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	<title>Egon Eiermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Bauten */ einheitliche Kommasetzung innerhalb des Artikels</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauten: &lt;/span&gt; einheitliche Kommasetzung innerhalb des Artikels&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stamp Germany 2004 MiNr2421 Egon Eiermann.jpg|mini|[[Briefmarke]] zum 100.&amp;amp;nbsp;Geburtstag Eiermanns im Jahr&amp;amp;nbsp;2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohengrinstraße 32 (Berlin-Nikolassee).jpg|mini|Wohnhaus Dienstbach in [[Berlin-Nikolassee]] (1936)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stallupöner Allee 37 (Berlin-Westend).JPG|mini|Wohnhaus Steingroever in [[Berlin-Westend]] (1936–1937)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich-Krause-Ufer 24 (Berlin-Moabit).JPG|mini|[[Auergesellschaft]] in [[Berlin-Moabit]] (1937–1938)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Apolda Eiermannbau03.jpg|mini|[[Eiermann-Bau|Total-Feuerlöschgerätewerk]] in [[Apolda]] (1938–1939)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oranienburg, Rungestraße 17 (2) (cropped).jpg|mini|Fabrikanlage Märkischer Metallbau in [[Oranienburg]] (1940–1941)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eingangsseite mit kirchturm.jpg|mini|[[Matthäuskirche (Pforzheim)]] (1951–1953)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burda.jpg|mini|Verwaltungsgebäude [[Burda Moden]] in [[Offenburg]] (1953–1954)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neckermann haupteingang.jpg|mini|[[Neckermann Versand|Neckermann-Zentrale]] in [[Frankfurt am Main]] (1958–1961)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verwaltungsgebäude Ruhrkohle.jpg|mini|[[Steag-Zentrale]] (Ruhrkohlehaus II) in [[Essen]] (1956–1960)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Müller2.jpg|mini|Verwaltungs&amp;amp;shy;gebäude des Stahlbauwerks Gustav Müller in [[Offenburg]] (1958–1961)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus Egon Eiermann - Baden-Baden IMGP8626.JPG|mini|Eiermanns eigenes Wohnhaus in [[Baden-Baden]] (1958–1962)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P060400, Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis Kirche und Kurfürstendamm.jpg|mini|[[Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche]] in [[Berlin]] (1959–1963)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Embassy of Germany, Washington.jpg|mini|[[Deutsche Botschaft Washington, D.C.]] (1959–1964)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hotel Prinz Carl Egon Eiermann 1965-67 Buchen Odenwald-1.jpg|mini|Hotel Prinz Carl in [[Buchen (Odenwald)]] (1965–1967)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehemaliges IBM-Hauptquartier in Stuttgart, Architekt Egon Eiermann, Eiermann-Areal - panoramio.jpg|mini|Ehemaliges [[IBM]]-Hauptquartier in [[Stuttgart]] (1967–1972)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Lyoner Straße 34.Nord.20130511 (cropped).jpg|mini|[[Olivetti]]-Niederlassung in der Bürostadt [[Frankfurt-Niederrad]] (1968–1972)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KonzStadtbibMeistermann1.png|mini|Meistermann-Fresko am Verwaltungsgebäude der Firma [[Zettelmeyer]] in [[Konz]] (1970)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egon Fritz Wilhelm Eiermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. September]] [[1904]] in [[Neuendorf bei Potsdam|Neuendorf]]; † [[19. Juli]] [[1970]] in [[Baden-Baden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Architekt]], [[Möbeldesign]]er und [[Hochschullehrer]]. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Architekten der [[Nachkriegsmoderne]]. Eiermann war ordentlicher Professor an der Architekturfakultät der [[Karlsruher Institut für Technologie|Technischen Hochschule Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Egon Eiermanns Vater Wilhelm (1874–1948), der aus [[Buchen (Odenwald)|Buchen]] im badischen [[Odenwald]] stammte, war Konstrukteur bei der Lokomotivenfabrik [[Orenstein &amp;amp; Koppel]] in [[Nowawes]]. Seine Mutter war die Berlinerin Emma Gellhorn (1875–1959). Er hatte in Katharina (1906–1961) eine jüngere Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am [[Babelsberg#Sehenswürdigkeiten|Althoff-Gymnasium]] und dem [[Architekturstudium]] an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin]] bei [[Hans Poelzig]] von 1923 bis 1927 ging Egon Eiermann in das Baubüro der [[Karstadt|Rudolph Karstadt AG]] in [[Hamburg]] (unter Leitung von [[Philipp Schaefer (Architekt)|Philipp Schaefer]]) und anschließend zu den [[Bewag (Berlin)|Berliner Elektrizitätswerken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1925 entwarf Egon Eiermann die Filmbauten für [[Rochus Gliese]]s Film &amp;#039;&amp;#039;Karriere&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|bue|35|00|1925|1981|ALTSEITE=39|Xenia Desnis neueste Rolle|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1940 heiratete Eiermann die Innenarchitektin Charlotte Friedhelm (1912–2001). Aus der Ehe, die bis 1952 bestand, ging Sohn Andreas (geboren 1942) hervor. 1954 heiratete er die Architektin Brigitte Feyerabendt (1924–2019), die zuvor an der TH Karlsruhe unter anderem bei Eiermann studiert hatte. Aus dieser Ehe ging die Tochter Anna (geboren 1956) hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:bio-0200 &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Karlsruhe&amp;#039;&amp;#039;], Webportal der Stadt Karlsruhe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie Eiermann wohnte einige Jahre in Karlsruhe. 1962 baute sich Eiermann ein Wohnhaus mit Atelier an der Straße Krippenhof in [[Baden-Baden]]. Die Villa Eiermann und die 1960 vollendete Villa Hardenberg sind (abgesehen von der Siedlung Hettingen) Eiermanns einzige Wohnhäuser der Nachkriegszeit. Obwohl sie im Nachkriegswerks Eiermanns ein Alleinstellungsmerkmal haben, markieren sie den Höhepunkt seiner Tätigkeit als Schöpfer von Wohnhäusern. Dass die beiden Häuser in Baden-Baden errichtet wurden, ist im Hinblick auf die dortige Villenkultur kein Zufall. Die Villa ist eine typische Bauaufgabe der Kurstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Coenen: Egon Eiermann in Mittelbaden, S. 53–85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egon Eiermann wurde im Familiengrab auf dem Friedhof in Buchen beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürogründung und erste Erfolge ===&lt;br /&gt;
Ab 1931 entwarf er in einem zusammen mit [[Fritz Jaenecke]] (1903–1978) gegründeten Büro zunächst diverse Wohnhäuser in Berlin und Umgebung. Die Auftragslage verbesserte sich dabei rapide. Jaenecke stieg 1934 wegen persönlicher Differenzen mit Eiermann aus der Büropartnerschaft aus. Zwischen 1934 und 1938 wurden nach Vorgaben und unter Leitung von Eiermann sämtliche Geschäftsstellen des Berliner Bestattungsunternehmens [[Ahorn-Grieneisen|Grieneisen]] in einheitlichem [[Corporate Design]] umgestaltet (Fassaden, Innenausstattung, sowie als [[Logo (Zeichen)|Logo]] ein dreiarmiger Leuchter mit Schriftzug und Jahreszahl).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.grieneisen-bestattungen.de/geschichte/?L=0 |titel=Geschichte des Unternehmens |sprache=de |abruf=2021-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die NS-Propagandaausstellung &amp;#039;&amp;#039;Gebt mir vier Jahre Zeit&amp;#039;&amp;#039; gestaltete Eiermann Halle II und den Filmraum auf dem Messegelände in Berlin. Eiermann hatte sich 1936 an einem vom Propagandaministerium ausgeschriebenen Wettbewerb für die Schau beteiligt, die unter der Schirmherrschaft von [[Joseph Goebbels]] stand und 1937 von [[Adolf Hitler]] persönlich eröffnet wurde. Ein Kniefall vor dem NS-System ist das je nach Quelle 18 oder 20 Meter hohe „Führerportrait“ in der Ausstellungshalle, umgeben von Maschinen, Motoren und Waffen, die die Dynamik des NS-Staats zeigen sollten. Hitler war hingerissen. „Führer ist begeistert“, schrieb Goebbels in sein Tagebuch.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 21–23. Christoph Kivelitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Propagandaausstellung in europäischen Diktaturen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Berlin 1999, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1938 plante das Büro [[Industriebau]]ten, z.&amp;amp;nbsp;B. für die [[Auergesellschaft]] in Berlin, die Total-Werke Foerstner &amp;amp; Co. in [[Apolda]], die Märkische Metallbau GmbH in [[Oranienburg]] und die [[Rickmers Reederei|Rickmerswerft]] in [[Bremerhaven]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 24–29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 entwarf Eiermann die Krankenhaus-Sonderanlage [[Beelitz]] (sog. Ausweichkrankenhaus) in [[Beelitz-Heilstätten]] bei Berlin. 1943 bis 1945 verlegte er sein Büro und Wohnsitz von Berlin in ein Nebengebäude dieses Krankenhauses, da ihm die Waldlage bei Bombardierungen sicherer erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiermann ist ein typischer Vertreter der modernen Architekten in Deutschland, die sich im NS-Regime vor allem auf Industriebau konzentriert haben, weil der Gestaltungsfreiraum dort größer war als bei öffentlichen Bauaufgaben. Eiermann legte zwischen 1933 und 1945 den Grundstein für seinen Erfolg in der jungen Bundesrepublik und hat aber das getan, was alle Deutschen getan haben, die in dieser Zeit beruflich erfolgreich sein wollten. Er hat sein Gewissen hintenangestellt und sich den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des verbrecherischen Regimes angepasst. Das gilt auch für die meisten Bauherren Eiermanns nach 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 13 und 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Da sich Eiermann im nationalsozialistischen Deutschland vorrangig dem Industriebau widmete, konnte er sich unbehelligt weiter stilistisch in einer modernen Richtung entwickeln. Er setzte seine Leichtigkeit und Frische vermittelnde, den Fortschritt symbolisierende [[Architektur]] selbst bei Rüstungsbetrieben, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der Rickmerswerft, ohne politische Bedenken um. Es gelang ihm, seine Karriere ungehindert im Nachkriegs-Westdeutschland fortzusetzen, was ihn schließlich zu einem der einflussreichsten Architekten seiner Zeit werden ließ. Seine in [[Stahlskelettbau]]weise ausgeführten Industriebauten, wie die 1949 bis 1951 entstandene &amp;#039;&amp;#039;Taschentuchweberei&amp;#039;&amp;#039; in [[Blumberg]], eine klar gefügte Fabrikanlage (im Herbst 2009 abgebrochen), für die er den [[Hugo-Häring-Preis]] erhielt, erlangten in den Jahren des Wiederaufbaus Vorbildcharakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 bis 1948 war er zunächst selbstständiger Architekt in [[Mosbach]] im Odenwald. 1947 folgte Eiermann als Nachfolger auf den Lehrstuhl von [[Hermann Alker]] einem Ruf als Professor an die Fakultät für Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Er lehrte dort bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1970 und prägte für lange Zeit das Profil der Hochschule. Zu seinen Schülern gehörten der spätere Erbauer der Ruhr-Universität Bochum, [[Hans-Günther Bierwirth]], der einen Teil seiner Assistentenzeit bei Eiermann verbrachte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://idw-online.de/de/news5017 |titel=Erbauer der RUB verstorben |abruf=2020-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der [[Architekturtheorie|Architekturtheoretiker]] [[Oswald Mathias Ungers]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.adk.de/de/akademie/mitglieder/oswald-mathias-ungers.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Oswald Mathias Ungers&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20060622231036}} Akademie der Künste&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Architekturfotograf [[Klaus Kinold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Architektur und auch in der Lehre war Eiermann der [[Antipode]] des in Berlin lehrenden [[Hans Scharoun]], dessen organischer Architektur er die geometrische Strenge und Präzision moderner Architektur in der Tradition eines [[Ludwig Mies van der Rohe]] entgegensetzte.&lt;br /&gt;
Auf Studienreisen in die [[Vereinigte Staaten|USA]] lernte er 1950 [[Walter Gropius]] und [[Marcel Breuer]] kennen, 1956 auch [[Ludwig Mies van der Rohe]].&lt;br /&gt;
1951 bis 1953 wurde im [[Pforzheim]]er Stadtteil Arlinger nach Plänen von Egon Eiermann die [[Matthäuskirche (Pforzheim)|Matthäuskirche]] erbaut; sie gehört zu den wichtigsten Kirchenneubauten der Nachkriegsmoderne. Vorbild war die französische Kirche Notre-Dame in [[Le Raincy]] bei Paris von [[Auguste Perret]] (1922).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere markierte der international beachtete, &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Pavillon&amp;#039;&amp;#039; für die [[Expo 58|Weltausstellung]] in [[Brüssel]], den er in Zusammenarbeit mit [[Sep Ruf]] als elegante Pavillongruppe aus acht durch Stege verbundenen Einzelbauten entwarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sep_Ruf_Gesellschaft_gegruendet_5205829.html?backurl=https://www.baunetz.de/meldungen/index.html&amp;amp;bild=6%20/%20https://docplayer.org/47605688-Architektur-der-weltausstellungen.html |titel=Bildergalerie zu: Sep Ruf Gesellschaft gegründet / Münchner Moderne - Architektur und Architekten - News / Meldungen / Nachrichten - BauNetz.de |abruf=2021-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Gebäude wurde, ähnlich wie der [[Kanzlerbungalow]] von Sep Ruf in Bonn, zum Symbol eines neuen, bescheidenen und weltoffenen Deutschland der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1967 hatte Egon Eiermann den Vorsitz der Jury im Architekturwettbewerb für den [[Olympiapark (München)|Olympiapark]] in [[München]]. Der Vorschlag von [[Behnisch &amp;amp; Partner]] mit der berühmten Zeltdachkonstruktion ging dabei als Sieger unter 93 Einsendungen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Bauten der letzten Schaffensperiode sind der [[Eiermann-Campus]] für [[IBM]] in [[Stuttgart-Vaihingen]] sowie die signifikant trichterartigen, als Hängehochhaus konzipierten Verwaltungstürme der Firma [[Olivetti]] in [[Frankfurt am Main]], die erst zwei Jahre nach seinem Tod fertiggestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Pehnt |Titel=Egon Eiermann. Deutsche Olivetti |Verlag=Hirmer |Ort=München |Datum=2019 |ISBN=978-3-7774-3312-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein viel kritisierter Aspekt in Eiermanns Biografie ist seine Tätigkeit für die [[Merkur, Horten &amp;amp; Co.]] in Stuttgart. Dort war er beteiligt an einem [[Kaufhaus]]neubau an der Stelle des berühmten [[Kaufhaus Schocken|Kaufhauses Schocken]] von [[Erich Mendelsohn]]. Um seinen eigenen Bau zu realisieren, nahm er einen Abriss dieses architektonischen Jahrhundertwerks trotz der Proteste der Stuttgarter Architektur-Studenten und zahlreicher deutscher und ausländischer Architekten und Kunstwissenschaftler in Kauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Borgmann: {{Webarchiv |url=http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2477681_0_9223_-stuttgarter-kaufhaus-schocken-eine-fuenfzig-jahre-alte-suende.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Eine fünfzig Jahre alte Sünde.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100508003405}} In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 6. Mai 2010; Judith Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Verloren, aber nicht vergessen: das Kaufhaus Schocken in Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039; In: Denkmalpflege in Baden - Württemberg. Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 48. Jg., 2019, S. 151–153, 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Neubau 1960/61 für Horten war eines der ersten Gebäude mit einer vorgesetzten abstrakten Fassade, die das Gebäude nahezu vollständig bekleidet, dabei keinen Bezug auf den stadträumlichen Kontext nimmt und die innere Gliederung sowie den Maßstab des Gebäudes nicht ablesbar macht, siehe auch [[Hortenkachel]], ein Prinzip, als dessen Erfinder Eiermann bisweilen fälschlicherweise bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Eugen, Bonn, June 2018.jpg|mini|[[Langer Eugen]], [[Bonn]] – Detail]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Egon Eiermanns Architektur zeichnet sich durch Einfachheit, strenge Geometrie und unmittelbare Erkennbarkeit der Funktion aus. Wie bei vielen Architekten der Moderne nehmen seine Bauten in der Regel keinen Bezug auf die umgebende Stadtlandschaft, obwohl es ihm seiner Auffassung nach wichtig erschien, eine gelungene Verschmelzung von Gebäude und Umgebung zu erschaffen.&lt;br /&gt;
Mehr als 30 Bauten Eiermanns stehen in Deutschland unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://egon-eiermann-gesellschaft.de/download/CY72286fe0X13cd8f1a2d4XYda9/NEU_denkmalgeschu__776_tzte_bauten_ee_1.pdf?ITServ=C25c8a683X14431334803X7b38 Egon Eiermann – Denkmalgeschützte Bauten.] (PDF; 39 kB) Eiermann-Gesellschaft; abgerufen am 14. Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein umfangreiches Werkarchiv liegt im [[Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau|Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauten ===&lt;br /&gt;
* 1931–1932: Haus Hesse in [[Berlin-Lankwitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09065439}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.44022436316656|EW=13.328250228956549|type=building|region=DE-BE|name=Haus Hesse}}&lt;br /&gt;
* 1934: Einfamilienhaus Kleinwächter&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09065401}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.43445138621988|EW=13.332667008349596|type=building|region=DE-BE|name=Einfamilienhaus Kleinwächter}}&lt;br /&gt;
* 1934–1935: Wohnhaus Dr. Bolle in [[Berlin-Dahlem]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09075331}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.456609690595585|EW=13.276536207373|type=building|region=DE-BE|name=Wohnhaus Bolle}}&lt;br /&gt;
* 1936: Wohnhaus Dienstbach in [[Berlin-Nikolassee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09075256}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.42216198850714|EW=13.192472465828319|type=building|region=DE-BE|name=Wohnhaus Dienstbach}}&lt;br /&gt;
* 1936: Wohnhaus [[Paul Henckels]] in [[Kleinmachnow]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://vilmoskörte.de/2007/09/01/wohnhaus-paul-henckels-in-kleinmachnow/ vilmoskoerte.wordpress.com &amp;#039;&amp;#039;Wohnhaus von Paul Henckel in Kleinmachnow&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.39757665478649|EW=13.228647275347335|type=building|region=DE-BB|name=Wohnhaus Henckels}}&lt;br /&gt;
* 1936–1937: Wohnhaus Steingroever in [[Berlin-Westend]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09030611}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Herta Steingroever: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben im Eiermann-Haus. Vom Haus und        seinen Bewohnern&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-00-071568-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.504250415347514|EW=13.231679817943876|type=building|region=DE-BE|name=Wohnhaus Steingroever}}&lt;br /&gt;
* 1936–1937: Wohnhaus Matthies in [[Potsdam-Babelsberg]] {{Coordinate|simple=y|NS=52.39858975251226|EW=13.107844281527026|type=building|region=DE-BB|name=Wohnhaus Matthies}}&lt;br /&gt;
* 1938: Fabrikanlage der Auergesellschaft in [[Berlin-Moabit]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;LDLBerlin|09050292&amp;quot;&amp;gt;{{LDLBerlin|09050292}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.53809839843551|EW=13.355125435952058|type=building|region=DE-BE|name=Auergesellschaft}}&lt;br /&gt;
* 1938–1939: [[Eiermann-Bau|Total-Feuerlöschgerätewerk]] in [[Apolda]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jasmin Kunst: &amp;#039;&amp;#039;Apolda, 1938/39: Feuerlöschgerätewerk&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bauwelt (Zeitschrift)|Bauwelt]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 27/2019; [https://www.bauwelt.de/dl/1519550/42_bis_45_8_Apolda_fr.p1_LowRes.pdf Digitalisat] (PDF; 0,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=51.03192|EW=11.51747|type=building|region=DE-TH|name=Total-Feuerlöschgerätewerk}}&lt;br /&gt;
* 1940–1941: Haus Vollberg in [[Berlin-Grunewald]] (Gartenanlagen von [[Herta Hammerbacher]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;LDLBerlin|09050292&amp;quot;/&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.484208267044664|EW=13.280356|type=building|region=DE-BE|name=Haus Vollberg}}&lt;br /&gt;
* 1940–1941: Märkische Metallbau GmbH in [[Oranienburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://blog.hotze.net/?p=5255 blog.hotze.net] [http://blog.hotze.net/?p=5255 blog.hotze.net] Hotze: &amp;#039;&amp;#039;Egon No. 63 und Stellwerk Or: Ein Sonntagsausflug nach Oranienburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.77022038919892|EW=13.238504925449604|type=building|region=DE-BB|name=Märkische Metallbau GmbH}}&lt;br /&gt;
* 1946–1948: Siedlung für Heimatvertriebene &amp;#039;&amp;#039;Neue Heimat&amp;#039;&amp;#039; in Buchen-Hettingen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dokumentation-eiermann-magnani.de/das-projekt.html &amp;#039;&amp;#039;Projektbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;], Eiermann-Magnani Dokumentationsstätte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1949–1951: Taschentuchweberei in [[Blumberg]] (2009 abgebrochen)&amp;lt;ref&amp;gt;Kaye Geipel: &amp;#039;&amp;#039;Blumberg, Sommer 2008&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bauwelt&amp;#039;&amp;#039;, Heft 32/2008; [https://www.bauwelt.de/dl/754461/10818603_4468d639df.pdf Digitalisat] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1951: [[Merkur, Horten &amp;amp; Co.|Warenhaus Merkur]] in [[Heilbronn]] (1968 gesprengt)&lt;br /&gt;
* 1953–1954: Verwaltungsgebäude der [[Hubert Burda Media|Burda-Moden]] in [[Offenburg]] (2001 von [[Ingenhoven Overdiek und Partner]] renoviert)&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 39–45 und 49–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1953–1956: Verwaltungs- und Lagergebäude der Vereinigten Seidenweberei, kurz [[Verseidag]], in [[Krefeld]]; heute [[Stadthaus (Krefeld)|Stadthaus Krefeld]], bedeutendes [[Baudenkmal]] der deutschen Nachkriegsarchitektur der 1950er Jahre&lt;br /&gt;
* 1956–1960: &amp;#039;&amp;#039;[[Steag-Zentrale|Ruhrkohlehaus II]]&amp;#039;&amp;#039; für die &amp;#039;&amp;#039;Essener Steinkohlen-Bergwerke AG&amp;#039;&amp;#039; (später [[Ruhrkohle AG]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geo.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_759.pdf &amp;#039;&amp;#039;Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB); abgerufen am 5. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1994 von &amp;#039;&amp;#039;Kohl:Fromme Architekten&amp;#039;&amp;#039; für die [[Steag]] AG saniert und erweitert. Auffallend ist die Gestaltung der Fassade mit schwarzen keramischen [[Fliese]]n.&lt;br /&gt;
* 1958–1960: Firmenzentrale für die [[Neckermann Versand|Neckermann Versand AG]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.perlentaucher.de/buch/ard-christian-bosenius/egon-eiermann-versandhaus-neckermann–1958-60.html |titel=Ard Christian Bosenius (Hrsg.): Egon Eiermann: Versandhaus Neckermann 1958-60. Architektur der Arbeit im Zeichen einer Demokratisierung des Konsums |sprache=de |abruf=2020-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1958–1961: Verwaltungsgebäude für Stahlbau Müller in [[Offenburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Maximilian Kraemer: &amp;#039;&amp;#039;Geometrische Leichtigkeit. Egon Eiermanns Verwaltungsgebäude für Stahlbau Müller in Offenburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 1/2022, S. 64f. Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 45–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1958–1962: eigenes Wohnhaus (Krippenhof&amp;amp;nbsp;16–18) und Wohnhaus [[Hardenberg (niedersächsisches Adelsgeschlecht)|Graf Hardenberg]] (Hermann-Sielcken-Straße&amp;amp;nbsp;47) in [[Baden-Baden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Kieser: &amp;#039;&amp;#039;„Ich wollte kein Wohnhaus mehr bauen“. Die Villenbauten Egon Eiermanns in Baden-Baden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Denkmalpflege in Baden-Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Jg. 2000, Heft 4, S. 254–260 ([http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/12883/6714 Digitalisat]). Ulrich Coenen: Egon Eiermann, S. 53–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1959–1963: Eiermann gewann 1956 den für die [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche]] in Berlin ausgeschriebenen Wettbewerb. Nach einer Überarbeitung des Entwurfs bekam er 1957 den Zuschlag für die Realisierung, unter der Bedingung, dass die Ruine des Turms erhalten bleiben musste. Im realisierten Entwurf wurde die Turmruine auf einer durch Stufen abgehobenen Plattform von einem achteckigen Hauptbau und einem sechseckigen, schlanken Turm in die Mitte genommen. Die [[Matthäuskirche (Pforzheim)]] war dabei Vorbild und Referenz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin| 09040472}}&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Coordinate|simple=y|NS=52.504722|EW=13.335278|type=building|region=DE-BE|name=Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche}}&lt;br /&gt;
* 1959–1964: [[Deutsche Botschaft Washington, D.C.|Deutsche Botschaft in Washington, D.C.]], terrassenförmige Anlage für 140 Angestellte, die der Geländeform Rechnung trägt.&lt;br /&gt;
* 1963: Verwaltungsgebäude der [[MiRO]] in [[Karlsruhe]]&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Kieser: &amp;#039;&amp;#039;„Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch“. Egon Eiermanns Verwaltungsgebäude der MiRO in Karlsruhe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, 39. Jg. 2010, Heft 4, S. 271 f. ([http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/11543/5398 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1965: Muster-[[Fertighaus|Fertighäuser]] in [[Offenbach-Lauterborn]] für den [[Neckermann-Versand]]. Diese haben alle ein weitläufiges [[Atriumhaus|Atrium]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=78398|titel=Johann-Strauß-Weg 7-13}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1965–1967: Anbau für das Hotel Prinz Carl in [[Buchen (Odenwald)]]. Dieser Bau ist heute noch einschließlich der selbst entworfenen Zimmer und Einrichtungen erhalten und in Betrieb.&lt;br /&gt;
* 1965–1969: Abgeordneten-Hochhaus des [[Deutscher Bundestag|Bundestags]] in Bonn, später auch &amp;#039;&amp;#039;[[Langer Eugen]]&amp;#039;&amp;#039; tituliert&lt;br /&gt;
* 1966–1968: Verwaltungsgebäude der [[Hochtief|Hochtief AG]] in [[Frankfurt am Main]] (2004 abgerissen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1967–1972: [[Eiermann-Campus|IBM-Hauptquartier in Stuttgart]] (Leerstand seit 2009)&lt;br /&gt;
* 1970: Verwaltungsgebäude der Firma [[Zettelmeyer]] in [[Konz]] mit Außenfresken von [[Georg Meistermann]], heute Stadtbibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Design ===&lt;br /&gt;
Nicht nur als Architekt war Eiermann geschätzt, auch im Möbeldesign hat er nachhaltig eine Design-Generation geprägt. Eiermann war der erste, der in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg (1948/1949) Serienmöbel entwickelte, die internationalem Maßstab an Form und Funktionalität standhielten. Ihm ist es zu verdanken, dass Deutschland nach den Jahren der nationalsozialistischen Isolation wieder an seine Vergangenheit ([[Deutscher Werkbund]], [[Bauhaus]]) anknüpfen und in den Kreis der vorbildlichen Designnationen eintreten konnte. Als führendes Haupt der &amp;#039;&amp;#039;Zweiten Moderne&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gebiet des Möbeldesigns ist Eiermanns Rolle für die moderne deutsche Möbelgestaltung nicht zu unterschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 entwarf Egon Eiermann das &amp;#039;&amp;#039;Tischgestell Eiermann 1&amp;#039;&amp;#039; mit schrägen, in einer Ebene liegenden Kreuzstreben. Ein leicht abgewandeltes Gestell von 1965, das unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[E2 (Wieland)|Tischgestell Eiermann 2]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt ist, stammt nicht von Eiermann selbst. Der Werkstattleiter an der Technischen Hochschule Karlsruhe, Adam Wieland, modifizierte das Original so, dass es zerlegbar und leicht transportabel war. Diese Version des Tischgestells wird noch heute unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;E2&amp;#039;&amp;#039; in Karlsruhe hergestellt und vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adamwieland.de/entstehungsgeschichte-t-5_310.html Geschichte des Tischgestells „Eiermann 2“] zeichentisch.com – &amp;#039;&amp;#039;Adam Wieland E2 Geschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er Jahre entwickelte Eiermann für das Berliner Bestattungsunternehmen Grieneisen, für das er bereits in den 1930er Jahren tätig war, innovative Särge z.&amp;amp;nbsp;B. für Überführungen per Flugzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wegweisenden Entwürfen zählen u.&amp;amp;nbsp;a. der Stahlrohrstuhl SE 68 (1950), der Korbsessel E&amp;amp;nbsp;10 (1952), der Holzklappstuhl SE&amp;amp;nbsp;18 (1953; ausgewählt für das [[Museum of Modern Art]] in New York) und der Kirchenstuhl SE&amp;amp;nbsp;121 (1960/1961) – immer noch zu sehen in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Viele seiner Entwürfe sind noch heute erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Eiermann&amp;#039;&amp;#039; haftet noch heute einigen Gegenständen an. So steht das oben erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Eiermann-Gestell&amp;#039;&amp;#039; noch heute in vielen Architekturbüros. Die vor allem in Karlsruhe fälschlicherweise &amp;#039;&amp;#039;Eiermann-Schiene&amp;#039;&amp;#039; genannte Seilschiene zum Tuschezeichnen wird man dort nur noch selten antreffen. Der für den Möbelhersteller [[Wilde + Spieth]] entworfene Schreibtischstuhl ist bis heute als &amp;#039;&amp;#039;Eiermann-Stuhl&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Egon Eiermann Mehrzweckstuhl SE 68 v.jpg|SE 68&lt;br /&gt;
   Egon-Eiermann-Korbsessel.jpeg|E 10&lt;br /&gt;
   Egon Eiermann Klappstuhl SE 18 v.jpg|SE 18&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1962: [[Berliner Kunstpreis]]&lt;br /&gt;
* 1968: Honorary Corresponding Member des [[Royal Institute of British Architects]], London&lt;br /&gt;
* 1965: [[Ehrendoktor]]würde der [[Technische Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
* 1968: [[Großer BDA-Preis|Großer Preis des Bundes Deutscher Architekten]]&lt;br /&gt;
* 1968: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 1969: [[Hugo-Häring-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1970: Mitglied des Ordens [[Pour le Mérite]] für Wissenschaft und Künste der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Architekturgebäude des [[Karlsruher Institut für Technologie|Karlsruher Instituts für Technologie]], in dem Eiermann wirkte, trägt einer der Hörsäle seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/egon-eiermanns-erste-karlsruher-vorlesung-1947-110540839.html &amp;#039;&amp;#039;Die neue Linie&amp;#039;&amp;#039;] von [[Erich Rossmann]] in der [[FAZ]] am 18. Juni 2025, zuletzt abgerufen am 18. Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich seines 100. Geburtstags erschien im September 2004 eine [[Briefmarke|Sonderbriefmarke]] der [[Bundesrepublik Deutschland]] (Nennwert 100 [[Eurocent]]). 2009 wurde in [[Karlsruhe-Knielingen]] eine Straße nach dem Architekten benannt, die Egon-Eiermann-Allee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Egon-Eiermann-Preis]] für Studierende und junge Absolventen der Fachrichtung Architektur werden ganz im Geiste Eiermanns innovative Architekturentwürfe von gesellschaftlicher Relevanz gefördert. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt und ist von der [[Eternit&amp;amp;nbsp;GmbH]] Deutschland gestiftet. Er ist mit insgesamt 5.000 [[Euro]] dotiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{ANNO|auf|54|00|1953|174|ALTSEITE=146–148|Der arbeitende Mensch und die Technik. Betrachtungen zum Bau einer modernen Fabrikations-Stätte|anno-plus=ja}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Egon Eiermann&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Institut für Baugeschichte der Universität Karlsruhe&lt;br /&gt;
   |Titel=Briefe des Architekten&lt;br /&gt;
   |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-421-03071-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ard Christian Bosenius: &amp;#039;&amp;#039;Egon Eiermanns Versandhaus Neckermann 1958–60. Architektur der Arbeit im Zeichen einer Demokratisierung des Konsums&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 179). Imhof, Petersberg 2020.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Coenen |Hrsg=Knapp-Stiftung für Architektur und Städtebau |Titel=Egon Eiermann in Mittelbaden – Anmerkungen zu seinen Villen in Baden-Baden und seinen Gewerbebauten in Offenburg |Verlag=Verlag Mainz |Ort=Aachen |Datum=2023 |ISBN=978-3-95886-510-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Chris Gerbing&lt;br /&gt;
   |Titel=Leuchtende Wände in Beton. Die Matthäuskirche Pforzheim (1951–53) von Egon Eiermann&lt;br /&gt;
   |Verlag=Schnell + Steiner&lt;br /&gt;
   |Ort=Regensburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-7954-2704-7}}&lt;br /&gt;
* Sonja Hildebrand: &amp;#039;&amp;#039;Egon Eiermann – Die Berliner Zeit. Das architektonische Gesamtwerk bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1999.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Gerhard Kabierske (Verfasser), Horstheinz Neuendorff (Fotograf) |Hrsg= |Titel=Egon Eiermann, Haus Eiermann, Baden-Baden |Verlag=Edition Axel Menges |Ort=Fellbach |Datum=2023 |ISBN=978-3-932565-87-8 |Sprache=de en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Annemarie Jaeggi&lt;br /&gt;
   |Titel=Egon Eiermann (1904–1970). Die Kontinuität der Moderne&lt;br /&gt;
   |Verlag=Hatje Cantz Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Ostfildern-Ruit&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7757-1436-7&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Mit Beiträgen von Sonja Hildebrand, Friederike Hoebel, Annemarie Jaeggi, Gerhard Kabierske, Kai Kappel, Clemens Kieser, Carsten Krohn, Arthur Mehlstäubler und [[Wolfgang Pehnt]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Arthur Mehlstäubler&lt;br /&gt;
   |Titel=Egon Eiermann. Die Möbel&lt;br /&gt;
   |Reihe=Lindemanns Bibliothek&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=293&lt;br /&gt;
   |Auflage=3. aktualisierte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Info-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Karlsruhe&lt;br /&gt;
   |Datum=2017&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-88190-236-6&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1999}}&lt;br /&gt;
* Walter Riccius: &amp;#039;&amp;#039;Jacques Russ (1867–1930), Puma-Schuh-Spur&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Köster, Berlin 2021, ISBN 978-3-96831-020-6, S. 66 ff.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Wulf Schirmer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Egon Eiermann 1904–1970. Bauten und Projekte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-421-02805-2&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Mit Beiträgen von Immo Boyken, Rudolf Büchner, Brigitte Eiermann, [[Klaus Lankheit]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Herta Steingroever&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=Mein Leben im Eiermann-Haus. Vom Haus und seinen Bewohnern&lt;br /&gt;
   |Verlag=Selbstverlag / Buchhandlung der divan&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2022&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-00-071568-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Egon Eiermann|Egon Eiermann}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118688332}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|196}}&lt;br /&gt;
* [https://www.egon-eiermann-gesellschaft.de/ Egon Eiermann Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://eiermann.saai.kit.edu/ Digitaler Katalog Egon Eiermann] im [[Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau|saai]]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118688332/Eiermann+Egon+Fritz Egon Eiermann] bei [[LEO-BW]]&lt;br /&gt;
* Jörg Biesler: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/eiermann-100.html &amp;#039;&amp;#039;19.07.1970 - Todestag des Architekten Egon Eiermann&amp;#039;&amp;#039;] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] [[Zeitzeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 1. Juli 2020. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118688332|LCCN=n85091810|VIAF=10640142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eiermann, Egon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Egon Eiermann| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Baden-Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Möbeldesigner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eiermann, Egon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Eiermann, Egon Fritz Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt, Möbeldesigner und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuendorf bei Potsdam|Neuendorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juli 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Baden-Baden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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