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	<title>Eierstock - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:12:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eierstock&amp;diff=43479&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hekate.metis: + weiterer Abflussweg der V. ovarica</title>
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		<updated>2026-02-16T21:37:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ weiterer Abflussweg der V. ovarica&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der paarig angelegte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eierstock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;in der medizinischen Fachsprache auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ovar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Ovarium}}; Plural &amp;#039;&amp;#039;Ovarien&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet&amp;amp;nbsp;– ist ein weibliches [[Geschlechtsorgan]]. Als [[Gonade]] (Keimdrüse, Fortpflanzungsdrüse) entspricht er dem [[Hoden]] männlicher Individuen und ist der Produktionsort der [[Eizelle]]n bzw. Eier, die zyklisch freigesetzt werden ([[Sexualzyklus|Ovarialzyklus]]). Darüber hinaus werden im Eierstock weibliche [[Hormon|Geschlechtshormone]] ([[Estrogene|Östrogene]] und [[Progesteron]]) produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Lois Jovanovic, Genell J. Subak-Sharpe: &amp;#039;&amp;#039;Hormone. Das medizinische Handbuch für Frauen&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Amerikanischen von Margaret Auer, Kabel, Hamburg 1989, ISBN 3-8225-0100-X, S. 88 ff., 139 ff., 185 ff., 257 ff., 265 ff. und insbesondere S. 383 (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Hormones. The Woman’s Answerbook.&amp;#039;&amp;#039; Atheneum, New York 198).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eierstöcke sind von Geburt an angelegt und zählen somit zu den [[Geschlechtsmerkmal|primären Geschlechtsmerkmalen]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheme female reproductive system-de.svg|mini|Schematische Darstellung der inneren weiblichen Geschlechtsorgane mit [[Gebärmutter]] (&amp;#039;&amp;#039;Uterus&amp;#039;&amp;#039;), [[Gebärmutterhals]] (&amp;#039;&amp;#039;Zervix&amp;#039;&amp;#039;), Eileitern, Eierstöcken (Ovar) und [[Vagina des Menschen|Vagina]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Säugetiere ==&lt;br /&gt;
=== Größe ===&lt;br /&gt;
Die Eierstöcke sind bei den meisten Säugetieren eiförmig. Der Eierstock der Frau ist 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1 cm groß und hat eine Masse von 6 bis 8&amp;amp;nbsp;g.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot;&amp;gt;Herbert Lippert: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie kompakt&amp;#039;&amp;#039;. Springer Berlin Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-95726-0, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer mittelgroßen Hündin ist der Eierstock etwa 2 cm lang und 1,5 cm dick. Bei einer weiblichen Hauskatze ist er 8 bis 9 mm lang. Bei der Kuh sind die Eierstöcke ca. 3 cm breit und 2 cm dick und wiegen 15 bis 19 g. Bei der Stute sind die Eierstöcke 5–8 × 2–4 cm groß und wiegen jeweils 50–80 g. Bei einer Zuchtsau wiegen die Eierstöcke jeweils etwa 8–14 g und sind etwa 5 cm lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel&amp;quot;&amp;gt;Richard Nickel: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Eingeweide&amp;#039;&amp;#039;. Paul Parey 2004, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorgaenge im eierstock.png|mini|Vorgänge im Eierstock während der Eizellenreifung]]&lt;br /&gt;
Am Eierstock werden unterschieden: zwei Seitenflächen (&amp;#039;&amp;#039;Facies medialis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;lateralis&amp;#039;&amp;#039;), ein freier (&amp;#039;&amp;#039;Margo liber&amp;#039;&amp;#039;) und ein [[Gekröse]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;rand&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Margo mesovaricus&amp;#039;&amp;#039;) sowie ein oberer (&amp;#039;&amp;#039;Extremitas tubaria&amp;#039;&amp;#039;, bei vierfüßigen Säugetieren nach vorn gerichtet) und ein unterer Pol (&amp;#039;&amp;#039;Extremitas uterina&amp;#039;&amp;#039;, bei vierfüßigen Säugetieren nach hinten gerichtet).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ovar wird von einem [[Epithel#Einfache Epithelien|einschichtigen isoprismatischen Epithel]] (&amp;#039;&amp;#039;Müller-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Keimdrüsenepithel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Epithelium superficiale&amp;#039;&amp;#039;) überzogen. Es ist eine modifizierte [[Tunica serosa]], die direkt in die darunter liegende weiße Bindegewebskapsel ([[Tunica albuginea]]) übergeht. Das Gewebe des Eierstocks besteht aus der äußeren Rinde und dem innen liegenden Mark. Bei [[Pferde]]n sind die Verhältnisse umgekehrt, die Rinde ist zentral gelegen und erreicht nur im Bereich einer Einziehung, der Ovulationsgrube, die Oberfläche des Organs.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald J. Riegel et al.: &amp;#039;&amp;#039;Bild-Text-Atlas zur Anatomie und Klinik des Pferdes&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Schlütersche, 2002, ISBN 978-3-89993-073-3, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eierstockrinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cortex ovarii&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zona parenchymatosa&amp;#039;&amp;#039;) enthält die in [[Ovarialfollikel|Follikeln]] liegenden [[Eizelle]]n, die von [[Bindegewebe#Spinozelluläres Bindegewebe|spinozellulärem Bindegewebe]] – einem speziellen Bindegewebe, das nur im Ovar vorkommt – umgeben sind. Während man jahrzehntelang davon ausging, dass Frauen nur mit einer bestimmten Anzahl Eizellen geboren würden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/277924.html |text=Keine Neubildung von Eizellen. |wayback=20130622180645}} wissenschaft.de; Studie kann im Jahr 2004 aufgestellte Theorie, dass Frauen im Lauf ihres Erwachsenenlebens neue Eizellen bilden können, nicht bestätigen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dass sie nach deren Verbrauch [[unfruchtbar]] sein würden, wiesen amerikanische Forscher Anfang 2012 nach, dass sich Eizellen produzierende [[Stammzelle]]n in weiblichen Eierstöcken befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marieke Degen]]: [https://www.deutschlandfunk.de/das-ende-eines-dogmas.676.de.html?dram:article_id=29204 &amp;#039;&amp;#039;Das Ende eines Dogmas – US-Forscher finden Stammzellen im Eierstock.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;dradio.de, [[Deutschlandfunk]], [[Forschung aktuell]],&amp;#039;&amp;#039; 29. Februar 2012 (2. März 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eierstockmark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Medulla ovarii&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zona vasculosa&amp;#039;&amp;#039;, besteht aus Bindegewebe und enthält die [[Blutgefäß]]e und [[Lymphgefäß]]e sowie [[Nerv]]enfasern des &amp;#039;&amp;#039;Plexus ovaricus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt; Im Eierstockmark lassen sich bei vermutlich allen Säugetierweibchen einschließlich des Menschen Reste der primären Keimstränge nachweisen. Dieses Netz aus feinen Kanälchen wird [[Rete ovarii]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Gille: &amp;#039;&amp;#039;Weibliche Geschlechtsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz-Viktor Salomon]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Enke, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 379–389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Die Eierstöcke der [[Frau]] liegen im „kleinen [[Becken (Anatomie)|Becken]]“ etwas unterhalb der Teilungsstelle der [[Arteria iliaca communis]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gabriela Aust, Jürgen Engele, Joachim Kirsch, Artur Mayerhofer, Siegfried Mense, Jürgen Salvetter, Erik Schulte, Christian Schultz, Gunther Wennemuth, Werner Wolff, Laurenz J. Wurzinger, Hans-Gerhard Zilch |Titel=Duale Reihe Anatomie |Auflage=6., vollständig überarbeitete Auflage |Verlag=Georg Thieme Verlag KG |Ort=Stuttgart |Datum=2025 |Reihe=Duale Reihe |ISBN=978-3-13-245257-2 |Seiten=783f |Abruf=2026-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie liegen dabei [[intraperitoneal]] in der Eierstockgrube (&amp;#039;&amp;#039;Fossa ovarica&amp;#039;&amp;#039;). In der gynäkologischen Untersuchung lassen sie sich mit zwei Fingern (einer durch die Scheide, der zweite durch die Bauchwand) ertasten. Benachbart sind:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* lateral (seitlich): [[Nervus obturatorius]] (bei Zysten oder Eierstockentzündungen treten dadurch häufig Schmerzen am Oberschenkel auf) und [[Musculus obturatorius internus]]&lt;br /&gt;
* dorsal (rückenwärts): [[Harnleiter]] und Arteria iliaca communis&lt;br /&gt;
* kranioventral (kopf-bauchseitig): [[Eileiter]] und Arteria iliaca communis&lt;br /&gt;
* medial: intraperitoneale Organe wie [[Jejunum]], [[Ileum]], [[Wurmfortsatz]] (&amp;#039;&amp;#039;Appendix vermiformis&amp;#039;&amp;#039;zum rechten Eierstock), [[Colon sigmoideum]], bei starker Füllung auch die [[Harnblase]], bei Schwangeren die [[Gebärmutter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der embryonalen Anlage liegen die Eierstöcke der meisten [[Quadrupedie|Quadrupeden]] (Vierfüßer) hinter der jeweiligen Niere. Bei den [[Paarhufer]]n kommt es, dem [[Hodenabstieg]] vergleichbar, zu einem Eierstockabstieg (&amp;#039;&amp;#039;Descensus ovarii&amp;#039;&amp;#039;). Bei ihnen liegen die Eierstöcke weiter hinten (kaudal) und bauchwärts (ventral) vor dem Eingang in das [[Becken (Anatomie)|Becken]]. Bei Großtieren lassen sich die Eierstöcke rektal (man geht mit dem Arm über den [[Anus|After]] vor) ertasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nickel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befestigung des Eierstocks ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ovarschaf.jpg|mini|Eierstock eines Schafes&amp;lt;br /&amp;gt;1 Eierstock, 2 Tertiärfollikel, 3 &amp;#039;&amp;#039;Ligamentum ovarii proprium&amp;#039;&amp;#039;, 4 Eileiter, 5 &amp;#039;&amp;#039;Arteria&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vena ovarica&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Mesovarium&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Eierstöcke werden durch drei Bänder, die aus [[Tunica serosa|Serosa]] bestehen, befestigt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mesovarium&amp;#039;&amp;#039; (Eierstock[[gekröse]]), Teil des [[Ligamentum latum uteri]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ligamentum suspensorium ovarii&amp;#039;&amp;#039; (oberes/vorderes [[Keimdrüsenband]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ligamentum ovarii proprium]]&amp;#039;&amp;#039; (Eierstockeigenband, zieht zur Gebärmutter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mesovarium, [[Mesosalpinx]] und &amp;#039;&amp;#039;Ligamentum ovarii proprium&amp;#039;&amp;#039; bilden bei vielen Säugetieren die Eierstocktasche (&amp;#039;&amp;#039;Bursa ovarica&amp;#039;&amp;#039;). Dieser abgegrenzte Bauchfellraum umgibt den Eierstock teilweise wie beim Pferd oder ganz. Die Öffnung der Bursa ovarica ist entweder groß (Rind) oder ein kleiner Schlitz (&amp;#039;&amp;#039;Foramen bursae ovaricae&amp;#039;&amp;#039; bei Hund und Nagetieren). Man nimmt an, dass die Eierstocktasche verhindert, dass Eizellen in die [[Peritonealraum|Peritonealhöhle]] gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marina Hosotani et al.: &amp;#039;&amp;#039;Anatomy and histology of the foramen of ovarian bursa opening to the peritoneal cavity and its changes in autoimmune disease‐prone mice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Anatomy.&amp;#039;&amp;#039; 2020, Band 238, Nummer 1, S.&amp;amp;nbsp;73–85{{DOI|10.1111/joa.13299}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versorgung des Eierstocks ===&lt;br /&gt;
Die Blutversorgung erfolgt über die direkt aus der [[Aorta]] entspringende [[Arteria ovarica]], bei der Frau auch über den Eierstockast (&amp;#039;&amp;#039;Ramus ovaricus&amp;#039;&amp;#039;) der [[Arteria uterina]]. Das venöse Blut fließt über die &amp;#039;&amp;#039;Vena ovarica&amp;#039;&amp;#039; ab - links in die [[Vena renalis]] und rechts in die [[Vena cava inferior|Vena cava inferior (Untere Hohlvene)]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Ein Nebenabfluss existiert über die Venengeflechte (&amp;#039;&amp;#039;Plexus venosi&amp;#039;&amp;#039;) der Nachbarorgane.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nervenversorgung erfolgt über Fasern des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]]. Sie bilden an der Arteria ovarica ein Nervengeflecht, den &amp;#039;&amp;#039;Plexus ovaricus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lymphabfluss erfolgt primär zu den [[Lendenlymphknoten]] (&amp;#039;&amp;#039;Nodi lymphatici lumbales&amp;#039;&amp;#039;), Nebenwege gibt es zu den Lymphknoten der Beckenwand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefäße und Nerven verlaufen im Mesovarium und treten über die Gefäßpforte (&amp;#039;&amp;#039;Hilus ovarii&amp;#039;&amp;#039;) in das Organ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Kiechle: &amp;#039;&amp;#039;Gynäkologie und Geburtshilfe&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier, Urban&amp;amp;Fischer Verlag, 2007&lt;br /&gt;
ISBN 978-3-43-742406-9, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erkrankungen und Funktionsstörungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brenner Tumor of Ovary.jpg|mini|Brenner-Tumor]]&lt;br /&gt;
Eine Entzündung des Eierstocks wird als [[Oopheritis]] bezeichnet. Sie tritt zumeist in Kombination mit Entzündungen des Eileiters auf und wird dann als [[Adnexitis]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Kern: &amp;#039;&amp;#039;Gynäkologie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme-Verlag, New York 1985, ISBN 3-13-460604-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Verstopfung der abführenden Blutgefäße führt zu einer [[Ovarialvenenthrombose]], die vor allem in der [[Wochenbett|Nachgeburtsperiode]] auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Baltzer: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Gynäkologie und Geburtshilfe&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-13-129151-6, S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eierstock kann Sitz verschiedener Tumoren sein. [[Ovarialtumor|Eierstocktumoren]] machen etwa 15 % aller Tumoren der Frau aus, etwa ein Viertel davon sind bösartig. Das [[Ovarialkarzinom]] und der Klarzelltumor sind bösartige Tumoren. Das [[Kystadenom]], das Oberflächenpapillom, die [[Struma ovarii]], das [[Kystadenofibrom]], der [[Adenomatoidtumor]] und der [[Brenner-Tumor]] sind gutartige Tumoren der Eierstöcke. [[Fibrom]]e des Eierstocks können mit Bauchwassersucht einhergehen ([[Meigs-Syndrom]]). Das [[Zystom]] ist ein Drüsengeschwulst, bei der sich ein Sekrethohlraum bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Guenter Strauss et al.: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Gynäkologie für Studium, Klinik und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter 2011, ISBN 978-3-11-084488-7, S. 347–350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Unterfunktion der Keimdrüsen wird als [[Hypogonadismus]] bezeichnet. Funktionsstörungen des Eierstocks sind [[Ovarialinsuffizienz]], [[Ovarialzyste]]n und das [[Polyzystisches Ovarialsyndrom|polyzystische Ovarialsyndrom]]. In der [[Menopause]] kommt der Ovarialzyklus zum Erliegen. 1896 wendeten [[Richard Werth]] und [[Leopold Landau (Mediziner)|Leopold Landau]] Eierstockpräparate bei Ausfallserscheinungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gleichzeitige Auftreten von Hodengewebe im Eierstock bezeichnet man als [[Ovotestis]]. Die fehlende Anlage während der Embryonalentwicklung nennt man [[Gonadendysgenesie]] oder [[Agonadismus]]. Die [[Dermoidzyste]] ist eine embryonale Fehlentwicklung, bei der ein mit Oberhautgewebe ausgekleideter Hohlraum entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eierstock bei Vögeln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Situs-oviduct.jpg|mini|hochkant=0.5|Eierstock mit Dotterkugeln (1) und Ovidukt (2) eines Haushuhns]]&lt;br /&gt;
Bei [[Vögel]]n ist zumeist nur der linke Eierstock ausgebildet. Bei wenigen Arten sollen auch Anteile des rechten Eierstocks erhalten bleiben. Der rechtsseitige Eileiter ([[Oviductus]]) wird zwar auch beim [[Embryo]] angelegt, bildet sich aber ausnahmslos bis zum [[Schlüpfen]] wieder zurück. Die Eierstöcke liegen bei Vögeln &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; den [[Niere]]n. Im Gegensatz zum kompakten Organaufbau der Säugetiere erscheint der Eierstock der Vögel traubenförmig. Er besteht aus vielen Dotterkugeln, die dem späteren [[Hühnerei|Eigelb]] entsprechen und mit kurzen Stielen aufgehängt sind. In der Legezeit wachsen ständig gelbe Dotterkugeln heran, so dass der Eierstock eine beträchtliche Größe erreichen kann. Bei einer Legehenne erreicht der Eierstock eine Masse von 60&amp;amp;nbsp;g und besteht aus 4 bis 6 großen Dotterkugeln und bis zu 1600 kleinen Follikeln. In der Legepause sind die Dotterkugeln sehr klein und gräulich.&amp;lt;ref&amp;gt;Salomon, Geyer, Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Enke, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-13-242675-7, S. 808–809.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eierstöcke bei anderen Arten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere vielzellige Tierarten besitzen zumeist Eierstöcke oder eierstockartige Gonaden, dies gilt sowohl für Arten mit getrennten Geschlechtern als auch für zwittrige Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit sind [[Schleimaale]]: Bei ihnen sind Eierstöcke und Hoden nicht ausdifferenziert, beide Arten von [[Gamet|Keimzellen]] (Eizellen und [[Spermium|Spermien]]) werden folglich in einer einzigen Gonade produziert. Trotzdem ist [[Selbstbefruchtung]] ausgeschlossen, da die Produktion zeitversetzt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den kompliziertesten Eierstöcken gehören die der [[Plattwürmer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rema2004&amp;quot;&amp;gt;[[Adolf Remane]], [[Volker Storch]], [[Ulrich Welsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Systematische Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; 6., bearbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg / Berlin 2004, ISBN 3-8274-1112-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Plattwürmer besitzen zwei Arten von Ovarien:&lt;br /&gt;
* Keimstöcke (auch Germarien, Ez. Germarium): Die eigentlichen Eierstöcke, in denen die befruchtungsfähigen Eizellen gebildet werden.&lt;br /&gt;
* Dotterstöcke: Hier werden die sogenannten Dotterzellen gebildet, welche später den Embryo mit Nahrung versorgen.&lt;br /&gt;
Keim- und Dotterstöcke können, je nach Art, in großer Anzahl über das gesamte Bindegewebe verstreut liegen. Eizellen und Dotterzellen werden zu Eiern zusammengefügt. Liegen Keim- und Dotterstöcke räumlich auseinander, so sind sie über entsprechende Verbindungen ([[Eileiter]] bzw. Dottergänge) mit einem Raum verbunden, dem Ootyp. Dort findet dann die Vereinigung statt, bevor die Eier in die Gebärmutter wandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männliche [[Kröten]] besitzen rudimentäre Eierstöcke, die [[Biddersches Organ|Bidderschen Organe]], die sich nach Entfernen der Hoden in funktionsfähige Eierstöcke umwandeln können.&amp;lt;ref&amp;gt;F.D. Brown et al.: &amp;#039;&amp;#039;Bidder’s organ in the toad Bufo marinus: effects of orchidectomy on the morphology and expression of lamina-associated polypeptide&amp;amp;nbsp;2.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dev Growth Differ.&amp;#039;&amp;#039;, 2002 Dec, 44(6), S. 527–535. PMID 12492511&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Pflanzen, Pilzen und Algen heißen die entsprechenden Organe [[Archegonien]] bzw. [[Oogonien]], bei Samenpflanzen auch [[Nucellus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Gille: &amp;#039;&amp;#039;Weibliche Geschlechtsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 379–389.&lt;br /&gt;
* Renate Lüllmann-Rauch: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlehrbuch Histologe&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Stuttgart · New York, 5. Auflage, 2015, ISBN 978-3-13-129245-2, S. 538–555&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ovary|Eierstock}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliches Geschlechtsorgan]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Hekate.metis</name></author>
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