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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eigenlenkgradient</id>
	<title>Eigenlenkgradient - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T05:48:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eigenlenkgradient&amp;diff=183568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<updated>2025-10-30T08:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit Hilfe des  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eigenlenkgradienten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird das [[Gleichgewicht (Systemtheorie)#Stationärer Zustand|stationäre]] Eigenlenkverhalten zweispuriger [[Kraftfahrzeug]]e quantitativ angegeben. Er bestimmt wesentlich die Fahrstabilität bei hohen Fahrgeschwindigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eigenlenkverhalten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die Eigenschaft von Fahrzeugen z.&amp;amp;nbsp;B. Störungen ohne Zutun des Fahrers zu reduzieren ([[Untersteuern]]) oder noch zu verstärken ([[Übersteuern (Fahrzeug)|Übersteuern]]). Bei normaler Kurvenfahrt beeinflusst es den Lenkradwinkelbedarf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schramm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eigenlenkverhalten.png|mini|Stationäre Kreisfahrt auf konstantem Radius.]]&lt;br /&gt;
Basis für die Definition des Eigenlenkgradienten ist der Zusammenhang zwischen Lenkwinkel und Querbeschleunigung bei stationärer Kreisfahrt. Dieser Zusammenhang kann durch Fahrversuche mit entsprechender Messausrüstung oder Simulationen ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[DIN-Norm|DIN]]&amp;amp;nbsp;[[Internationale Organisation für Normung|ISO]] 8855 ist der Eigenlenkgradient definiert als Differenz der [[Gradient]]en von [[Lenkwinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\delta&amp;lt;/math&amp;gt; und Ackermannwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\delta_A&amp;lt;/math&amp;gt; bezüglich der [[Querbeschleunigung]]&amp;amp;nbsp;&amp;lt;math&amp;gt;a_y&amp;lt;/math&amp;gt;:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haken&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;EG = \frac{d \delta}{d a_y} - \frac{d \delta_A}{d a_y}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Lenkwinkel berechnet sich bei konstanter Gesamtlenk[[Übersetzung (Technik) #Das Übersetzungsverhältnis i|übersetzung]]&amp;amp;nbsp;i&amp;lt;sub&amp;gt;S&amp;lt;/sub&amp;gt; als Quotient aus Lenkradwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\delta_H&amp;lt;/math&amp;gt; (Index&amp;amp;nbsp;H für &amp;#039;&amp;#039;Hand&amp;#039;&amp;#039;) und Gesamtlenkübersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \delta = \frac {\delta_H} {i_S}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Ackermannwinkel ist der Winkel, der von den Polstrahlen vom [[Momentanpol]] zur Vorderachse und zur Hinterachse eingeschlossen wird. Näherungsweise ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\delta_A \approx \frac{l}{R}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;l&amp;lt;/math&amp;gt; [[Radstand]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; [[Kurvenradius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man die Bestimmungsgleichung für den Eigenlenkgradienten auch schreiben als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Leftrightarrow EG = \frac {1}{i_S} \cdot \frac{d \delta_H}{d a_y} - \frac{d \delta_A}{da_y}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Vorzeichen des EG gilt:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;EG &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;: Fahrzeug verhält sich untersteuernd&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;EG = 0&amp;lt;/math&amp;gt;: Fahrzeug verhält sich neutral&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;EG &amp;lt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;: Fahrzeug verhält sich übersteuernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eigenlenkgradient wird typischerweise für denjenigen Querbeschleunigungsbereich angegeben, in dem der Zusammenhang zwischen Lenkwinkel und Querbeschleunigung noch als [[Linearität (Physik)|linear]] bezeichnet werden kann. Dies ist bei [[Pkw]] auf trockener Fahrbahn etwa der Bereich zwischen 1&amp;amp;nbsp;m/s&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; und 4&amp;amp;nbsp;m/s&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im linearen Bereich beschreibt der Eigenlenkgradient den von der Querbeschleunigung abhängigen Anteil des Lenkwinkels:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
            \delta   &amp;amp; \approx                  \frac l R + EG \cdot a_y\\&lt;br /&gt;
\Rightarrow \delta_H &amp;amp; \approx i_S \cdot \left( \frac l R + EG \cdot a_y \right)&lt;br /&gt;
\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heutigen PKW sind im linearen Bereich aus Gründen der Fahrsicherheit untersteuernd ausgelegt (siehe [[Einspurmodell]]), d.&amp;amp;nbsp;h. der Eigenlenkgradient ist hier immer positiv. Aussagen wie „das Fahrzeug verhält sich weitgehend neutral“, sind im Sinne der Definition nicht zutreffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Eigenlenkgradient als Funktion der Querbeschleunigung dargestellt, so sind auch Aussagen zum Eigenlenkverhalten im [[Grenzbereich (Fahrdynamik)|Grenzbereich]] möglich. Beispiele sind Fahrzeuge mit [[Heckmotor]]-Konzept, die im linearen Bereich untersteuernd, im Grenzbereich dagegen übersteuernd sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messverfahren ==&lt;br /&gt;
Zur Bestimmung des Eigenlenkgradienten können prinzipiell drei Verfahren angewandt werden:&lt;br /&gt;
* Kreisfahrt mit konstantem Radius&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\frac{d \delta_A}{d a_y} = 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kreisfahrt mit konstanter Geschwindigkeit&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\frac{d \delta_A}{d a_y} = \frac {l} {v^2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kreisfahrt mit konstantem Lenkradwinkel.&lt;br /&gt;
Am häufigsten wird die stationäre Kreisfahrt auf konstantem Radius eingesetzt. Hauptgrund dürfte der relativ geringe Platzbedarf auf Testgeländen sein. Näheres zum Testverfahren ist in [[Internationale Organisation für Normung|ISO]] 4138 international festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussgrößen ==&lt;br /&gt;
Haupteinflussgrößen auf den Eigenlenkgradienten sind die [[Achslast]]verteilung, wechselseitige [[Federrate]]n, [[Momentanpol|Momentanzentrum]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;höhen, [[Reifen|Bereifung]] und Eigenlenkverhalten der Achsen; hierunter sind die Spurwinkeländerungen auf Grund von Kräften und [[Drehmoment|Momenten]] bzw. wechselseitiger Federung zu verstehen. Letztere Eigenschaft wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Rollsteuern&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da die Achse Lenkwinkel auf Grund eines Wankwinkels erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adam Zomotor: &amp;#039;&amp;#039;Fahrverhalten&amp;#039;&amp;#039; In: Jörnsen Reimpell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fahrwerktechnik.&amp;#039;&amp;#039; Vogel, Würzburg 1991, ISBN 3-8023-0774-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schramm&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor= Dieter Schramm, Benjamin Hesse, Niko Maas, Michael Unterreiner |Titel=Fahrzeugtechnik: Technische Grundlagen aktueller und zukünftiger Kraftfahrzeuge|Verlag=DE GRUYTER OLDENBOURG| Datum=2017|ISBN=978-3-486-71620-7| Seiten= 87}} ({{Google Buch |BuchID=U3kqDwAAQBAJ |Seite=87}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haken&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Karl-Ludwig Haken |Titel=Grundlagen der Kraftfahrzeugtechnik|Verlag=Hanser| Datum=2015| Auflage=4|ISBN=978-3-446-44216-0| Seiten= 252}} ({{Google Buch |BuchID=VLQoBgAAQBAJ |Seite=252}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrwerkstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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