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	<title>Einar Gerhardsen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;{{Commonscat |audio=0 |video=0}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Einar Gerhardsen.jpg|mini|Einar Gerhardsen, um 1983]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lie, Tranmel &amp;amp; Gerhardsen.jpg|mini|Einar Gerhardsen, um 1920 (Dritter von links)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einar Gerhardsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Mai]] [[1897]] in [[Asker]]; † [[19. September]] [[1987]] in [[Oslo]]) war ein [[Norwegen|norwegischer]] Politiker. Er war [[Statsminister (Norwegen)|Ministerpräsident von Norwegen]] von 1945 bis 1951, von 1955 bis 1963 und von 1963 bis 1965 und gehörte der [[Arbeiderpartiet|Arbeiterpartei]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 17 Amtsjahren ist er der längstregierende Ministerpräsident Norwegens seit der Einführung des [[Parlamentarisches Regierungssystem|parlamentarischen Regierungssystems]]. Er gilt als treibende Kraft hinter dem Wiederaufbau Norwegens nach dem Zweiten Weltkrieg. Gerhardsen hatte großen Anteil daran, dass Norwegen seine [[Neutralität (Internationale Politik)|Neutralität]] aufgab und 1949 der [[NATO]] beitrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Gerhardsen war ursprünglich Straßenarbeiter und wurde politisch aktiv in der sozialistischen Arbeiterbewegung in den 1920er Jahren. Er wurde mehrmals für die Teilnahme an „subversiven“ Aktivitäten verurteilt, bis er – im Einklang mit der Entwicklung innerhalb der [[Arbeiderpartiet]] – [[Marxismus|marxistisches]] Gedankengut aufgab und die Ideen eines demokratischen Sozialismus aufgriff. Bis Mitte der 1930er Jahre stieg die Arbeiterpartei zu einer Hauptakteurin der norwegischen Politik auf, mit Gerhardsen als Bürgermeister von Oslo und [[Johan Nygaardsvold]] als Ministerpräsident einer Minderheitsregierung. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nahm Gerhardsen am Widerstand gegen die [[Norwegen unter deutscher Besatzung|NS-Besatzung]] teil und wurde zunächst im Gefangenenlager [[Grini fangeleir|Grini]] interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. April 1943 wurde Gerhardsen ins [[KZ Sachsenhausen]] gebracht. Anfangs musste er Kanalisationsarbeiten verrichten. Später wurde er Stubenältester im Norwegerblock, schließlich setzte man ihn als Schreiber ein und damit als Verbindungsmann zum deutschen Blockältesten. Als Schreiber oblag ihm auch die Verteilung von Briefen und Lebensmittelpaketen an die skandinavischen Mitgefangenen. Im August 1944 ließ er sich angesichts einer undurchsichtigen Anfrage der Lagerführung ärztlich für nicht transportfähig erklären. Tatsächlich kehrte er jedoch am 19. September 1944 nach Grini zurück. Die Umstände seiner Rückholung sind bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Sowohl norwegische Geschäftsleute als auch Regierungsstellen in Schweden und Finnland hatten sich für Gerhardsen verwendet. Olstad urteilte 1999, eine Mitwirkung des Osloer [[Gestapo]]-Mitarbeiters Herbert Paul auf Initiative des Mitglieds des norwegischen Widerstands Professor Torleif Dale unter Vermittlung des deutschfreundlichen Geschäftsmanns Sven Dysthe sei denkbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Finn Olstad: &amp;#039;&amp;#039;Einar Gerhardsen. En politisk biografi.&amp;#039;&amp;#039; Oslo 1999, S. 168–172.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sigbjørn Larsen griff 2018 die These auf, der norwegische Reedereiverband habe durch Zahlung von Lösegeld über die &amp;#039;&amp;#039;Bergens Privatbank&amp;#039;&amp;#039; Gerhardsen und den Reeder von Erpecom aus Sachsenhausen befreien können.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigbjørn Larsen: &amp;#039;&amp;#039;Hvem kjøpte Einar Gerhardsen fri fra nazistene?&amp;#039;&amp;#039; Skipsrevyen 2018. 7-teilige Serie: [https://www.skipsrevyen.no/hvem-kjopte-einar-gerhardsen-fri-fra-nazistene-del-4-konferansen-i-banken/533647 Folge 4 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg bildete Gerhardsen die Übergangsregierung, die ab dem Ende der Besatzung im Mai 1945 bis zur [[Parlamentswahl in Norwegen 1945|Wahl im November]] regierte. Seine Partei erreichte eine absolute Mehrheit im Parlament [[Storting]], die sie bis zur [[Parlamentswahl in Norwegen 1961|Wahl 1961]] verteidigen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während und nach seiner Zeit im Amt war er in Norwegen über die Parteigrenzen hinweg sehr geachtet. Seine Regierung betrieb eine Wirtschaftspolitik, in der die staatliche Regulierung von Handel, Industrie und Bankensektor marktwirtschaftliche Mechanismen nicht beseitigen, sondern nur bändigen sollte. Armut und Arbeitslosigkeit nahmen während seiner Regierungszeit stark ab. Sein Schwerpunkt lag bei der Industrialisierung und der Umverteilung des Wohlstands durch progressive Besteuerung. In der Außenpolitik führte er Norwegen auf den Kurs der westlichen Mächte, nach anfänglichem Zögern innerhalb der Regierungspartei. Norwegen war ein Gründungsmitglied der [[NATO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1962 und 1963 führten mehrere Unfälle in der [[Kings Bay|Kings-Bay]]-Grube in [[Ny-Ålesund]] auf der Insel [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]], bei denen mehrere Bergleute starben, zur sogenannten [[Kings-Bay-Affäre]]. Der Gerhardsen-Regierung wurde vorgeworfen, sich nicht an die vom Parlament erlassenen Gesetze gehalten zu haben. Im Sommer 1963 kam ein [[Misstrauensvotum]] mit der Unterstützung der [[Sosialistisk Folkeparti]] gegen Gerhardsens Regierung zustande. Sie wurde von einer Mitte-rechts-Koalition unter [[John Lyng]] abgelöst, die sich jedoch nur vier Wochen im Amt halten konnte. Gerhardsen kehrte noch einmal zurück. In der nachfolgenden [[Parlamentswahl in Norwegen 1965|Parlamentswahl 1965]] verlor die Arbeiterpartei jedoch deutlich. Die neue bürgerliche Koalition unter [[Per Borten]] hielt diesmal sechs Jahre. Gerhardsen zog sich 1969 aus der Politik zurück, nahm aber weiterhin Einfluss auf die [[öffentliche Meinung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhardsens politisches Erbe bildet nach wie vor einen wichtigen Bezugspunkt der norwegischen Politik, vor allem in der Arbeiterpartei, auch wenn sich ihre konkrete Sozialpolitik dem europäischen Trend entsprechend stark verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 wurde der [[Gerhardsennuten]], ein Berg in der Antarktis, nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Gerhardsen war verheiratet und hatte zwei Söhne und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat |audio=0 |video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://nbl.snl.no/Einar_Gerhardsen Finn Olstad: Einar Gerhardsen – en politisk biografi, 1999] im [[Norsk biografisk leksikon]] (norwegisch)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123282322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Statsminister (Norwegen)|Ministerpräsident von Norwegen]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=[[1945]]–[[1951]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[1955]]–[[1963]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[1963]]–[[1965]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=&amp;lt;br /&amp;gt;[[Johan Nygaardsvold]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Oscar Torp]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[John Lyng]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=&amp;lt;br /&amp;gt;[[Oscar Torp]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[John Lyng]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Per Borten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123282322|LCCN=n79043704|VIAF=67369661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerhardsen, Einar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Oslo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender der Arbeiderpartiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Storting-Präsident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (norwegischer Widerstand 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norweger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Storting-Abgeordneter (Oslo)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerhardsen, Einar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gerhardsen, Einar Henry&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=norwegischer sozialdemokratischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Mai 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Asker]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. September 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oslo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eduevokrit</name></author>
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