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	<title>Eichenmistel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eichenmistel&amp;diff=342844&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Inhaltsstoffe und Verwendung */</title>
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		<updated>2026-04-12T11:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhaltsstoffe und Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Eichenmistel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Loranthus europaeus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin|Jacq.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Loranthus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Riemenblumengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Loranthaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Sandelholzartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Santalales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Illustration Loranthus europaeus0.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Eichenmistel (&amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eichenmistel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichenmistel&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leimmistel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riemenmistel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riemenblume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] innerhalb der Familie der [[Riemenblumengewächse]] (Loranthaceae). Sie ist von [[Europa]] bis [[Westasien]] verbreitet. Als [[Halbschmarotzer]] [[Parasit|parasitiert]] sie, wie die im Gebiet bekanntere [[Weißbeerige Mistel]] (&amp;#039;&amp;#039;Viscum album&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;album&amp;#039;&amp;#039;), auf den Ästen von Laubbäumen. Im Unterschied zu dieser allerdings meist auf [[Eiche]]narten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Eichenmistel ist eine [[Laubrhythmus|sommergrüne]] Halbschmarotzer-Pflanze. Einen Teil der benötigten Nährstoffe, insbesondere Wasser und Salze, bezieht sie von den Wirtspflanzen, in deren Leitungsgewebe sie mit ihren [[Haustorien]] (Saugorgane) eindringt. Aufgrund des [[Chlorophyll]]gehalts der [[Laubblätter]] ist sie zur [[Photosynthese]] in der Lage und kann so den Bedarf an Kohlehydraten selber decken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot;&amp;gt;Denes Bartha: [https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/9783527678518.ehg2007005 &amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Holzgewächse: Handbuch und Atlas der Dendrologie.&amp;#039;&amp;#039;] Wiley‐VCH Verlag, Weinheim 2014, ISBN 978-3-527-67851-8, [[doi:10.1002/9783527678518]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eichenmistel wächst als ausgebreiteter, reichlich gabelig-verzweigter [[Nanophanerophyt]], der 0,30 bis 1 Meter Höhe erreicht. Wurzeln werden keine ausgebildet, vielmehr sitzt die Art ihren Wirtspflanzen basal plattenförmig auf und senkt von dort ihre Haustorien über das Holzgewebe in die Leitungsbahnen der Wirtspflanze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;biol&amp;quot;&amp;gt;{{BiolFlor|1885}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese verbreitern sich im [[Kambium]] und jüngsten [[Xylem]], nicht jedoch im [[Phloem]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lex321&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Äste sind im Gegensatz zu denen der [[Misteln|Mistel]] braun berindet, die zerbrechlichen Zweige braun oder schwarzgrau. Die Triebe verholzen sehr stark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lex321&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Schütt (Forstwissenschaftler)|Peter Schütt]], Hans Joachim Schuck, Bernd Stimm |Titel=Lexikon der Baum- und Straucharten |Verlag=Nikol |Ort=Hamburg |Datum=2002 |ISBN=3-933203-53-8 |Seiten=278}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot;&amp;gt;Roland Aprent: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur aktuellen Verbreitung von Loranthus europaeus in der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Joannea Botanik.&amp;#039;&amp;#039; 14, 2017, S.&amp;amp;nbsp;5–24 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/JoanBot_14_0005-0024.pdf|KBytes=16900}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Loranthus europaeus (Riemenmistel) IMG 2335.jpg|mini|Blattansicht]]&lt;br /&gt;
Die kurz gestielten, dunkelgrünen und einfachen Laubblätter sind [[Blattstellung|gegenständig]] angeordnet. Sie entwickeln eine Länge von 2–5 Zentimetern und eine Breite von 1–2,5 Zentimetern. Die [[Nervatur]] ist undeutlich gefiedert. Sie sind eiförmig bis verkehrt-eiförmig und von ledriger Beschaffenheit. Sie fühlen sich demnach derb an und besitzen eine verdickte Oberhaut. Der [[Blattgrund]] ist keilförmig bis spitz und die Spitze ist abgerundet bis rundspitzig. Der [[Blattform#Spreitenrand|Blattrand]] ist ganzrandig. [[Nebenblätter]] sind nicht vorhanden. Anders als bei der immergrünen [[Weißbeerige Mistel|Weißbeerigen Mistel]] erfolgt ein Blattabwurf im Herbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot;&amp;gt;[[Ruprecht Düll]], Irene Düll: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Mittelmeerflora.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 978-3-494-01426-5, S.&amp;amp;nbsp;200&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;floraw&amp;quot;&amp;gt;{{FloraWeb|3503}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;roth21&amp;quot;&amp;gt;Eckehart J. Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband.&amp;#039;&amp;#039; 21. Auflage, Springer, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-49707-4, S.&amp;amp;nbsp;554, 887.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Herbstfärbung]] der Laubblätter unterbleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Pecher: [https://www.naturgarten.org/fileadmin/Daten%20alte%20Website/dokumente/publikationen/pflanzen/2009_02_Mistel_und_Europaeische_Riemenblume_Thomas.Pecher.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mistel und Europäische Riemenblume. Ansiedlung halbschmarotzender Wildgehölze im Naturgarten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Natur &amp;amp; Garten&amp;#039;&amp;#039;, April 2009, S.&amp;amp;nbsp;51–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Loranthus europaeus (Riemenmistel) IMG 9783.jpg|mini|Blüten einer männlichen Pflanze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Loranthus europaeus sl7.jpg|mini|Eine aufgeschnittene Beere: Erkennbar ist die stark klebrige Substanz, in die ein Same eingebettet ist.]]&lt;br /&gt;
Die Eichenmistel ist zweihäusig getrenntgeschlechtig ([[diözisch]]), dies heißt, dass an einer Pflanze entweder nur weibliche oder männliche Blüten gebildet werden. Mitunter werden bei der Eichenmistel auch zwittrige Blüten entwickelt, diese sind jedoch gewöhnlich funktionell männlich. Dies rührt daher, dass nach der Pollenentleerung die Blüten schnell verwelken, so dass kaum Fruchtansatz entsteht. Bei der Eichenmistel überwiegen die männlichen Individuen im Verhältnis 2:1.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen Blüten sind in endständigen Blütenständen angeordnet – die männlichen, sehr kurzlebigen Blüten in lockeren [[Traube]]n, die weiblichen zu acht bis zehn in lockeren [[Ähre]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ForstTUM&amp;quot; /&amp;gt; Die Blüten beider Geschlechter sind [[radiärsymmetrisch]] mit jeweils reduzierten Organen des anderen Geschlechts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edith Rebecca Saunders]]: &amp;#039;&amp;#039;Floral Morphology.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band, Chemical Publishing Company, 1940, S. 344.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da keine Differenzierung in Kelch und Krone erfolgt, besitzen die Blüten nur eine einfache [[Blütenhülle]]. Allerdings wölbt sich unterhalb des [[Perigon]]s um die Basis ein oft ungeteilter, schwach gekerbter Rand hervor (Calyculus), der von Autoren unterschiedlich gedeutet wird. So wird er beispielsweise als Kelch, reduzierter Kelch, Auswuchs der Achse oder aus einem [[Vorblatt]] entstanden, interpretiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruozhu&amp;quot;&amp;gt;Ruozhu Lin, Bei Cui, Wenxia Zhao: &amp;#039;&amp;#039;The Origin and Identity of the Calyculus in Loranthaceae: Inferred From the Floral Organogenesis of Loranthus tanakae Franch. &amp;amp; Sav.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Phyton.&amp;#039;&amp;#039; Band 88, Nr. 3, 2019, S.&amp;amp;nbsp;285–293, [[doi:10.32604/phyton.2019.07182]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019, die unter Verwendung von [[Laserscanningmikroskop|Laserscanning]]- und [[Rasterelektronenmikroskop]]en durchgeführt wurde, unterstützt die Hypothese, dass der Calyculus von Trag- oder Vorblättern abgeleitet ist und daher nicht als Kelch zu interpretieren ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruozhu&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unscheinbar gelbgrüne, leicht fleischige Perigon kann vier-, selten fünf- oder meist sechszählig ausgeprägt sein. Es ist analog zur Anzahl der Perigonblätter in Zipfel unterteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt; Die innen glatten Perigonblätter stehen in zwei Kreisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruozhu&amp;quot; /&amp;gt; und können eine Länge von 2 bis 4 Millimetern entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Hofmeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Beiträge zur Kenntniss der Embryobildung der Phanerogamen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, Hirzel, 1859, S. 539–542, Taf. I–IV, [https://www.biodiversitylibrary.org/item/238017#page/19/mode/1up online] auf biodiversitylibrary.org.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perigonblätter der männlichen Blüten sind durchschnittlich etwa 1 Millimeter länger als die der weiblichen Blüten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt; Die Anzahl der [[Staubblatt|Staubblätter]] entspricht der Zahl der Perigonblätter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt; Die Staubfäden sind zu etwa zwei Dritteln ihrer Länge mit den Perigonblättern verwachsen. Sie weisen unterhalb der Staubbeutel keine Verschmälerung auf. Ihre Länge entspricht in etwa derjenigen der Perigonblätter. Die ovalen und unbeweglichen [[Staubbeutel]] sind elfenbeinfarben und besitzen zwei Theken. Diese öffnen sich über Längsspalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt; Bei den weiblichen Blüten liegen die Staubblätter in Form von [[Staminodien]] vor. Der unterständige, einfächrige [[Fruchtknoten]] ist vollständig verwachsen. Er geht in einen einfachen, geraden [[Griffel (Botanik)|Griffel]] mit kopfiger [[Narbe (Botanik)|Narbe]] über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Samenanlage]]n sind nicht ausdifferenziert, was als typische Degenerationserscheinung bei Parasitismus gilt. Gemäß entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen ist die Samenanlage auf eine nackte [[Samenknospe]] reduziert. Andere Autoren gehen eher davon aus, dass die Reduktion weiter fortgeschritten ist und sich die [[Embryosack|Embryosäcke]] direkt in der [[Plazenta (Botanik)|Plazenta]] entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayr&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zobodat.at/pdf/SBAWW_137_0345-0362.pdf Soror Imelda Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Über die Keimung und erste Entwicklung der Riemenmistel (Loranthus europaeus Jacq.).&amp;#039;&amp;#039;] Botanisches Institut der Universität Innsbruck, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Blüten beider Geschlechter weisen am Blütengrund Nektarien auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Phänologie|Blütezeit]] erstreckt sich je nach Region von April bis Juni.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;roth21&amp;quot; /&amp;gt; Sie beginnt nach dem [[Laubaustrieb]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Früchte werden bei den weiblichen Exemplaren 6 bis 10 Millimeter dicke, glatte, goldgelbe sowie einsamige [[Beere]]n von ellipsoider Form gebildet. Da die [[Blütenachse]] an ihrer Bildung beteiligt ist, werden sie auch als [[Scheinfrucht|Scheinfrüchte]] oder Scheinbeeren bezeichnet. Sie sind gegenständig im hängenden Fruchtstand angeordnet. Das Fruchtfleisch ist stark klebrig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt; Als [[Wintersteher]] verbleiben sie in der kalten Jahreszeit an den Zweigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu den Misteln der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Viscum&amp;#039;&amp;#039; fruchtet die Eichenmistel im Herbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ForstTUM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 18.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Art &amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039; wurde 1762 von [[Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin]] in dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Enumeratio stirpium plerarumque, quae sponte crescunt in agro Vindobonensi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ipni.org/n/549404-1 Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039;] bei [[IPNI]]&amp;lt;/ref&amp;gt; wissenschaftlich [[Erstbeschreibung|erstbeschrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lorantus europaeus&amp;#039;&amp;#039; ist, durch Beschluss des [[Internationaler Botanischer Kongress|Internationalen Botanischen Kongresses]], [[Typusart]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; Jacq.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://naturalhistory2.si.edu/botany/codes-proposals/display_new.cfm Appendix III. Conserved, protected and rejected names of genera and subdivisions of genera. E. Spermatophytes, E2 Angiosperms. &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; Jacq., Enum. Stirp. Vindob.: 55, 230. Mai 1762. Typus: L. europaeus Jacq.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorgeschichte dazu ist kompliziert: [[Carl von Linné]] hatte die Gattung ursprünglich für die amerikanische &amp;#039;&amp;#039;Loranthus americanus&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;Psittacanthus americanus&amp;#039;&amp;#039;) aufgestellt, da ihm die europäische Riemenblume zunächst unbekannt war, er erwähnt sie zuerst 1763 in einem Anhang der zweiten Auflage von [[Species Plantarum]]. Dies hätte zur Folge, dass aufgrund der Prioritätsregel der Gattungsname anders verwendet werden müsste, als es sich in der botanischen Literatur eingebürgert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Simone Balle, J. E. Dandy, J. S. L. Gilmour, R. E. Holttum, W. T. Stearn, D. Thoday (1960): Loranthus. Taxon, 9 (7): 208-210. {{JSTOR|1216271}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Tat wurde sie deshalb 1929 durch [[Benedictus Hubertus Danser]], als &amp;#039;&amp;#039;Hyphear europaeum&amp;#039;&amp;#039; (Jacq.) Danser zeitweilig in dessen, heute nicht mehr anerkannte Gattung &amp;#039;&amp;#039;Hyphear&amp;#039;&amp;#039; gestellt. Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; hat eine bewegte Geschichte. In der ursprünglichen Auffassung umfasste er unter anderem alle damals bekannten Arten der heutigen Familie Loranthaceae. Die Gattung wurde dann durch [[Philippe Édouard Léon Van Tieghem]] in eine Vielzahl kleiner Gattungen aufgesplittet, von denen die meisten durch Benedictus Hubertus Danser erneut vereinigt wurden, um später von anderen Botanikern wie [[Bryan Alwyn Barlow]] erneut aufgesplittet zu werden. In der weiten Umschreibung umfasste die Gattung daher mehrere hundert Arten, in der engsten zeitweilig vertretenden Auffassung nur noch zwei. Nach heutiger Auffassung&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel L. Nickrent, Valéry Malécot, Romina Vidal-Russell, Joshua P. Der (2010): A revised classification of Santalales. Taxon 59 (2): 538–558.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehören zu &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; weniger als zehn Arten (sieben Arten nach Plants of the World online&amp;lt;ref&amp;gt;[http://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:326311-2 Loranthus Jacq. Kew Science, Plants of the World online Database] Royal Botanic Gardens Kew.&amp;lt;/ref&amp;gt;), sie wird in eine Tribus Lorantheae, Subtribus Loranthinae einsortiert. Die moderne Auffassung beruht auf der kombinierten Auswertung morphologischer und genetischer Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Romina Vidal-Russell &amp;amp; Daniel L. Nickrent (2008): Evolutionary relationships in the showy mistletoe family (Loranthaceae). American Journal of Botany 95(8): 1015–1029.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Huei-Jiun Su, Jer-Ming Hu, Frank E. Anderson, Joshua P. Der &amp;amp; Daniel L. Nickrent (2015): Phylogenetic relationships of Santalales with insights into the origins of holoparasitic Balanophoraceae. Taxon 64 (3): 491–506.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Schwestergruppe]] von &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; ist demnach, nach übereinstimmenden Ergebnissen, die ostasiatisch-pazifische Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cecarria&amp;#039;&amp;#039; mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;Cecarria obtusifolia&amp;#039;&amp;#039; (Merr.) Barlow; deshalb wird eine Entstehung auch von &amp;#039;&amp;#039;Loranthus&amp;#039;&amp;#039; im ostasiatischen Raum (wo sie, mit sechs angegebenen Arten in China&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=118960 Loranthus, in Flora of China online]. Huaxing Qiu &amp;amp; Michael G. Gilbert (2003): Loranthaceae in Flora of China, Band 5: 223-224.&amp;lt;/ref&amp;gt; am artenreichsten ist) angenommen. Die Riemenblume &amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039; ist die einzige europäische Art. Die Gattung umfasst, wie die gesamte Familie, überwiegend immergrüne Arten, die Eichenmistel gehört zu den wenigen laubwerfenden Arten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Glatzel, Hanno Richter, Mohan Prasad Devkota, Guillermo Amico, Sugwang Lee, Ruozhu Lin, Michael Grabner, Bryan A. Barlow (2017): Foliar habit in mistletoe–host associations. Botany 95(3): 219-229. [[doi:10.1139/cjb-2016-0238]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Loranthus europaeus sl4.jpg|mini|Fruchtstand im März]]&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur Weißbeerigen Mistel, die äußerst selten auf Eichen parasitiert, umfasst das Wirtsspektrum der Eichenmistel Eichenarten und sehr selten die [[Edelkastanie]] (&amp;#039;&amp;#039;Castanea sativa&amp;#039;&amp;#039;). Unter den Eichenarten, die parasitiert werden, befinden sich beispielsweise die [[Stieleiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus robur&amp;#039;&amp;#039;), die [[Traubeneiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039;), die [[Flaumeiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus pubescens&amp;#039;&amp;#039;), die [[Roteiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus rubra&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Zerr-Eiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus cerris&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;roth21&amp;quot; /&amp;gt; Bisweilen entstehen an der Wirtspflanze als Folge der Wirt-Parasit-Wechselbeziehung abnorme Wucherungen, die als „Holzrosen“ bezeichnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestäubung ===&lt;br /&gt;
Die weiblichen Blüten der Eichenmistel werden gewöhnlich von Insekten [[Insektenbestäubung|bestäubt]], denen Nektar angeboten wird. Die Blüten sind aufgeblüht flach ausgebreitet, so dass auch kurzrüsselige Insekten an den Nektar gelangen können. Als typische Bestäuber treten [[Käfer]], [[Fliegen]], [[Syrphiden]], [[Wespen]] und mittelrüsselige [[Bienen]] in Erscheinung. Besonders häufig stellen sich Bienen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Halictus]]&amp;#039;&amp;#039; ein. Gemäß den Blumenklassen nach [[Heinrich Ludwig Hermann Müller|Müller]] werden die Blüten als &amp;#039;&amp;#039;Blumen mit freiliegendem Nektar&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Da männliche und weibliche Blüten auf unterschiedliche Individuen verteilt sind, ist [[Selbstbestäubung]] ausgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;biol&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbreitung ===&lt;br /&gt;
Die Ausbreitung der Samen erfolgt über [[Verdauungsausbreitung]] und [[Klettausbreitung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;roth21&amp;quot; /&amp;gt; [[Vogelausbreitung|Vögel]] übernehmen häufig die Ausbreitung der Samen. Die Beeren werden von Vögeln, zum Beispiel [[Misteldrossel]], [[Wacholderdrossel]] und [[Seidenschwanz (Art)|Seidenschwanz]], gefressen, wodurch die Samen nach Passieren des Darms auf Äste von Wirtspflanzen gelangen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ForstTUM&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings gibt es auch Vögel, welche die Samen zerkleinern und fressen und so einer Ausbreitung entgegenwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.donauauen.at/nature/flora/else/misteln-eichen-mistel/18704 &amp;#039;&amp;#039;Eichen-Misteln&amp;#039;&amp;#039;] bei Nationalpark Donau-Auen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen auf die Wirtspflanze ===&lt;br /&gt;
Der Rückgang des Holzzuwachses kann je nach Mistelbesatz zwischen 20 und 50 % betragen. Stark mit der Eichenmistel befallene Eichen können eingehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ForstTUM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Eichenmistel tritt in [[Mitteleuropa|Mittel-]], [[Osteuropa|Ost-]] und [[Südosteuropa]] sowie in [[Kleinasien]] auf. Im deutschsprachigen Raum findet man sie nur in Österreich und an einem einzigen Ort in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft vom Fuß des inneren [[Karpaten]]bogens ausgehend nordwestlich über das [[Erzgebirge]] und findet dann ihr Ende in [[Pirna]].&lt;br /&gt;
Im Westen besiedelt sie [[Niederösterreich]] und Italien südlich des [[Po (Fluss)|Po]]&amp;lt;ref&amp;gt;Marconi/Corbetta geben Vorkommen in sechs Provinzen der Emilia-Romagna an, aber keine in den weiter nördlich gelegenen Teilen des in dem Werk behandelten Gebiets: {{Literatur | Autor=Giancarlo Marconi, Francesco Corbetta | Titel=Flora della Pianura Padana e dell’Appennino Settentrionale. Fotoatlante della flora vascolare | Verlag=Zanichelli editore | Ort=Bologna | Datum=2013 | Sprache=it | ISBN=978-88-08-06291-8 | Seiten=41 (Abkürzungen aufgelöst) | Zitat=Emilia-Romagna: Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna, Ravenna, Forlì-Cesena. }} &amp;lt;/ref&amp;gt; bis einschließlich des Nordostens [[Sizilien]]s. Sie ist auf der [[Balkanhalbinsel]] wie im Pannonischen Becken verbreitet. Ihre Vorkommen erreichen [[Moldawien]] und die [[Dobrudscha]] sowie mit einem isolierten Vorkommen die Halbinsel [[Krim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartha&amp;quot; /&amp;gt; Im Südosten erreicht sie, über Kleinasien, den Westiran.&amp;lt;ref&amp;gt;Robabeh Shahi Shavvon, Shahryar Saeidi Mehrvarz, Narges Golmohammadi (2012): Evidence from micromorphology and gross morphology of the genus Loranthus (Loranthaceae) in Iran. Turkish Journal of Botany 36: 655-666. [[doi:10.3906/bot-1105-22]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich tritt die Riemenmistel im [[Pannonische Florenprovinz|pannonischen Gebiet]] sehr häufig auf und ist hier in Zunahme begriffen. Insbesondere im Donautal sind zahlreiche Vorkommen verzeichnet. Sonst findet man sie nur zerstreut bis sehr selten. Die Vorkommen beschränken sich auf die colline bis untermontane [[Höhenstufe (Ökologie)|Höhenstufe]] der Bundesländer [[Wien]], [[Burgenland]], [[Niederösterreich]], [[Steiermark]] und [[Oberösterreich]]. Im nördlichen Voralpengebiet gilt die Eichenmistel als gefährdet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EfÖLS2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland findet man die Eichenmistel selten in der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;roth21&amp;quot; /&amp;gt; Das einzige heutige Vorkommen ist ein Wald am Dohmaer Wasser, einem Nebenbach des [[Bahre (Fluss)|Bahrebachs]] bei [[Dohma]] nahe [[Pirna]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.natura2000.sachsen.de/181-bahrebachtal-32897.html Bahrebachtal, FFH-Gebiet, Landesinterne Nr.: 181, EU-Meldenr.: 5049-304]. Anlage zum Managementplan: Erhaltungsziele des FFH-Gebietes „Bahrebachtal“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; {{Literatur | Autor=Hans-Jürgen Hardtke, Andreas Ihl unter Mitarbeit von über 250 sächsischen Botanikern | Titel=Atlas der Farn- und Samenpflanzen Sachsens | Ort=Dresden | Datum=2000 | Reihe=Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 2000 | HrsgReihe=Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie | ISBN=3-00-006983-6 | Online=https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11965 | Seiten=426 }} – {{Literatur | Autor=Frank Richter, Dietmar Schulz u.&amp;amp;nbsp;a. | Titel=Farn- und Samenpflanzen – Bestandssituation und Schutz ausgewählter Arten in Sachsen | Hrsg=Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie | Auflage=2 | Ort=Dresden | Datum=2016 | Online=https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11993 | Seiten=222–223 }} &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Art gilt in Sachsen als vom Aussterben bedroht.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Literatur | Autor=Dietmar Schulz | Titel=Rote Liste Farn- und Samenpflanzen | Ort=Dresden | Datum=1999 | Reihe=Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 1999 | HrsgReihe=Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie | Online=https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/13914 | Seiten=17 }} – {{Literatur | Autor=Dietmar Schulz | Titel=Rote Liste und Artenliste Sachsens – Farn- und Samenpflanzen | Hrsg=Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie | Ort=Dresden | Datum=2013 | Online=https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/19031 | Seiten=86–87 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eichenmistel braucht zum Gedeihen Sommerwärme und eher Lufttrockenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele2000&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Früchte der Eichenmistel weisen außer verschiedenen Zuckern auch [[Kautschuk]] auf. Er ist insbesondere in der fleischigen Hülle, der vormaligen Blütenachse, und im [[Endokarp]] enthalten.&amp;lt;ref name=Wagenitz&amp;gt;Gerhard Wagenitz (Hrsg.): Gustav Hegi: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Band III, 1. Teil, 3. Auflage, Paul Parey, Berlin/Hamburg 1981; zitiert in Roland Aprent: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur aktuellen Verbreitung von Loranthus europaeus in der Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Joannea Botanik.&amp;#039;&amp;#039; 14, 2017, S.&amp;amp;nbsp;7 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/JoanBot_14_0005-0024.pdf|KBytes=16900}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kautschuk bewirkt, dass der Schleim auch nach dem Trocknen seine klebrige Konsistenz beibehält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aprent&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Beeren der Eichenmistel wurde früher ein zäher [[Vogelleim]] hergestellt, mit dem Ruten bestrichen wurden, die so dem Vogelfang dienten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bose1810&amp;quot; /&amp;gt; Die Mistel, insbesondere die auf Eichen wachsende (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Viscum quercinum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 159 (&amp;#039;&amp;#039;Viscum quercinum:&amp;#039;&amp;#039; V. album L., Loranthus europaeus Jacqu., Leimmistel).&amp;lt;/ref&amp;gt;), wurde bereits in der Mythologie der Antike als wirksam gegen Magie und Krankheiten genannt. Im [[Spätmittelalter]] und darüber hinaus war der im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Süddeutschland entstandene &amp;#039;&amp;#039;Eichenmisteltraktat&amp;#039;&amp;#039;, der die Mistel als Wunderdroge unter anderem zur Verhütung von Krampfanfällen empfiehlt, überregional verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Eichenmisteltraktat.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S.&amp;amp;nbsp;337 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Dubna 7 2006 027.jpg|Riemenblume im Winter&lt;br /&gt;
 Loranthus europaeus sl16.jpg|Die Äste sind dichasial verzweigt.&lt;br /&gt;
 Loranthus europaeus sl11.jpg|Winterknospen&lt;br /&gt;
 Loranthus europaeus sl6.jpg|Laubblätter&lt;br /&gt;
 Loranthus europaeus sl8.jpg|Fruchtstand mit gelben Beeren&lt;br /&gt;
 Loranthus europaeus sl9.jpg|Samen aus sechs Beeren nach Entfernung der klebrigen Substanz&lt;br /&gt;
 Eichenmistel.jpg|Beeren nach dem Winter&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Annelore Högemann: &amp;#039;&amp;#039;Der altdeutsche „Eichenmisteltraktat“. Untersuchungen zu einer bairischen Drogenmonographie des 14. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Wunderdrogentraktate.&amp;#039;&amp;#039; 2). Wellm, Pattensen; jetzt Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1981 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 19), ISBN 3-921456-25-8. Zugleich: Medizinische Dissertation Würzburg.&lt;br /&gt;
* [[Willem Frans Daems]], [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Misteltraktat des Wiener Kodex 3811.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 49, 1965, {{ISSN|0931-9425}}, S.&amp;amp;nbsp;90–93.&lt;br /&gt;
* [[Christian Probst]]: &amp;#039;&amp;#039;Der altdeutsche Eichenmisteltraktat in einem baierischen Textzeugen aus dem späten 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Licht der Natur. Medizin in Fachliteratur und Dichtung: Festschrift für Gundolf Keil zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Göppingen 1994 (=&amp;#039;&amp;#039;Göppinger Arbeiten zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 585), S.&amp;amp;nbsp;293–305.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Endlicher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Medicinal-Pflanzen der österreichischen Pharmakopöe.&amp;#039;&amp;#039; Gerold, 1842, S.&amp;amp;nbsp;407&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrierte Flora von Mittel-Europa]].&amp;#039;&amp;#039; III. Band, J. F. Lehmanns, 1912, S.&amp;amp;nbsp;145, 149&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Loranthus europaeus|Eichenmistel (&amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|3503}}&lt;br /&gt;
* {{VKFloraweb|3503}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/xKleineFamilien/loranthus.htm Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* [http://www.univie.ac.at/Botanischer-Garten/categories.php?cat_id=354 &amp;#039;&amp;#039;Fotos&amp;#039;&amp;#039;] bei Universität Wien.&lt;br /&gt;
* [http://phytoimages.siu.edu/cgi-bin/dol/dol_terminal.pl?taxon_name=Loranthus_europaeus&amp;amp;rank=binomial &amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039;] bei Phytoimages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichenmistel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Name ist mehrdeutig, da auch &amp;#039;&amp;#039;[[Viscum album]]&amp;#039;&amp;#039; sehr selten auf Eichen parasitiert und derartige Exemplare, die angeblich besonders heilkräftig sein sollen, als „Eichenmistel“ bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ForstTUM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.forst.tu-muenchen.de/EXT/LST/BOTAN/LEHRE/PATHO/HOHEPFL/loranthu.html |wayback=20070930121655 |text=&amp;#039;&amp;#039;Loranthus europaeus&amp;#039;&amp;#039; L. – Eichenmistel, Riemenblume}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://ww2.bgbm.org/EuroPlusMed/PTaxonDetail.asp?NameCache=Loranthus%20europaeus&amp;amp;PTRefFk=7300000 &amp;#039;&amp;#039;The Euro+Med PlantBase&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.], abgerufen am 5. Januar 2014.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EfÖLS2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|9783854741879|Seite=388}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aichele2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|344008048X|Band=3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bose1810&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Karl Adam Heinrich von Bose |Titel=Neues allgemein praktisches Wörterbuch der Jagdwißenschaft |Verlag=J. T. Hinrichs |Ort=Leipzig |Datum=1810 |Seiten=300 |Online={{Google Buch |BuchID=e0E9AAAAYAAJ |Seite=300 |Linktext=Eichenmistel auf S. 300}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S.&amp;amp;nbsp;325.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandelholzartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstschädling]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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