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	<title>Eichelmast - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:32:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eichelmast&amp;diff=435880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Mastungsrecht */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-12T09:09:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mastungsrecht: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Les Très Riches Heures du duc de Berry novembre.jpg|miniatur|Die Novemberszene im Stundenbuch [[Très Riches Heures]] des Duc de Berry, der berühmtesten Buchmalerei des französischen Mittelalters, zeigt den Austrieb der Schweine in den Wald für die Versinnbildlichung des Herbstes.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eichelmast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in deutschsprachigem Gebiet verbreitet auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eckerich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war in Mitteleuropa eine bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert weit verbreitete landwirtschaftliche Praxis. [[Hausschwein]]e wurden in die Wälder getrieben, damit sie sich dort an [[Eichen|Eicheln]], [[Buchecker]]n und [[Kastanien]] satt fraßen. Dabei bezeichnete das Wort [[Mast (Wald)|Mast]] ursprünglich die als Viehfutter dienenden Baumfrüchte. Später wurde es auf Eicheln und Bucheckern als Schweinefutter eingeschränkt. Heute wird das Wort Mast allgemein für das „Fettmachen“ von Tieren verwendet. Daneben wurde die Samenproduktion der Eichen und Buchen beispielsweise als Eckerich, Ecker, Äcker oder Acker bezeichnet. Daraus leitete sich der [[Acker]] aus landwirtschaftlicher Sicht ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterschweinstiege.jpg|mini|Ortsnamen zeugen noch von der Mästung in den Wäldern, hier im [[Frankfurter Stadtwald]]]]&lt;br /&gt;
Bereits im Frankenreich der [[Karolinger]] wurde der Wert eines Waldes danach beurteilt, wie stark er zur Weidewirtschaft genutzt werden konnte. Die Bewertung des Waldes nach seiner Weidekapazität setzte sich bis ins frühe 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert fort. Forstwirtschaftliche Lehrbücher berechneten den Wert eines Eichenwaldes nicht nach dem mutmaßlichen [[Holzertrag]], sondern nach dem kapitalisierten Eichelerlös, dem [[Dehme (Recht)|Dehme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mastungsrecht]] war ein bereits [[mittelalter]]liches Recht, durch welches festgeschrieben war, wer in einem bestimmten Waldstück Schweine zur Mast eintreiben durfte. Es war losgelöst von anderen Rechten veräußerlich. In Ländern wie beispielsweise der [[Schweiz]], in denen der Wald in Gemeindebesitz war, war genau festgelegt, wer wie viele Schweine in den Wald treiben durfte. Dies hing häufig auch davon ab, wie es um den Fruchtansatz der Eiche bestellt war. In Jahren der [[Mast (Wald)|Vollmast]] konnten alle Schweine im Wald geweidet werden, in Jahren mit nur magerem Fruchtansatz waren es nur ausgewählte Tiere. Im englischen Sprachbereich beinhaltet der Ausdruck Commons (deutsch [[Allmende]]) ein der Krone oder der Gemeinde gehöriges Waldstück, welches zur Eichel- oder Ahornmast zur Verfügung stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Iberische Schweine in der Dehesa.jpg|mini|[[Iberisches Schwein|Iberische Schweine]] in einem [[Olivenhain]] in Südspanien]]&lt;br /&gt;
Die Eichelmast trug auch dazu bei, dass das Hausschwein lange Zeit dem [[Wildschwein]] glich, da die Sauen sehr häufig durch [[Wildschwein|Keiler]] gedeckt wurden. Auf Darstellungen bis zum Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ist es als ein hochbeiniges Tier dargestellt, das einen gewölbten Rücken hat und dessen Fettansatz offensichtlich sehr gering ist. Erste moderne Hausschweinrassen haben sich erst allmählich im Verlauf des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ausgebildet. Die meisten Hausschweinrassen haben ihren Ursprung im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beweidung durch Schweine hatte maßgeblichen Einfluss auf das Aussehen des Waldes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Hemminger |Titel=Die köstliche Freiheit der Eichelschweine |Sammelwerk=sueddeutsche.de |Datum=2018 |ISSN=0174-4917 |Online=https://www.sueddeutsche.de/stil/waldmast-eichelschweine-franken-1.4249010 |Abruf=2018-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es waren mehr oder weniger lockere Haine mit mächtigen Kronen, wie sie für freistehende Eichen typisch sind. Eine natürliche Waldverjüngung konnte durch den Schweinetrieb nicht aufkommen. Eichen, die in einem natürlich gewachsenen Wald durch die [[Rotbuche]] verdrängt worden wären, wurden durch diese Bewirtschaftungspraxis (die sogenannte [[Hutewald|Hutewälder]] entstehen lässt) besonders gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mast ausschließlich in Buchenbeständen bewirkte ein weiches Schweinefett mit etwas tranigem Geschmack, in Eichenwäldern hingegen ein eher derbes Fett. Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Schmalzweide&amp;#039;&amp;#039;, eine Weide in einem etwa gleichteiligen Bestand mit Buchen und Eichen, ergab nach Meinung der Bauern den besten Schinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eichelmast heute ==&lt;br /&gt;
Heute noch bekannt ist die Eichelmast in Süd[[spanien]] und [[Portugal]] bei dem oft halbwild gehaltenen und in [[Korkeiche]]n- und [[Steineiche]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;hainen (&amp;#039;&amp;#039;[[Dehesa|Dehesas/Montados]]&amp;#039;&amp;#039;) gemästeten [[Iberisches Schwein|Iberischen Schwein]], das den bekannten iberischen Eichelschinken ([[Jamón Ibérico|Jamón Ibérico de Bellota]]) liefert. Weitere Beispiele für existierende Formen der Waldweide in Europa mit Schweinen sind die Weide von Bindenschweinen in Mittel[[italien]] und die Beweidung der Saveauen mit Wollschweinen ([[Mangalitza]], [[Turopolje-Schwein|Turopolje]]) in [[Kroatien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum gibt es in jüngerer Zeit vermehrt Eichelmast als alternative Form der [[Schweineproduktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mastungsrecht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mastungsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete im 19. Jahrhundert das verbriefte Recht, [[Vieh]], meist [[Hausschwein|Schweine]], zur [[Tiermast|Mast]] beziehungsweise zur [[Weide (Grünland)|Weide]] in Wälder zu treiben. Grundsätzlich besaß der Eigner des Waldes dieses Recht. Es konnte jedoch auch losgelöst veräußert beziehungsweise zugesprochen werden. Im Wald fraßen die Hausschweine beispielsweise [[Buchecker]]n oder [[Eicheln]]. Das Mastungsrecht war Teil des [[Weidegerechtigkeit|Weiderechts]]. Das Mastungsrecht bestand seit dem [[Mittelalter]] bis in die [[Neuzeit]]. Im [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten]] war es in [[Paragraph]] 69 geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Allgemeinen Landrechts&amp;#039;&amp;#039;, L. Schröder, Berlin 1840, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Ein Streit um die besten Eichelmast-Gebiete führt in der irischen Legende &amp;#039;&amp;#039;[[De chophur in da muccida]]&amp;#039;&amp;#039; („Von der [Verwandlung?] der beiden Schweinehirten“) zu einem Zauberwettstreit zwischen den Schweinehirten von [[Connacht]] und [[Munster (Irland)|Munster]] – dies ist eine &amp;#039;&amp;#039;[[Remscéla]]&amp;#039;&amp;#039; („Vorgeschichte“) der [[Provinz Ulster|Ulster]]-Hauptsage &amp;#039;&amp;#039;[[Táin Bó Cuailnge]]&amp;#039;&amp;#039; („Der Rinderraub von [[Cooley-Halbinsel|Cooley]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Hasel]], [[Ekkehard Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte. Ein Grundriss für Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;. 2. aktualisierte Auflage. Kessel, Remagen 2002, ISBN 3-935638-26-4.&lt;br /&gt;
* Hans-Hinrich Huss: &amp;#039;&amp;#039;Schweinemast unter Eichen: Die besten Schinken wachsen unter Eichen&amp;#039;&amp;#039;. In: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Waldforschung aktuell&amp;#039;&amp;#039;. 13. Jg., Nr. 55, Ausgabe 4-2006, Freising 2006, S. 20–22, [https://www.gbv.de/dms/goettingen/520257235.pdf Übersicht] (PDF; 310&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Anja Kastner: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Untersuchungen zum Einfluss der Eichelmast und der Reifung auf das Aroma von luftgetrockneten Rohschinken und Rohwürsten mittels Gaschromatographie / Massenspektrometrie&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. Tierärztliche Hochschule Hannover 2008, [https://elib.tiho-hannover.de/dissertations/kastnera_ss08 PDF-Datei].&lt;br /&gt;
* Christian Küchli: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Eichen wachsen die besten Schinken – Zehn intime Baumporträts&amp;#039;&amp;#039;. AT Verlag, Aarau 2000, ISBN 3-85502-714-5.&lt;br /&gt;
* James J. Parsons: &amp;#039;&amp;#039;Die Eichelmast-Schweinehaltung in den Eichenwäldern Südwestspaniens&amp;#039;&amp;#039;. Ins Deutsche übersetzt von Armin und Roswitha Hüttermann. In: [[Hans-Wilhelm Windhorst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geographie der Wald- und Forstwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 1978, S. 147–175, ISBN 3-534-07396-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hutewald-basdorf.de/ Das Eichelmastprojekt im Basdorfer Hutewald mit Düppeler Schweinen, Schwäbisch-Hällischen Landschweinen und Bunten Bentheimer Schweinen]&lt;br /&gt;
* [https://www.eichellese.de/quellen.html Kommentierte Sammlung von Textquellen zur Eichelmast in der Geschichte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schweinehaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nichtholzprodukt (Forstwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Waldnutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weidehaltung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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