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	<title>Ehrhart Neubert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T16:49:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Bürgerrechtler; Ergänze Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland)</title>
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		<updated>2026-02-17T22:05:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehrhart Neubert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Christian Joachim&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. August]] [[1940]] in [[Herschdorf (Großbreitenbach)|Herschdorf]]; † [[17. November]] [[2024]] in [[Limlingerode]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/nordhausen/ehrhart-neubert-buergerrechtler-gestorben-100.html |titel=Thüringer DDR-Bürgerrechtler Ehrhart Neubert ist tot |hrsg=MDR |sprache=de |abruf=2024-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), war ein deutscher [[Theologie|Theologe]] und [[Opposition und Widerstand in der DDR|DDR-Oppositioneller]]. Er war Mitgründer des „[[Bürgerbüro (Verein)|Bürgerbüro Berlin e. V.]]“ und betätigte sich in verschiedenen Gremien und als Autor mit Werken zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Leistungen ==&lt;br /&gt;
Neubert entstammte einem [[Evangelisches Pfarrhaus|evangelischen Pfarrhaus]], besuchte die Oberschule und nahm nach dem Abitur 1958 ein Studium der evangelischen Theologie an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] auf. Von 1964 bis 1984 wirkte er zunächst als Vikar und später als [[Pfarrer]] in [[Niedersynderstedt]] bei [[Weimar]]. Ab 1973 war er zugleich [[Studentenpfarrer]] in Weimar. 1976 trat er der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|DDR-CDU]] bei, die er jedoch 1984 wieder verließ. Ab 1984 war er Referent für Gemeindesoziologie in der Theologischen Studienabteilung beim [[Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neubert gehörte in der DDR oppositionellen Kreisen an und sympathisierte mit den bürgerrechtlichen Forderungen [[Robert Havemann]]s. Er war seit 1979 Mitarbeiter in verschiedenen Thüringer Friedenskreisen und geriet im Kontext der Bewegung „[[Schwerter zu Pflugscharen]]“ nicht nur in Konflikt mit staatlichen Behörden, sondern auch mit der eigenen Kirchenführung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=ehrhart-neubert|lemma=Neubert, Ehrhart|autor=Jan Wielgohs|band=2|idNum=2485}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Thüringer Friedens-, Frauen-, [[Ausreiseantrag|Ausreiser]]- und Umweltgruppen, die sich trotz starker Fluktuation durch [[Zersetzung (Ministerium für Staatssicherheit)|Zersetzungsmaßnahmen]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) und Ausreisen in den Jahren ab 1984 untereinander zu einer allgemeinen Demokratiebewegung vernetzten, gehörten auch stimmberechtigte Mitglieder der [[Christliche Friedenskonferenz|Christlichen Friedenskonferenz]] (CFK), einer Organisation, die „nahezu völlig vom MfS und der SED gesteuert wurde“. Die CFK konnte erfolgreich in die Netzwerke der Oppositionsgruppen eindringen und „politischen Aktionen die Spitze abbrechen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ehrhart Neubert, Thomas Auerbach: &amp;#039;&amp;#039;Es kann anders werden. Opposition und Widerstand in Thüringen 1945–1989&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-08804-8, S. 153–155, dort auch die Zitate&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuberts Arbeiten erschienen im Westen unter dem Pseudonym „Christian Joachim“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Friedlichen Revolution]] gehörte Neubert 1989 zu den Gründern des [[Demokratischer Aufbruch|Demokratischen Aufbruchs]] und arbeitete am Programm der neuen Partei mit, deren stellvertretender Vorsitzender er war. Er vertrat den Demokratischen Aufbruch bei manchen Sitzungen des [[Runder Tisch|Zentralen Runden Tisches]] und wirkte in verschiedenen Untersuchungskommissionen mit. Im Januar 1990 trat er nach internen Machtkämpfen aus der Partei aus. Er engagierte sich im Komitee „Freies Baltikum“. Von 1992 bis 1995 war er Mitglied des [[Bündnis 90]] in Brandenburg (später [[Bündnis 90/Die Grünen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der „Initiative Recht und Versöhnung“ trat er für die Rechte von [[Stasiopfer]]n und eine konsequente Aufarbeitung von Stasiverstrickungen in der evangelischen Kirche ein. 1992 berief ihn die brandenburgische Landtagsfraktion des Bündnis 90 zum Mitarbeiter im [[Manfred Stolpe|Stolpe]]-Untersuchungsausschuss, dem er bis 1994 angehörte. 1996 wurde Neubert Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]. Im selben Jahr promovierte er zum [[Doktor|Dr. phil.]] an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] mit einer Arbeit zur Geschichte der DDR-Opposition von 1949 bis 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neubert arbeitete ab 1997 als Fachbereichsleiter in der Abteilung Bildung und Forschung beim [[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR]]. Zusammen mit [[Joachim Gauck]] war Neubert Autor des deutschen Beitrags in der 1997 erschienenen deutschsprachigen Ausgabe des [[Das Schwarzbuch des Kommunismus|Schwarzbuchs des Kommunismus]]. Daneben war er Autor einer Vielzahl von Schriften zu Widerstand und Opposition sowie zur religiösen Situation in der DDR. Von 1998 bis 2003 war er ehrenamtlich im Vorstand der [[Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur]] tätig. Seit 1996 setzt sich Neubert als Gründungsmitglied des „[[Bürgerbüro (Verein)|Bürgerbüro Berlin e. V.]], Verein zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buergerbuero-berlin.de/ Website des Bürgerbüros].&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Belange der Opfer des DDR-Sozialismus ein. Er war, in Nachfolge von [[Bärbel Bohley]], dessen Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2005 befand sich Ehrhart Neubert im Ruhestand. Er nahm noch Aufgaben als Pfarrer im Ehrenamt wahr. Nach der Trennung von seiner ersten Frau lebte Neubert mit seiner zweiten Frau [[Hildigund Neubert|Hildigund]] in Limlingerode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine protestantische Revolution&amp;#039;&amp;#039;, Kontext Verlag, Berlin 1990. ISBN 3-931337-04-9.&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=HCiSjXdSAQYC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_v2_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989]&amp;#039;&amp;#039; (= Forschungen zur DDR-Gesellschaft), 2., erweiterte Auflage, Links, Berlin 1998, ISBN 3-86153-163-1 (Leicht bearbeitete Dissertation FU Berlin, Fachbereich Politische Wissenschaft 1997, 969 Seiten).&lt;br /&gt;
* mit [[Bärbel Bohley]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir mischen uns ein – Ideen für eine gemeinsame Zukunft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Herder Spektrum&amp;#039;&amp;#039;), Herder, Freiburg im Breisgau 1998, ISBN 3-451-04619-9.&lt;br /&gt;
* mit [[Bernd Eisenfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Macht, Ohnmacht, Deutschland. Gegenmacht: Grundfragen zur politischen Gegnerschaft in der DDR&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik: Analysen und Dokumente&amp;#039;&amp;#039;, Band 21), Edition Temmen, Bremen 2001, ISBN 3-86108-792-8.&lt;br /&gt;
* mit [[Ilko-Sascha Kowalczuk]], Bernd Eisenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Die verdrängte Revolution – Der Platz des 17. Juni 1953 in der deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Edition Temmen,  Bremen 2004, ISBN 3-86108-387-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unsere Revolution – Die Geschichte der Jahre 1989/90&amp;#039;&amp;#039;, Piper, München 2008, ISBN 3-492-05155-3. [https://www.bwv-bayern.org/attachments/012_FuR%202009%201.pdf Besprechung in &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Recht&amp;#039;&amp;#039;, März 2009, Seite 19-20] (PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.staatshehlerei.org/rp/Ehrhard_Neubert_100705.htm | wayback=20070929024502 | text=&amp;#039;&amp;#039;Politische Verbrechen in der DDR&amp;#039;&amp;#039;}}, in: Stéphan Courtois (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;[[Das Schwarzbuch des Kommunismus]]&amp;#039;&amp;#039;,  Piper, München 1998, S. 829–884; 2004, ISBN 3-492-04552-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=fOg-E5Jpbr0C&amp;amp;pg=PA243 Ethische und rechtliche Aspekte von Widerstand und Opposition in der DDR]&amp;#039;&amp;#039; in: [[Martin Leiner]], [[Hildigund Neubert]], [[Ulrich Schacht]]: &amp;#039;&amp;#039;Gott mehr gehorchen als den Menschen&amp;#039;&amp;#039;,  V und R Unipress, Göttingen 2005, ISBN 978-3-89971-195-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„dieser mörderische Krieg...“ – Die Kriegstagebücher von Limlingerode 1914–1918&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Thüringischen Kirchengeschichte. Neue Folge&amp;#039;&amp;#039;. Band 6, Langenweißbach &amp;amp; Erfurt 2019. ISBN 978-3-95741-106-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Ehrhart Neubert erhielt 2005 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]]. Ihm wurde 2010 der [[Friedrich Schiedel|Friedrich-Schiedel]]-Literaturpreis verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/bad-wurzach/literaturpreis-geht-an-ddr-oppositionellen-1025428 &amp;#039;&amp;#039;Literaturpreis geht an DDR-Oppositionellen&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 21.&amp;amp;nbsp;September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=ehrhart-neubert|lemma=Neubert, Ehrhart|autor=Jan Wielgohs|band=2|idNum=2485}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115786155}}&lt;br /&gt;
* Stiftung Aufarbeitung: [https://web.archive.org/web/20110822125357/http://www.stiftung-aufarbeitung.de/dr-ehrhart-neubert-1842.html Kurzbiografie] &lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160503034032/http://www.spiegel.de/thema/ehrhart_neubert/ Dossier zu Ehrhart Neubert] bei [[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
* Chronik der Wende: [https://www.chronikderwende.de/_/lexikon/biografien/biographie_jsp/key=neubert_ehrhart.html Biographie Ehrhart Neuberts]&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1655156}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115786155|LCCN=nr2002019238|VIAF=56738696|NDL=01204599}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neubert, Ehrhart}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Opposition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Studentenpfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aufarbeitung der SED-Diktatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neubert, Ehrhart&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Joachim, Christian (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe, DDR-Oppositioneller und Politiker (CDU)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. August 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herschdorf (Großbreitenbach)|Herschdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. November 2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Limlingerode]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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