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	<title>Edward Hartshorne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T23:46:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-07-16T14:39:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edward Yarnall Hartshorne, Junior&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 10. April [[1912]] in [[Hanover (New Hampshire)]], USA; † [[30. August]] [[1946]]) (der Name wird &amp;#039;&amp;#039;Harts-Horn&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen) war der wichtigste Universitätskontrolloffizier im [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|Office of Military Government for Germany]] und verantwortlich für die Wiedereröffnung der deutschen Universitäten in der [[Amerikanische Besatzungszone|US-Besatzungszone]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Studium ==&lt;br /&gt;
Edward Hartshorne heiratete Mai 1934 Elsa Minot, die Tochter des Harvard-Historikers Sidney Fay. Sie hatten die drei gemeinsamen Kinder Robin, Marian und Caroline. Hartshorne studierte am &amp;#039;&amp;#039;Department of Ethics and Sociology&amp;#039;&amp;#039; am Harvard College. 1933/1934 wurde er Doktorand am &amp;#039;&amp;#039;Department of Anthropology and Sociology&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität Chicago]]. Für seine Doktorarbeit über „Deutsche Universitäten unter dem Nationalsozialismus“ reiste er 1935/36 nach Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruflicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr wurde er [[Soziologie]]dozent an der [[Harvard-Universität]], wo er Erstsemester unterrichtete. 1939 initiierte er mit den Harvard-Wissenschaftlern [[Sidney Fay]] und [[Gordon Allport]] (Psychologe) das Preisausschreiben „Mein Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933“, durch das über 250 Erfahrungsberichte von Emigranten aus dem [[Drittes Reich|Dritten Reich]] gesammelt und methodisch nach der sogenannten [[Chicagoer Schule (Soziologie)|Chicago-Schule der Soziologie]] ausgewertet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein bemerkenswertes Beispiel stammt von [[Karl Löwith]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben in Deutschland vor und nach 1933. Ein Bericht&amp;#039;&amp;#039;. J. B. Metzler, Stuttgart 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies brachte ihn dazu, öffentlich gegen den [[Isolationismus]] aufzutreten.&lt;br /&gt;
Für das Wintersemester 1941/-42 ließ sich Hartshorne für die Fertigstellung einer Studie beurlauben; er bewarb sich parallel am 10. Juli 1941 beim &amp;#039;&amp;#039;Bureau of the Coordinator of Information (COI)&amp;#039;&amp;#039; (später entstanden hieraus das &amp;#039;&amp;#039;[[Office of Strategic Services]] (OSS)&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Office of War Information&amp;#039;&amp;#039;). Am 1. September 1941 verließ er Harvard und wurde Regierungsmitarbeiter am &amp;#039;&amp;#039;Research and Analysis Branch&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;COI&amp;#039;&amp;#039;, hiermit war ein Publikationsverbot verbunden. Er wechselte zum &amp;#039;&amp;#039;Research and Analysis Branch&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;OSS&amp;#039;&amp;#039; und wurde Dozent am &amp;#039;&amp;#039;Office of War Information&amp;#039;&amp;#039;. 1943 wurde er als Verhöroffizier der &amp;#039;&amp;#039;[[Psychological Warfare Division]] (PWD)&amp;#039;&amp;#039; in [[Tunesien]] und [[Italien]] eingesetzt. Dort wurde er Anfang Juli einer der Verbindungsmänner zwischen dem deutschen Botschafter am [[Vatikanstadt|Vatikan]] [[Ernst von Weizsäcker]] und den [[Alliierte]]n. Nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] wurde er nach [[London]] versetzt und kehrte von dort in die USA zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Deutschland ==&lt;br /&gt;
Ab Januar 1945 wurde Hartshorne vom &amp;#039;&amp;#039;[[Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force|Alliierten Oberkommando (SHAEF]])&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;a. für die [[Entnazifizierung]] der [[Kölnische Zeitung|Kölnischen Zeitung]] eingesetzt. Im April nutzte er die Gelegenheit, ein Team zu übernehmen, dass in Deutschland nach dem Reichspresseleiter [[Max Amann (Politiker)|Max Amann]] suchen sollte. Bei diesem Auftrag kam er auch nach [[Marburg]], wo ihm klar wurde, dass er eher dazu berufen war, das deutsche Universitätssystem wiederzubeleben. Er ließ sich in die Abteilung für Religion und Erziehungswesen (&amp;#039;&amp;#039;Education and Religious Affairs Section&amp;#039;&amp;#039;) versetzen, die nach mehrfachen Umbenennungen der [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|Militärregierung]] untergeordnet war (&amp;#039;&amp;#039;[[Office of Military Government for Germany (U.S.)|Office of Military Government]], U.S. for Germany&amp;#039;&amp;#039;). Als Erstes begleitete er im Juli 1945 Generalmajor Morrison C. Stayer auf einer Inspektionsreise durch die medizinischen Fakultäten. Diese stellten sich als das Schlupfloch heraus, mit dem auch die Universitäten insgesamt erhalten werden konnten, denn nach der Befehlslage hätten sie eigentlich vollständig geschlossen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartshorne galt bald als der kenntnisreichste Spezialist für das höhere Erziehungswesen in Deutschland. Als Universitätskontrolloffizier (&amp;#039;&amp;#039;higher education officer&amp;#039;&amp;#039;) war er unmittelbar für [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] zuständig. An diesen beiden Beispielen erarbeitete er die &amp;#039;&amp;#039;standard operating procedure&amp;#039;&amp;#039; für die [[Entnazifizierung]] und Wiedereröffnung aller sieben Universitäten in der US-Zone. Er wählte die Universitäten aus, die für eine Wiedereröffnung geeignet erschienen – die [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] wurde in diesem Prozess zunächst geschlossen –, plante und überwachte den Öffnungsprozess. Darüber hinaus war er auch als Politikberater tätig. Bevor die örtlichen Planungskomitees zu funktionieren anfingen, war Hartshorne ständig im Land unterwegs, ohne mehr als vier Tage an einem Ort zu verbringen. Nachdem das Land [[Groß-Hessen]] mit Universitäten in [[Johann Wolfgang Goethe-Universität|Frankfurt]], Gießen und Marburg proklamiert worden war, wurde Hartshorne dort für das Hochschulwesen zuständig. Es gelang ihm auch, seine Frau davon zu überzeugen, nach Deutschland zu kommen. Sie traf im Juni 1946 mit den drei Kindern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Früher Tod ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1946 berichteten US-amerikanische Zeitungen, dass die Entnazifizierung der bayerischen Universitäten nicht gelungen sei. General [[Lucius D. Clay|Lucius Clay]] schickte Hartshorne, um die Vorwürfe zu untersuchen. Ab 1. August wurde Hartshorne zusätzlich Entnazifizierungsoffizier für Bayern. Während er in diesem Auftrag unterwegs war, wurde er am Abend des 28. August auf der Autobahn Richtung Nürnberg nach einem Überhol- und anschließendem Bremsmanöver aus einem fahrenden Jeep durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Der Täter soll ein 19 Jahre alter deutscher, betrunkener Schwarzmarkthändler gewesen sein. Er wurde wenig später selbst von der Armeepolizei erschossen. Der Fall ist bis heute ungeklärt. Es könnte sich um einen Auftragsmord gehandelt haben, da Hartshorne möglicherweise Kenntnisse erlangte, dass das &amp;#039;&amp;#039;[[Counter Intelligence Corps]] (CIC)&amp;#039;&amp;#039; über die Geheimroute des Vatikans (Klosterroute oder [[Rattenlinien]]) hochrangige Nazis nach Südamerika schleuste.&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Gerhardt in: &amp;#039;&amp;#039;Nie mehr zurück in dieses Land&amp;#039;&amp;#039; ..., S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hartshorne erlangte vor seinem Tod zwei Tage später das Bewusstsein nicht wieder. In nur 15 Monaten hatte er die drei Universitäten Heidelberg, Marburg und Frankfurt entnazifiziert und wiedereröffnet sowie mit einer Ausnahme die Öffnung der anderen Universitäten in der US-Zone vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Edward Y. Hartshorne: &amp;#039;&amp;#039;The German Universities and  National Socialism&amp;#039;&amp;#039;. Allen &amp;amp; Unwin, London 1937 sowie Reprint AMS Press, New York 1981. ISBN 0-404-16943-0&lt;br /&gt;
* Edward Y. Hartshorne &amp;#039;&amp;#039;Studentenleben und Hochschulideale in den Vereinigten Staaten von Amerika&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main, G. Schulte-Bulmke, 1946&lt;br /&gt;
* Edward Y. Hartshorne &amp;#039;&amp;#039;German Youth and the Nazi Dream of Victory&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Academic Proconsul. Harvard Sociologist Edward Y. Hartshorne and the Reopening of German Universities, 1945–1946. His Personal Account&amp;#039;&amp;#039;. Ed. [[James F. Tent]]. Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 1998. ISBN 3-88476-321-0. &amp;#039;&amp;#039;(enthält einen langen Bericht an seine Vorgesetzten in der Psychologischen Kriegsführung, sein Tagebuch, sowie die Briefe an seine Frau)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Uta Gerhardt]] und [[Thomas Karlauf]] (Hrsg.):&amp;#039;&amp;#039; Nie mehr zurück in dieses Land&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 2009, ISBN 978-3-549-07361-2 &amp;#039;&amp;#039;(enthält von Hartshorne im Rahmen des Preisausschreiben der Harvard-Universität gesammelte Texte jüdischer Emigranten)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Englische Übersetzung: Uta Gerhardt, Thomas Karlauf: &amp;#039;&amp;#039;The Night of Broken Glass. Eyewitness Accounts of Kristallnacht&amp;#039;&amp;#039;, Wiley 2012, Vorwort [[Saul Friedländer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/books/2012/apr/11/night-broken-glass-kristallnacht-review Review von Richard J. Evans, The Guardian, 11. April 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121185141|LCCN=n/81/99272|VIAF=111655321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hartshorne, Edward}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Amerikanische Besatzungszone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (United States Army)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Office of Strategic Services)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hartshorne, Edward&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hartshorne, Edward Yarnall&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Militär, Universitätskontrolloffizier in der US-Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. April 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hanover (New Hampshire)]], USA&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. August 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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