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	<title>Eichen-Wirrling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eichen-Wirrling&amp;diff=2476560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: ref language</title>
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		<updated>2025-03-26T12:31:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ref language&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Eichen-Wirrling&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Daedalea quercina&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Christiaan Hendrik Persoon|Pers.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Wirrlinge&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Daedalea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Baumschwammverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Fomitopsidaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Stielporlingsartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Polyporales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = unsichere Stellung&lt;br /&gt;
| Taxon5_LinkName  = incertae sedis&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = incertae sedis&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Agaricomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = 2011-12-27 Daedalea quercina crop.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eichen-Wirrling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Trametes quercina&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;speciesfungorum&amp;quot; /&amp;gt; wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eichen-Tramete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt und ist eine [[Pilze|Pilzart]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der Baumschwammverwandten (Fomitopsidaceae). Er ist die [[Typus (Nomenklatur)#Botanik|Typusart]] der [[Wirrlinge]] (&amp;#039;&amp;#039;Daedalea&amp;#039;&amp;#039;) und zugleich die einzige Art dieser [[Gattung (Biologie)|Gattung]] in Europa. Typisch für den Pilz ist die grobe, lamellig-labyrinthische Unterseite der [[Fruchtkörper]]. Das lateinische Artattribut ([[Epitheton]]) &amp;#039;&amp;#039;quercina&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf seinen wichtigsten Wirt, die Eiche (&amp;#039;&amp;#039;Quercus&amp;#039;&amp;#039;), in deren Kernholz der Braunfäulepilz wächst. Der lateinische Gattungsname ist eine Anspielung auf die griechische Mythologie. Dädalus (gr. Daidalos) war der Baumeister, der das [[Daidalos#Daidalos und das Labyrinth|Labyrinth für den Minotaurus]] baute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilz wird nahezu weltweit in Europa, Asien, Nordamerika, Nordafrika und Australien gefunden. Der korkartig hartfleischige Pilz ist ungenießbar. Aus ihm konnten aber einige [[Pharmakologie|pharmakologisch]] verwertbare Inhaltsstoffe isoliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2011-10-18 Daedalea quercina (L.) Pers 175597.jpg|mini|Die „Porenschicht“ oder besser das Hymenophor ist lamellig bis labyrinthartig, man bezeichnet es auch als [[daedaloid]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-09-10 Daedalea quercina (L.) Pers 103705.jpg|mini|Oft findet man die gruppenartig verwachsenen Fruchtkörper auf entrindeten Baumstümpfen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Daedalea quercina - Eichen-Wirrling - oak mazegill - maze-gill fungus - dédalée du chêne - 03.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039; Fruchtkörper auf entrindetem Baumstumpf.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coloured Figures of English Fungi or Mushrooms - t. 181 crop.jpg|mini|Illustration aus James Sowerbys „Coloured Figures of English Fungi or Mushrooms“ (1797)]]&lt;br /&gt;
=== Makroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Eichen-Wirrling bildet relativ dicke, konsolenförmige bis fächerförmige Fruchtkörper aus, die meist breitflächig mit ihrem Wirt verwachsen sind. Die Einzelhüte sind etwa 5–20&amp;amp;nbsp;cm lang, 4–10&amp;amp;nbsp;cm breit und 2–4&amp;amp;nbsp;cm dick. Sie sitzen meist gruppen- oder reihenweise am Stamm oder Ästen von morschen Eichen. Die Hutoberfläche ist oft blass holzbräunlich bis graubraun gefärbt und wulstig und zugleich uneben runzelig-höckerig. Manchmal ist die Oberseite auch mehr oder weniger konzentrisch gezont. Der Konsolenrand ist recht scharfkantig. Das Hutfleisch oder -trama ist dünn und leder- bis kakaofarben und von zäher korkartiger Konsistenz. Die untere „Porenschicht“, die man wissenschaftlich als [[Hymenophor]] bezeichnet, ist weißlich bis bräunlich gefärbt und ist zunächst porös ausgebildet. Sobald die Fruchtkörper aber heranreifen, brechen einige Porenwände heraus und bilden so die kammerartigen Schlitze und stumpfen Rippen. Dies führt zum charakteristischen lamellig bis labyrinthartigen (daedaloiden) Aussehen. An der Randzone findet man häufig auch noch runde Poren. Die dicken, groben Porenkammern sind 10–30&amp;amp;nbsp;mm lang. Die Porenschicht lässt sich nicht vom Hutfleisch trennen. Der Geruch der Fruchtkörper ist unbedeutend und der Geschmack wenig charakteristisch. Die mehrjährigen Fruchtkörper können ganzjährig gefunden werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gerhart&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieglsteiner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Das Sporenpulver des Eichen-Wirrlings ist weiß. Die länglich elliptischen Basidio[[spore]]n messen 5–7&amp;amp;nbsp;× 2–4&amp;amp;nbsp;µm und sind glatt und [[Amyloidität|inamyloid]]. Die Sporen haben einen abgebogenen Appendix. Der Appendix ist ein kleiner Fortsatz, mit dem die Spore am [[Sterigma]] der [[Basidie]] angeheftet war. [[Zystide]]n fehlen, aber dafür kommen dickwandige, spindelförmige Pseudozystiden vor. Das sind Skeletthyphen, die bisweilen aus der Fruchtschicht ([[Hymenium]]) herausragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trama oder Fruchtfleisch ist [[Hyphensystem|trimitisch]], das heißt, es setzt sich aus drei verschiedenen Hyphentypen zusammen. Die [[Generative Vermehrung|generativen]] Hyphen sind dünn und [[Hyalinität|hyalin]] und haben [[Septum (Mykologie)|Septen]] und [[Schnalle]]n. Die Bindehyphen sind hell gelbbraun und geschlängelt und kurz verzweigt und die Skeletthyphen sind hell ockerbraun und dickwandig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gerhart&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieglsteiner&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der Eichen-Wirrling ist anhand seines grob angelegten, lamellig-labyrinthartigen [[Hymenophor]]s recht leicht zu erkennen. Als Hymenophor bezeichnet man die formgebende Struktur, die die eigentliche Fruchtschicht trägt, also die Röhren, Stachel und Lamellen der Fruchtkörper. Bei anderen Arten mit labyrinthartigem oder daedoloidem Hymenophor, ist diese feiner. Außerdem findet man den Pilz in Mitteleuropa fast ausschließlich an Eichen. Am ehesten kann man den Fruchtkörper mit der [[Rötende Tramete|Rötenden Tramete]] verwechseln, diese hat jedoch ein feineres Lamellenlabyrinth und verfärbt sich bei Druck rötlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gerhart&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Der Eichen-Wirrling wächst in Mitteleuropa fast ausschließlich auf Eichenarten, gelegentlich kann man ihn auf [[Edelkastanie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Castanea sativa&amp;#039;&amp;#039;), [[Pappeln]] (&amp;#039;&amp;#039;Populus spec.&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Robinie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Robinia pseudoacacia&amp;#039;&amp;#039;) finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gerhart&amp;quot; /&amp;gt; In Amerika kommt der Pilz neben Eichen auch an der [[Amerikanische Buche|Amerikanischen Buche]] (&amp;#039;&amp;#039;Fagus grandifola&amp;#039;&amp;#039;), der [[Weiß-Esche]] (&amp;#039;&amp;#039;Fraxina americana&amp;#039;&amp;#039;), am [[Schwarznussbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Juglans nigra&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Amerikanische Ulme|Amerikanischen Ulme]] (&amp;#039;&amp;#039;Ulmus americana&amp;#039;&amp;#039;) vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Overholts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eichen-Wirrling kommt in allen heimischen Eichen- und Eichen-Buchen-Mischwäldern vor. Seltener findet man ihn auch in Gärten oder Parkanlagen. Auch auf verbautem Holz kann er wachsen.&lt;br /&gt;
Der Pilz ist ein typischer [[Saprobiont]], der vorwiegend an unberindeten Stümpfen, toten Wurzeln und Wurzelhälsen [[Braunfäule]] erzeugt. Er kommt an am Boden liegendem Holz ebenso vor, wie an alten, noch lebenden Bäumen, sofern der Pilz eindringen konnte, nachdem die Borke auf irgendeine Weise verletzt worden ist. Er entwickelt sich dann meist unentdeckt im Kernholz und wird meist erst entdeckt, wenn die ersten Fruchtkörper erscheinen. Er gilt gemein hin als Wundparasit, doch ist das streng genommen nicht richtig, da der Pilz kein lebendes Gewebe befällt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieglsteiner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Eichen-Wirrling ist fast weltweit verbreitet. In der [[Holarktis]] ist er [[Florenelement|meridional bis temperat]] verbreitet. Er kommt in großen Teilen Asiens vor, von Kleinasien, über den Kaukasus und Südsibirien, sowie Zentralasien, Iran und Indien bis nach China. Außerdem findet man ihn Nordamerika (Kanada, USA, Mexiko) und in Nordafrika (Marokko, Tunesien). Auch in Australien wurde er nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kotlaba&amp;quot; /&amp;gt; In Europa kommt der Eichen-Wirrling in fast allen Ländern vor, wobei sich sein Verbreitungsgebiet mit dem der Eiche deckt. Der 60. Breitengrad bildet in etwa die Nordgrenze. In Griechenland und der Türkei, wo der Pilz über das Verbreitungsgebiet der Eiche hinaus vorkommt, ist der Pilz wohl vorwiegend an Esskastanien gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Tabelle mit europäischen Ländern, in denen der Eichen-Wirrling nachgewiesen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GBIF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pilzoek&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;| Süd-/Südosteuropa !! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot; |Westeuropa !!style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot; | Mitteleuropa !! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot; |Osteuropa!! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot; | Nordeuropa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left; padding-left:1em&amp;quot; | Portugal,&amp;lt;br /&amp;gt; Spanien,&amp;lt;br /&amp;gt; Italien,&amp;lt;br /&amp;gt; Slowenien,&amp;lt;br /&amp;gt; Bosnien-Herzegowina,&amp;lt;br /&amp;gt; Rumänien,&amp;lt;br /&amp;gt; Griechenland&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left; padding-left:1em&amp;quot; | Frankreich,&amp;lt;br /&amp;gt; Belgien,&amp;lt;br /&amp;gt; Niederlande,&amp;lt;br /&amp;gt; Großbritannien,&amp;lt;br /&amp;gt; Irland&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left; padding-left:1em&amp;quot; | Schweiz,&amp;lt;br /&amp;gt; Deutschland,&amp;lt;br /&amp;gt; Österreich,&amp;lt;br /&amp;gt; Tschechien,&amp;lt;br /&amp;gt; Polen,&amp;lt;br /&amp;gt; Slowakei,&amp;lt;br /&amp;gt; Ungarn&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| Ukraine&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left; padding-left:1em&amp;quot; | Dänemark,&amp;lt;br /&amp;gt; Norwegen,&amp;lt;br /&amp;gt; Schweden,&amp;lt;br /&amp;gt; Finnland&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist der Eichen-Wirrling von den vorgelagerten Nord- und Ostseeinseln bis ins Alpengebiet weit verbreitet und fast überall häufig. Nur in den höher gelegenen süddeutschen Nadelwaldgebieten ist die Art seltener. In Deutschland&amp;lt;ref name=&amp;quot;pilzkartierung&amp;quot; /&amp;gt; und Österreich&amp;lt;ref name=&amp;quot;austria&amp;quot; /&amp;gt; gehört der Eichen-Wirrling zu den häufigsten Pilzarten, der so gut wie in keinem Eichen- oder Eichenmischwald fehlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieglsteiner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Formen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039; f. &amp;#039;&amp;#039;trametea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|([[Hubert Bourdot|Bourdot]] &amp;amp; [[Amédée Galzin|Galzin]]) [[Appollinaris Semenovich Bondartsev|Bondartsev]]}}&lt;br /&gt;
: Forma &amp;#039;&amp;#039;trametea&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form mit großen, eckigen Poren, ähnlich wie man sie auch bei Fruchtkörpern der [[Trameten]] (&amp;#039;&amp;#039;Trametes&amp;#039;&amp;#039;) findet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schanzle&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quercinol enantiomers.svg|mini|Quercinol und sein Enantiomer Daedalin A]]&lt;br /&gt;
Obwohl die Pilze wegen der korkartigen Konsistenz des Fruchtfleisches ungenießbar sind, wurde der Pilz auf unterschiedlichste Weisen genutzt. Eine recht ungewöhnliche Einsatzmöglichkeit war die Verwendung des Pilzes als Kamm. Die Fruchtkörper wurden auf diese Weise verwendet, um Pferde mit empfindlicher, zarter Haut zu striegeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot; ISBN 0-486-23105-4&amp;quot; /&amp;gt; Ein weiteres Einsatzfeld war die Bienenzucht. Gilbertson erwähnt in seinem Buch, dass in England schwelende Fruchtkörper als Räucherwerk eingesetzt werden, um Bienen zu beruhigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gilbertson&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere, weit modernere Einsatzmöglichkeit ist der biologische Abbau von industriellen Abfällen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid18373237&amp;quot; /&amp;gt; Untersuchungen zeigten, dass das Lignin abbauende Enzym [[Laccase]], das aus dem Pilz isoliert wurde, in der Lage ist, eine Vielzahl von giftigen Farbstoffen und [[Aromatische Verbindungen|aromatischen Verbindungen]] abzubauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid14504838&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem könnte der Pilz auch eine [[pharmakologisch]]e Bedeutung haben, da er [[Quercinol]] und sein Spiegelbildisomer ([[Enantiomer]]) Daedalin A enthält. Beides sind [[Chromene|Chromen]]- oder Benzopyran-Derivate. Das aus dem Eichen-Wirrling isolierte Quercinol hat eine entzündungshemmende Wirkung, indem es die Enzyme [[Cyclooxygenase]]-2, [[Xanthinoxidase]] und [[Meerrettichperoxidase]] hemmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid17346963&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;austria&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.pilzdaten-austria.eu/#tax/131640 |titel=Mykologische Datenbank |werk= |hrsg=Österreichische Mykologische Gesellschaft |datum=2021 |sprache=de |abruf=2023-11-03}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gerhart&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Hrsg=Ewald Gerhart |Titel=Pilze Band 1: Lamellenpilze, Täublinge, Milchlinge und andere Gruppen mit Lamellen |Verlag=BLV Verlagsgesellschaft |Ort=München/Wien/Zürich |Datum=1984 |ISBN=3-405-12927-3 |Seiten=271}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bon&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Hrsg=[[Marcel Bon]] |Titel=[[Pareys Buch der Pilze]] |Verlag=Franckh-Kosmos Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-440-09970-9 |Seiten=318}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GBIF&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://www.gbif.org/species/2543240 |titel=Weltweite Verbreitung von Daedalea quercina |werk=www.gbif.org |abruf=2025-03-25 | sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gilbertson&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
R. L. Gilbertson: &amp;#039;&amp;#039;Wood-rotting fungi of North America.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mycologia]].&amp;#039;&amp;#039; 72(1) 1980, S. 1–49.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISBN 0-486-23105-4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite book |author=Rolfe F. |title=The Romance of the Fungus World: an Account of Fungus Life in its Numerous Guises, both Real and Legendary |publisher=Dover Publications |location=New York |year=1974 |isbn=0-486-23105-4 | language=en}} S. 158.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krieglsteiner&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[German Josef Krieglsteiner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Großpilze Baden-Württembergs]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil. Ständerpilze: Gallert-, Rinden-, Stachel- und Porenpilze.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3528-0, S. 506.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kotlaba&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
F. Kotlaba: &amp;#039;&amp;#039;Zeměpisné rozšiřeni a ekologie chorošů (Polyporales s. l.) v Československu [The range and ecology of Polyporales species in Czechoslovakia Republik].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Věd. Česk. Akad. Praha.&amp;#039;&amp;#039; 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Overholts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
L. O. Overholts: &amp;#039;&amp;#039;Geographical distribution of some American polyporaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mycologia.&amp;#039;&amp;#039; 13(6) 1939, S. 629–652.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pilzkartierung&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://brd.pilzkartierung.de/f2specart.php?csuchsatz=hbt&amp;amp;cFund= |titel=Pilz-Verbreitungsatlas - Deutschland |werk=Pilzkartierung 2000 Online / brd.pilzkartierung.de |abruf=2011-11-26}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pilzoek&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.pilzoek.de/pilze.php?taxnrq=gvc&amp;amp;nameq=Daedalea+quercina+L.%3AFr. |titel=Daedalea quercina |hrsg=Pilzoek-Datenbank |abruf=2011-11-26}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid14504838&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite journal |author=P. Baldrian |title=Purification and characterization of laccase from the white-rot fungus &amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039; and decolorization of synthetic dyes by the enzyme |journal=Appl. Microbiol. Biotechnol. |volume=63 |issue=5 |pages=560–563 |year=2004 |month=February |pmid=14504838 |doi=10.1007/s00253-003-1434-0 |url=| language=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid17346963&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite journal |author=P. Gebhardt, K. Dornberger, F. A. Gollmick, U. Gräfe, A. Härtl, H. Görls, B. Schlegel, C. Hertweck |title=Quercinol, an anti-inflammatory chromene from the wood-rotting fungus &amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039; (Oak Mazegill) |journal=Bioorg. Med. Chem. Lett. |volume=17 |issue=9 |pages=2558–2560 |year=2007 |month=May |pmid=17346963 |doi=10.1016/j.bmcl.2007.02.008 |url=| language=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid18373237&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{cite journal |author=M. Asgher, H. N. Bhatti, M. Ashraf, R. L. Legge |title=Recent developments in biodegradation of industrial pollutants by white rot fungi and their enzyme system |journal=Biodegradation |volume=19 |issue=6 |pages=771–83 |year=2008 |month=November |pmid=18373237 |doi=10.1007/s10532-008-9185-3 |url=| language=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schanzle&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
R. W. Schanzle: &amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina forma trametea in Illinois.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mycologia.&amp;#039;&amp;#039; 65(3) 1973, S. 689–690.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;speciesfungorum&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.speciesfungorum.org/Names/GSDSpecies.asp?RecordID=246294 |titel=Synonyme von Daedalea quercina |werk=Species Fungorum / speciesfungorum.org |abruf=2011-11-26}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Daedalea quercina|Eichen-Wirrling (&amp;#039;&amp;#039;Daedalea quercina&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |url=http://www.holzfragen.de/seiten/daedalea_quercina.html |title=Der Eichenwirrling, Daedalea quercina |work=holzfragen.de |accessdate=2011-11-27}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.mycobank.org/MycoTaxo.aspx?Link=T&amp;amp;Rec=246294 |titel=Daedalea quercina in der MycoBank |werk=mycobank.org |abruf=2011-11-28 |sprache=en |kommentar=Mehrere ausführliche Beschreibungen von unterschiedlichen Autoren, mit Fotos und Abbildungen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.funghiitaliani.it/index.php?showtopic=15678 |titel=Daedalea quercina |werk=Funghi in Italia / funghiitaliani.it |abruf=2011-11-28 |sprache=it |kommentar=gute Fotos vom Eichen-Wirrling}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stielporlingsartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungenießbarer Pilz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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