<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edwin_von_Rothkirch_und_Trach</id>
	<title>Edwin von Rothkirch und Trach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edwin_von_Rothkirch_und_Trach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edwin_von_Rothkirch_und_Trach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T13:02:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edwin_von_Rothkirch_und_Trach&amp;diff=613654&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Familie */ ZU</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edwin_von_Rothkirch_und_Trach&amp;diff=613654&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-03T11:53:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie: &lt;/span&gt; ZU&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Georg Edwin Graf von Rothkirch und Trach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. November]] [[1888]] in [[Milicz|Militsch]], [[Schlesien]]; † [[29. Juli]] [[1980]] auf dem [[Rettershof]] bei [[Kelkheim (Taunus)]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GHda&amp;quot;&amp;gt;[[Genealogisches Handbuch des Adels]], &amp;#039;&amp;#039;[[Adelslexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band XVIII, Band 139 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2006, S. 361–362. {{ISSN|0435-2408}},&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[General der Kavallerie]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Als [[Springreiter]] nahm er an den [[Olympische Sommerspiele 1932|Olympischen Sommerspielen 1932]] in Los Angeles teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Edwin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1942. A (Uradel) |TitelErg=Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft |Sammelwerk=&amp;quot;Der Gotha&amp;quot; |Band=Rothkirch und Trach |Nummer=Genealogie |Auflage=115. |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1941-11 |Seiten=442–444 |Online=https://www.google.de/books/edition/Gothaisches_genealogisches_Taschenbuch_d/_BIaAAAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Edwin+Thilo+Graf+Rothkirch+Taschenbuch+Gotha&amp;amp;pg=PA444&amp;amp;printsec=frontcover}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Graf von Rothkirch und Trach stammt aus dem [[Schlesien|schlesischen]] [[Adel]]sgeschlecht derer von [[Rothkirch]]. Sein Vater war der Generalleutnant Ernst Edwin Thilo Graf Rothkirch (1861–1940), seine Mutter die Gutsbesitzerin Marianne Krell-[[Kampehl]] (*&amp;amp;nbsp;1866). In seiner Schulzeit war er unter anderem am Gymnasium in Potsdam und auf dem Alumnat der [[Ritterakademie (Brandenburg an der Havel)|Ritterakademie Brandenburg]] auf der dortigen Dominsel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913 |Sammelwerk=Alumnatsverzeichnis |Band=I |Nummer=Zögling 1697. Graf von Rothkirch und Trach, Ernst Georg Edwin |Verlag=Selbstverlag. Druck P. Riemann |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1913 |Seiten=386 |Online=https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1046507885&amp;amp;PHYSID=PHYS_0402}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. September 1922 heiratete er in [[Oberurff-Schiffelborn|Oberurff]] Albertine von Schaumburg (1902–1935), die ältere der beiden Töchter des Grafen Karl August Friedrich Felix von Schaumburg (1878–1905), eine Enkelin des Prinzen [[Philipp von Hanau-Hořovice]] und Urenkelin des letzten [[Kurfürst]]en von [[Kurfürstentum Hessen|Hessen-Kassel]], [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Friedrich Wilhelm]]. Der Ehe entstammte der Sohn [[Leopold Graf von Rothkirch und Trach]] (1923–2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im Alter von 71 Jahren heiratete Rothkirch am 21. Oktober 1959 die kurz zuvor verwitwete Hertha von Richter-Rettershof, geborene vom Rath (1899–1990), Witwe des Majors a. D. und Eigentümers des Hofgutes [[Rettershof]] bei [[Kelkheim (Taunus)]], Felix von Richter-Rettershof (1877–1958).&amp;lt;ref name=&amp;quot;GHda&amp;quot; /&amp;gt; Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Rothkirch auf dem Rettershof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärischer Werdegang ==&lt;br /&gt;
Er trat als Kadett in das [[1. Großherzoglich Mecklenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 17|1. Großherzoglich Mecklenburgische Dragoner-Regiment Nr. 17]] ein. Am 1. März 1908 folgte seine Beförderung zum [[Leutnant]] mit [[Offizierspatent]] zum 19. Juni 1908.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Keilig: &amp;#039;&amp;#039;Die Generale des Heeres 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1983, S. 285. Andere Quelle geben fälschlicherweise den 1. März 1908 als Eintrittsdatum ins Heer an.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verschiedene Stabs- und Truppenverwendungen. Er wurde am 16. September 1917 zum [[Rittmeister]] befördert und war bei Kriegsende in der [[91. Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|91. Infanterie-Division]]. Für sein Wirken während des Krieges wurde er mit beiden Klassen des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]], dem [[Hanseatenkreuz]] Hamburg, dem [[Militärverdienstkreuz (Mecklenburg)|Mecklenburgischen Militärverdienstkreuz]] I.&amp;amp;nbsp;Klasse sowie dem [[Reußisches Ehrenkreuz|Reußischen Ehrenkreuz]] III.&amp;amp;nbsp;Klasse ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichswehrministerium (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rangliste des Deutschen Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1924, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Reichswehr]] diente er zunächst im [[16. Reiter-Regiment (Reichswehr)|16. Reiter-Regiment]] und übernahm dort im Oktober 1924 die 6. Eskadron in [[Kassel]]. Am 3. November 1929 wechselte er in den Stab des [[14. Reiter-Regiment (Reichswehr)|14. Reiter-Regiments]] nach [[Ludwigslust]] und wurde dort zum [[Major]] befördert.&lt;br /&gt;
[[Datei:A German-Hungarian meeting at Sopron after the Anschluss of Austria.jpg|mini|Rothkirch (zweiter von links) 1938 bei Treffen von drei Wehrmachtsoffizieren mit einem ungarischen Offizier]]&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1933 ist eine Beurteilung durch [[Leo Geyr von Schweppenburg]], den Kommandeur des 14.&amp;amp;nbsp;Reiter-Regiments, im [[Bundesarchiv-Militärarchiv]] erhalten geblieben. Geyr schrieb in der Beurteilung:&amp;lt;ref&amp;gt;Graf Rothkirchs Krieg – Privatfilme eines Wehrmachtsgenerals.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Mensch kalt, außer für Weib, Sippe und Eigenbesitz. Sprachkenntnisse bescheiden. Gesellschaftlich hervorragend geeignet. Als Soldat für praktische Tagesfragen ausreichend. Generalstabstauglich nicht genügend.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] im Reich wurde er für die Ausbildung von Offizieren der [[Sturmabteilung|SA]] und [[Schutzstaffel|SS]] an Waffen und im Reiten abgestellt. Aus dieser Zeit scheint ein enger Kontakt zur [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], zur SS und insbesondere zu deren Einheit [[Reiter-SS]] erhalten geblieben zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde am 1. Mai 1934 zum [[Oberstleutnant]] befördert. Am 1. Oktober 1934 ernannte man Rothkirch zum Kommandeur des [[15. (Preußisches) Reiter-Regiment (Reichswehr)|15. Reiter-Regiments]], ab Juli 1936 Kavallerie-Regiment 15.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keilig&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Keilig: &amp;#039;&amp;#039;Die Generale des Heeres 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1983. S. 285&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1935 starb seine Frau Albertine an [[Blutvergiftung]]; er zog danach seinen 1923 geborenen Sohn Leopold, genannt Poldi, allein auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1936 wurde Rothkirch zum [[Oberst]] befördert, und am 1. März 1938 wurde er Kommandeur der [[2. Schützen-Brigade]]. Mit dieser war er im März 1939 am Einmarsch der [[Wehrmacht]] in Böhmen und Mähren, der „[[Zerschlagung der Rest-Tschechei]]“, beteiligt. Am 10. November 1938 gab er das Kommando ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs war er ab dem 12. September 1939 Generalstabschef des [[XXXIV. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXIV. Armeekorps]], eines Verbandes des Ersatzheeres. Am 1. März 1940 zum [[Generalmajor]] befördert, wurde Rothkirch am 25. April 1940 Kommandeur der 442. Landesschützendivision, die in [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|Polen]] als Besatzungstruppe eingesetzt war. Vom 11. Oktober 1940 an war er Kommandeur der [[Oberfeldkommandantur 365]] im besetzten Polen. Der Stab der Oberfeldkommandantur 365 war erst in [[Tarnow]] und ab November 1941 in [[Lemberg]] stationiert. Die Oberfeldkommandantur 365 war dem Militärbefehlshaber im [[Generalgouvernement]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem erste Bemühungen zum Erhalt eines Frontkommandos gescheitert waren, bekam er am 10. Januar 1942 den Befehl über die [[330. Infanterie-Division (Wehrmacht)|330. Infanterie-Division]] übertragen. Mit dieser Division, die zu diesem Zeitpunkt als Besatzungstruppe im besetzten Polen stationiert war, führte er noch im Januar 1942 die Verlegung an die Front der [[Heeresgruppe Mitte]] durch. Bei der Verlegung kam es durch das Winterklima zum Verlust von 50 % der Fahrzeuge der Division. Sofort nach Übernahme eines Frontabschnitts wurde Rothkirch mit einem Teil seiner Truppen eingekesselt. Diese Einkesselung konnte nach kurzer Zeit durchbrochen werden. Für diesen Einsatz erhielt er die [[Eisernes Kreuz|Spange zum Eisernen Kreuz]] beider Klassen. Am 1. März 1942 folgte die Beförderung zum [[Generalleutnant]]. Für seinen Fronteinsatz wurde er am 5. November 1942 mit dem [[Deutsches Kreuz|Deutschen Kreuz]] in Gold ausgezeichnet. Vom August 1943 bis zum Juli 1944 war Rothkirch [[Befehlshaber des Rückwärtigen Heeresgebietes]] Mitte und Kommandierender General der Sicherungstruppen im Gebiet hinter der Heeresgruppe Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörn Hasenclever: &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Besatzungspolitik in der Sowjetunion: Die Befehlshaber der rückwärtigen Heeresgebiete 1941–1943.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76709-7, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 15. Oktober 1943 war Rothkirch in Personalunion auch gleichzeitig Wehrmachtbefehlshaber in [[Generalbezirk Weißruthenien|Weißruthenien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft der Wehrmacht.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 321–322.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1944 wurde er zum General der Kavallerie befördert. Sein Kommando endete mit dem Verlust Weißrusslands nach der [[Operation Bagration]] Ende Juni 1944.&lt;br /&gt;
[[Datei:Captured Edwin Graf von Rothkirch und Trach.jpg|mini|Rothkirchs Gefangennahme durch die US-Army im März 1945]]&lt;br /&gt;
Ab Juli 1944 war Rothkirch als stellvertretender Kommandierender General verschiedener [[Korps]] an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] eingesetzt. Am 3. November 1944 wurde er [[Kommandierender General]] des [[LIII. Armeekorps (Wehrmacht)|LIII. Armeekorps]] an der [[Deutsche Westfront 1944/1945|Westfront]]. Am 6. März 1945 geriet er bei [[Neunkirchen (Daun)|Neunkirchen]] in der Eifel in [[Vereinigte Staaten|amerikanische]] [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg|Kriegsgefangenschaft]], als die Amerikaner im Rahmen der [[Operation Lumberjack]] vorrückten.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Neu, Hubert Orth: &amp;#039;&amp;#039;Am Ende das Chaos; Die letzten Tage des 2. Weltkrieges im Raum Bernkastel-Wittlich.&amp;#039;&amp;#039; Archiv für Kultur und Geschichte des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Band 4, Weiss-Druck + Verlag, Monschau 1982, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Thömmes: &amp;#039;&amp;#039;Die Amis kommen; Die Eroberung der Eifel durch die Amerikaner 1944/1945.&amp;#039;&amp;#039; Helios, Aachen 2000, S. 122, ISBN 978-3-933608-22-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Streitkräfte]] überstellten ihn an die Briten, und er wurde am 9. März 1945 in das Generalslager [[Trent Park]] bei London eingeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einstellung zu den Nationalsozialisten ==&lt;br /&gt;
Über seine Einstellung zu den Nationalsozialisten gibt es sehr unterschiedliche Äußerungen. Nach dem [[Überfall auf Polen]] schimpfte Rothkirch gegenüber [[Philipp von Boeselager]], damals junger Leutnant, offen über „Schweinereien“, die die Nationalsozialisten zu verantworten hätten. Boeselager urteilte über Rothkirch: „Er gehörte schon innerlich zumindest zum Widerstand, wenn er auch keine Möglichkeit hatte, sich aktiv zu beteiligen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Graf Rothkirchs Krieg – Im Filmarchiv eines Wehrmachtsgenerals (44 Min., NDR 2006)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ostpolen verliebte sich Rothkirch in die verheiratete polnische Adelige [[Klementyna Mańkowska]] (1910–2003). Diese gehörte zum Widerstandskreis „Die Musketiere“, der sich hauptsächlich aus dem [[Szlachta|polnischen Adel]] rekrutierte. Die als Widerstandskämpferin und [[Agent (Nachrichtendienst)|Agentin]] hoch geehrte Mankowska enthüllte diese Liebesgeschichte erst in den 1990er Jahren in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;Odyssee einer Agentin&amp;#039;&amp;#039;, wobei nur in der deutschsprachigen Ausgabe die Liebesgeschichte überhaupt erwähnt wird. Der letzte Brief Rothkirchs an Mankowska, vom 16. November 1941, wurde im Buch veröffentlicht. Darin schrieb er:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich bin nach Berlin beordert worden und muß heute abend nach Deutschland fliegen. Das Übel, das sich ankündigte, ist eingetroffen. [[Schutzstaffel|SS]] und [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] haben in der Provinz von Lemberg die Macht übernommen. Die Terrorherrschaft wird beginnen. Man wirft uns vor, zu nachsichtig gewesen zu sein. … Ich bitte Sie, umgehend nach Frankreich zurückzukehren. Ich werde warten, daß sich unsere Wege ein drittes Mal kreuzen. Ich träume davon … Von ganzem Herzen mit Ihnen für immer Ihr E.R“. Als Postscriptum: „Vernichten Sie diesen Brief sofort nach dem Lesen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittmeister [[Eberhard von Breitenbuch]], [[Ordonnanzoffizier]] bei [[Generalfeldmarschall]] [[Günther von Kluge]], dem Oberbefehlshaber der [[Heeresgruppe Mitte]], informierte Rothkirch im Sommer 1943 über die Ermordung von 1200 bis 1500 Juden täglich am Eisenbahnknotenpunkt [[Małkinia Górna|Malkinia]] (gemeint i. d. [[Vernichtungslager Treblinka]]) in seinem Befehlsbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard von Breitenbuch: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen eines Reserveoffiziers 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 210–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rothkirch hielt dies zunächst für ausgeschlossen, aber seine Nachforschungen ergaben, dass dies zutraf. Rothkirch schrieb Berichte über die Mordaktionen und wandte sich mehrfach an Kluge. Kluge unternahm nichts, da er bei einem Protest um seinen Posten fürchtete, wie er seinem Ordonnanzoffizier Eberhard von Breitenbuch erklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard von Breitenbuch: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen eines Reserveoffiziers 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 86–87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Eisenbahnknotenpunkt Malkinia ist heute als Vernichtungslager Treblinka bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalfeldmarschall [[Ernst Busch (Offizier)|Ernst Busch]] beurteilte von Rothkirch am 1. März 1944 wie folgt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Charakter mit Eigenarten. Hat es im Winter 43/44 verstanden, trotz erheblicher Schwierigkeiten das ihm neu übertragene Gebiet straff zu organisieren, Gegensätze zu beseitigen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den zahlreichen Dienststellen in seinem Bereich sicherzustellen. Den besonders in seinem Gebiet sehr umfangreichen Bandenkampf führte er umsichtig, hart und tapfer im persönlichen Einsatz. Seine nat.soz. Haltung ist einwandfrei.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem abgehörten Gespräch im Lager Trent Park äußerte Generalleutnant [[Friedrich von Broich]], dass er Graf von Rothkirch und Trach für einen äußerst gewissenlosen Menschen halte, der eng mit Partei und [[Sturmabteilung|SA]] verbunden gewesen sei, so dass „wir“ (gemeint war das Heer) ihn nicht loswerden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz als Springreiter ==&lt;br /&gt;
Edwin von Rothkirch und Trach war ein hervorragender Reiter. Als [[Springreiter]] nahm er an den [[Olympische Sommerspiele 1932|Olympischen Sommerspielen 1932]] in Los Angeles teil. Während der [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Sommerspiele 1936]] in Berlin betreute er die [[japan]]ische Springreitermannschaft. In der Nachkriegszeit war er am Wiederaufbau des Reitsports in Westdeutschland beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Graf Rothkirchs Krieg – Im Filmarchiv eines Wehrmachtsgenerals.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1975 erhielt er das [[Bundesverdienstkreuz]] 1.&amp;amp;nbsp;Klasse für seinen Einsatz im Reitsport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatfilme ==&lt;br /&gt;
Von 1932 bis 1945 filmte von Rothkirch seinen privaten und militärischen Werdegang. Die Aufnahmen, teilweise sogar in Farbe, erreichen meist die Qualität von damaligen [[Wochenschau]]aufnahmen. Die Aufnahmen, auch im Privatleben, wurden, falls möglich, sogar vorher geprobt. Während des Krieges ist Rothkirch meist selbst im Bild zu sehen. Er scheint einen Untergebenen gehabt zu haben, welcher die Aufnahmen durchführte. Obwohl er bis Anfang 1942 nur im Reich und in besetzten Gebieten eingesetzt war, ließ er sich bei Siegesparaden und anderen Gelegenheiten wie ein Kommandeur von Fronttruppen filmen. Die Privatfilme wurden von seinem Sohn Leopold dem [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]] zur Verfügung gestellt und, dokumentarisch aufgearbeitet, im Jahre 2005 in der NDR-Produktion „Graf Rothkirchs Krieg – Privatfilme eines Wehrmachtsgenerals“ verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-18858-1.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard von Breitenbuch]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen eines Reserveoffiziers 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; [[Books on Demand]], Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-7025-0. Herausgeber der schriftlichen Aufzeichnungen durch den Sohn Andreas von Breitenbuch.&lt;br /&gt;
* [[Sönke Neitzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Abgehört. Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942–1945.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, ISBN 3-548-60760-8.&lt;br /&gt;
* [[Klementyna Mańkowska]]: &amp;#039;&amp;#039;Odyssee einer Agentin. Ein Frauenschicksal im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen: Deborah Béatrice Bernhofen. dbm-Media-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-930541-09-2.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Keilig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Generale des Heeres 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1983, ISBN 3-7909-0202-0.&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook|Hans Friedrich v. Ehrenkrook]], Jürgen v. Flotow, [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]]: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel), Band I, Band 2 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1952, S. 329. {{ISSN|0435-2408}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Graf Rothkirchs Krieg – Privatfilme eines Wehrmachtsgenerals&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.youtube.com/watch?v=2Dey8WC65XM Teil 1] und [https://www.youtube.com/watch?v=9l9YEnhiPVE Teil 2], Ausschnitte aus dem Film von Carsten Rau im Auftrag des NDR (2005), youtube.com; abgerufen am 8. April 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126858837|VIAF=8391133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rothkirch und Trach, Edwin von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittmeister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstleutnant (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Kavallerie (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandierender General des LIII. Armeekorps (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Springreiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Hanseatenkreuzes (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Mecklenburgischen Militärverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Reußischen Ehrenkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Rothkirch|Edwin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rothkirch und Trach, Edwin von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rothkirch und Trach, Edwin Graf von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher General der Kavallerie während des Zweiten Weltkriegs&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. November 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Militsch]], [[Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rettershof]] bei Kelkheim (Taunus)&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
	</entry>
</feed>