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	<title>Eilsum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eilsum&amp;diff=782858&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xqt: /* Persönlichkeiten */</title>
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		<updated>2026-04-07T08:09:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Krummhörn&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Eilsum.jpg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 53/28/23/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 07/08/27/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 1 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 0&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 1&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.09&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 572&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.krummhoern.de/gemeinde/daten-fakten/ |titel=Daten und Fakten |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Krummhörn |abruf=2025-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1972-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 26736&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 04923&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = KarteKrummhoern.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Karte der Krummhörn&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eilsum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Krummhörn]] im [[Landkreis Aurich]]  im westlichen [[Ostfriesland]]. Eilsum hat 535 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Eilsum ist als [[Warft]]endorf eine [[Dorf#Haufendorf|Haufensiedlung]]. Sie liegt etwa 13&amp;amp;nbsp;Kilometer nordwestlich von Emden sowie knapp 5&amp;amp;nbsp;Kilometer nordöstlich von Pewsum. Das Dorf entstand auf einer Höhe von {{Höhe|5.8|DE-NHN}} auf einem von Nordost nach Südwest verlaufenden schmalen Streifen [[Kalkmarsch]]. Im Norden, Osten und teilweise im Westen grenzt [[Kleimarsch]] an. Im Westen ist aber auch [[Knickmarsch]] zu finden. Insgesamt bedeckt die Gemarkung eine Fläche von 11,09&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot;&amp;gt;Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: [http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Eilsum.pdf &amp;#039;&amp;#039;Eilsum&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 1,1&amp;amp;nbsp;MB), abgerufen am 18. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Eilsum gehört zu den ältesten Siedlungen an der deutschen Nordwestküste und wird erstmals im Jahre 1370 als &amp;#039;&amp;#039;Ethilsum&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Spätere Bezeichnungen waren &amp;#039;&amp;#039;Eddelsum&amp;#039;&amp;#039; (1439), &amp;#039;&amp;#039;Elsum&amp;#039;&amp;#039; (1442) und &amp;#039;&amp;#039;Eylsum&amp;#039;&amp;#039; (1625) bezeichnet. Die heutige Schreibweise ist seit 1696 geläufig. Der Name ist eine Zusammensetzung des Rufnamens &amp;#039;&amp;#039;Ethil&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Edilo&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Heim&amp;#039;&amp;#039;. Er bedeutet demnach &amp;#039;&amp;#039;Heim der Sippe des Ethil&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden von Eilsum liegen zwei kleinere [[Warft|Warfen]] in der Feldmark. Auf einer dritten Warf in der Nähe des Dorfes stieß man bei der Abtragung der Erde auf Reste menschlicher Behausungen. [[Skelett]]funde, die bei einem [[Silo]]bau im Jahre 1935 gemacht wurden, seien noch erwähnt. Vier menschliche Skelette lagen in einer Tiefe von etwa 2,25&amp;amp;nbsp;m unter der Erdoberfläche. Nach dem [[Archäologie|archäologischen]] Befund handelte es sich um Bestattungen an einer Begräbnisstätte, die spätestens ins 12. Jahrhundert zu datieren ist. Kugeltopfscherben aus der Karolingerzeit aus der ältesten Siedlungsschicht weisen auf eine Besiedlung im 7./8. Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grabung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von [[Otto Galama Houtrouw]] war „Sibrandus in Ethilsum“, der in einer Urkunde vom 7. Juli 1370 erwähnt wird, einer der ersten [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlinge]] des [[Dorf]]es. Von der von ihm und seinen Nachfolgern bewohnten [[Burg Eilsum]] ist nur noch die Burgstätte vorhanden. Die dazugehörigen Ländereien sind längst in den Besitz der am Ort ansässigen Bauern übergegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter lag Eilsum an einem Seitenarm der [[Bucht von Sielmönken]], die in mehreren Etappen eingedeicht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grabung&amp;quot;&amp;gt;W. Schwarz: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/af/eils01.htm Ausgrabungsbericht &amp;#039;&amp;#039;Eilsum (2001). Mittelalterliche Warftsiedlung&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 22. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; „In alten Zeiten lag im Dorf ein [[Siel]], die Stelle heißt heute noch ‚Faldern‘ oder ‚Rindelshafen‘“.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar de Riese: &amp;#039;&amp;#039;Eilsum. Ein Dorf und seine Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Eilsum [1980].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Bauwerk sorgte für die Entwässerung des Greetmer Amtes und mündete nördlich des Eilsumer Nachbardorfes [[Grimersum]] in die [[Leybucht]]. Vor der Eindeichung reichte das Seewasser bei hoher [[Tide]] noch bis an Eilsum heran. Im Jahre 1461 wurde das alte Siel, das vollkommen verschlickt war, abgebrochen und bei [[Angernwehr]] neu erbaut. 150 Jahre war auch das neue Siel verschlammt. Deshalb wurde 1605 ein Kanal auf halber Strecke von Eilsum nach [[Greetsiel]]. Das Oll’ Deep, ein toter Wasserlauf, erinnert noch heute an dieses ehemalige Sieltief.&amp;lt;ref name=&amp;quot;leiner&amp;quot;&amp;gt;Karl Leiner: &amp;#039;&amp;#039;Panorama Landkreis Norden. Bilder, Wappen, Menschen, Notizen.&amp;#039;&amp;#039; Landkreis Norden, Norden 1972. S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 fiel Eilsum wie ganz Ostfriesland an [[Preußen]]. Die preußischen Beamten erstellten 1756 eine statistische Gewerbeübersicht für Ostfriesland. In jenem Jahr gab es in Eilsum 20 (mit [[Middelstewehr]] und Hösingwehr: 22) Kaufleute und Handwerker, darunter fanden sich vier Schuster, drei Bäcker, jeweils zwei Leineweber, Schmiede und Zimmerleute und jeweils ein Böttcher, Glaser, Maurer, Radmacher und Schneider. Die beiden Kaufleute handelten mit Salz, Tabak und Seife, der zweite darüber hinaus mit Butter, Tee und Kaffee. In Middelstewehr fand sich darüber hinaus ein Maurer, in Hösingwehr ein Schneider.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Heinrich Kaufhold]], Uwe Wallbaum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historische Statistik der preußischen Provinz Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039; (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Band 16), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1998, ISBN 3-932206-08-8, S. 387.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eilsum gehörte in der [[Geschichte Ostfrieslands#Die hannoversche Zeit (1815–1866)|Hannoverschen Zeit Ostfrieslands]] zum Amt Greetsiel (1824) und bildete darin gemeinsam mit dem Flecken Greetsiel sowie den umliegenden kleinen Ortschaften und Höfen wie Hauen und Middelstewehr die Untervogtei Eilsum innerhalb der Amtsvogtei Greetsiel, in der in etwa die nördliche Krummhörn zwischen Greetsiel und [[Wirdum (Ostfriesland)|Wirdum]] zusammengefasst war. Die andere Untervogtei hatte ihren Sitz in Grimersum.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Heinrich Conrad Friedrich Jansen: [http://books.google.de/books?id=tG0AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA161#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Statistisches Handbuch des Königreichs Hannover 1824.&amp;#039;&amp;#039;] S. 166, abgerufen am 21. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der hannoverschen Ämterreform 1859 wurde das Amt Greetsiel aufgelöst und dem Amt Emden zugeschlagen, Eilsum gehörte seitdem zum letztgenannten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=phFGAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA675#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur Neuordnung der Verwaltungsämter 1859.&amp;#039;&amp;#039;] S. 675f., abgerufen am 21. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Kreisreformen in Preußen#Hannover|preußischen Kreisreform 1885]] wurde aus dem Amt Emden der [[Landkreis Emden]] gebildet, dem Eilsum danach angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrhundertelang waren die natürlichen &amp;#039;&amp;#039;Tiefs&amp;#039;&amp;#039; und die Entwässerungskanäle, die die Krummhörn in einem dichten Netz durchziehen, der wichtigste Verkehrsträger. Über Gräben und Kanäle waren nicht nur die Dörfer, sondern auch viele Hofstellen mit der Stadt Emden und dem Hafenort Greetsiel verbunden. Besonders der Bootsverkehr mit Emden über ds [[Altes Greetsieler Sieltief|Alte Greetsieler Sieltief]] war von Bedeutung. Dorfschiffer übernahmen die Versorgung der Orte mit Gütern aus der Stadt und lieferten in der Gegenrichtung landwirtschaftliche Produkte: „Vom Sielhafenort transportierten kleinere Schiffe, sog. Loogschiffe, die umgeschlagene Fracht ins Binnenland und versorgten die Marschdörfer (loog = Dorf). Bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belebten die Loogschiffe aus der Krummhörn die Kanäle der Stadt Emden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Harm Wiemann/Johannes Engelmann: &amp;#039;&amp;#039;Alte Straßen und Wege in Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Pewsum 1974, S. 169 (Ostfriesland im Schutze des Deiches; 8)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torf, der zumeist in den [[Moorkolonisierung in Ostfriesland#Fehnsiedlungen|ostfriesischen Fehnen]] gewonnen wurde, spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle als Heizmaterial für die Bewohner der [[Krummhörn]]. Die Torfschiffe brachten das Material auf dem ostfriesischen Kanalnetz bis in die Dörfer der Krummhörn, darunter auch nach Eilsum. Auf ihrer Rückfahrt in die Fehnsiedlungen nahmen die Torfschiffer oftmals Kleiboden aus der Marsch sowie den Dung des Viehs mit, mit dem sie zu Hause ihre [[Torfstich|abgetorften]] Flächen düngten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Hummerich: &amp;#039;&amp;#039;Die Torfschifffahrt der Fehntjer in Emden und der Krummhörn im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands&amp;#039;&amp;#039;, Band 88/89 (2008/2009), S. 142–173, hier S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1919 kam es zu sogenannten „Speckumzügen“ Emder Arbeiter, an die sich Landarbeiterunruhen anschlossen. Zusammen mit dem [[Rheiderland]] war der Landkreis Emden der am stärksten von diesen Unruhen betroffene Teil Ostfrieslands. Arbeiter brachen in geschlossenen Zügen in die umliegenden Dörfer auf und stahlen Nahrungsmittel bei Bauern, wobei es zu Zusammenstößen kam. Die Lage beruhigte sich erst nach der Entsendung von in der Region stationierten Truppen der [[Reichswehr]]. Als Reaktion darauf bildeten sich in fast allen Ortschaften in der Emder Umgebung [[Einwohnerwehr]]en. Die Einwohnerwehr Eilsums umfasste 33 Personen. Diese verfügten über 14 Waffen. Aufgelöst wurden die Einwohnerwehren erst nach einem entsprechenden Erlass des preußischen Innenministers [[Carl Severing]] am 10. April 1920.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bernhard Eden: &amp;#039;&amp;#039;Die Einwohnerwehren Ostfrieslands von 1919 bis 1921.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 65 (1985), S. 81–134, hier S. 94, 98, 105, 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1972 wurde Eilsum in die neue Gemeinde Krummhörn eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=263&amp;amp;nbsp;f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsvorsteher ist Frank Wübbena.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Karten von Eilsum ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eilsum - Karte des südwestl. Theils von Ostfriesland Sect. III - Herausgegeben von Generalmajor Le Coq 1805.jpg|Eilsum – Karte des südwestl. Theils von Ostfriesland Sect. III – Herausgegeben von Generalmajor Le Coq 1805&lt;br /&gt;
Eilsum - Königlich Preußische Landesaufnahme aus dem Jahre 1891 Blatt &amp;#039;Pewsum&amp;#039;.jpg|Eilsum – Königlich Preußische Landesaufnahme aus dem Jahre 1891 Blatt &amp;#039;Pewsum&amp;#039;&lt;br /&gt;
Eilsum Detail - Königlich Preußische Landesaufnahme aus dem Jahre 1891 Blatt &amp;#039;Pewsum&amp;#039;.jpg|Eilsum im Detail – Königlich Preußische Landesaufnahme aus dem Jahre 1891 Blatt &amp;#039;Pewsum&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
 |Wappenbild = Wappen Eilsum.jpg&lt;br /&gt;
 |Kurzdarstellung = Gemeindewappen von Eilsum&lt;br /&gt;
 |Blasonierung = In Grün ein wachsender silberner, golden bezungter Adler, darunter ein goldenes sechszackiges Sporenrad.&lt;br /&gt;
 |ref = leiner&lt;br /&gt;
 |Begründung =  Von den Häuptlingen „Sybern to Edelsum“ ist an einer Urkunde vom 10. Juni 1427 ein Siegel erhalten, das zwischen einem Einhorn und einem Hund als Schildhalter ein Wappen mit einem Adler zeigt. Um an die selbstständigen Eilsumer Häuptlinge zu erinnern, wurde der wachsende Adler in den Schild gesetzt. Aus dem Wappen der Stadt Norden wurde das Sporenrad entnommen, das die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landkreis Norden zeigt, bis er am 1. August 1977 in den Landkreis Aurich eingegliedert wurde. Der grüne Schildgrund steht für die Vieh- und Weidewirtschaft, den Haupterwerb der Bewohner von Eilsum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;leiner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmale in Eilsum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Dorfes, auf der höchsten Stelle der Warf, bis auf die Westseite von Häusergruppen umgeben, steht das weithin sichtbare Gotteshaus der Gemeinde, die [[Eilsumer Kirche]]. Etwa zwischen 1240 und 1250 erbaut, handelt es sich um die einzige [[Chorturmkirche]] [[Ostfriesland]]s. De Riese schreibt dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Für jeden Kunstkenner lohnt es sich, die mächtige Kirche, die manchem viel zu groß für ein [[Bauerndorf]] erscheinen mag, und ihren 36&amp;amp;nbsp;m hohen Turm kennenzulernen. Das Gotteshaus ist mit großformatigen Ziegelsteinen erbaut, der Gürtel besteht aus Sandstein. Der gewaltige Turm steht – eine Ausnahmeerscheinung – schief vor dem Ostgiebel der Kirche. Eine architektonische Besonderheit stellen sicherlich die zur Mitte der Langwände hin höher werdenden Fensterbögen dar. Das Bauwerk soll ursprünglich als eine dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] angelegt worden sein, doch ist nur das hohe [[Kirchenschiff|Mittelschiff]] ausgeführt worden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Eilsum 2014.jpg|mini|Kirche in Eilsum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bronzene [[Taufbecken]] stellt eine kulturhistorische Seltenheit aus dem 15. Jahrhundert dar. Der um 1860 zu Eilsum amtierende Pastor B. Krüger schrieb von dem Schmuckstück seiner Dorfkirche, dass es der größten [[Kathedrale]] zur Zierde gereichen könne. Der Kessel des Taufbeckens wurde 1472 von [[Barthold Klinghe der Ältere|Barthold Klinghe dem Älteren]] gegossen und von den vier [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]] getragen. Daneben befindet sich die sechseckige [[Kanzel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1969/70 wurde die 1964 entdeckte [[Seccomalerei]] freigelegt. Im Gegensatz zu der [[Freskomalerei]] auf feuchtem [[Putz (Werkstoff)|Putz]] direkt aufgetragen, wird die Seccomalerei auf getrocknetem [[Putz (Werkstoff)|Putz]] angebracht. Kalkabfall von den Wänden und der Decke machten dieses einmalige Kunstwerk sichtbar, das heute noch von Kunsthistorikern aus vielen Ländern aufgesucht wird. Der [[Lukasstier]], der die Farbfreudigkeit und Schaffensfreude der damaligen Kirchenkunst zum Ausdruck bringt, erfährt dabei besondere Aufmerksamkeit. In anderen Kirchen des ehemaligen [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] werden noch weitere Wandmalereien vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Jahre 1917 hingen drei [[Glocke]]n im Turm. Eine davon wurde bereits im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], die zweite im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zur „besonderen Verwertung“ beschlagnahmt. Die dritte noch vorhandene H-Glocke hat folgende Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1775 is dese gegooten toen Ian H Stromann en Ian Meinders als Kerkvoogden tot Eilsum en Iohannes Stirmann oudstle Predicant in deeze Gemeinte waren Ik roep het Volk tot Cristi Leer de Dooden bewys ik haar laaste Eer Ook als er Saken syn van t Gemeen roep ick door myn Stem het Volk bieen Gebruickt my niet tot Ydelheit op datt U Ziel geen Schade deit. Claudius Fremy Mammeus Fremy Heidefeldt me fecerundt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://cultuurtijdschriften.nl/download?type=document&amp;amp;docid=516212 |titel=Eilsum Klok |autor= |hrsg= |werk= |datum= |zugriff=2017-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1996 hängt wieder eine zweite Glocke im Kirchturm. Sie ist auf den Ton E gestimmt und wurde im westfälischen [[Gescher]] von der Gießerei [[Petit &amp;amp; Gebr. Edelbrock]] hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das markante Tor mit der als Mahnung an die Dorfgemeinschaft angebrachten Inschrift: „Ken U Zelven“ ([[Erkenne dich selbst]]) gab einstmals dem Kirchplatz einen würdigen Abschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallenderweise stehen auf der [[Warft]] nur noch drei „Plaatsen“, weitere befinden sich am Fuße der Warft oder auf den fünf „Wehren“ Hoesingwehr, Bolkewehr, Middelstewehr, Angernwehr und Uiterstewehr. Vor 50 bis 100 Jahren wurden einige Höfe abgebrochen oder so verkleinert, dass diese nicht mehr als „Plaatsen“ bezeichnet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Wohnplatz Middelstewehr befindet sich ein [[Sendeturm]]. Mit der Kennung „Eilsum“ im Testbild wurden dort bis zur Umstellung auf [[DVB-T in Deutschland|DVB-T]] am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 2004&amp;lt;ref&amp;gt;https://dvb-t.the-media-channel.com/nord/dvb-t-nord.html&amp;lt;/ref&amp;gt; folgende Programme in analogem [[Phase Alternating Line|PAL]] gesendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
! [[Frequenzen der terrestrischen Fernsehkanäle|Kanal]]&lt;br /&gt;
! [[Frequenz]]&amp;amp;nbsp;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(MHz)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Programm&lt;br /&gt;
! [[Effektive Strahlungsleistung|ERP]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(kW)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! [[Antennendiagramm|Sendediagramm]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;rund (ND)/&amp;lt;br /&amp;gt;gerichtet (D)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
! [[Polarisation (Antennen)|Polarisation]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;horizontal (H)/&amp;lt;br /&amp;gt;vertikal (V)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 50&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 703,25&lt;br /&gt;
| [[Sat.1]] (Niedersachsen/Bremen)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |H&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 60&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 783,25&lt;br /&gt;
| [[RTL Television]] (Niedersachsen/Bremen)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |H&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Enne Heeren Dirksen]] (1788–1850), Professor der Mathematik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jann Jakobs]] (* 1953), Oberbürgermeister von [[Potsdam]] 2002–2018&lt;br /&gt;
* [[Günther Kokkelink]] (1932–2013), Architekt, Professor für Stadtbaugeschichte&lt;br /&gt;
* [[Mekke Willms Swyter]] (1838–1900), [[Baptisten|baptistischer]] Geistlicher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Leiner: &amp;#039;&amp;#039;Panorama Landkreis Norden. Bilder, Wappen, Menschen, Notizen.&amp;#039;&amp;#039; Landkreis Norden, Norden 1972. S. 117–124&lt;br /&gt;
* Lothar de Riese: &amp;#039;&amp;#039;Eilsum. Ein Dorf und seine Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Eilsum [um 1980].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Eilsum}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Eilsum.pdf Beschreibung von Eilsum] in der [[Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland|Historischen Ortsdatenbank]] der [[Ostfriesische Landschaft|Ostfriesischen Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Krummhörn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Krummhörn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aurich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;/div&gt;</summary>
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