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	<title>Egbert Schwarz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 15. Januar 2026 um 21:16 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egbert Wolfgang Schwarz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[22. Juni]] [[1890]] in [[Jūrmala|Kemmern]] bei [[Riga]]; †&amp;amp;nbsp;[[23. Dezember]] [[1966]] in [[Erfurt]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chirurgie|Chirurg]]. Er wirkte ab 1921 als Dozent und Professor an der [[Universität Rostock]], ab 1934 als Chefarzt in Erfurt und von 1954 bis 1960 an der [[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinischen Akademie Erfurt]], an der er auch Klinikdirektor war und von 1954 bis 1959 als Gründungsrektor der Hochschule fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Egbert Schwarz stammte aus einer deutsch-baltischen Familie, aus der zahlreiche renommierte Künstler und Gelehrte hervorgegangen waren. Sein Vater war [[Chefarzt]] für [[Neurologie]] in [[Riga]], wo Egbert Schwarz seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem Besuch des Livländischen Ritterschaftlichen Landesgymnasiums zu [[Birkenruh]] bei [[Cēsis|Wenden]] absolvierte er von 1910 bis 1916 ein Studium der [[Medizin]] an den Universitäten [[Universität Leipzig|Leipzig]], [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200013026 Immatrikulation von Egbert Schwarz] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier legte er 1916 das Staatsexamen ab und wurde 1917 auch [[Promotion (Doktor)|promoviert]], anschließend wirkte er in Rostock als Assistent am Pathologischen Institut und an der Chirurgischen Klinik. Ab Dezember 1917 war er Truppenarzt an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], zuletzt eingesetzt als Bataillonsarzt. Im Dezember 1918 kehrte er an die Chirurgische Klinik der Universität Rostock zurück, die unter Leitung von [[Wilhelm Müller (Mediziner, 1855)|Wilhelm Müller]], seinem späteren Schwiegervater stand. Nachdem er 1921 an der Rostocker Universität auch die [[Habilitation]] erlangt hatte, wirkte er dort vom gleichen Jahr an als [[Privatdozent]], sowie ab 1926 als außerordentlicher Professor für Chirurgie. Zugleich fungierte er als [[Oberarzt]] an der Chirurgischen Universitätsklinik. Schwarz war maßgeblich am Neubau dieser Klinik beteiligt, die 1930 in Funktion ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwarz schloss sich November 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] an, 1939 wurde er zum [[SS-Obersturmführer]] befördert (SS-Nummer 263.673). 1934 wechselte er auf die Position des [[Chefarzt]]es der 1928 neu errichteten Klinik für Chirurgie der Städtischen Krankenanstalten in [[Erfurt]], als deren Ärztlicher Direktor er von 1939 bis Mai 1945 tätig war. Am 3. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.104.065).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/40681000&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Olaf Kappelt]]: Braunbuch DDR. Berlin, 2. Auflage, 2009. S. 517&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde ein Teil der Chirurgischen Klinik zu einem Reservelazarett umfunktioniert, das ab 1942 auf Verletzungen des [[Zentralnervensystem]]s spezialisiert war. 1946 entzog das Landesgesundheitsamt Weimar Egbert Schwarz die Approbation, wogegen die Krankenhaus-Verwaltung protestierte. 1948 verfasste eine Vollversammlung des Städtischen Krankenhauses eine Resolution zugunsten eines Freispruchs durch den Entnazifizierungs-Ausschuss des Landes Thüringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Unterlagen der Stadt Erfurt im Stadtarchiv Erfurt&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr später erschien Schwarz bereits auf einer Liste früherer Lehrkräfte, die für zukünftige Lehraufgaben in Frage kämen. 1950 wurde er erneut Ärztlicher Direktor des Städtischen Krankenhauses in Erfurt. Nach der Gründung der [[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinischen Akademie Erfurt]] im Jahr 1954 wirkte Egbert Schwarz dort bis 1960 als Professor für Chirurgie und Direktor der Chirurgischen Klinik und Poliklinik. Schwerpunkte seines ärztlichen Wirkens waren die [[Chirurgie|Allgemein-]] und die [[Viszeralchirurgie|Viszeral-]] sowie, basierend auf seinen medizinischen Erfahrungen bei der Behandlung von Verwundeten während des Zweiten Weltkriegs, die [[Plastische Chirurgie|Wiederherstellungschirurgie]] und die [[Neurochirurgie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egbert Schwarz erwarb sich besondere Verdienste um die Vorbereitung und die Gründung der Medizinischen Akademie Erfurt, die er in der Tradition der 1816 geschlossenen ersten [[Universität Erfurt|Erfurter Universität]] sah. Von 1954 bis 1959 wirkte er in ihrer entscheidenden Aufbauphase als erster Rektor der Hochschule. Diese sollte, neben ihrem Versorgungs- und Ausbildungsauftrag, auch eine kulturelle Einrichtung werden. Diesbezüglich regte er die Bildung eines Collegium musicum und eines Studentenchors an. Auf seine Initiative wurden ebenso fakultative Vorlesungen zur Kunst- und Literaturgeschichte sowie zur Geschichte der Medizin angeboten. Auch die im Jahre 1956 erfolgte Gründung der wissenschaftlichen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Universität Erfurt (1392–1816)&amp;#039;&amp;#039; geht auf Egbert Schwarz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egbert Schwarz war verheiratet mit Hedwig, geb. Müller (1896–), der Tochter des Chirurgen [[Wilhelm Müller (Mediziner, 1855)|Wilhelm Müller]], und Vater von fünf Kindern. Sein Interesse neben der Medizin galt besonders der [[Klassische Musik|klassischen Musik]], der schöngeistigen [[Literatur]] und der [[Geschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Egbert Schwarz gehörte ab 1955 als Korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin]] an und wurde darüber hinaus 1958 auch in das Präsidium der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] sowie 1959 als ordentliches Mitglied in die [[Sächsische Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen. Darüber hinaus wurde er mit der [[Ehrendoktor]]würde der Medizinischen Akademie Erfurt ausgezeichnet und war Ehrenmitglied einer großen Anzahl von wissenschaftlichen Gesellschaften. Er erhielt außerdem den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber und den Ehrentitel [[Verdienter Arzt des Volkes]].&lt;br /&gt;
Die [[Vereinigung Norddeutscher Chirurgen|Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen]] wählte ihn zum Ehrenmitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen, 125. Tagung, 12.–14. Juni 1980&amp;#039;&amp;#039;, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Echinokokkenkrankheit.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1928 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie und Technik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig und Jena 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Knochenbrüche und Verrenkungen und ihre Behandlung: Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WH-BAW-1992|name=Schwarz, Egbert|id=2526|seite=331}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwarz, Egbert.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Maassen – Zylla.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1997, ISBN 3-598-11177-0, S.&amp;amp;nbsp;838.&lt;br /&gt;
* [[Horst Rudolf Abe]]: &amp;#039;&amp;#039;Egbert Schwarz zum Gedenken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Universität Erfurt (1392–1816).&amp;#039;&amp;#039; Erfurt 1967, S.&amp;amp;nbsp;5–12.&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. München 2007. S. 381f [https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919 online]&lt;br /&gt;
* Tom Fleischhauer: &amp;#039;&amp;#039;„Aus dem Leben eines Chirurgen“. Die Erinnerungen von Egbert Schwarz (1890–1966), Gründungsrektor der Medizinischen Akademie Erfurt 1954&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 85 (2024), S. 255–296.&lt;br /&gt;
* [[Volker Klimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Professor Egbert Schwarz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt.&amp;#039;&amp;#039; Heft 85, 2024, ISSN 1618-1964, S. 32–33.&lt;br /&gt;
* Tom Fleischhauer &amp;amp; Peter Schwarz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben eines Chirurgen. Die Erinnerungen von Egbert Schwarz (1890–1966). Gründungsrektor der Medizinischen Akademie Erfurt.&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen des [[Stadtarchiv Erfurt| Stadtarchivs]]; 5), Jena 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1043488820}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000050195812|NAME=Schwarz, Egbert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1043488820|LCCN=no/2006/107218|VIAF=76835295}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwarz, Egbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Medizinische Akademie Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdienter Arzt des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer wissenschaftlichen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schwarz, Egbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schwarz, Egbert Wolfgang&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Gründungsrektor der Medizinischen Akademie Erfurt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juni 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jūrmala|Kemmern]] bei [[Riga]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Dezember 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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