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	<title>Eigenfertigung oder Fremdbezug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:22:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eigenfertigung_oder_Fremdbezug&amp;diff=199977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Allgemeines */Formel korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eigenfertigung_oder_Fremdbezug&amp;diff=199977&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-02T22:54:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines: &lt;/span&gt;Formel korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eigenfertigung oder Fremdbezug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Make-or-Buy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;mob&amp;#039;&amp;#039;; v. {{enS|make}}, „herstellen“ und {{enS|buy}}, „kaufen“) ist in der [[Wirtschaft]] eine [[Produktionsstrategie]] von [[Unternehmen]], [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] oder [[Dienstleistung]]en selbst herzustellen ([[Eigenfertigung]]) oder auch [[Vorleistungsgut|Vorleistungsgüter]] von [[Lieferant]]en oder [[Zulieferer]]n zu beschaffen ([[Fremdfertigung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Vorleistungsgüter können [[Bauteil (Technik)|Bauteile]], [[Dienstleistung]]en, [[Halbfabrikat]]e oder [[Zwischenprodukt]]e sein, die zu einem [[Endprodukt]] [[Weiterverarbeitung (Produktion)|weiterverarbeitet]] werden. Eigenfertigung oder Fremdbezug wirkt sich unmittelbar auf die [[Fertigungstiefe]] aus, denn sie entscheidet darüber, wie hoch der Anteil der Eigen- und Fremdfertigung in einem Unternehmen ist:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Fertigungstiefe in Prozent} = \frac{\text{Eigenfertigung}}{\text{gesamte Fertigung}} \cdot 100&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Fertigungstiefe (oder &amp;#039;&amp;#039;Eigenfertigungsquote&amp;#039;&amp;#039;) sinkt bei [[Fremdbezug]], [[Outsourcing]] ([[Offshoring]], [[Onshoring]]) und steigt bei [[Insourcing]] und [[Vorwärtsintegration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Eigenfertigung und Fremdbezug gibt es weitere Möglichkeiten, [[Arbeitsteilung]] bei einer [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] zu realisieren, zum Beispiel mittels [[Lohnunternehmer]]n bzw. [[Lohnfertigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung findet die Frage nach Eigenfertigung oder Fremdbezug unter anderem in [[Ronald Coase]]s 1937 erschienenem Buch &amp;#039;&amp;#039;The Nature of the Firm&amp;#039;&amp;#039;, welches die Thematik der [[Vertikale Integration|vertikalen Integration]] von Produktions- und Beschaffungsprozessen in Unternehmen diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ronald H. Coase |Titel=The Nature of the Firm |Sammelwerk=Economica |Band=4 |Nummer= |Ort= |Datum=1937 |ISBN= |Seiten=386-405 |DOI=10.1111/j.1468-0335.1937.tb00002.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die darauf aufbauende [[Transaktionskostentheorie|Transaktionskosten-Ökonomie]], maßgeblich entwickelt von [[Oliver E. Williamson|Oliver Williamson]], entwickelt die Make-or-Buy-Entscheidung weiter und untersucht sie im Zusammenhang mit Führungs- und Steuerungsstrukturen in Unternehmen, welche sich letztendlich in der Make-or-Buy-Entscheidung wiederfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver E. Williamson |Titel=Markets and Hirarchies - Analysis and Antitrust Implications |Verlag=Free Press |Ort=New York |Datum=1975 |ISBN=0-02-934780-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver E. Williamson |Titel=Transaction cost economics: how it works; where it is headed |Sammelwerk=Economist |Band=146 |Nummer= |Ort= |Datum=1998 |ISBN= |Seiten=28-58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Jede Arbeitsteilung bedarf der [[Koordination]] und bringt [[Transaktionskosten]] und -risiken mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich auch dafür entscheiden, statt bei einem („[[Single Sourcing]]“) bewusst bei mehreren Lieferanten zu kaufen, um Abhängigkeiten bzw. andere Nachteile zu vermeiden (Hauptartikel: [[Beschaffungsstrategie]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schlanke Produktion]] ({{enS|lean production}}) ist ein Begriff für die Idee, sich auf das [[Kerngeschäft]] zu konzentrieren, also auf Gebiete, auf denen das Unternehmen einen [[Komparativer Kostenvorteil|komparativen Kostenvorteil]] beispielsweise durch Spezialisierung oder durch Größenvorteile ([[economies of scale]]) hat. Manche Unternehmen reduzieren zur Verfolgung dieses Ziels Eigenfertigungsanteil oder [[Fertigungstiefe]]. Der [[Einkauf]] bestimmter – zum Beispiel selten benötigter – Dinge bei spezialisierten Lieferanten kann die [[Wettbewerbsfähigkeit]] des Unternehmens stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sind auch [[Economies of Scope]] (Verbundvorteile) möglich, wenn man sich gegen eine &amp;#039;&amp;#039;lean production&amp;#039;&amp;#039; entscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriterien für eine systematische Make-or-buy-Entscheidung sind neben [[Transaktionskosten]] die Zuverlässigkeit der Belieferung und auch die mögliche (unerwünschte) Abhängigkeit von Lieferanten. Im Zuge der Reduzierung der Fertigungstiefe können ganze Werksteile oder ganze [[Fabrik|Werke]] geschlossen werden bzw. an Zulieferer verkauft werden, z.&amp;amp;nbsp;B. die Gießerei eines Automobilunternehmens, wenn die Verantwortlichen sich dafür entschieden haben, die Gussteile einzukaufen. Eine Alternative dazu ist es, dass diese nicht mehr nur werksintern arbeiten, sondern ihre Dienste und Leistungen auch extern anbieten bzw. vermarkten. Ein bekanntes Beispiel ist das des Porsche-Entwicklungszentrums in [[Weissach]]: Es arbeitet seit langem auch für andere Automobilhersteller (siehe auch [[Coopetition]], die Dualität von Konkurrenz und Kooperation auf Märkten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine intensivierte [[Kostenrechnung]] ([[Controlling]])  bzw. die Schaffung von [[Profit-Center]]n haben in vielen Unternehmen die Transparenz erhöht und das Bewusstsein für Kosten, Nutzen, Mengen und [[Auslastungsgrad]]e in Unternehmen geschärft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Untersuchungen zum Thema Eigenfertigung oder Fremdbezug sind vielfältig. Stammen sie ursprünglich aus dem Bereich vertikalen Integration von [[Lieferkettenmanagement|Lieferketten]] in unternehmerische Planungen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aric Rindfleisch, Jan B. Heide |Titel=Transaction Cost Analysis: Past, Present, and Future Applications |Sammelwerk=Journal of Marketing |Band=61 |Nummer=4 |Datum=1997 |ISSN=0022-2429 |Seiten=30–54 |DOI=10.2307/1252085}}&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich heute Anwendungen der zugrundeliegenden Theorie und Analyse in Bereichen wie [[Agrarwissenschaften|Agronomie]] und [[Agrarökonomie]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Scott E. Masten |Titel=Transaction-cost economics and the organization of agricultural transactions |Sammelwerk=Advances in Applied Microeconomics |Band=9 |Verlag=Emerald (MCB UP ) |Ort=Bingley |Datum=2000 |ISBN=0-7623-0687-4 |Seiten=173–195 |DOI=10.1016/s0278-0984(00)09050-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschung und Entwicklung sowie [[Humankapital|human capital]], der Analyse sogenannter hybrider Steuerungsmodi (also weder Eigenfertigung noch Fremdbeschaffung) wie Franchising,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter G. Klein |Hrsg=Claude Ménard, Mary M. Shirley |Titel=The Make-or-Buy Decision : Lessons from Empirical Studies |Sammelwerk=Handbook of New Institutional Economics |Band= |Nummer= |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2004 |ISBN=3-540-77660-5 |Seiten=435-464}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Untersuchungen zur Effizienz von [[Agrarumweltmaßnahmen]], [[Naturschutz|Natur-]] und [[Artenschutz|Artenschutzprogrammen.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Schöttker, Karin Johst, Martin Drechsler, Frank Wätzold |Titel=Land for biodiversity conservation — To buy or borrow? |Sammelwerk=Ecological Economics |Band=129 |Nummer= |Ort= |Datum=2016 |ISBN= |Seiten=94–103 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0921800915303852 |Abruf=2019-06-25 |DOI=10.1016/j.ecolecon.2016.06.011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Schöttker, Frank Wätzold |Titel=Buy or lease land? Cost-effective conservation of an oligotrophic lake in a Natura 2000 area |Sammelwerk=Biodiversity and Conservation |Band=27 |Nummer=6 |Ort= |Datum=2018 |ISBN= |ISSN=0960-3115 |Seiten=1327–1345 |Online=https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10531-017-1496-4 |Abruf=2019-06-25 |DOI=10.1007/s10531-017-1496-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stromerzeugung ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Kraftwerkseinsatzoptimierung}}&lt;br /&gt;
Im [[Stromhandel]] sichern Kraftwerke ihre voraussichtliche Stromerzeugung auf den [[Terminmarkt|Terminmärkten]] ab. Ob das Kraftwerk tatsächlich fährt, entscheidet sich jedoch erst kurzfristig am [[Spotmarkt]]. Das liegt daran, dass ein Kraftwerk jeden Tag für den Folgetag eine Make-or-Buy-Entscheidung trifft. Hat das Kraftwerk seinen erzeugten Strom bereits zu auskömmlichem Preis am Terminmarkt verkauft, für den Folgetag ergibt sich aber ein Preis unter Erzeugungskosten, dann ist es für das Kraftwerk sinnvoll, den Strom nicht zu produzieren und stattdessen am Spotmarkt (zurück) zu kaufen. Hat es auf Basis der Terminpreise ursprünglich entschieden zu stehen und nichts verkauft, wird es trotzdem spontan entscheiden zu fahren und Geld zu verdienen, wenn es sich auf Basis der Spotpreise lohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/BK08/BK8_05_EOG/59_BesonderhUENB/591_SystemDL/BK8-22-001-A%20Auftakt%20Workshop/Abschlussbericht_IAEW.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 |titel=ANALYSE VON REDISPATCH-OPPORTUNITÄTSKOSTEN THERMISCHER KRAFTWERKE |seiten=28 |sprache=de |abruf=2022-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Auftragsfertigung]]&lt;br /&gt;
* [[Auftragshersteller]]&lt;br /&gt;
* [[Verlängerte Werkbank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|&amp;quot;make or buy&amp;quot;|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Y. Benslimane, M. Plaisent, P. Bernard: &amp;#039;&amp;#039;Investigating Search Costs and Coordination Costs in Electronic Markets: A Transaction Cost Economics Perspective.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Electronic Markets.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 15, No. 3, 2005, S. 213–224.&lt;br /&gt;
* A. Brem: &amp;#039;&amp;#039;Make-or-Buy-Entscheidungen im strategischen Technologiemanagement – Kriterien, Modelle und Entscheidungsfindung.&amp;#039;&amp;#039; Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-1827-0.&lt;br /&gt;
* C. Jäger, C. Wolke: &amp;#039;&amp;#039;Make-or-Buy Decisions - A Transaction Cost Theoretical Approach to the Assessment of Outsourcing Activities.&amp;#039;&amp;#039; September 2008, ISBN 978-3-8370-6459-9.&lt;br /&gt;
* M. Jentsch: &amp;#039;&amp;#039;Eigenfertigung oder Fremdbezug?: Herangehensweise an die Make-or-Buy-Fragestellung in der Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 2010, ISBN 978-3-639-29865-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4208467-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
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