<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Egbert_Lipowski</id>
	<title>Egbert Lipowski - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Egbert_Lipowski"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Egbert_Lipowski&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T22:29:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Egbert_Lipowski&amp;diff=951488&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Berita: +Geburtstag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Egbert_Lipowski&amp;diff=951488&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-02-14T22:00:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Geburtstag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egbert Lipowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1943]] in Roggenhausen, [[Ostpreußen]], dem heutigen [[Rogóż (Kozłowo)|Rogóż]], [[Kozłowo]], [[Woiwodschaft Ermland-Masuren]], zugehörig)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lipowski, Egbert.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Schuder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1984.&amp;#039;&amp;#039; 59. Jahrgang. De Gruyter, Berlin 1984, ISBN 3-11-009677-3, S. 751 ([https://books.google.de/books?id=m6WeDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA751 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein deutscher [[Schriftsteller]] und [[Dramaturg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Egbert Lipowski wurde 1943 im ostpreußischen Roggenhausen geboren. Nach der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Vertreibung]] in Richtung Westen, ließ sich die Familie in [[Sachsen-Anhalt]] nieder. Er besuchte die Grundschule in [[Wolmirstedt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Brigitte Böttcher |Titel=Bestandsaufnahme. Literarische Steckbriefe |Verlag=Mitteldeutscher Verlag |Ort=Halle (Saale) |Datum=1976 |Kapitel=Egbert Lipowski |Seiten=60 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Oberschule&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Karradt |Titel=Schreib-Auskünfte. Egbert Lipowskis drittes Buch „Küchenlabor“ im Buchverlag Der Morgen |Sammelwerk=[[Der Morgen]] |WerkErg=Tageszeitung der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands |Ort=Berlin |Datum=1989-08-19 |Kapitel=Literatur/Roman |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ging er mit der [[Mittlerer Schulabschluss|Mittleren Reife]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt; Sein erstes Gedicht schrieb er mit 16 Jahren auf sein weißstrahlendes [[Gipsverband|Gipsbein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nagel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Nagel |Titel=Über das Individuelle. Gespräch mit Egbert Lipowski |Sammelwerk=[[Sächsisches Tageblatt]] |Ort=Dresden |Datum=1976-08-12 |Kapitel=Kultur |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Wunsch des [[Katholizismus|katholischen]] Vaters, er solle [[Priester]] werden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steglich&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Steglich |url=https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Philosophieren-mit-Schwester-Ute |titel=Philosophieren mit Schwester Ute |titelerg=Die dominikanische Ordensschwester Ute gründete in Michendorf einen Gesprächskreis, in dem Protestanten, Katholiken und sogar Atheisten über Gott und die Welt reden und manchmal auch über die [[Olsenbande]]. Die Runde besticht durch eine Atmosphäre, die man allenfalls noch aus intakten Familien kennt |werk=maz-online.de |datum=2017-11-17 |abruf=2019-11-29 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; entsprach der Sohn nicht: In [[Magdeburg]] wurde er zum [[Schlosserei|Maschinenschlosser]] ausgebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt; Danach nahm er [[Schauspielschule|Schauspielunterricht]] in [[Berlin]], doch nach einigen [[Semester]]n&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; wurde er wegen Talentlosigkeit [[Exmatrikulation|exmatrikuliert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nagel&amp;quot; /&amp;gt; Zu dieser Zeit holte er an der [[Abendschule|Abendoberschule]] das [[Abitur]] nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; Anschließend arbeitete er als [[Transport]]arbeiter, [[Chemische Industrie|Chemieproduktionsarbeiter]] und [[Komparse]]. Es folgte der 18-monatige [[Nationale Volksarmee#Einberufung|Armeedienst]]. Nach dessen Ableistung sicherte er sich mit Schlosser- und [[Schmierverfahren|Abschmierarbeiten]] bei der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Reichsbahn]] sein Einkommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schrieb nebenher Gedichte und schloss Bekanntschaft mit [[Johannes Bobrowski]] und [[Günter Kunert]], durch die er Ermutigung zum Weiterdichten erfuhr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nagel&amp;quot; /&amp;gt; Von 1967 bis 1970 absolvierte er ein [[Präsenzstudium|Direktstudium]] am [[Deutsches Literaturinstitut Leipzig|Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ Leipzig. Redaktion Ursula Beyer, Eva Maurer, Gerhard Rotbauer |Titel=Zwischenbericht. Notate und Bibliographie zum Institut für Literatur „Johannes R. Becher“, Leipzig |Verlag=Bibliographisches Institut Leipzig |Ort=Leipzig |Datum=1980 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleich zu Beginn, im Oktober 1967, hatte er sich mit anderen Studierenden unerlaubt von einem kollektiven [[Ernteeinsatz]] entfernt und sah sich daraufhin einem [[Disziplinarverfahren]] ausgesetzt, aus dem er mit einer mündlichen Verwarnung herausging. Im weiteren Verlauf des Studiums gab er sich zumindest nach außen hin [[Konformität|konform]], ja sogar betont linientreu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Isabelle Lehn]] |Hrsg=[[Steffen Martus]] [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Titel=„Wo das Glück sicher wohnt.“ Politische Kontrolle und Zensur am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ |Sammelwerk=[[Zeitschrift für Germanistik]] |Nummer=Neue Folge XXVI, 2016, Heft 3 |Verlag=Peter Lang. Internationaler Verlag der Wissenschaften |Ort=Bern [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Datum=2016 |ISSN=2235-1272 |Kapitel=Kapitel IV |Seiten=622–633 |Fundstelle=hier S. 625 f und Fußnote 43, S. 631}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; trat er eine [[Aspirantur]] und Assistenztätigkeit an der [[Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf|Hochschule für Film und Fernsehen der DDR Potsdam-Babelsberg]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt; Daraus ging eine Anstellung als [[Dramaturg]] und künstlerischer Mitarbeiter in den Filmateliers hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; Zu seinen Aufgaben gehörte es, [[Drehbuch|Drehbücher]] und [[Filmszenario|Szenarien]] für [[Dokumentarfilm]]e und Mischgenres anzufertigen. Das Schreiben von anderen [[Gattung (Literatur)|literarischen Gattungen]] blieb seine Freizeitbeschäftigung; Zeitungen und Zeitschriften waren seine Abnehmer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt; Lipowskis erstes Buch erschien 1976. Die 30 [[Erzählung]]en erhielten den Titel &amp;#039;&amp;#039;Frauen und Monde&amp;#039;&amp;#039;. 1979 schloss sich &amp;#039;&amp;#039;Tod im Konzertsaal&amp;#039;&amp;#039; mit 15 Erzählungen an. Zehn Jahre später folgte noch ein [[Roman]] namens &amp;#039;&amp;#039;Küchenlabor&amp;#039;&amp;#039;. Diese drei Bücher erschienen im [[Ost-Berlin]]er [[Buchverlag Der Morgen]]. Eine Sammlung von Gedichten (&amp;#039;&amp;#039;Gebogen unter dem Gewicht des Vogels&amp;#039;&amp;#039;) erschien erst nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] 2002 bei einem „West“-Verlag in [[Frankfurt am Main]]. Zwischendurch gab er das [[Periodikum]] der Filmhochschule heraus. Schon zu [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Zeiten war er dort für die Betreuung der praktischen Studentenarbeiten, die ersten Filmversuche, die Hauptprüfungsfilme und die Diplomfilme zuständig und stand so im engen Austausch mit den jungen Studierenden und deren Vorhaben, die ihn zum ständigen Überprüfen der eigenen Positionen veranlassten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egbert Lipowski lebt seit Jahrzehnten in [[Michendorf]] bei [[Potsdam]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; Er gehört dort einem von einer [[Dominikaner|dominikanischen]] Ordensschwester geleiteten, aber [[Konfession|konfessionell]] nicht gebundenen Gesprächskreis älterer Mitbürger an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steglich&amp;quot; /&amp;gt; Er ist außerdem Mitglied im Literatur-Kollegium Brandenburg e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://literaturkollegium.de/mitglieder/index.html |titel=Mitglieder A–Z |werk=literaturkollegium.de |hrsg=Ute Apitz |abruf=2019-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Lipowski verstand seine originellen und variationsreichen Texte über schrullige, kauzige, eigenbrötlerische Leute in &amp;#039;&amp;#039;Frauen und Monde&amp;#039;&amp;#039; als Plädoyer für das [[Individualität|Individuelle]]. Eine Beschäftigung mit ihnen, erklärte er im Interview mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsisches Tageblatt|Sächsischen Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, lasse mehr als nur ein [[Außenseiter]]tum erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nagel&amp;quot; /&amp;gt; [[Werner Neubert (Journalist)|Werner Neubert]] befand in der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, dass das Buch unter den als Sammelrezension behandelten das „eigenwilligste“ sei. Es weise „recht differenzierte Stimmungslagen“ auf, der Bogen spanne sich vom „Elegisch-Tiefsinnigen […] bis zum Sarkastischen […] und vielleicht sogar auch einmal Satirisch-Makabren“. Lipowskis Erzählkontur sei, schloss er seine Besprechung, „bei sichtlicher Begabung einfach noch zu unfertig“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Werner Neubert (Journalist)|Werner Neubert]] |Titel=Eine Erzählung, das ist so ein Ding. Zu drei Neuerscheinungen aus DDR-Verlagen |Sammelwerk=[[Berliner Zeitung]] |Nummer=234/1976 |Datum=1976-10-01 |Kapitel=Kulturpolitik |Seiten=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Klappentext]] zum Nachfolger &amp;#039;&amp;#039;Tod im Konzertsaal&amp;#039;&amp;#039; heißt es, der Erzählband biete „[[Satire]]n, [[Groteske]]n, Impressionen und feinfühlige psychologische Erkundungen“. Der Leser erfahre „von leergewordenen menschlichen Beziehungen, von Kindheitsbeobachtungen, von pfiffigen Käuzen und bequemen Zeitgenossen“. Lipowski gestalte seine zeitgemäßen Momentaufnahmen von Schicksalen „ohne [[Larmoyanz]], aber auch ohne oberflächlichen [[Optimismus]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Klappentext zu &amp;#039;&amp;#039;Tod im Konzertsaal&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Literaturkritik]]er der &amp;#039;&amp;#039;[[Tribüne (Zeitung)|Tribüne]]&amp;#039;&amp;#039; gab „die feinfühlige Auslotung unscheinbarer Gegebenheiten am Rande des schwergewichtigeren Alltags; die psychologische Erkundung menschlicher Verhaltensweisen am Beispiel eigenwilliger, ja zuweilen [[Skurrilität|skurriler]] Zeitgenossen“ als übergeordnetes Thema an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Buder |Titel=Am Rande des Alltags. Feinfühliger zweiter Prosaband von Egbert Lipowski |Sammelwerk=[[Tribüne (Zeitung)|Tribüne]] |Ort=Berlin |Datum=1979-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies erkannte auch die [[Rezension|Rezensentin]] der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, die ihre Aufmerksamkeit auf Dinge gelenkt sah, „derer man im hektischen Alltag nicht gewahr wird.“ Dennoch hielt sie &amp;#039;&amp;#039;Tod im Konzertsaal&amp;#039;&amp;#039; für ein „unspektakuläres Bändchen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Schubert |Titel=Von der Psychologie des Zusammenlebens |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Nummer=164/1979 |Datum=1979-07-14 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrer ausführlichen Rezension im &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland|Neuen Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; stellte Gloria Zimmermann gleich zu Anfang fest, dass die Qualität der Erzählungen gestiegen sei und begründete dies mit der „Absage an ein Übermaß von [[Autobiografie|Autobiographischem]] und [[Reflexion (Philosophie)|Reflektorischem]]“. Sie fügt an: „Denn immer wieder kommt er seinen sich mit Ordnung und Routine über ihr eigentliches Leben hinwegmogelnden Gestalten mit Sympathie und Wärme entgegen. […] In ihrer Bündigkeit, in ihrem Bemühen, im Alltäglichen kräftig Züge des Zusammenlebens von Menschen zu zeichnen, ähneln sie Werken seiner Altersgenossen [[Helga Schubert]] und [[Martin Stephan (Schriftsteller)|Martin Stephan]].“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gloria Zimmermann |Titel=Moralischer Anspruch, der zu selten erfüllt wird |Sammelwerk=Neues Deutschland |WerkErg=Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands |Nummer=243/1979 |Datum=1979-10-17 |Kapitel=Literatur |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor sah seine beiden Erzählbände im Nachhinein (August 1989) kritisch, weil sie „geschlossene Kreise“ zögen statt eine „wirklich große Öffnung zu erreichen“ wie beispielsweise [[Christa Wolf]] es vermöge. Sie seien als [[DDR-Literatur]] [[Determinismus|determiniert]], eine Literatur, deren Autoren nicht konsequent genug ihre engen Pfade verlassen und eigene vorwärtsgerichtete Wege gehen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die veröffentlichten Kurzformen Reportage, Gedicht, Szenarium und Erzählung folgte 1989 der Roman &amp;#039;&amp;#039;Küchenlabor&amp;#039;&amp;#039;. Nicht zuerst die Lebenshilfe für Mitmenschen, sondern das Bewältigen eines eigenen Problems, nämlich die [[Diabetes mellitus|Diabetes]]-Erkrankung der Tochter, habe ihn zum Schreiben von &amp;#039;&amp;#039;Küchenlabor&amp;#039;&amp;#039; veranlasst, erklärte Lipowski.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt; Vom Rezensenten des &amp;#039;&amp;#039;Sächsischen Tageblatts&amp;#039;&amp;#039; gab es hierauf bezogen eine Stil- und Ausdruckskritik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Stadler |Titel=Ängstliche, wütende Pflicht. Egbert Lipowskis „Küchenlabor“ im Buchverlag Der Morgen |Sammelwerk=Sächsisches Tageblatt |Ort=Dresden |Datum=1989-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhaltliche Kritik äußerte Wera Schauer in der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;: „[…] der Leser wird nicht tief einbezogen in den Mikrokosmos von Tochter, Mutter, Vater und dessen Geliebter. So anonym wie die äußeren Bedingungen bleibt ihre innere Welt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wera Schauer |Titel=Familienbeziehungen von außen gesehen |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Nummer=242/1989 |Datum=1989-10-14 |Kapitel=Literatur und Leben |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; dagegen lobte der Rezensent die psychologisch ausgewogenen Einblicke in die [[Protagonist]]en, insbesondere „daß hier Schwingungen der menschlichen Seele fein empfunden und genau wiedergegeben sind. Dabei wird in eher kühlem, nachdenklichem, reportagehaftem Ton erzählt, der erst gar keine Rührseligkeit aufkommen läßt und emotional um so mehr beeindruckt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roland Müller |Titel=Wenn es um das nackte Leben geht. „Küchenlabor“ – Romandebüt von Egbert Lipowski im Buchverlag Der Morgen |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |WerkErg=Sozialistische Tageszeitung |Nummer=12/1990 |Ort=Berlin |Datum=1990-01-15 |Kapitel=Die Buchbesprechung |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach &amp;#039;&amp;#039;Küchenlabor&amp;#039;&amp;#039; war ein in Buch in Planung, das den [[Arbeitstitel]] &amp;#039;&amp;#039;Der lange Weg des Plötzlichen&amp;#039;&amp;#039; trug; es erschien nie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karradt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lipowski war von Nummer 47 (1995) bis zu Nummer 54 (1999) Mitherausgeber der [[Schriftenreihe]] der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ namens &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft BFF&amp;#039;&amp;#039;. Er veröffentlichte darin Beiträge zu „künstlerischen Schaffensprozessen in den [[Audiovisuelle Medien|AV-Medien]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[ Dieter Wiedemann (Medienwissenschaftler)|Dieter Wiedemann]] |Hrsg=Egbert Lipowski, Dieter Wiedemann |Titel=Ein Blick zurück – nicht nur im Zorn –, ein Blick nach vorn – nicht nur im Übermut. 40 Jahre HFF Potsdam-Babelsberg |Sammelwerk=Jahrgänge. 40 Jahre HFF „Konrad Wolf“ |Reihe=Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft BFF |Band=Band 47 |Verlag=Vistas |Ort=Berlin |Datum=1995 |ISBN=3-89158-135-1 |ISSN=0232-718X |Seiten=7–9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gedichtband und ein eigenproduzierter Dokumentarfilm kamen nach der Jahrtausendwende zu seinem überschaubaren Gesamtwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Nach wie vor ist für mich eine Geschichte, überhaupt etwas Geschriebenes, eine merkwürdige Existenz, zwar materieller als etwas Gesprochenes, aber doch nicht so dinghaft wie Möbel, Fenster, Glasscheiben. Aber eben dieses existiert nicht lange, es wird schnell ausgewechselt, im Nachhinein wirkt es gar spukhaft eilig. Wo sind die Glasscherben der Kindheit? Und all das wird kaum weniger schnell im Gedächtnis ausgewechselt, das wie ein verklemmter Mechanismus wirkt. Aber mit Hilfe der kleinen läppischen Zeichen Buchstaben und Wörter kann ich es aufbewahren. Plötzlich existiert es wieder, der alte Stuhl in der präzisen Architektur, die Glasscheibe aus der Kindheit, deren Kitt ich vom frischen Einsatz gar noch rieche und die ich wieder zersplittern höre, der [[Bettstein|Ziegelstein im Bett]]; alles ist dingfest, riecht, leuchtet, macht Geräusche, mit Hilfe der Wörter, wenn sie kunstvoll aneinandergereiht sind. Dann ergreift mich eine tiefe, geradezu körperliche Befriedigung; mißlingt diese Aneinanderreihung, stiftet es Unruhe und Verwirrung wie ein schlappes Gedächtnis. Aber es geht ja nicht nur um vergangene Dinge, sondern um gegenwärtige, künftige, wirkliche und unwirkliche; wie ist das mit den Menschen zum Beispiel, die jetzt dreißig Jahre zielbewußt ein anderes Zusammensein probieren [gemeint ist die DDR], wie sind da Freundlichkeit, Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl? Und Durchtriebenheit, Falschheit, [[Opportunismus]]? … Was mich früher beim Lesen einiger Schriftsteller, die den Augenblick genau beschreiben, geradezu anhalten und sich sehr genau begucken können, in Erstaunen versetzte: wie lang ihre Sätze gerieten. Es wundert mich immer weniger. Man kann sich an Worten und Sätzen wie eine Spinne an ihrem Faden entlangseilen, bis das Netz, die Geschichte, fertig ist, aufgebaut zwischen zwei Welten, Traum und Wirklichkeit. Die Spinne folgt ihrem Instinkt, und ich einer mehr oder minder gezielten Neugierde, die, ich fühle es, einen ruinieren kann… |Autor=Egbert Lipowski |Quelle=Bestandsaufnahme, 1976 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böttcher&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Marchwitza-Preis]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steglich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buch-Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frauen und Monde. Erzählungen.&amp;#039;&amp;#039; [[Buchverlag Der Morgen]], Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tod im Konzertsaal. Erzählungen.&amp;#039;&amp;#039; Buchverlag Der Morgen, Berlin 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Küchenlabor. Roman.&amp;#039;&amp;#039; Buchverlag der Morgen, Berlin 1989, ISBN 3-371-00201-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gebogen unter dem Gewicht des Vogels. Liebesgedichte.&amp;#039;&amp;#039; [[Frankfurter Verlagsgruppe|Fouqué Literaturverlag]], Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2002, ISBN 3-8267-5135-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drehbücher (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1973: &amp;#039;&amp;#039; Der kleine Anfang von [[Großmutz|Groß Mutz]]&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit Manfred Hildebrandt), [[Deutscher Fernsehfunk|DFF]]&lt;br /&gt;
* 1989: &amp;#039;&amp;#039;Tschinson – Freundschaft&amp;#039;&amp;#039; (Regie: Henry Köhler), Hochschule für Film und Fernsehen der DDR „Konrad Wolf“&lt;br /&gt;
* 1989: &amp;#039;&amp;#039;Jenseits von Klein Wanzleben&amp;#039;&amp;#039; (Regie: [[Andreas Dresen]]), Hochschule für Film und Fernsehen der DDR „Konrad Wolf“&lt;br /&gt;
* 1989: &amp;#039;&amp;#039;Zimbabwe – Dreams of the Future&amp;#039;&amp;#039; (Regie: Andreas Dresen, [[Günter Reisch]], Jürgen Thierlein), Hochschule für Film und Fernsehen der DDR „Konrad Wolf“&lt;br /&gt;
* ca. 1991: &amp;#039;&amp;#039;Kunstschätze: Der Flügelaltar in der Stadtkirche zu Wittenberg&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit Johannes Weiße, Dieter Vetters), DFF&lt;br /&gt;
* 1991: &amp;#039;&amp;#039;Freundinnen der Revolution&amp;#039;&amp;#039; (Regie: [[Karl Heinz Lotz]]), [[Studio Babelsberg|Brandenburger Filmbetrieb]]&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;Unsere bösen Kinder&amp;#039;&amp;#039; (Regie: Karl Heinz Lotz), [[DEFA]]-Studio für Dokumentarfilme&lt;br /&gt;
* 1996/1997: &amp;#039;&amp;#039;Strong Shit&amp;#039;&amp;#039; (Regie: [[Till Schauder]]), Hochschule für Film und Fernsehen München (Lipowski hier dramaturgisch beratend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigene Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* (Entstehungsjahr unbek.): &amp;#039;&amp;#039;Stella Maris&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit Kameramann Karl Faber)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steglich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123914590}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1573161}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|793e09cf8d8843fa9eec95e9858c03ae}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123914590|LCCN=nr98036059|VIAF=15691367}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lipowski, Egbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dramaturg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HFF Potsdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lipowski, Egbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Dramaturg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Roggenhausen, [[Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berita</name></author>
	</entry>
</feed>