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	<title>Eike Geisel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T13:56:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eike_Geisel&amp;diff=1236449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jossiphon: /* Kontroverse Essays und kulturhistorische Arbeiten */ Syntax.</title>
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		<updated>2026-02-09T10:34:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kontroverse Essays und kulturhistorische Arbeiten: &lt;/span&gt; Syntax.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eike Geisel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juni]] [[1945]] in [[Stuttgart]]; † [[6. August]] [[1997]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Journalist]] und [[Essay]]ist. Er ist in Deutschland und Israel bekannt geworden als einer der Ersten, die in den 1970er und 1980er Jahren das jüdische Alltagsleben in den deutschen Großstädten (v.&amp;amp;nbsp;a. Berlin) vor 1933 erforscht haben. Daneben setzte er sich kritisch mit jüdischer Geschichte und dem [[Zionismus]] auseinander, insbesondere auch mit dem Werk der Philosophin und Politologin [[Hannah Arendt]], aber vor allem mit dem Umgang der deutschen Gesellschaft mit diesen Themen. Dabei war er ein scharfer Kritiker sowohl seiner Altersgenossen der [[68er-Bewegung]] als auch des bürgerlichen [[Mainstream]]s der [[Helmut Kohl|Kohl-Ära]] seit 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroverse Essays und kulturhistorische Arbeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Stubenrauchstr 43-45 (Fried) Eike Geisel.jpg|miniatur|Geisels Grabstätte auf dem [[Friedhof Schöneberg III|Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße]] in [[Berlin-Friedenau]] (Abt. 35-25)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geisels essayistische Arbeiten, die häufig die Form von Polemiken annahmen, lösten zum Teil heftige Kontroversen aus. Bekannt wurde insbesondere seine Rezension des Buches &amp;#039;&amp;#039;Auge um Auge. Opfer des Holocaust als Täter&amp;#039;&amp;#039; von [[John Sack (Journalist)|John Sack]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; (die &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039; hatte den Artikel abgelehnt) als „antisemitische Rohkost“. In der Folge zog der [[Piper Verlag]] im Frühjahr 1995 die deutsche Übersetzung dieses Werkes aus seinem Programm zurück. In Israel veröffentlichte Geisel unter anderem Artikel in der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Haaretz]]&amp;#039;&amp;#039;, darunter ungewöhnlich kritische Aussagen über den ersten Ministerpräsidenten Israels, [[David Ben-Gurion]]. Umstritten war auch ein Interview mit dem israelischen Historiker [[Tom Segev]] über die Gründergeneration des Staates Israel. 1975 gab er zusammen mit Mario Offenberg unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Ende Israels? Nahostkonflikt und Geschichte des Zionismus&amp;#039;&amp;#039; Nathan Weinstocks Buch &amp;#039;&amp;#039;Le Sionisme contre Israël&amp;#039;&amp;#039; auf Deutsch heraus, eine Darstellung der Entstehungsgeschichte des Staates vom Standpunkt des [[Historischer Materialismus|historischen Materialismus]], die sowohl die jüdischen wie die arabischen Eliten überaus kritisch beurteilt und soziale Missstände deutlicher als damals geläufige Darstellungen benennt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geisel war auch als Übersetzer [[Hannah Arendt]]s tätig und machte ihre Essays über [[Zionismus]], Palästina und Deutschland dem deutschen Publikum zugänglich. Zusammen mit dem Publizisten [[Henryk M. Broder]] richtete er mit Veröffentlichungen und einem Dokumentarfilm über den [[Kulturbund Deutscher Juden]] das Augenmerk auf ein bislang unbeachtetes Kapitel der Kulturpolitik in der NS-Zeit. Ein Buchprojekt über jüdische Rache und gescheiterte Anschlagspläne auf kriegsgefangene SS-Leute und NS-Funktionäre einer nach [[Herbert Baum]] benannten jüdischen Widerstandsgruppe in der unmittelbaren Nachkriegszeit blieb unvollendet. Geisel starb 52-jährig an den Folgen eines Schlaganfalls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-8758371&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=8758371 |Titel=GESTORBEN: Gestorben Eike Geisel |Autor=Kleinau und   |Jahr=1997 |Nr=33 |Datum=11.&amp;amp;nbsp;August 1997 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem ironischen Motto „Some of my best friends are German“ („Einige meiner besten Freunde sind Deutsche“) galt Eike Geisel als äußerst sprachgewandter und unversöhnlicher Gegner [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitischer]] Tendenzen vor allem einer sich als fortschrittlich definierenden [[Politische Linke|politischen Linken]] wie auch einer deutsch-jüdischen „Aussöhnung“, die er als „[[Versöhnungskitsch|Verbrüderungskitsch]]“ und heimliche Renationalisierung der Erinnerung bezeichnete. Seine Rezensenten sprachen von begnadeter Niedertracht und Polemik zwischen allen Stühlen, die allein schon in Buchtiteln wie &amp;#039;&amp;#039;Die Banalität der Guten&amp;#039;&amp;#039; (angelehnt an Hannah Arendt, die in Bezug auf die nationalsozialistische Judenvernichtung von einer „Banalität des Bösen“ sprach), &amp;#039;&amp;#039;Triumph des guten Willens&amp;#039;&amp;#039; (angelehnt an den Titel des NS-Propagandafilms &amp;#039;&amp;#039;Triumph des Willens&amp;#039;&amp;#039;) und [[Bonmot]]s wie „Wiedergutwerdung der Deutschen“, „Erinnerung als höchste Form des Vergessens“ oder seinem [[Verriss]] der Initiative zum Bau des [[Denkmal für die ermordeten Juden Europas|Holocaustmahnmals]] für die ermordeten Juden, aus seiner Sicht „Monument der Vernichtungsgewinnler“ und „nationale Kuschelecke“, zum Ausdruck kam. In diesem Zusammenhang polemisierte er gegen eine deutsche Selbstfindung im „Biotop mit toten Juden“,&amp;lt;ref&amp;gt;So der Titel eines Artikels von Geisel in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[konkret (Zeitschrift)|konkret]]&amp;#039;&amp;#039;, 3/1992, S. 50–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu der auch „jenes unerträgliche Gemisch aus jugendbewegtem Begegnungskitsch und immergleicher Beschäftigungstherapie, aus betroffenen Christen, schwärmerischen Israeltouristen, geduldigen Berufsjuden, bekennenden Deutschen, eifernden Hobbyjudaisten und akribischen Alltagshistorikern“&amp;lt;ref&amp;gt;Eike Geisel: &amp;#039;&amp;#039;Die Banalität der Guten&amp;#039;&amp;#039;. Edition Tiamat, Berlin 1992, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehöre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/archiv/98/06/geisel.htm &amp;#039;&amp;#039;In Erinnerung an Eike Geisel: Wahrheit gegen den Versöhnungskitsch.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Bittermann]]: Nachwort. In: &amp;#039;&amp;#039;Eike Geisel: Triumph des guten Willens.&amp;#039;&amp;#039; S. 197–202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geisel beharrte auf der Unversöhnlichkeit von Tätern und Opfern, zwischen denen es nach der „vollendeten Sinnlosigkeit“, wie Hannah Arendt einmal das System der [[Konzentrationslager]] nannte, keine Verständigung geben könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Eike Geisel.&amp;#039;&amp;#039;] 6. August 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1981 veröffentlichte er insgesamt 28 Beiträge in der Zeitschrift [[konkret (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;konkret&amp;#039;&amp;#039;]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: konkret Heft 2 2016, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* mit [[Hanna Levy-Hass]]: &amp;#039;&amp;#039;Vielleicht war das alles erst der Anfang. Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen. 1944–1945.&amp;#039;&amp;#039; Rotbuch, 1979.&lt;br /&gt;
* mit [[Günter Kunert]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Scheunenviertel. Bilder, Texte und Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lastenausgleich, Umschuldung. Die Wiedergutwerdung der Deutschen. Essays, Polemiken, Stichworte.&amp;#039;&amp;#039; 1984, ISBN 3-923118-70-8.&lt;br /&gt;
* als Übersetzer, Bearb., Mit-Hrsg.: Nathan Weinstock, &amp;#039;&amp;#039;Das Ende Israels? Nahostkonflikt und Geschichte des Zionismus.&amp;#039;&amp;#039; Einl. E. G. und Mario Offenberg. Reihe. Politik, Bd. 61. Wagenbach, Berlin 1975. ISBN 3-8031-1061-0 (insbes. über die Gruppe [[Matzpen (Organisation)|Matzpen]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/archiv/2006/09/weinstock.htm &amp;#039;&amp;#039;Nathan Weinstock: Das Bekenntnis eines ehemaligen Antizionisten.&amp;#039;&amp;#039;] Auf hagalil.com, 2006. Das komplette 1. Kap. (S. 27–202) des Buches von 1975 ist [http://www.trend.infopartisan.net/reprints/weinstock/index.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hrsg. mit [[Klaus Bittermann]]: [[Hannah Arendt]], &amp;#039;&amp;#039;Essays und Kommentare 2. Die Krise des Zionismus.&amp;#039;&amp;#039; Edition Tiamat, 1989.&lt;br /&gt;
* als Übersetzer: Israel, Palästina und der Antisemitismus – Aufsätze – Hrsg. von E. G. und Klaus Bittermann – Aus dem Amerikanischen von E. G. (= Wagenbach Taschenbuch 196), 1991,  ISBN 978-3803121967.&lt;br /&gt;
* mit [[Henryk M. Broder]]: &amp;#039;&amp;#039;Premiere und Pogrom. Der Jüdische Kulturbund 1933–1941.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 1992, ISBN 3-88680-343-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;E.T. bei den Deutschen oder Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Initiative Sozialistisches Forum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schindlerdeutsche: Ein Kinotraum vom Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; ça-ira, Freiburg i. Br. 1994, ISBN 3-924627-40-1 ([https://usercontent.one/wp/www.ca-ira.net/wp-content/uploads/2017/12/isf-schindler_lp-e.t.pdf?media=1666045114 online], PDF-Datei; 131 kB).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Banalität der Guten. Deutsche Seelenwanderungen.&amp;#039;&amp;#039; Edition Tiamat, 1997.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Triumph des guten Willens.&amp;#039;&amp;#039; Posthum, Hrsg. Klaus Bittermann. ebd. 2002.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wiedergutwerdung der Deutschen: Essays und Polemiken.&amp;#039;&amp;#039; ebd. 2015.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gleichschaltung der Erinnerung. Kommentare zur Zeit.&amp;#039;&amp;#039; ebd. 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Triumph des guten Willens&amp;#039;&amp;#039;, Dokumentarfilm von [[Mikko Linnemann]], Deutschland, 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120863405}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html Nachruf auf Eike Geisel], lizaswelt.net, 6. August 2007&lt;br /&gt;
* [https://www.mmz-potsdam.de/bibliothek/sammlungen-und-nachlaesse/eike-geisel-sammlung Eike Geisel-Sammlung] am [[Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120863405|LCCN=n80094010|VIAF=22172202}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geisel, Eike}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aufarbeitung des Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geisel, Eike&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist, Buchautor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juni 1945&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jossiphon</name></author>
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