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	<title>Eigenkapitalquote - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T15:50:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eigenkapitalquote&amp;diff=260756&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* „Angemessenes“ Eigenkapital */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-10-17T13:24:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;„Angemessenes“ Eigenkapital: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eigenkapitalquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;equity ratio&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]], die das Verhältnis von [[Eigenkapital]] zum Gesamtkapital (= [[Bilanzsumme]]) eines [[Unternehmen]]s wiedergibt. Komplementärbegriff ist die [[Fremdkapitalquote]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Eigenkapitalquote ist die bedeutendste vertikale Bilanzkennzahl, die Auskunft über die [[Kapitalstruktur]] eines Unternehmens gibt. Sie dient im Unternehmen selbst als Grundlage für Finanzierungsentscheidungen. Darüber hinaus interessiert sie externe [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerber]], [[Kreditinstitut]]e, andere [[Gläubiger]], [[Ratingagentur]]en und [[Gesellschafter]] ([[Aktionär]]e). Sie haben ein Interesse daran, die [[Kreditwürdigkeit]] jederzeit messen zu können. Dazu bedarf es der Transparenz der wirtschaftlichen Verhältnisse ([[Jahresabschluss|Jahresabschlüsse]]), um aus diesen Unterlagen Informationen über das [[Kreditrisiko]] gewinnen zu können. Bei Unternehmen werden Eigenkapital und Fremdkapital miteinander ins Verhältnis gebracht, weil das Eigenkapital als Haftungsmasse für die Gläubiger zur Verfügung steht und deshalb der Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital von Bedeutung ist. Je höher folglich der Eigenkapitalanteil ist, umso niedriger ist das Gläubigerrisiko einzustufen und umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermittlung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Jahresabschlussanalyse]] gehört die Eigenkapitalquote zur finanzwirtschaftlichen Analyse und dort zur Finanzierungsanalyse. Bei Verhältniszahlen wie der Eigenkapitalquote werden Bilanzpositionen gegenübergestellt, und zwar konkret das bereinigte Eigenkapital und die Bilanzsumme (Gesamtkapital). Für die Ermittlung der Eigenkapitalquote ist zunächst erforderlich, die zum Eigenkapital gehörenden Bilanzpositionen zu identifizieren. Dazu sind Eigenkapital- und Fremdkapitalpositionen auf ihren Eigenkapitalcharakter und [[Aktiva]] auf ihren echten Vermögenscharakter zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zum Fremdkapital ===&lt;br /&gt;
Wesentliche Bedeutung hat die – nicht immer leichte – Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital für [[Analyst]]en. Besteht auch nur die geringste Rückzahlungsmöglichkeit, gehört die entsprechende Bilanzposition zum Fremdkapital. Deshalb bilden alle Arten von [[Rückstellung]]en (auch [[Pensionsrückstellung]]en) einen Teil des Fremdkapitals, da mindestens eine 50%ige Rückzahlungswahrscheinlichkeit vorhanden ist. Eine erfolgsunabhängige Verzinsung spricht ebenfalls für Fremdkapital. Hybride Eigenkapitalformen bilden eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Hoerning, [http://books.google.de/books?id=jY-QhkdPP50C&amp;amp;pg=PA147&amp;amp;dq=Hybrides+Eigenkapital&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=My9aU-vrG8HVtQbDhYGABA&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Nachrangdarlehen%20&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Hybrides Kapital im Jahresabschluss&amp;#039;&amp;#039;], 2011, S. 26 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und werden daher auch [[Mezzanine-Kapital]] genannt:&lt;br /&gt;
* [[Nachrangiges Darlehen|Nachrangdarlehen]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;junior debt&amp;#039;&amp;#039;}}): Sind [[Darlehen (Deutschland)|Darlehen]] nach {{§|488|bgb|juris}} Abs. 1 BGB und damit Fremdkapital, dessen Rückzahlung mit der Bedingung verknüpft ist, dass sie erst nach der Befriedigung anderer (vorrangiger) Gläubiger (&amp;#039;&amp;#039;senior debt&amp;#039;&amp;#039;) [[Tilgung (Geldverkehr)|getilgt]] werden müssen. Die [[Bedingung (Recht)|Bedingung]] ist als [[Rangrücktritt]], Subordination oder Nachrangabrede ausgestaltet und wirkt sowohl in der [[Insolvenz]] als auch bei der [[Liquidation]].&lt;br /&gt;
* [[Genussrechte]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;participation rights&amp;#039;&amp;#039;}}): Sind schuldrechtlich begründete Finanzierungsmittel mit aktionärstypischen Vermögensrechten. Es ist bei der Vielzahl der Ausgestaltungsmöglichkeiten zu prüfen, ob der [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittent]] eine Verpflichtung zur Rückzahlung übernimmt (&amp;#039;&amp;#039;puttable instruments&amp;#039;&amp;#039;) oder ob sie lediglich mit einem Kündigungsrecht des Emittenten ausgestattet sind. Eine bedingte Rückzahlungsverpflichtung erst bei Liquidation führt zur Einordnung als Eigenkapital, eine unbedingte ist als Fremdkapital auszuweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike L. Dürr, [http://books.google.de/books?id=Ag3y6gWHdCMC&amp;amp;pg=PA276&amp;amp;dq=Nachrangdarlehen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=SJZbU7btBZDItAauw4DQBA&amp;amp;ved=0CEkQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=Genussrechte&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Mezzanine-Kapital in der HGB- und IFRS-Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;], 2007, S. 264 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Kreditinstituten ({{§|10|kredwg|juris}} Abs. 5 KWG) und Versicherungen ({{§|214|vag|buzer}} Abs. 1, 2 und 4 VAG) können indes Genussrechte bei bestimmter Ausgestaltung als regulatorisches Eigenkapital anerkannt werden (siehe [[Eigenmittel (Kreditinstitut)]]).&lt;br /&gt;
* [[Stille Gesellschaft]]en ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;silent partnership&amp;#039;&amp;#039;}}): Diese haben nach der gesetzlichen Konzeption eher den Charakter eines [[Schuldverhältnis]]ses und sind daher im Zweifel als Fremdkapital anzusehen. In {{§|231|hgb|juris}} Abs. 1, {{§|232|hgb|juris}} Abs. 2 HGB ist zwar eine Verlustbeteiligung vorgesehen, sie kann jedoch ausgeschlossen werden (§ 231 Abs. 2 erster Halbsatz HGB). In der Insolvenz kann der stille Gesellschafter seine nicht durch Verluste aufgezehrte Einlage als Insolvenzgläubiger geltend machen ({{§|236|hgb|juris}} Abs. 1 HGB).&lt;br /&gt;
* [[Hybridanleihe]]n ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;hybrid bond&amp;#039;&amp;#039;}}): Es handelt sich um [[Anleihe]]n und damit um Fremdkapital, die in der Regel nach Ablauf von 7 bis 10 Jahren erstmals fristgebunden seitens des Emittenten kündbar sind (&amp;#039;&amp;#039;issuer call options&amp;#039;&amp;#039;). Sie sind meist mit einer Nachrangklausel für Liquidation, Auflösung und Insolvenz ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Hoerning, &amp;#039;&amp;#039;Hybrides Kapital im Jahresabschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt Hybridanleihen mit sehr langer Laufzeit (zwischen 30 und 100 Jahren), sogar „ewige Anleihen“ (&amp;#039;&amp;#039;perpetuals&amp;#039;&amp;#039;) sind auf dem Markt.&lt;br /&gt;
* [[Gesellschafterdarlehen]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;shareholder loans&amp;#039;&amp;#039;}}): Sie sind formal zwar Fremdkapital, doch werden sie als wirtschaftliches Eigenkapital behandelt. Durch das [[Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen]] (MoMiG) werden seit November 2008 Gesellschafterdarlehen in der [[Insolvenzordnung (Deutschland)|Insolvenzordnung]] (InsO) berücksichtigt. Alle Darlehensrückzahlungsansprüche von [[Gesellschafter]]n einer [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaft]] ohne eine [[natürliche Person]] als [[persönlich haftender Gesellschafter]] werden kraft Gesetzes als nachrangige Insolvenzforderungen eingestuft, unabhängig von deren Eigenkapitalersatzcharakter ({{§|39|inso|juris}} Abs. 1 Nr. 5 sowie {{§|44a,135,143|inso|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;44a, 135 und 143}} InsO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internationale Ratingagenturen erkennen derartige hybride Finanzierungsformen ganz oder teilweise als &amp;#039;&amp;#039;wirtschaftliches Eigenkapital&amp;#039;&amp;#039; an, wenn eine Nachrangigkeit gewährleistet ist. Dabei wird vorausgesetzt, dass eine lange Laufzeit und/oder eine hohe Verlustbeteiligung vorliegen müssen und deshalb zu einer Anerkennung als Eigenkapital führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Seetaler/Markus Steitz, [http://books.google.de/books?id=XEgr5-Uq1ZUC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;dq=Hybridanleihen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=BjhaU_DwNYSStAa2nIDYBA&amp;amp;ved=0CEoQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=Hybridanleihen&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Treasury-Management&amp;#039;&amp;#039;], 2007, S. 267 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenkapitalpositionen ===&lt;br /&gt;
Formales Eigenkapital sind die in {{§|266|hgb|juris}} Abs. 3 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] unter Position A auf der Passivseite einer Bilanz aufgezählten Bestandteile. Das sind:&lt;br /&gt;
* [[Gezeichnetes Kapital]]: ist die bedeutendste Form aller Eigenkapitalbestandteile. Es ist das Kapital, auf das die [[Haftung (Recht)|Haftung]] der Gesellschafter für die [[Verbindlichkeit]]en der [[Kapitalgesellschaft]] gegenüber den Gläubigern beschränkt ist ({{§|272|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 1 HGB). Das etwaige [[Ausstehendes Kapital|ausstehende Kapital]] hingegen ist (noch) kein Eigenkapital, denn es stellt eine [[Forderung]] der [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaft]] an ihre Gesellschafter dar, die gemäß § 272 Abs. 1 HGB auf der Aktivseite der Bilanz vor dem [[Sachanlagevermögen]] gesondert auszuweisen ist. Ein solcher Ausweis ist vom Eigenkapital abzuziehen. Allerdings impliziert eine Saldierung der Einlagen mit dem Eigenkapital, dass die Forderungen des Unternehmens gegenüber den Eigentümern wertlos, d.&amp;amp;nbsp;h. uneinbringlich wären, was im Allgemeinen aber nicht zutreffend sein dürfte. Auch aus „Vorsichtsgründen“ ließe sich dieses Vorgehen nicht rechtfertigen, denn dann müssten auch erhebliche Abschläge bei allen anderen Vermögensgegenständen des Unternehmens vorgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Kritik an einer pauschalen Saldierung der ausstehenden Einlagen mit dem Eigenkapital siehe [[Adolf G. Coenenberg]], &amp;#039;&amp;#039;Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 292 und die dort zitierte Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kapitalrücklage]]: ist eine gesetzlich vorgeschriebene Eigenkapitalposition und Bestandteil der offenen [[Rücklage]]n.&lt;br /&gt;
* [[Gewinnrücklage]]: ist die Folge von [[Gewinnthesaurierung]]en.&lt;br /&gt;
** gesetzliche Rücklage:&lt;br /&gt;
** Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen&lt;br /&gt;
** satzungsmäßige Rücklagen&lt;br /&gt;
** andere Rücklagen&lt;br /&gt;
* [[Gewinnvortrag]]/[[Verlustvortrag]]&lt;br /&gt;
* [[Jahresüberschuss]]/Jahresfehlbetrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweifelhafte Vermögensposten ===&lt;br /&gt;
National wie international sind die Unternehmen verpflichtet, alle ihnen zuzurechnenden Vermögensposten zu [[Aktivierung (Rechnungswesen)|aktivieren]]. Diese Aktivierungspflicht führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, bedeutet jedoch nicht, dass diese Vermögensposten auch für Analysezwecke als Eigenkapital angesehen werden können. In der betriebswirtschaftlichen Literatur stehen – teilweise heftig umstritten – insbesondere folgende Aktiva im Fokus:&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buschhüter/Andreas Striegel, [http://books.google.de/books?id=qiUaDm44JiwC&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=Eigenkapitalquote+firmenwert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=W6N7U5TLIIi3yAPY0ICQDg&amp;amp;ved=0CE8Q6AEwBQ#v=onepage&amp;amp;q=Eigenkapitalquote%20firmenwert&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Internationale Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Firmenwert]]: Nach der unwiderlegbaren [[Vermutung (Recht)|Vermutung]] des {{§|246|hgb|juris}} Abs. 1 Satz 4 HGB gehört der derivative Firmenwert zu den [[Aktivierung (Rechnungswesen)|aktivierungspflichtigen]] Vermögensgegenständen. Er entstand aus der Differenz zwischen einem bezahlten höheren [[Kaufpreis]] und dem tatsächlichen [[Reinvermögen]] eines [[Unternehmenskauf|erworbenen Unternehmens]] oder aus entsprechenden Konsolidierungsvorgängen. Es bestehen Zweifel, ob er jemals realisiert werden kann, so dass er vom Eigenkapital abgesetzt werden muss.&lt;br /&gt;
* [[Forderung]]en an Gesellschafter: Forderungen an die Gesellschafter außerhalb des [[Ausstehendes Kapital|ausstehenden Kapitals]] sind vom Eigenkapital abzuziehen (umstritten).&lt;br /&gt;
* [[Eigene Aktie]]n: Der – auf wenige Fälle beschränkte – Erwerb eigener Aktien ({{§|71|aktg|juris}} Abs. 1 AktG) hat die Wirkung einer [[Kapitalherabsetzung]]. Entsprechende Vermögenspositionen sind deshalb vom Eigenkapital abzusetzen.&lt;br /&gt;
* [[Sonderposten (Finanzwesen)|Sonderposten mit Rücklageanteil]] werden nach {{§|4h|estg|juris}} Abs. 2c Satz 5 EStG zu 50 % dem Eigenkapital zugerechnet, was für Analysezwecke übernommen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nicht bilanziertes Vermögen und Verbindlichkeiten ===&lt;br /&gt;
Die [[Bilanzsumme]] verlängert sich, wenn außerbilanziell fremdfinanzierte Vermögensgegenstände berücksichtigt werden. Dies betrifft insbesondere [[Leasing|„geleaste“]] Vermögenswerte. [[Bank]]en verzichten meist auf die Bereinigung der Bilanzsumme um (nicht bilanziertes) Leasingvermögen.&amp;lt;ref&amp;gt;Steiner/Starbatty, &amp;#039;&amp;#039;Bedeutung von Ratings in der Unternehmensfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, in A.-K. Achleitner/O. Everling (Hrsg.), Handbuch Ratingpraxis, 2004, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ratingagentur]]en nehmen hingegen umfangreiche Bereinigungen der Bilanzen (sowie der [[Gewinn- und Verlustrechnung]]) zur Berücksichtigung leasingfinanzierten Vermögens vor.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Standard and Poor&amp;#039;s Corporate Ratings Criteria&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.nafoa.org/pdf/CorprateCriteriaBook-2008.pdf |wayback=20130702033307 }}, 2008, S. 69 ff. (PDF; 532&amp;amp;nbsp;kB). Für die Ermittlung der für das Leasingvermögen anzusetzenden Beträge verwenden die Ratingagenturen unterschiedliche Verfahren, u.&amp;amp;nbsp;a. einen Faktoransatz, bei dem sämtliche aktuellen Mietzahlungen des Unternehmens mit einem Faktor von 8 multipliziert werden. Der „Faktor-8-Ansatz“ wird von den Ratingagenturen auch dann verwendet, wenn die zugrunde liegenden Annahmen (Zinsniveau, Nutzungsdauer) nicht erfüllt sind, siehe ebenda. Für die Analyse der [[GuV]] wird entweder die Verwendung von operativen Gewinngrößen vor Berücksichtigung von Mietzahlungen (&amp;#039;&amp;#039;rents&amp;#039;&amp;#039;), „EBITDAR“, empfohlen, siehe ebenda S. 5, oder eine Aufspaltung und Neuzuordnung der Mietzahlungen in Zins- und Abschreibungskomponenten, siehe die Kennzahlendefinitionen bei &amp;quot;Off-Balance Sheet Leases: Capitalization and Ratings Implications, Out of Sight but not Out of Mind&amp;quot;, Rating Methodology, [[Moody’s|Moody’s Investors Service]], Report # 48591, 10/1999 Metz/Cantor/Stumpp, &amp;#039;&amp;#039;The Effectiveness of Credit Ratings as Indicators of Relative Industry Default Risk&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenfassung ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Eigenkapital ergibt sich somit aus folgender Aufstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Summe Eigenkapital im Jahresabschluss nach {{§|266|HGB|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 HGB (Position A)&lt;br /&gt;
    + 50 % der Sonderposten mit Rücklageanteil&lt;br /&gt;
    - ausstehendes Kapital&lt;br /&gt;
    - Firmenwert&lt;br /&gt;
    + Gesellschafterdarlehen&lt;br /&gt;
    - sonstige Forderungen an Gesellschafter&lt;br /&gt;
    - sonstiges Mezzanine-Kapital&amp;lt;ref&amp;gt;Nachrangdarlehen können mit mindestens 50 % zum wirtschaftlichen Eigenkapital gerechnet werden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
    - eigene Aktien&lt;br /&gt;
    = wirtschaftliches Eigenkapital&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf diese Weise ermittelte wirtschaftliche Eigenkapital wird in der Eigenkapitalquote wie folgt berücksichtigt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Coss |Titel=Basiswissen Finanzierung: Eine praxisorientierte Einführung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2006 |ISBN=3834901156 |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Eigenkapitalquote in }\% = \frac{\text{(wirtschaftliches) Eigenkapital}}{\text{ Bilanzsumme (Gesamtkapital)}}\times100&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Eigenkapitalquote gibt somit das Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Eigenkapital und Bilanzsumme wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Bewertung ==&lt;br /&gt;
Die Höhe der so ermittelten Eigenkapitalquote hat isoliert betrachtet wenig Aussagewert. Es hängt von Kriterien wie [[Wirtschaftszweig]], [[Betriebszweck]], [[Betriebsgröße]] und [[Rechtsform]] ab, ob ein Unternehmen mit angemessenem Eigenkapital ausgestattet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Angemessenes“ Eigenkapital ===&lt;br /&gt;
Eindeutige betriebswirtschaftliche Grundsätze, die nach [[Betriebszweck]] und [[Betriebsgröße]] eines Unternehmens Maßstäbe für dessen Kapitalisierung abgeben könnten, stehen nicht zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Wilhelm, [http://books.google.de/books?id=dup_RPL6doIC&amp;amp;pg=PA232&amp;amp;dq=durchgriffshaftung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=6FFrU-ucE8_8yAPe_4CIBA&amp;amp;ved=0CGIQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=durchgriffshaftung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kapitalgesellschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 188 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch allgemeine Regeln über das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Jickeli/Dieter Reuter, [http://books.google.de/books?id=Blnsa-lRY4IC&amp;amp;pg=PA668&amp;amp;lpg=PA668&amp;amp;dq=einfache+Unterkapitalisierung&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=XfWQJcj0bC&amp;amp;sig=YTqB4VLDanyk6f4rKPow-7yZtGA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=LchrU5K0NtD4yAOpvoCgBw&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=einfache%20Unterkapitalisierung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnisschrift für Jürgen Sonnenschein&amp;#039;&amp;#039;], 2003, S. 667.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im wirtschaftswissenschaftlichen Schrifttum ist allgemein anerkannt, dass sich eine Obergrenze für den Verschuldungsgrad weder theoretisch begründen noch empirisch herleiten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Bohn, [http://books.google.de/books?id=MRuVR8TX_OkC&amp;amp;pg=PA173&amp;amp;dq=unterkapitalisierung+banken&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=JI1sU5_7IYiz0QXth4CADQ&amp;amp;ved=0CD4Q6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=unterkapitalisierung%20banken&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Zinsschranke und Alternativmodelle&amp;#039;&amp;#039;], 2009, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abstrakte Normativbestimmungen über das betriebswirtschaftlich notwendige Eigenkapital bzw. die entsprechend erforderliche allgemeine Finanzausstattung haben sich bislang nicht aufzeigen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karsten Schmidt (Rechtswissenschaftler)|Karsten Schmidt]], &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 4. Aufl., § 9 IV 4 a, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Angemessenes“ Eigenkapital ist ein [[unbestimmter Rechtsbegriff]], der die Eigenmittel eines Unternehmens ins Verhältnis zu seiner Bilanzsumme setzt. Als angemessen gilt jedenfalls in steuerrechtlicher Hinsicht ein Eigenkapital, das mit der Kapitalstruktur gleichartiger Unternehmen der Privatwirtschaft im maßgebenden Zeitraum vergleichbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;BFH-Urteile vom 1. September 1982 BStBl. 1983 II, S. 147 und vom 9. Juli 2003 BStBl. 2004 II, S. 425.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Körperschaftsteuerrichtlinien 2004&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.steuerlinks.de/richtlinie/kstr-2004/r33.html |wayback=20140521161829 |text=Körperschaftsteuerrichtlinien 2004, R 33 Abs. 2 Satz 3 KStR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine angemessene Eigenkapitalausstattung grundsätzlich gegeben, „wenn das Eigenkapital mindestens 30 % des Aktivvermögens beträgt“. Im Hinblick auf die BFH-Rechtsprechung ist diese 30-%-Grenze in erster Linie als [[Nichtaufgriffsgrenze]] zu verstehen, ihre Erfüllung wird deshalb bei steuerlichen [[Außenprüfung]]en nicht beanstandet. Für Besteuerungszwecke wird also vom [[Anlagendeckung]]sgrad ausgegangen und das Eigenkapital dann als angemessen eingestuft, wenn der Anlagendeckungsgrad (I) 30 % beträgt und somit 70 % des Anlagevermögens über Fremdkapital zu finanzieren sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;optimaler Verschuldungsgrad&amp;#039;&amp;#039; wird ein Verhältnis des Eigenkapitals zum Fremdkapital angesehen, bei dem die durchschnittlichen Kapitalkosten gegenüber anderen Finanzierungsalternativen am geringsten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst-Tilo Beyer, &amp;#039;&amp;#039;Finanzlexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 345&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine aus der Praxis stammende [[Faustregel]] besagt, dass der Verschuldungsgrad – branchenabhängig – bei [[Nichtbank]]en nicht höher sein soll als 2:1 (200 %),&amp;lt;ref&amp;gt;Katharine Hoen, [http://books.google.de/books?id=khQecgUAPxoC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;lpg=PA11&amp;amp;dq=Verschuldungsgrad+2:1+200+%25&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=xOPNG4odL1&amp;amp;sig=jGejOLVAAFWsRySUaE5NUSLPDnE&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=UyfnTobpLM3HswamyqjGBw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CDcQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=Verschuldungsgrad%202%3A1%20200%20%25&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kennzahlen und Bilanzanalyse&amp;#039;&amp;#039;], 2010, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; also das Fremdkapital nicht mehr als das Doppelte des Eigenkapitals betragen soll. Umgerechnet darf die Fremdkapitalquote mithin nicht mehr als 67 % der Bilanzsumme betragen, was komplementär eine Eigenkapitalquote von 33 % ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriterien der Eigenkapitalquote ===&lt;br /&gt;
* „Die durchschnittliche &amp;#039;&amp;#039;Höhe&amp;#039;&amp;#039; der Eigenkapitalquote ist stark branchenabhängig. So verfügen [[Kreditinstitut]]e typischerweise über eine vergleichsweise geringe Eigenkapitalquote von meist unter 10 %“.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Everling/Karl-Heinz Goedemeyer, [http://books.google.de/books?id=Rtb2VXApX9AC&amp;amp;pg=PA69&amp;amp;dq=kreditinstitute+geringe+Eigenkapitalquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Gnx8U_npB8eJ4gSV94HwBg&amp;amp;ved=0CFEQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=kreditinstitute%20geringe%20Eigenkapitalquote&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Bankenrating: Kreditinstitute auf dem Prüfstand&amp;#039;&amp;#039;], 2004, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei anlagenintensiven Betrieben des verarbeitenden Gewerbes ist die Eigenkapitalquote dagegen im Durchschnitt relativ hoch.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Betriebsgröße]]&amp;#039;&amp;#039;: Großunternehmen weisen tendenziell eine höhere Eigenkapitalquote als kleine Betriebe auf. Die Eigenkapitalquote und Unternehmensgröße scheinen tendenziell positiv zu korrelieren, denn je kleiner die untersuchten Unternehmen, umso geringer ist die Quote.&amp;lt;!--??? siehe Diskussion---&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Reuter, [http://books.google.de/books?id=D7l4A14vcNsC&amp;amp;pg=PA164&amp;amp;dq=Eigenkapitalquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NWh7U4G3NMOE4gTc-oCACg&amp;amp;ved=0CF8Q6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=Eigenkapitalquote&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Eigenkapital-Ausweis im IFRS-Abschluss&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Rechtsform]]&amp;#039;&amp;#039;: [[Personengesellschaft]]en verfügen über relativ geringe Eigenkapitalquoten, da mindestens ein [[Vollhafter]] mit seinem – aus der Bilanz nicht ersichtlichen – Privatvermögen unbeschränkt haftet. Kapitalgesellschaften weisen hingegen höhere Eigenkapitalquoten auf, da sie oft zu den anlagenintensiven Branchen gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzliche Sonderregelungen ==&lt;br /&gt;
In {{§|4h|estg|juris}} Abs. 2 Buchstabe c Satz 3 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]] ist im Rahmen der [[Zinsschranke]] die Eigenkapitalquote als das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme definiert. Außerdem gibt es Sonderregelungen für [[Kreditinstitut]]e und [[Versicherungsunternehmen]], weil diese [[Wirtschaftszweig]]e besonders hohe Risiken tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreditinstitute ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kernkapitalquote}}&lt;br /&gt;
Im Rahmen der EU-weit gültigen [[Mitgliedstaaten der Europäischen Union|Kapitaladäquanzverordnung]] (englische Abkürzung CRR) hat die staatliche [[Bankenregulierung]] gesetzliche Mindestquoten (insbesondere in Bezug auf das so genannte [[Kernkapital]]) festgelegt, die eingehalten werden müssen, um ordnungsgemäß [[Bankgeschäft]]e betreiben zu können. Eigenmittel bilden die Summe aus Kernkapital und Ergänzungskapital (Art. 4 Abs. 1 Nr. 118, Art. 72 CRR), anrechenbare Eigenmittel sind nach Art. 4 Abs. 1 Nr. 71 CRR das Kernkapital (Art. 25 CRR) und das Ergänzungskapital (Art. 71 CRR) in Höhe von maximal 1/3 des Kernkapitals. Ausgangspunkt ist mithin das Kernkapital, das sich nach Art. 25 CRR aus dem „harten Kernkapital“ und dem „zusätzlichen Kernkapital“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versicherungen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Solvabilitätsspanne}}&lt;br /&gt;
Die Eigenkapitalquote ist in der [[Lebensversicherung]] ein Maßstab dafür, in welchem Umfang sie Risiken, die sich aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen des [[Kapitalmarkt]]es oder der [[Mortalität|Sterblichkeit]] durch [[Eigenmittel (Versicherung)|Eigenmittel]] ergeben, abdecken kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank von Fürstenwerth/Alfons Weiss, [https://books.google.de/books?id=oKNE_W44NkMC&amp;amp;pg=PA591&amp;amp;dq=Solvabilit%C3%A4tsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Solvabilit%C3%A4tsspanne&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Versicherungs-Alphabet&amp;#039;&amp;#039;], 2001, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der privaten [[Krankenversicherung]] dient sie zum Ausgleich kurzfristig auftretender Verluste. In dieser Form nähert sie sich der gesetzlich festgelegten Eigenmittelquote, der so genannten [[Solvabilität]]skennzahl (Verhältnis zwischen Eigenkapital und Beitragseinnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Eigenkapitalquote ist für die [[Kreditwürdigkeit]] eines Unternehmens eine bedeutende Kennzahl, da sie das [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Blum, [http://books.google.de/books?id=HJwHErFSjXcC&amp;amp;pg=PA158&amp;amp;dq=versicherung+eigenkapitalquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xYd8U4mKBc734QTHhYDAAw&amp;amp;ved=0CF0Q6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=versicherung%20eigenkapitalquote&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Langfristiger Unternehmenserfolg&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ratingagenturen wie [[Standard &amp;amp; Poor’s]] berücksichtigen in ihren Ratings die Tatsache, dass aus einem hohen Verschuldungsgrad (&amp;#039;&amp;#039;debt to equity ratio&amp;#039;&amp;#039;) auch ein hohes finanzielles Risiko resultiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Belverd Needles/Marian Powers, [http://books.google.de/books?id=l-T6__xR2DIC&amp;amp;pg=PA579&amp;amp;dq=standard+poor&amp;#039;s+equity+ratio&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=0Ix8U4-IJuTZ4QSnhoCoCA&amp;amp;ved=0CFgQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=standard%20poor&amp;#039;s%20equity%20ratio&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Principles of Financial Accounting&amp;#039;&amp;#039;], 2013, S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe Eigenkapitalquote bedeutet eine geringe Abhängigkeit von Gläubigern und entsprechend damit einhergehenden geringen [[Zinsaufwand]]s- und [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgungszahlungen]]. Das führt zu günstigen [[Schuldenkennzahl]]en wie etwa dem [[Schuldendienstdeckungsgrad]]. Mit einem entsprechend niedrigen [[Verschuldungsgrad]] geht normalerweise auch ein niedriger [[Zinsdeckungsgrad]] einher, weil Schulden Zins- und Tilgungszahlungen auslösen, die aus dem Umsatzprozess zu finanzieren sind. Ein hoher Verschuldungsgrad hingegen erhöht wegen des hohen [[Schuldendienst]]es die Ertragsrisiken, weil mehr Gewinne für den Zinsaufwand verbraucht werden und damit bei zunehmender Verschuldung auch der [[Break-even-Point]] ansteigt (&amp;#039;&amp;#039;cost leverage&amp;#039;&amp;#039;). Dadurch bringt eine niedrige Eigenkapitalquote [[Beschäftigung (Kostenrechnung)|Beschäftigungsrisiken]] mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer hohen Eigenkapitalquote ist eine hohe Tragfähigkeit für entstehende [[Jahresfehlbetrag|Verluste]] verbunden, so dass derartige Unternehmen weniger [[Unternehmenskrise|krisenanfällig]] sind und das Ausfallrisiko für Gläubiger abnimmt. Eigenkapitalstarke Unternehmen können Verluste über einen längeren Zeitraum hinweg aus dem Eigenkapital auffangen und sind [[insolvenz]]fester als [[Unterkapitalisierung|unterkapitalisierte]] Betriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine niedrige Eigenkapitalquote führt indes aus Sicht des &amp;#039;&amp;#039;financial leverage&amp;#039;&amp;#039; zu einer hohen Eigenkapitalrendite ([[Leverage-Effekt]]). Dies ist einer der wenigen positiven Effekte einer niedrigen Eigenkapitalquote. Denn sie kann ein Krisenindikator sein, da die „Schwierigkeiten, die mit einer niedrigen Eigenkapitalquote verbunden sind, wie die Überbrückung von Liquiditätsengpässen, der Erhalt von Bankkrediten und die Durchführung von notwendigen Investitionen, erhöhen das Risiko […] erheblich, in eine Krisensituation zu geraten oder gar mit einer Insolvenz konfrontiert zu sein“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Veser/Wolfgang Jaedicke, &amp;#039;&amp;#039;Eigenkapital im Baugewerbe&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Jörg Baetge]], [[Hans-Jürgen Kirsch]], Stefan Thiele |Datum=2004 |Titel=Bilanzanalyse |Auflage=2. |Verlag=IDW-Verlag GmbH |Ort=Düsseldorf |ISBN=978-3-8021-1156-3}}&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bundesbank]] (Hrsg.) (2005a): [http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2005/200510mba_ertragslage.pdf „Ertragslage und Finanzierungsverhältnisse deutscher Unternehmen – eine Untersuchung auf neuer Datenbasis“], in Monatsbericht Oktober 2005, S. 33–71, 10/2005.&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Bundesbank]] (Hrsg.) (2005b): [http://www.bundesbank.de/download/statistik/stat_sonder/statso6_2002_2003.pdf „Verhältniszahlen aus Jahresabschlüssen deutscher Unternehmen von 2002 bis 2003“], Statistische Sonderveröffentlichung 6, 12/2005.&lt;br /&gt;
* [http://www.werner-gleissner.de Gleißner, W.] (2003): [http://www.werner-gleissner.de/site/publikationen/WernerGleissner_Licht-ins-Dunkel_Stand-und-Entwicklungstendenzen-im-Bankenrating.pdf „Licht ins Dunkel, Stand und Entwicklungstendenzen im Bankenrating“] (PDF; 51&amp;amp;nbsp;kB), in Finance 11/2003, S. 88–89, 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125998-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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