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	<title>Egyptienne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T01:52:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Egyptienne&amp;diff=192008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TheYearbookTeacher: Ich habe das Typografiebeispiel von „Adelle“ ersetzt, weil ich die PNG-Version in Wikimedia Commons durch dieses SVG ersetzt habe, wie von der Wartungskategorie „Images Needing Cleanup“ gefordert.</title>
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		<updated>2025-02-06T20:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ich habe das Typografiebeispiel von „Adelle“ ersetzt, weil ich die PNG-Version in Wikimedia Commons durch dieses SVG ersetzt habe, wie von der Wartungskategorie „Images Needing Cleanup“ gefordert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Serifenformen.png|mini|Serifenformen. Unten die typische Serifenform der Serifenbetonten Linear-Antiqua.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egyptienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine aus der [[Antiqua]] abgeleitete Schriftklasse, bei der die [[Serife]]n blockartig gestaltet und betont sind. Man spricht auch von „serifenverstärkten“ Schriften. Im englischen Sprachraum ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Slab Serif&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Square Serif&amp;#039;&amp;#039; geläufig, in Frankreich &amp;#039;&amp;#039;Mécanes&amp;#039;&amp;#039;, in den Niederlanden &amp;#039;&amp;#039;Mechanen&amp;#039;&amp;#039; und in Italien &amp;#039;&amp;#039;Egiziani&amp;#039;&amp;#039;. Diese Schriften entstanden im 19. Jahrhundert und hatten dort auch ihre Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die Egyptienne nach [[DIN 16518]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Serifenbetonte Linear-Antiqua&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, allerdings werden ihr auch Schriften zugerechnet, die das Merkmal der (nahezu) konstanten [[Strichstärke]] ([[Linear-Antiqua]]) nicht erfüllen. Nur Vertreter der Unterart der &amp;#039;&amp;#039;geometrischen&amp;#039;&amp;#039; Egyptienne zählen im Regelfall zu den Linear-Antiqua.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chartist Demonstration.jpg|mini|hochkant|Die Überschrift und ein großer Teil des Fließtexts dieses Plakats von 1848 sind in Egyptienne-Schnitten gesetzt. Dazwischen sind auch Zeilen in klassizistischen Antiqua-Schnitten gesetzt.]]&lt;br /&gt;
Die Egyptienne entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in England als Antwort auf den gestiegenen Bedarf an auffälligen Werbeschriften. Die erste Egyptienne wurde 1815 von [[Vincent Figgins]] veröffentlicht. Zum ersten Mal erwähnt wurde die Egyptienne-Schrift in vereinzelten Drucktypen 1820, und zwar in einem Auktionsverzeichnis der Schriftgießerei Thorne. Man nannte sie „Egyptienne“, obwohl sie nichts mit der ägyptischen Schrift zu tun hatte. Die Bezeichnung erinnert an den Namen des von den Engländern gekaperten Schiffs, das 1802 den [[Stein von Rosette]] nach London brachte, zu einer Zeit, in der die Menschen sehr viel Interesse an der ägyptischen Kunst zeigten. Auch im 20. Jahrhundert gab es noch Schriften, die mit einem ägyptischen Namen versehen wurden (wie z.&amp;amp;nbsp;B. Memphis, Ramses etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren die ersten Egyptienne-Schriften noch aus der [[Klassizistische Antiqua|klassizistischen Antiqua]] abgeleitet, so wurden sie später aus [[Grotesk (Schrift)|serifenlosen Schriften]] konstruiert. Heute treten serifenbetonte Schriften oft als Komponente eines größeren Schriftsystems auf, beispielsweise [[TheSerif]] oder [[Siemens Slab]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten [[Nichtproportionale Schriftart|nichtproportionalen Schriftarten]], etwa [[Schreibmaschinenschrift]]en, sind Egyptienne-Schriften, da die kräftigen Serifen helfen, den Leerraum um schmale Buchstaben wie „i“ und „l“ auszufüllen und eine optische Verbindung zu den benachbarten Buchstaben herzustellen. Dünner gestaltete Serifen würden bei Schreibmaschinen leicht beim Anschlagen abbrechen. Ein bekanntes Beispiel einer solchen Schreibmaschinen-Schriftart ist die [[Courier (Schriftart)|Courier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Klassifikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste gemeinsame Merkmal der Egyptienne-Schriften sind die betonten Serifen und die im Unterschied zu den zeitgleich populären [[Klassizistische Antiqua|klassizistischen Antiqua]]-Schriften, die einen besonders hohen Strichkontrast mit sehr feinen Haarstrichen aufweisen, viel gleichmäßigeren [[Strichstärke]]n mit geringem Kontrast. Bei Italienne-Schriften – falls man diese, was nicht unumstritten ist, zu den Egyptienne-Schriften rechnet – ist der Strichkontrast hingegen wieder deutlich höher, allerdings &amp;#039;&amp;#039;umgekehrt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans Peter Willberg]] und [[Indra Kupferschmid]] unterscheiden folgende Arten der Egyptienne:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dynamische Egyptienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: deutlicher Strichkontrast mit schräger Schattenachse, zweistöckiges g, offenes a, basiert auf der [[Renaissance-Antiqua]], hat aber Egyptienne-artige Serifen. Beispiele: PMN Caecilia, TheSerif, Officina Serif, Nexus Mix.&lt;br /&gt;
::[[Bild:Pangramm de Joanna.png|mini|none|Schriftbeispiel für die Schriftart Joanna]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;statische Egyptienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: senkrechte Schattenachse, angeglichene Buchstabenbreiten, ein- oder zweistöckiges g, offenes a, [[klassizistische Antiqua|klassizistischer]] Charakter. Diese Art kann man noch weiter in zwei Unterarten unterteilen:&lt;br /&gt;
:* statische Egyptienne mit ungerundet angesetzten Serifen: Beispiele: Glypha, Corporate E, Serifa, Aachen.&lt;br /&gt;
:::[[Bild:Pangramm de Egyptienne.png|mini|none|Schriftbeispiel für die Schriftart Egyptienne]]&lt;br /&gt;
:*statische Egyptienne mit Rundungen am Serifenübergang („Clarendonartige“):  Beispiele: [[Clarendon (Schriftart)|Clarendon]], Egiziano, Volta.&lt;br /&gt;
:::[[Bild:Pangramm de Clarendon.png|mini|none|Schriftbeispiel für die Schriftart Clarendon]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geometrische Egyptienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: kein Strichkontrast (Linear-Antiqua), die Serifen gleich stark wie alle anderen Striche, Rundungen sind kreisrund, einstöckiges g, meist geschlossenes a. Beispiele: [[Rockwell (Schriftart)|Rockwell]], Cairo, Lubalin Graph, Memphis.&lt;br /&gt;
::[[Bild:Pangramm de Rockwell.png|mini|none|Schriftbeispiel für die Schriftart Rockwell]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dekorative Egyptienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach Willberg): diese Art umfasst Egyptienne-Schriften, die zusätzliche Verzierungen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Italienne]] hat das Merkmal, dass bei ihr der Strichkontrast nicht reduziert, sondern vielmehr umgekehrt wird. Beispiel:&lt;br /&gt;
::[[Bild:Pangramm de Italienne.png|mini|none|Schriftbeispiel für eine Italienne-Schriftart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Adelle Type Sample.svg|[[Adelle (Schriftart)|Adelle]]&lt;br /&gt;
Datei:American Typewriter.svg|[[American Typewriter]]&lt;br /&gt;
Datei:Boton (typeface).png|[[Boton]] Regular&lt;br /&gt;
Datei:Clarendon font.svg|[[Clarendon (Schriftart)|Clarendon]]&lt;br /&gt;
Datei:Compatil Letter.png|[[Linotype Compatil|Compatil]] Letter&lt;br /&gt;
Datei:Courier font.svg|[[Courier (Schriftart)|Courier]]&lt;br /&gt;
Datei:Figaro (typeface name).png|[[Figaro (Schriftart)|Figaro]]&lt;br /&gt;
Datei:Memphis (typeface name).png|[[Memphis (Schriftart)|Memphis]]&lt;br /&gt;
Datei:Officina-Serif.png|[[Officina]] Serif&lt;br /&gt;
Datei:Rockwell.svg|[[Rockwell (Schriftart)|Rockwell]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Typografie]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Schriftarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Peter Willberg, &amp;#039;&amp;#039;Wegweiser Schrift.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2001, ISBN 3-87439-569-3&lt;br /&gt;
* Indra Kupferschmid, &amp;#039;&amp;#039;Buchstaben kommen selten allein.&amp;#039;&amp;#039; Niggli Verlag, Sulgen ISBN 3-7212-0501-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Karl Vöhringer: &amp;#039;&amp;#039;Druckschriften kennenlernen unterscheiden anwenden&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Forum und Technik, Stuttgart 1989, (&amp;#039;&amp;#039;Fachtechnische Schriftenreihe der Industriegewerkschaft Medien&amp;#039;&amp;#039; 1, {{ZDB|1064778-8}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Slab-serif typefaces}}&lt;br /&gt;
* [https://www.typografie.info/3/wiki.html/e/egyptienne-r56/ Entstehung der Egyptienne-Schriften im Wiki von Typografie.info]&lt;br /&gt;
* [https://www.typolexikon.de/egyptienne/ Beinert, Wolfgang: Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie, Die Egyptienne]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TheYearbookTeacher</name></author>
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