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	<title>Einakter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RIMOLA: /* Film */ Reel / Akt</title>
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		<updated>2025-05-16T06:34:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Film: &lt;/span&gt; Reel / Akt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einakter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein in einem einzigen [[Akt (Theater)|Akt]] gespieltes Bühnenstück. Er weist deshalb meist einen zeitlich geringeren Umfang auf. Abendfüllende Einakter wie [[Fräulein Julie]] des Schweden [[August Strindberg]] sind seltener in Theaterspielplänen vertreten. Häufig kommen die Stücke ohne größeren [[Szene (Theater)|Szenenwechsel]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Einakter ist unter die ältesten [[drama]]tischen Formen einzureihen. Schon in der [[Griechenland|griechischen]] [[Antike]] entwickelten sich im [[Mythos|mythisch]]-[[Dionysos|dionysischen]] Umfeld kurze szenische Auftritte, aus denen dann Dramen geboren wurden. Handlung, Zeit und Ort sind in klassischer Weise hier vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Spanien tauchen diese Elemente in beliebten Einaktern von [[Lope de Rueda]] oder in Zwischenspielen von [[Miguel de Cervantes|Cervantes]] auf. Die [[Fastnachtsspiel]]e von [[Hans Sachs]] beweisen, dass der Einakter auch in Deutschland früh Anklang fand. Die Spielform setzte sich in den Theatern erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts allmählich durch. Erfolgreiche Umsetzungen dieses [[Genre]]s geschahen mit [[Gotthold Ephraim Lessing]]s „Philotas“ (1759) oder in verschiedenen [[Singspiel]]en des Komponisten [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. In den Zeitaltern der [[Wiener Klassik]] und [[Romantik]] gefiel die kurze Form. Im Werk [[Johann Wolfgang von Goethe]]s haben mehrere Einakter ihren Platz gefunden. Der wohl berühmteste Einakter der deutschen Literatur dürfte [[Heinrich von Kleist]]s Lustspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Der zerbrochne Krug]]&amp;#039;&amp;#039; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Drama im literarischen [[Impressionismus]] dominiert der Einakter. Zu den Autoren, die solche Stücke verfassten, gehören auch [[Franz Werfel]] und [[Anton Tschechow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Einakter ==&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert gewinnt der Einakter Beliebtheit im modernen Drama. Dieses konzentriert sich auf die Darstellung eines verfolgbaren Bruchstücks aus einer komplizierter gewordenen Welt. Bühnengestalten werden einen ausgewählten Lebensabschnitt lang in ihrer Situation oder ihren Problemen geschildert. Im modernen Experimentiertheater ermöglicht der Einakter Szenen des [[Absurdität|Absurden]], der Diskontinuität und allerlei Abstraktheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Einakter zeichnen sich durch einen offenen Beginn und einen offenen Schluss aus. Zu den Dramatikern, die sich dieser Form im [[Schauspiel]] bedienten, zählen unter anderem [[Samuel Beckett]], [[Bertolt Brecht]], [[Václav Havel]], [[Hugo von Hofmannsthal]], [[Arthur Schnitzler]], [[Ferenc Molnár]], [[Günter Grass]], die Kammerstücke von [[Jean Tardieu]] oder [[Thornton Wilder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einakter im Musiktheater ==&lt;br /&gt;
Operneinakter wurden im 18. Jahrhundert ursprünglich als Operette (Diminutiv des Wortes Oper = kleine Oper) bezeichnet. Diese Einakter wurden sowohl von Wanderbühnen als auch von Stadttheatern im Rahmen von gemischten Programmen und bunten Abenden aufgeführt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die vornehmeren, größeren Theater zunehmend abendfüllende Werke zu spielen, um sich mehr von den Wanderbühnen abzugrenzen. Da die Einakter dadurch aus dem Repertoire fielen, sind heute nur noch wenige Stücke aus dieser Zeit bekannt, wie z.&amp;amp;nbsp;B.&amp;#039;&amp;#039; [[Bastien und Bastienne]]&amp;#039;&amp;#039; von  [[Wolfgang Amadeus Mozart]]  (vermutlich 1768), &amp;#039;&amp;#039;[[Abu Hassan]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Maria von Weber]] (1811), und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Opernprobe]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Albert Lortzing]] (1851).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gegenbewegung zu diesem Trend entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine eigene Gattung [[Operette]], deren Werke in der ersten Zeit ebenfalls aus Einaktern bestand. Einer ihrer Urheber war [[Jacques Offenbach]] mit seinem [[Théâtre des Bouffes-Parisiens]] in Paris. Als Beispiele seien genannt: &amp;#039;&amp;#039;[[Die beiden Blinden]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ba-ta-clan]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Fortunios Lied]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Häuptling Abendwind]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Insel Tulipatan]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Verlobung bei der Laterne]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Die verwandelte Katze]]&amp;#039;&amp;#039;. Einaktige Operetten komponierten auch [[Franz von Suppè]], (&amp;#039;&amp;#039;[[Pique Dame (Suppé)|Pique Dame]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Banditenstreiche]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Die schöne Galathée]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Karl Millöcker]] (&amp;#039;&amp;#039;Der tote Gast&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die lustigen Binder&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die keusche Diana&amp;#039;&amp;#039;) und [[Leo Fall]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Brüderlein fein]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 19. bis Mitte 20. Jahrhundert entstanden zunehmend auch in der Gattung [[Oper]] neue Einakter, die zum Teil als abendfüllende Werke (Oper ohne Pause) aufgeführt werden, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Das Rheingold]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Richard Wagner]] (1869), &amp;#039;&amp;#039;[[Salome (Oper)|Salome]]&amp;#039;&amp;#039; (1905) und &amp;#039;&amp;#039;[[Elektra (Strauss)|Elektra]]&amp;#039;&amp;#039; (1909) von [[Richard Strauss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzere Einakter werden oft zusammen mit anderen Werken aufgeführt.&lt;br /&gt;
Sehr beliebt ist die Kombination der [[Verismo]]-Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Cavalleria rusticana]]&amp;#039;&amp;#039; (1889) von [[Pietro Mascagni]] mit dem Zweiakter &amp;#039;&amp;#039;[[Pagliacci]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ruggero Leoncavallo]]. Eine Sonderstellung nehmen die drei von [[Giacomo Puccini]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Il trittico]] &amp;#039;&amp;#039;im Jahr 1918 komponierten Einakter &amp;#039;&amp;#039;[[Il tabarro]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Suor Angelica]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Gianni Schicchi]]&amp;#039;&amp;#039; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Opern-Einakter sind &amp;#039;&amp;#039;[[Herzog Blaubarts Burg]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Béla Bartók]] (1918), &amp;#039;&amp;#039;[[L’enfant et les sortilèges]]&amp;#039;&amp;#039; (1925) und &amp;#039;&amp;#039;[[Die spanische Stunde|L’heure espagnole]]&amp;#039;&amp;#039; (1911) von [[Maurice Ravel]], &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mond (Oper)|Der Mond]]&amp;#039;&amp;#039; (1939) und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kluge]]&amp;#039;&amp;#039; (1943) von [[Carl Orff]], &amp;#039;&amp;#039;[[Volo di notte]]&amp;#039;&amp;#039; (1940) von [[Luigi Dallapiccola]], &amp;#039;&amp;#039;[[Amahl and the Night Visitors]]&amp;#039;&amp;#039; (1951) und &amp;#039;&amp;#039;[[The Telephone]]&amp;#039;&amp;#039; (1947) von [[Gian Carlo Menotti]] und &amp;#039;&amp;#039;[[The Bear (Der Bär)]]&amp;#039;&amp;#039; (1967) von [[William Walton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksstücke ==&lt;br /&gt;
Eine über Jahrzehnte hinweg reichende Tradition hat der Einakter nicht zuletzt im [[Schwank]], im [[Lustspiel]] sowie im [[Volksstück]]. Die Programme der [[Singspielhalle]]n, die als volkstümliche Unterhaltungsstätten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, setzten sich oft aus Einaktern zusammen oder glichen einem [[Bunter Abend|Bunten Abend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere bayerische Volksstücke in dieser Form stammen aus der Feder von [[Ludwig Thoma]]. [[Michael Holzinger]] schrieb Einakter in der Mundart des [[Banat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
In der Pionierzeit des [[Kino]]s ging es den Filmemachern vordergründig um den kuriosen Schaueffekt der bewegten Bilder. In der Zeit nach 1910, als das Kino mit den artistischen [[Nummer (Darstellende Kunst)|Nummern]] in den [[Music Hall]]s und [[Vaudeville#Das US-Vaudeville|Vaudeville]]-Theatern konkurrierte, entstanden viele „Einakter“ in der Länge solcher Nummern, die alltägliche Szenen, spektakuläre [[Trick (Zirkus)|Tricks]] oder humoristische [[Farce (Theater)|Farcen]] zum Inhalt hatten. Sie waren technisch auf eine Filmrolle (&amp;#039;&amp;#039;[[Akt (Film)|Reel]]&amp;#039;&amp;#039;) beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Szondi]]: Einakter. In: ders.: Theorie des modernen Theaters. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1956, S. 90–95.&lt;br /&gt;
* [[Yüksel Pazarkaya]]: Die Dramaturgie des Einakters. Der Einakter als eine besondere Erscheinungsform im deutschen Drama des 18. Jahrhunderts. Göppingen: Kümmerle 1973.&lt;br /&gt;
* [[Dîlan Canan Çakir]]: Poetische Ökonomie im Drama. Einakter im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Berlin, Boston: De Gruyter 2024. (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur. Band 164.) ([[doi:10.1515/9783111334059]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Einakter}}&lt;br /&gt;
* [https://einakter.dracor.org/ Datenbank deutschsprachiger Einakter 1740–1850]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4132520-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RIMOLA</name></author>
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