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	<title>Ehrentor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T18:41:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ehrentor&amp;diff=1861678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-05-01T12:39:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|handelt von einem Bauwerk. Zum Ehrentor bei Ballsportarten siehe [[Ehrentreffer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrentor-Köln-um-1665-Litho-Justus-Finkenbaum.jpg|mini|hochkant=1.20|Ehrentor, Feldseite um 1665]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehrentor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der um 1250 neu errichteten Torburgen, die im Zuge der letzten [[mittelalter]]lichen Stadterweiterung in der [[Stadtmauer (Köln)|Ringmauer]] von [[Köln]] erbaut wurden. Das neue Stadttor der nach Westen vorgeschobenen [[Befestigung]] war in Bezeichnung und Lage ein Nachfolgebau der alten [[Römisches Reich|römischen]], etwa um 1505 niedergelegten „Ehrenpforte“ der [[Colonia Claudia Ara Agrippinensium|antiken Stadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Wrede, Band I, Seite 176&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Pflege der mittelalterlichen Befestigungsanlagen sowie alle weiteren Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung waren ursprünglich eine hoheitliche Aufgabe; detaillierte Regelungen dazu sind jedoch nicht [[Schriftliche Überlieferung|überliefert]]. Neben anderen Einzelheiten über die Wehrbauten oder den Verteidigungsaufwand ist im Falle der alten Ehrenpforte bekannt, dass diese dem [[Burggraf]]en von der Kölner Kirche (dem Erzbischof) zu [[Lehen]] gegeben worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Keussen]], Band I, Seite 65, unter Verweis auf: Reitschel, Burggrafenamt, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die römische „porta honoris“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrenstraße-und-Kloster-St-Apern-Köln-Mercator-1571.jpg|mini|hochkant|Der Standort der Ehrenpforte am Ende der Breite Straße, Anfang der Ehrenstraße, ist mit einem Pfeil markiert]]&lt;br /&gt;
Die alte erste Ehrenpforte, die „porta honoris“, war ein Mauerdurchlass in der westlichen Römermauer in Höhe der [[Aper (Bischof)|St.-Apern]]-Straße (platea s. Apri, auch Afre, Apro, Aprum) und des alten ostwestlich verlaufenden Straßenzuges der [[Minoriten]]- und [[Breite Straße (Köln)|Breite Straße]] – damals noch Ehrenstraße („platea honoris“). An der St.-Apern-Straße wurde 1169 erstmals eine dem heiligen Aper geweihte Kapelle erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Arentz: [[Zisterzienserinnen]]kloster St. Apern, S. 317&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Breite Straße selbst war neben den Hauptachsen, dem &amp;#039;&amp;#039;[[cardo]] maximus&amp;#039;&amp;#039; (die Nord-Süd-Achse der [[Hohe Straße (Köln)|Hohe Straße]]) und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Decumanus|decumanus maximus]]&amp;#039;&amp;#039; (die Ost-West-Achse der [[Schildergasse]])&amp;lt;ref&amp;gt;H. Heineberg, &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeographie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; eine der ältesten Straßen der antiken [[Colonia Claudia Ara Agrippinensium|CCAA]] und war dem Namen nach die ursprüngliche „Ehrenstraße“ dieser Zeit. Die Straße verlor ihren Namen erst in der mittelalterlichen Zeit durch ihre westliche stadtauswärts führende Verlängerung, der heutigen Ehrenstraße. Die Ehrenstraße ist nach Keussen Namensgeber der Ehrenpforte und des späteren Ehrentores. Er kritisiert in seinen Ausführungen die gelegentlich aufgekommene und missverständliche Bezeichnung „erea porta“ (ehernes oder Erztor) als eine ungeschickte [[Latinisierung]] der deutschen Benennung des Tores.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band I, Seite 10, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 150 Jahre nach Errichtung des neuen äußeren Ringwalles, im Jahr 1499, sechs Jahre vor dem Abriss der alten Ehrenpforte an der Römermauer, benutzte man in den [[Schreinsbücher|Schreinseintragungen]] bei Besitzwechsel der Liegenschaften an der alten Umwallung eine Form, in der die Zusatzbezeichnungen „Stadt wärts“ oder „zum Felde wärts“ verwandt wurden. So hieß es in einem Betrugsfall: &amp;#039;&amp;#039;Ein Haus von zweien, von vier Häusern unter einem Dach auf der Breitenstraße, das eine von den zweien zu Felde wärts, das zur Stadt wärts: von Hupert von Syntzich (Sinzig) mit gestohlenem Geld gekauft…&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band II, Seite 297, Sp. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Befestigung um 1250 ===&lt;br /&gt;
Als eines der zwölf [[Romanik#Spätromanik|spätromanischen]] Stadttore soll das neue Ehrentor während der letzten Befestigungserweiterung Kölns in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet worden sein. Es hatte eine Ähnlichkeit mit dem noch bestehenden [[Severinstorburg|Severinstor]], das allerdings wegen seines stadtseitig mit dem unteren Torbau bündigen Mittelbaus einen unsymmetrisch sechskantigen Turmaufsatz und zwei kegelbedachte Flankentürme besitzt. Die obige Abbildung [[Justus Vinkenboom]]s (1620–1698) zeigt die Feldseite des Ehrentores in den 1660er Jahren, dessen Flankentürme zur Torseite hin abgeflacht waren. Das mit achtseitigem dreigeschossigen gezinnten Turmaufsatz versehene Tor war in seiner Achse zum Ausgang der Stadtseite hin deutlich versetzt. Als typisches Doppelturmtor (wie auch die [[Ulrepforte]]) hatte das Ehrentor zwischen den Flankentürmen in der Höhe des [[Gesims|Sockelgesimses]] über dem [[Tor (Architektur)|Torbogen]] ein hölzernes [[Überzimmer]] als Wurfgalerie. An dem nördlichen dreigeschossigen Flankenturm waren zu dieser Zeit der [[Zinne]]nkranz und die Rundbogenfenster erhalten, dagegen hatte der Südturm eine reduzierte Höhe und war mit einem [[Kegeldach]] abgedeckt worden. Weiterhin erkennbar war an der äußeren Seite des Nordturmes ein für die [[Bewachung|Wachen]] vorgesehener [[Aborterker]] angebracht sowie vor dem Toreingang ein [[Schilderhaus]] aufgestellt. Am Obergeschoss des Turmaufsatzes an einem Balken die Torglocke zu sehen, mit der der [[Torschlusspanik|Torschluss]] oder etwaige Angreifer angekündigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrentor-Feldseite-Köln-um-1827-Litho-J-A-Wünsch.jpg|mini|hochkant|Feldseite um 1827]][[Datei:Cölner Thorburgen und Befestigungen 1180 - 1882, Blatt 35.jpg|mini|hochkant|Ehrentor (aus: C. F. Kaiser, &amp;#039;&amp;#039;Cölner Thorburgen und Befestigungen: 1180 - 1882&amp;#039;&amp;#039;, 1884, Blatt 34)]]&lt;br /&gt;
Ein neben der schräg angeordneten Tordurchfahrt vorhandenes Fußgängertor, das auf Abbildungen noch kurz vor dem Abbruch im Jahr 1882 zu sehen war, ist auf der Lithographie von J. A. Wünsch im Jahr 1827 noch als zugemauerter Torbogen im Schatten auszumachen. Das Bauwerk war nun ohne Zinnenkranz und wirkt noch kompakter. Die sich beiderseits der Torburg anschließenden unterschiedlich hohen Stadtmauern sind mit ihren schmalen Öffnungen, den [[Schießscharte]]n, noch vorhanden. Auch die durch den Kunsthistoriker [[Udo Mainzer]] vorgenommenen Untersuchungen ([[Dissertation]] über Stadttore im Rheinland) bestätigten die Entstehungszeit des Ehrentores.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Binding, Seite 150&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendungsarten der Torburg ===&lt;br /&gt;
Die [[Torburg]] diente als Wehrturm und Teil der Stadtmauer dem Schutz der Stadt, war ein Verkehrsweg, diente jedoch nicht mehr als Station der Zollerhebung. Die alten Zollhäuser an den Landtoren des Stadtwalles von 1106, dem am alten Eigelsteintor, und die an dem Vorgängertor [[Schaafentor|Schafenpforte]], waren im 16. Jahrhundert in Privatbesitz übergegangen&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B.1 S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als Stadttor war es auch der vorgeschriebene Ausgang, den Abgeurteilte des Hochgerichtes der „Hach“ (an der Südseite des Doms) zu nehmen hatten, die in Begleitung der Henkersknechte und des Scharfrichters zur Richtstätte gingen. Diese erreichte der Tross über den vor dem Ehrentore in der Vorstadt „Westenich“ beginnenden und zum damaligen Richtplatz, dem „Rabenstein“ (dem heutigen [[Melaten-Friedhof]]), führenden Melatener Weg. Auch bei diesen Gelegenheiten wird die Torglocke als &amp;#039;&amp;#039;Armesünderglocke&amp;#039;&amp;#039; geläutet haben. Es war gleichzeitig der wichtige mittelalterliche Weg von Köln nach [[Jülich]], der von [[Arnold Mercator]] in seiner [[Kölner Stadtansicht von 1570]] als „Die Straß of [[Kaster|Caster]]“ bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Quelle des beginnenden 18. Jahrhunderts, das &amp;#039;&amp;#039;Visitationis Prothocollum der Thürmen und gefengnißen&amp;#039;&amp;#039; von Mai 1709, führte unter den Türmen der Kölner Stadtmauer den auch „Ehrenpforte“ genannten Torbau mit drei Gefängnisräumen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Schwerhoff, Seite 96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohenzollernring-Köln-Einmündung-Ehrenstraße.JPG|mini|hochkant|Einmündung der Ehrenstraße in den Hohenzollernring]]&lt;br /&gt;
Auf dem Areal der 1882 [[Schleifung|geschleiften]] [[Bollwerk]]e der alten Kölner Stadtmauer entstanden im Bogen um die Altstadt des linksrheinischen Stadtgebietes die der Altstadt vorgelagerten Ringstraßenabschnitte mit den sie verbindenden Plätzen, die mit ihren Anschlussstraßen in die neu entstehenden Stadtbezirke führten. Im Juni 1881 wurde mit der Niederlegung der Mauer begonnen. Nach Plänen von [[Karl Henrici]] aus Aachen und unter der Leitung des Stadtbaumeisters [[Josef Stübben]] wurden in den Jahren 1889/1892 die neuen [[Kölner Ringe|Ringstraßen]] erbaut. Durch diese noch nicht durch heute gültige Vorschriften des [[Städtebaulicher Denkmalschutz|Denkmalschutzes]] beeinträchtigte Maßnahmen verlor die Stadt bis auf wenige erhaltene Teilstücke der ehemaligen Ringmauer auch die Torburg an der während der [[Franzosenzeit|französischen]] Zeit (1813) der Stadt noch &amp;#039;&amp;#039;Rue d’Honneur&amp;#039;&amp;#039; genannten Ehrenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig Arentz, Heinrich Neu und [[Hans Vogts]]: [[Paul Clemen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Erweiterungsband: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemaligen Kirchen, Klöster, Hospitäler und Schulbauten der Stadt Köln&amp;#039;&amp;#039;. Verlag L. Schwann, Düsseldorf 1937. Nachdruck 1980, ISBN 3-590-32107-5.&lt;br /&gt;
* [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln- und Niederrhein-Ansichten im Finckenbaum-Skizzenbuch 1660-1665&amp;#039;&amp;#039;. Greven, Köln 1980, ISBN 3-7743-0183-2.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Heineberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß Allgemeine Geographie&amp;#039;&amp;#039;, Teil X, Stadtgeographie / Geographische Stadtforschung, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1989, S. 63.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Keussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039;2 Bände, Köln 1910. (Nachdruck: ISBN 978-3-7700-7560-7 und ISBN 978-3-7700-7561-4)&lt;br /&gt;
* [[Gerd Schwerhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln im Kreuzverhör.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bouvier, Köln 1991, ISBN 978-3-416-02332-0.&lt;br /&gt;
* [[Adam Wrede]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Kölnischer Sprachschatz&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände A – Z, Greven Verlag, Köln 1984, 9. Auflage, ISBN 3-7743-0155-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Mittelalterliche Kölner Stadtmauer}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50/56/17.84/N|EW=06/56/26.38/E|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt-Nord]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterliche Stadtmauer von Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1880er Jahren|Koln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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