804, S.&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie die [[Heckenkirsche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Christian Gotthard: &amp;#039;&amp;#039;Die Einfriedigung von Grundstücken&amp;#039;&amp;#039;, 1804, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauliche Einfriedungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dieseltank am Kanalplatz - Ausschnitt.jpg|mini|hochkant=1.4|Repräsentative Mauer eines Tanklagers mit&amp;lt;!-- dunklem grobem [[Spritzputz]] in den Feldern und--&amp;gt; klassizistischen Gliederungselementen, [[Hamburg-Harburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mauer|Gartenmauern]] (auch als [[Trockenmauer]]), [[Steinriegel]] (Lesesteinwälle), [[Erdwall|Erdwälle]] (auch in Form von [[Wallhecke]]n), [[Verhau]]e und [[Zaun|Zäune]] sind [[Bauliche Anlage|baulichen Anlagen]], für die ab einer bestimmten Größe oft eine [[Baugenehmigung]] erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einzäunung können auch [[Schranke]]n oder an Pfählen und Riegeln befestigte Stroh-, Schilf- bzw. Rohrmatten dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Graben zur Einfriedung oder Landschaftsgestaltung wird gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;Aha&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Ha-Ha]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Landwehr]] (Landgraben) diente als Grenzmarkierung und Einfriedung ([[Einhegung]]) ganzer Siedlungen und wird auch als [[Heege]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hecken ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hecke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hecken bestehen meist aus [[Strauch|Sträuchern]] oder kleineren Bäumen. Eine aus Baum- und Strauchschnitt angelegte Hecke wird [[Benjeshecke]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Baum]]reihen und [[Allee]]n markieren eher ein Grundstück, als es einzufrieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]]n sind keine [[Bauliche Anlage|baulichen Anlagen]] im Sinne des [[Baurecht (Deutschland)|Baurechts]], so dass hierfür zwar keine Baugenehmigung, aber unter Umständen die Zustimmung der Nachbarn erforderlich ist, wenn die im [[Nachbarrecht]] vorgesehenen [[Grenzabstand|Grenzabstände]] nicht eingehalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hecke, die als Einfriedung eines Geländes dient, wird als [[Hag]] bezeichnet. Ein [[Gebück]] ist eine Hecke, deren Gehölze regelmäßig umgebogen und -geknickt werden, um den Pflanzenwuchs zu verdichten und undurchdringlich zu machen. Ein auf einem Erdwall angelegtes Gebück wird auch [[Knick]] oder [[Wallhecke]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bocage]] ist eine Landschaft in Frankreich, die von Hecken oder Wallhecken geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Bei Einfriedungen ist zwischen [[Zivilrecht (Deutschland)|Zivilrecht]], öffentlichem [[Nachbarrecht]] und [[Baurecht (Deutschland)|Baurecht]] zu unterscheiden. Während Nachbar- und Baurecht zum [[Landesrecht]] gehören, ist das Zivilrecht [[Bundesrecht|bundeseinheitlich]] geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den unten aufgeführten Gesetzen können Anwendung finden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gestaltungssatzungen&amp;#039;&amp;#039; der Gemeinde können für historische Ortsteile z.&amp;amp;nbsp;B. festlegen, dass alle neuen oder zu verändernden baulichen Anlagen „nach Größe und Umriss, nach Maßstab, Form und Stofflichkeit der Oberflächen dem Charakter des Bereiches entsprechen“ müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Gestaltungssatzungen&amp;#039;&amp;#039; ([https://stadt.weimar.de/de/datei/download/id/7452,48/68.3_gestaltungssatzungen.pdf PDF]) der Stadt Weimar zum „Bereich 2“ (Südwestviertel) von 1994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freiflächengestaltungssatzungen&amp;#039;&amp;#039; der Gemeinde können z.&amp;amp;nbsp;B. festlegen, dass Einfriedungen „gebietstypisch“ auszuführen, [[Hecke]]n zu bevorzugen und [[Mauer]]n und [[Zaun|Zäune]] mit „[[Klettergehölz]]en oder Hecken“ zu begrünen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe etwa &amp;#039;&amp;#039;Freiflächengestaltungssatzung&amp;#039;&amp;#039; ([https://stadt.weimar.de/de/datei/download/id/7448,48/67.5_freiflaechengestaltungssatzung.pdf PDF]) der Stadt Weimar vom Oktober 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Denkmalrecht]]&amp;#039;&amp;#039;:&amp;amp;nbsp; Wenn es sich beim Grundstück um ein [[Einzeldenkmal]] (z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Gartendenkmal]]) handelt oder das Grundstück Teil eines Einzeldenkmals („Gebäude mit Grundstück“) oder eines [[Denkmalensemble]]s ist, muss unter Umständen eine denkmalrechtliche Genehmigung eingeholt werden. Im [[Denkmalschutzgesetz]] des Bundeslandes kann etwa formuliert sein: „Einer Erlaubnis der [[Denkmalschutzbehörde]] bedarf, wer ein [[Kulturdenkmal]] oder Teile davon umgestalten, instand setzen oder im äußeren Erscheinungsbild verändern will […] oder in der Umgebung eines unbeweglichen Kulturdenkmals Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn sich dies auf den Bestand oder das Erscheinungsbild des Kulturdenkmals auswirken kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringer Denkmalschutzgesetz]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://landesrecht.thueringen.de/bsth/document/jlr-DSchGTH2004rahmen online]), § 13 - Erlaubnis - Absatz 1 und 2; Fassung April 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilrecht ===&lt;br /&gt;
Im [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] wird zunächst danach unterschieden, wo genau die Einfriedung errichtet werden soll. Der [[Eigentümer]] kann sie auf &amp;#039;&amp;#039;seinem&amp;#039;&amp;#039; Grundstück oder auf der &amp;#039;&amp;#039;Grundstücksgrenze&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam mit seinem Nachbarn errichten. Der Grundstückseigentümer hat aus {{§|903|bgb|juris}} Satz&amp;amp;nbsp;1 BGB das Recht, auf seinem Grundstück eine Einfriedigung nach eigenem Ermessen zu errichten. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einfriedung entsteht erst dann, wenn sie durch einen Grundstücksnachbarn verlangt wird. Wer gegen den Eigentümer des Nachbargrundstücks Anspruch auf Einfriedung an der gemeinsamen Grenze hat, kann verlangen, dass nicht neben eine solche Einfriedung eine weitere, andersartige gesetzt wird, welche diese in ihrem ortsüblichen Erscheinungsbild völlig verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesgerichtshof|BGH]], Urteil vom 9. Februar 1979, Az. V ZR 108/77, {{Webarchiv |url=https://www.jurion.de/urteile/bgh/1979-02-09/v-zr-108_77/ |text=Volltext |wayback=20181226232552 |archiv-bot=2023-12-16 21:11:21 InternetArchiveBot}} = BGHZ 73, 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um eine gemeinschaftliche Grenzeinrichtung zu umgehen, dürfen Einfriedungen auch auf der [[Abstandsfläche]] (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Bauwich&amp;#039;&amp;#039; genannt) neben der Grundstücksgrenze auf eigenem Grundstück errichtet werden. Auch ohne Einfriedung sind unerlaubte Grenzüberschreitungen durch Menschen, Tiere oder Sachen nach {{§|1004|bgb|juris}} BGB abwehrbar&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Palandt]], [[Peter Bassenge]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Grüneberg (Gesetzeskommentar)|BGB-Kommentar]]&amp;#039;&amp;#039;. 73. Auflage. 2014, §&amp;amp;nbsp;903, Rn.&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und lösen einen [[Unterlassungsanspruch]] gegen den Störer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem werden Einfriedungen in {{§|586|bgb|juris}} BGB ausdrücklich im [[Pachtvertrag (Deutschland)|Pachtrecht]] und in den {{§|921|bgb|juris}}, {{§|922|bgb|juris}} BGB als Einrichtung erwähnt. Danach wird die Einfriedung auf der gemeinsamen Grundstücksgrenze mit Einwilligung des Nachbarn kraft Gesetzes zu einer Grenzeinrichtung, die [[Miteigentum]] der beiden Nachbarn darstellt und deshalb nur noch mit Einwilligung des Nachbarn verändert oder beseitigt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarrecht ===&lt;br /&gt;
Die [[Nachbarrecht]]sgesetze der meisten [[Land (Deutschland)|Bundesländer]] enthalten Regelungen zur Einfriedung von Grundstücken an oder auf der Grenze zu Nachbargrundstücken, um nachbarliche Streitigkeiten zu vermeiden&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Albert Wegner: {{Google Buch |BuchID=VHFf5xgrBDQC |SeitenID=PA29}} &amp;#039;&amp;#039;Ihr gutes Recht als Nachbar&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S.&amp;amp;nbsp;29.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Lösung zum Ausgleich der widerstreitender Interessen der Nachbarn anzubieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils ist der Eigentümer eines Grundstücks teilweise auf Verlangen des Eigentümers des Nachbargrundstücks verpflichtet, sich an den Kosten für eine ortsübliche Einfriedung entlang der gemeinsamen Grenze zu beteiligen (§&amp;amp;nbsp;32 Abs.&amp;amp;nbsp;1 NachbG NW). „Ortsüblich“ ist eine Einfriedung, wenn sie im betroffenen Ortsteil oder in einer geschlossenen Siedlung häufiger vorkommt. Das Erfordernis der Ortsüblichkeit bildet nicht nur den Maßstab dafür, welche Art der Einfriedigung ein Nachbar nach §&amp;amp;nbsp;37 Abs.&amp;amp;nbsp;1 NachbG NW zu welchen Kosten hinnehmen muss; es bestimmt darüber hinaus im beiderseitigen Interesse auch die zweckgerechte und ästhetisch zumutbare Ausgestaltung der Einfriedung. Ist eine ortsübliche Einfriedung nicht feststellbar, gilt oft ein [[Maschendrahtzaun]] mit einer Höhe von 1,20 Metern als Maßstab. [[Palisade]]nartige Einfriedungen aus Eisenbahnschwellen und zwei Meter hohe Steinmauern wurden in einem Urteil des Bundesgerichtshofs als nicht ortsüblich angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 23. März 1979, Az. V ZR 106/77, {{Webarchiv |url=https://www.jurion.de/urteile/bgh/1979-03-23/v-zr-106_77/ |text=Volltext |wayback=20181226184301 |archiv-bot=2023-12-16 21:11:21 InternetArchiveBot}} = NJW 1979, 1409.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nachbar kann die Beseitigung einer freiwilligen Einfriedung verlangen, wenn diese nicht ortsüblich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 22. Mai 1992, Az. V ZR 93/91, {{Webarchiv |url=https://www.jurion.de/urteile/bgh/1992-05-22/v-zr-93_91/ |text=Volltext |wayback=20181226184251 |archiv-bot=2023-12-16 21:11:21 InternetArchiveBot}} = NJW 1992, 2569.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Was ist unter &amp;quot;freiwillig&amp;quot; hier genau zu verstehen? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls keine abweichende Ortsüblichkeit festzustellen ist, sehen die Nachbarrechtsgesetze der Bundesländer folgende Ausführung vor:&lt;br /&gt;
* [[Berlin]]: ca. 1,25 m hoher Maschendrahtzaun (§&amp;amp;nbsp;23; Beschaffenheit)&lt;br /&gt;
* [[Brandenburg]]: ca. 1,25 m hoher Maschendrahtzaun (§&amp;amp;nbsp;32; Beschaffenheit)&lt;br /&gt;
* [[Hamburg]]: durchbrochene Einfriedigungen bis 1,50 m (§ 11, Einfriedigung)&lt;br /&gt;
* [[Hessen]]: ca. 1,20 m hoher Maschendrahtzaun (§&amp;amp;nbsp;15; Beschaffenheit)&lt;br /&gt;
* [[Niedersachsen]]: bis zu 1,20 m hoher Zaun (§&amp;amp;nbsp;28; Beschaffenheit der Einfriedung)&lt;br /&gt;
* [[Nordrhein-Westfalen]]: ca. 1,20 m hohe Mauer oder Zaun (§&amp;amp;nbsp;35; Beschaffenheit)&lt;br /&gt;
* [[Rheinland-Pfalz]]: Nur wenn ein Grundstückseigentümer nach §&amp;amp;nbsp;39 („Einfriedungspflicht“) aufgrund &amp;#039;&amp;#039;wesentlicher Beeinträchtigungen&amp;#039;&amp;#039;, die vom Nachbargrundstück ausgehen, vom Nachbar verlangen kann, dass dieser eine Einfriedung errichtet, gilt, dass eine &amp;#039;&amp;#039;ortsübliche&amp;#039;&amp;#039; Ausführungsart gewählt werden muss. Ist diese nicht feststellbar, wird 1,20 m hoher Zaun aus festem Maschendraht als ortsüblich angesehen. Die Absicht, eine Einfriedung zu errichten, zu beseitigen, zu ersetzen oder wesentlich zu verändern, ist dem Nachbarn zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten anzuzeigen.&lt;br /&gt;
* [[Saarland]]: 1,20 m hoher Zaun aus festem Maschendraht (§&amp;amp;nbsp;43; Einfriedungspflicht)&lt;br /&gt;
* [[Sachsen-Anhalt]]: bis 2,00 m hoher Zaun (§&amp;amp;nbsp;23; Anforderungen an Grundstückseinfriedungen); es ist umstritten, ob diese Anforderung (wie in Rheinland-Pfalz) nur gilt, wenn ein Grundstückseigentümer aufgrund &amp;#039;&amp;#039;wesentlicher Beeinträchtigungen&amp;#039;&amp;#039; auch nach § 22 verlangen kann, dass der Nachbar die Einfriedung errichtet&lt;br /&gt;
* [[Schleswig-Holstein]]: ein etwa 1,20 m hoher Zaun aus Maschendraht (§&amp;amp;nbsp;31; Beschaffenheit der Einfriedigung)&lt;br /&gt;
* [[Thüringen]]:  - wie Rheinland-Pfalz -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den [[Nachbarrecht|Nachbarschaftsgesetzen]] und [[Landesbauordnung]]en kann die Gestaltung von Einfriedungen in weiteren baurechtlichen Vorschriften geregelt sein. So erlassen manche Kommunen gezielt Einfriedungssatzungen und auch [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungspläne]] können diesbezügliche Regelungen enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baurecht ===&lt;br /&gt;
In den [[Bauordnungen (Deutschland)|Landesbauordnungen]] ist die Genehmigungsfreiheit bestimmter baulicher Anlagen vorgesehen (z.&amp;amp;nbsp;B. §§&amp;amp;nbsp;65, 66 BauO NW). Keiner Genehmigung bedürfen Anlagen und Einrichtungen von geringer Bedeutung, zu denen auch Einfriedungen gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brenner: {{Google Buch |BuchID=X3m-b7V-JeoC |SeitenID=PA201}} &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches Baurecht&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S.&amp;amp;nbsp;201, Rn.&amp;amp;nbsp;733.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Musterbauordnung]] (MBO) bestimmt in § 61 Nr. 7, dass „Mauern einschließlich Stützmauern und Einfriedungen mit einer Höhe bis zu 2 m, außer im Außenbereich“ sowie „offene, sockellose Einfriedungen“ von land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben ohne Höhenbegrenzung &amp;#039;&amp;#039;verfahrensfrei&amp;#039;&amp;#039; sind, d.&amp;amp;nbsp;h. keiner [[Baugenehmigung]] bedürfen. In § 6 (8) Absatz 3 ist vorgesehen, dass „Stützmauern und geschlossene Einfriedungen in Gewerbe- und Industriegebieten, außerhalb dieser Baugebiete mit einer Höhe bis zu 2 m“ ohne Rücksicht auf die ansonsten erforderlichen „[[Abstandsfläche]]n“, also auch direkt an der Grundstücksgrenze errichtet werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Bundesländern kann die Höhe von Einfriedungen im Bauordnungs- und im Nachbarschaftsrecht unterschiedlich geregelt sein. Z.&amp;amp;nbsp;B. in Nordrhein-Westfalen: Nach §&amp;amp;nbsp;65 Abs.&amp;amp;nbsp;1 BauO NW sind Einfriedungen bis zu zwei Metern, an öffentlichen Verkehrsflächen bis zu einem Meter Höhe über der Geländeoberfläche und offene Einfriedungen für landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke im Außenbereich bauordnungsrechtlich genehmigungsfrei. Und erst darüber hinaus gehende Anlagen entfalten auch gebäudegleiche Wirkungen, wodurch die Einhaltung von Abstandsflächen erforderlich wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Wilke (u.&amp;amp;nbsp;a.): {{Google Buch |BuchID=lWOiBgAAQBAJ |SeitenID=PA336}} &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zur Berliner Bauordnung&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S.&amp;amp;nbsp;344.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet aber auch, dass eine Einfriedung zwischen zwei Grundstücken bis zu zwei Metern zwar genehmigungsfrei bleibt, aber nach Nachbarrecht nicht ortsüblich ist und deshalb vom Nachbarn nicht geduldet werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bloße [[Grenze#Markierung von Grenzverläufen|Grenzmarkierung]] ist noch keine Einfriedung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafrecht ===&lt;br /&gt;
In Deutschland stellt {{§|123|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] den [[Hausfriedensbruch (Deutschland)|Hausfriedensbruch]] unter Strafe. Primär schützt dieses Verbot geschlossene Räume, es gilt jedoch auch für offene Flächen, sofern diese eingefriedet sind („befriedetes Besitztum“). Unter „befriedetem Besitztum“ wird ein mit Schutzmaßnahmen, die ein äußerlich wirkendes, physisches Hindernis darstellen, gegen willkürliches Eindringen gesichertes Grundstück verstanden. Eine bauliche Einfriedung muss strafrechtlich keineswegs unüberwindlich sein, sondern nur die (optische) Eingrenzung des Grundstücks erkennbar machen. Hierbei ist nicht wesentlich, ob die Einfriedung in der Lage ist, das Eindringen zu unterbinden, sondern dass es für jedermann erkennbar ist, dass ein Eindringen nicht erwünscht ist. Daher reicht rechtlich z.&amp;amp;nbsp;B. bereits eine [[Absperrband|Flatterleine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Einhegung]] im engeren Sinne steht für den Vorgang, einen öffentliche Fläche, wie eine [[Allmende]], in einen Bereich spezieller Nutzung umzuwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Lueger-1904 |Lemma=Einfriedigung |Band=3 |Seite=235 |SeiteBis=238 |zenoID=20006004199}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4226465-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäudeteil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlungsname|Fried]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absperrung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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