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	<title>Ein Kind unserer Zeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Reinhard Kraasch: Parameter entfernt</title>
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		<updated>2025-04-02T12:19:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Parameter entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Roman von Ödön von Horváth. Für das nach dem Roman benannte Oratorium von Michael Tippett siehe den Artikel [[A Child of Our Time]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein Kind unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Roman von [[Ödön von Horváth]]. Er erschien [[1938]], kurz nach dem Tod des Autors. Das Buch erzählt die Geschichte eines [[Soldat]]en in einem Land mit [[Diktatur|diktatorischen]] [[Führer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ich-Erzähler, ein anonym bleibender Soldat, ist die Hauptperson des Romans; geboren wurde er [[1917]]. Seine erste Erinnerung ist der Tod der Mutter. Er ist arbeitslos und zieht wegen [[Ideologie|ideologischer]] Differenzen bei seinem Vater aus. Nun muss er betteln und ist auf die Wohlfahrt angewiesen. Sein Hass auf die schöne Jugendzeit seines Vaters und auf das gemütliche Leben anderer steigt, und immer mehr identifiziert er sich mit Ansichten des [[Nationalsozialismus]], namentlich der, der einzelne Mensch tauge nichts, und nur der [[Volkskörper]] zähle. Der [[Krieg]], den er verherrlicht, gibt ihm, einem desillusionierten, egoistischen, unverschämten, radikalen und nicht mehr gläubigen Menschen, Hoffnung. Er will zum [[Militär]], denn in der [[Uniform]], so glaubt er, sei er stark und in der Truppe nicht mehr allein. Als er [[rekrut]]iert wird, erfüllt sich für ihn ein Traum. Über die Richtigkeit seiner Taten denkt er nicht nach, er meint, „Denken bringt auf blöde Gedanken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages sieht der Soldat auf dem Jahrmarkt eine junge Frau und verliebt sich in sie. Er hat keine Gelegenheit, sie kennenzulernen, weil er als sogenannter „Freiwilliger“ bei einem blitzartigen Überfall auf ein kleines Land kämpfen muss. Sein [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] hat die vielen [[Kriegsverbrechen]] seiner Truppe satt und läuft im Kampf in den Tod. Der Soldat will ihn noch retten und wird am Arm verletzt. Er kommt ins [[Lazarett]] und beginnt, nachzudenken. [[Wehrdienst]]unfähig kehrt er zu seinem Vater zurück, den er immer nur ausnutzt.&lt;br /&gt;
Die Frau vom Jahrmarkt sitzt inzwischen im Gefängnis, weil sie in der Hoffnungslosigkeit ihr Kind [[Schwangerschaftsabbruch|abgetrieben]] hat, denn die Jahrmarkt-Firma duldet keine schwangeren Angestellten.&lt;br /&gt;
Als der Soldat auf der Suche nach ihr davon erfährt, steigen sein Hass und seine Zweifel an den Führern und dem Volkskörper. Hasserfüllt ermordet er den Buchhalter der Jahrmarkt-Firma.&lt;br /&gt;
Zwei Tage später wandert er durch die Nacht und sieht die Unsinnigkeit des Krieges und der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Gedanken]] ein, doch eigene Schuld verleugnet er. Im Schneesturm erfriert der Soldat auf einer Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache und Erzähltechnik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horváth erzählt die Geschichte in Form eines intradiegetischen [[Ich-Erzähler]]s. Immer wieder wechselt [[Zeitraffer|zeitraffendes]] mit zeitdehnendem [[Erzählen]]. Ein paar Mal treten zeitliche Sprünge mit anschließenden [[Rückblende]]n auf. Spannende und hektische Szenen verdeutlicht Horváth mit kürzeren Sätzen und Zeilen. Die Sprache der Geschichte ist die gehobene [[Umgangssprache]] und das [[LTI – Notizbuch eines Philologen|Vokabular des NS-Alltags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Roman]], der von den [[Nazi]]s verboten wurde, übte Horváth offensichtliche, heftige Kritik am [[Deutschland]] unter [[Adolf Hitler]] – und das obwohl mit keinem Wort der Ort der Handlung verraten wird. Hintergrund für das Schreiben von &amp;#039;&amp;#039;Ein Kind unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039; waren die [[Rheinlandbesetzung (1936)|Besetzung des Rheinlandes]] und die Unterstützung [[Francisco Franco|Francos]] im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] durch Truppeneinheiten [[Adolf Hitler|Hitlers]]. Horváth will über die Gefahr und Verbrechen des [[Nationalsozialismus]] aufklären; warnen, nicht blind den hohlen Sprüchen und Phrasen zu folgen und gewissenhaft zu handeln. Zudem lässt er sehr gelungen die negative Stimmung der Zeit spüren und zeigt ihre Konsequenzen. Das wiederholte Motiv des Kälterwerdens steht dabei für die [[Gesellschaft (Soziologie)|gesellschaftlichen]] Zustände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das originale [[Manuskript]] des Romans ist erhalten geblieben und befindet sich im [[Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahre [[2003]] wurde Ödön von Horváths Roman von Fabrice Cazeneuve unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Un fils de notre temps&amp;#039;&amp;#039; (Dt. Titel: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kind unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;) für das [[Frankreich|französische]] [[Fernsehen]] verfilmt. In der Hauptrolle als junger Soldat agierte der [[Belgien|belgische]] Schauspieler [[Jérémie Renier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theater ==&lt;br /&gt;
Im September 2022 wurde am [[Wien]]er [[Theater in der Josefstadt]] eine von [[Stephanie Mohr]] in Dramenform gebrachte Fassung mit [[Therese Affolter]], [[Katharina Klar]], [[Susa Meyer]] und [[Martina Stilp]] als Soldaten uraufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wz2160852&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2160852-Die-Zukunft-so-tot.html |titel=Uraufführung: Die Zukunft so tot |autor=Christina Böck|datum=2022-09-07|abruf=2022-09-08|werk=[[Wiener Zeitung]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.josefstadt.org/programm/stuecke/stueck/ein-kind-unserer-zeit.html |titel=Ödön von Horváth: Ein Kind unserer Zeit |abruf=2022-09-08|werk=josefstadt.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PGDW|horvath/kindzeit/kindzeit}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0363297}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kind unserer Zeit #Ein}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Ödön von Horváth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Kraasch</name></author>
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