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	<title>Edward Calvin Kendall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-01-05T18:33:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Edward Calvin Kendall 1940s.jpg|mini|Edward Calvin Kendall, 1940er Jahre]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edward Calvin Kendall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[8. März]] [[1886]] in [[Norwalk (Connecticut)|South Norwalk]], [[Connecticut]]; gestorben am [[4. Mai]] [[1972]] in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]], [[New Jersey]]) war ein [[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] [[Biochemiker]]. Kendall gelang 1914 die Isolierung des [[Schilddrüse]]nhormons [[Thyroxin]] aus der Schilddrüse und die Strukturaufklärung des [[Glutathion]]s. In den 1930er Jahren isolierte er zudem das [[Nebenniere]]nhormon [[Cortison]] und wurde dafür 1950 gemeinsam mit [[Tadeus Reichstein]] und [[Philip Showalter Hench]] mit dem [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Edward Calvin Kendall wurde 1886 in [[Norwalk (Connecticut)|South Norwalk]] im Bundesstaat [[Connecticut]] als drittes Kind von George S. und Eva F. Kendall geboren. Sein Vater war Zahnarzt und aktiv in der kommunalen Politik, das Elternhaus und die Erziehung waren christlich geprägt. Kendall ging auf die Franklin Elementary School und danach für zwei Jahre auf die South Norwalk High School sowie für ein Jahr auf die Stamford High School, wo er sich für das Studium vorbereitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte an der [[Columbia University]] in der Stadt New York als einer der ersten Studenten bei [[Henry Clapp Sherman]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;King 1975&amp;quot; /&amp;gt; und erhielt dort 1908 seinen [[Bachelor of Science]] sowie 1909 seinen [[Master of Science]] im Bereich Chemie. Nach seinem Masterabschluss wurde er der erste Goldschmidt Fellow an der Universität bis 1910, bevor er im Fachbereich Chemie für seine Arbeiten über das [[Enzyme|Enzym]] [[Amylase]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Nach der Promotion ging er am 1. September 1910 für fünf Monate als Forscher zu [[Parke-Davis|Parke, Davis and Co.]], heute ein Tochterunternehmen von [[Pfizer]], in [[Detroit]], [[Michigan]], und arbeitete an der Biochemie der [[Schilddrüse]]. Diese Arbeiten führte er von 1911 bis 1914 am St. Luke’s Hospital in [[New York City]] weiter,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot; /&amp;gt; wo er anfangs ohne Gehalt das medizinische Labor einrichten durfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt; 1915 heiratete er Rebecca Kennedy (1892–1973), mit der Kendall vier Kinder hatte: Hugh, Roy, Norman und Elizabeth.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;de Herder 2014&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|William James Mayo 2.jpg|115|Charles Horace Mayo 3.jpg|120|[[William James Mayo|William]] und [[Charles Horace Mayo]], die Gründer der [[Mayo Clinic]], für die Kendall arbeitete.}}&lt;br /&gt;
Auf die Empfehlung von [[Clarence M. Jackson]] wurde Kendall 1914 Mitarbeiter von [[William James Mayo|William]] und [[Charles Horace Mayo]] an der [[Mayo Clinic]], die ein besonderes Interesse an Schilddrüsenerkrankungen hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt; Hier wurde er später Leiter der Abteilung Biochemie der Graduate School of the Mayo Foundation in [[Rochester (Minnesota)|Rochester]], die mit der [[University of Minnesota]] assoziiert war. 1915 wurde er Direktor des Fachbereichs Biochemie der University of Minnesota und Professor für physiologische Chemie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot; /&amp;gt; Bis in die späten 1920er Jahre beschäftigte sich Kendall mit der Erforschung des Thyroxin und seiner Wirkung, lag bei der Strukturaufklärung allerdings falsch. Danach beschäftigte er sich mit verschiedenen [[Aminosäure]]n, vor allem dem [[Glutathion]]. Anfang der 1930er Jahre begann er mit der Erforschung der [[Nebenniere]] und den in diesem Organ produzierten Hormonen. Dabei isolierte er u.&amp;amp;nbsp;a. das [[Cortison]] (genannt „Compound E“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;), dessen therapeutische Wirkung bei der Behandlung von [[Rheuma]]-Erkrankungen er gemeinsam mit Philip S. Hench aufklären konnte. Im Jahr 1950 erhielt er gemeinsam mit diesem und dem Schweizer Tadeus Reichstein, der etwa zeitgleich und unabhängig von Kendall ebenfalls Cortison isolieren konnte, den [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kendall blieb an der Universität und wurde am 1. April 1951 [[Emeritierung|emeritiert]] sowie Visiting Professor des Fachbereichs Biochemie der [[Princeton University]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot; /&amp;gt; Ebenfalls 1951 wurde er in die [[American Academy of Arts and Sciences]] und die [[American Philosophical Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Edward+C.+Kendall&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced| titel=Member History: Edward C. Kendall| hrsg=American Philosophical Society| zugriff=2018-10-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt, ein Jahr zuvor war er in die [[National Academy of Sciences]] gewählt worden. Im Jahr 1971 veröffentlichte Kendall seine [[Autobiografie]] &amp;#039;&amp;#039;Cortisone: Memoirs of a Hormone Hunter&amp;#039;&amp;#039;. Er starb am 4. Mai 1972 in Princeton, New Jersey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Arbeiten ===&lt;br /&gt;
Die ersten Forschungsarbeiten publizierte Kendall gemeinsam mit seinem Professor Henry Clapp Sherman im [[Journal of the American Chemical Society]], die sich mit der Identifizierung [[Reduzierende Zucker|Reduzierender Zucker]] mit Hilfe von [[P-Brombenzohydrazid|&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-Brombenzohydrazid]] beschäftigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1908&amp;quot; /&amp;gt; Für seine Doktorarbeit mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;A Quantitative Study of the Action of Pancreatic Amylases&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1910&amp;quot; /&amp;gt; arbeitete er an der [[Pankreas-Amylase]], einem in der [[Bauchspeicheldrüse]] produzierten Enzym, das für die Verdauung von [[Kohlenhydrate]]n notwendig ist. Dabei konnte er vor allem die Abhängigkeit der Amylase-Aktivität beim Abbau von Zuckern von der [[Natriumchlorid|Kochsalz]]-Konzentration nachweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1910a&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1910b&amp;quot; /&amp;gt; Sherman arbeitete zu dieser Zeit sehr intensiv an pflanzlichen und tierischen Enzymen und bezog seine Studenten und Doktoranden in dieser Forschungen ein. Allein für seine Serie &amp;#039;&amp;#039;Studies on amylases&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte er von 1910 bis 1915 insgesamt zehn Paper mit verschiedenen Studenten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;King 1975&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilddrüsenhormone ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Levothyroxine 200.svg|mini|Chemischer Aufbau des [[Thyroxin]]]]&lt;br /&gt;
Nach seiner Promotion widmete sich Kendall als Forscher bei Parke, Davis and Co. der [[Schilddrüse]] und ihrer Funktion sowie speziell der Aufgabe, das bis dahin nur wenig bekannte Schilddrüsenhormon zu isolieren. Dabei baute er auf Arbeiten des deutschen Chemikers [[Eugen Baumann]], der bis zu seinem Tod 1896 organisch gebundenes [[Jod]] der Schilddrüse untersuchte und isolieren konnte. Dieses wurde zur Behandlung von [[Hypothyreose]], der angeborenen oder erworbenen Schilddrüsenunterfunktion, angewendet. Bis 1913 konnte Kendall verglichen mit Baumann etwa die 100-fache Menge der aktiven Substanz gewinnen und ihre Wirkung an Hunden wie auch an Patienten mit einer Hypothyreose nachweisen. Bei seiner späteren Beschäftigung in der Mayo Clinic hatte Kendall erneut die Aufgabe, das Hormon aus operativ entferntem Schilddrüsengewebe zu isolieren. Mit Hilfe von [[Ethanol]] als Lösungsmittel gelang es ihm bis Ende 1914 nach der [[Hydrolyse]] des Gewebes Jod-Konzentrationen von 47 % zu erreichen. Als Kendall bei einem Versuch am 23. Dezember 1914 einschlief und das gesamte Ethanol der Probe verdampfte, konnte er eine weiße, ethanolunlösliche Inkrustierung feststellen, die 60 % Jod enthielt. Er stellte über Weihnachten größere Mengen des Stoffes her und löste es in Ethanol mit ein wenig [[Natriumhydroxid]] und konnte nach Zugabe von ein paar Tropfen [[Essigsäure]] eine Kristallbildung beobachten. Die Analysen ergaben, dass es sich bei den Kristallen um eine reine [[Aminosäure]] handelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1915&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kendall nahm an, dass es sich um ein [[Oxindol]] handelt, das er als &amp;#039;Thyroxin&amp;#039; bezeichnete; in der englischen Sprachform in &amp;#039;Thyroxine&amp;#039; geändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niazi et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem er in den Folgejahren genug Reinkristalle isolieren konnte, wendete er sie bei klinischen Experimenten an und konnte zeigen, dass dieses Thyroxin bei der Behandlung der Hypothyreose die volle Wirkung des den Patienten fehlenden Schilddrüsenhormons hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt; Kendall konzentrierte sich in den Folgejahren auf die chemischen und physiologischen Eigenschaften sowie auf die Isolierung größerer Mengen des Thyroxins und konnte etwa 33 Gramm des Schilddrüsenhormons aus etwa drei Tonnen Schilddrüsengewebe von Schweinen gewinnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niazi et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1919&amp;quot; /&amp;gt; Durch die Vorarbeiten von Kendall konnte der Chemiker [[Charles Robert Harington]] 1927 ein synthetisches Thyroxin durch die [[Kondensation]] zweier Moleküle [[Diiodotyrosin]] herstellen, das die gleichen Eigenschaften wie Thyroxin hatte und so zur korrekten Auflösung der chemischen Struktur des Thyroxin führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niazi et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glutathion.svg|mini|Glutathion: Kendall konnte das Tripeptid [[Glutathion]] isolieren und die Identität als Tripeptid aus den Aminosäuren [[Glutaminsäure]], [[Cystein]] und [[Glycin]] feststellen]]&lt;br /&gt;
Die Forschung Kendalls konzentrierte sich später auf die Wirkungen und [[Oxidation]]sprozesse im menschlichen Körper, die durch das Thyroxin ausgelöst werden. Hierbei fokussierte er seine Arbeit auf das [[Cystein]] sowie das [[Glutathion]]. Letzteres war zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar und die Mayo Clinic bekam den Auftrag, es zu kristallisieren und für die Synthese bereitzustellen. Glutathion wurde erstmals von [[Frederick Gowland Hopkins]] 1921 isoliert und benannt. Kendall arbeitete mit Bernhard F. McKenzie und Harold L. Mason an der Aufgabe und konnte es ebenfalls isolieren sowie außerdem kristallisieren und die Identität als [[Tripeptid]] aus den Aminosäuren [[Glutaminsäure]], Cystein und [[Glycin]] feststellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortison ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cortison.svg|mini|hochkant|Chemischer Aufbau des [[Cortison]]]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1930er Jahre begann Kendall sich mit der hormonellen Funktion der [[Nebenniere]] zu beschäftigen. Zu diesem Zeitpunkt war bekannt, dass die Nebennierenhormone zentrale und lebensnotwendige Funktionen hatten, da Patienten und Versuchstiere nach der Entnahme der Organe starben. Über die genaue physiologischen Zusammenhänge lagen jedoch noch keine Kenntnisse vor. Kendall isolierte 28 Substanzen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1950&amp;quot; /&amp;gt; von denen sechs physiologische Wirkung zeigten und von ihm als Substanzen A, B, C, D, E und F bezeichnet wurden. Er konzentrierte sich danach vor allem auf die Substanz E, die er [[Cortison]] nannte, und konnte nachweisen, dass Versuchstiere ohne Nebenniere nach Einspritzen der Substanz überlebten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kupfer 2001&amp;quot; /&amp;gt; Die gleiche Substanz wurde etwa zeitgleich auch von [[Tadeus Reichstein]] in Zürich sowie von einer Arbeitsgruppe um [[Oskar Wintersteiner]] entdeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern konnte Kendall die Isolierung aus [[Gallensäure]] optimieren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot; /&amp;gt; und so bis April 1948 400&amp;amp;nbsp;Gramm des Cortisons herstellen. Er versendete dieses an insgesamt 28 Kliniken zur klinischen und therapeutischen Erprobung, bekam jedoch keine Bestätigung für eine potenzielle Heilwirkung von Cortison. Im September 1948 injizierte der ebenfalls an der Mayo-Klinik aktive Arzt und Professor [[Philip Showalter Hench]] das von Kendall erhaltene Cortison einer Frau, die an einer [[Rheumatoide Arthritis|rheumatischen Gelenkentzündung]] litt, und wiederholte dies in den folgenden Tagen. Nach nur einer Woche war die Patientin [[schmerz]]frei und konnte erste Gehversuche machen, der Erfolg ließ sich auch bei anderen Patienten zeigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kupfer 2001&amp;quot; /&amp;gt; Cortison eröffnete so neue Therapiemöglichkeiten für die Rheumaforschung und -behandlung, auch wenn es keine über die Einnahmedauer hinausgehende Wirkung hat und aufgrund starker Nebenwirkungen nur begrenzt genutzt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 fand [[Robert B. Woodward]] erstmals einen Weg für die Totalsynthese von Cortison, das damit nicht mehr aus Gewebe isoliert werden musste und entsprechend in größeren Mengen hergestellt und genutzt werden konnte. Ab 1953 stand Cortison in den Vereinigten Staaten bereits in großen Mengen zur Verfügung und wurde zu einem der wichtigsten Arzneimittel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot; /&amp;gt; Bis zum Ende der 1960er Jahre wurde es jedoch durch [[Cortisol]] bzw. Hydrocortison ersetzt, das die eigentlich wirksame Form des Cortison darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot; /&amp;gt; Später eingeführte Präparate wie [[Prednisolon]]-Derivate,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot; /&amp;gt; die neben der höheren Wirksamkeit auch geringere Nebenwirkungen aufweisen, verdrängten Cortison weiter. Insbesondere bei Hormonmangel und allergischen Reaktionen ist Cortison jedoch weiterhin gebräuchlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kupfer 2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Bedeutung der Arbeiten Kendalls für die medizinische Praxis ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1949 wurde Kendall mit dem [[Albert Lasker Award for Clinical Medical Research]] ausgezeichnet. Ein Jahr später erhielt er gemeinsam mit [[Tadeus Reichstein]] und [[Philip S. Hench]] zu jeweils gleichen Teilen den [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]] &amp;#039;&amp;#039;für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel-med&amp;quot; /&amp;gt; 1952 erhielt er die [[George M. Kober Medal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dwight Ingle: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/kendall-edward.pdf Edward C. Kendall 1886–1972].&amp;#039;&amp;#039; in der Serie &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoir der [[National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; 1975.&lt;br /&gt;
* Wouter W. de Herder: &amp;#039;&amp;#039;Heroes in endocrinology: Nobel Prizes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Endocrine Connections.&amp;#039;&amp;#039; 3 (3), 2014, S. R94–R104. [[doi:10.1530/EC-14-0070]]&lt;br /&gt;
* Edward Calvin Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Cortisone: Memoirs of a Hormone Hunter.&amp;#039;&amp;#039; Autobiografie. Macmillan, 1971, ISBN 0-684-31062-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kendall, Edward Calvin.&amp;#039;&amp;#039; In: Bernhard Kupfer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Nobelpreisträger.&amp;#039;&amp;#039; Patmos-Verlag, Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1, S. 237–238.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000003646|Edward C. Kendall||In: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv.&amp;#039;&amp;#039;}} 30/1972 vom 17. Juli 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-med|1950|Edward Calvin Kendall}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.msthalloffame.org/edward_kendall.htm Edward C. Kendall]&amp;#039;&amp;#039; in der Hall of Fame der The Minnesota High Tech Association (MHTA) und dem Science Museum of Minnesota; abgerufen am 2. Februar 2015.&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|76747}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ingle 1975&amp;quot;&amp;gt;Dwight Ingle: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/kendall-edward.pdf Edward C. Kendall 1886–1972]&amp;#039;&amp;#039; in der Serie &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoir der National Academy of Sciences&amp;#039;&amp;#039;, 1975.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;King 1975&amp;quot;&amp;gt;Charles Glenn King: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/sherman-henry.pdf Henry Clapp Sherman 1875–1955]&amp;#039;&amp;#039; in der Serie &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoir der National Academy of Sciences&amp;#039;&amp;#039;, 1975.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1950/kendall-bio.html Edward C. Kendall - Biographical] von Edward Calvin Kendall auf den Seiten der Nobelstiftung zur Preisverleihung 1950 (englisch). Abgerufen auf nobelprize.org am 2. Februar 2015; erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Nobel Lectures, Physiology or Medicine 1942–1962.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier Publishing Company, Amsterdam 1964.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nobel-med&amp;quot;&amp;gt;{{Nobel-med|1950|Edward Calvin Kendall}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dilg 2004&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Dilg]]: &amp;#039;&amp;#039;Cortison.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, De Gruyter, Berlin u. a. 2004, 2011, ISBN 978-3-11-097694-6, S. 275 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner 2004&amp;quot;&amp;gt;Renate Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Kendall, Edward Calvin.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, De Gruyter, Berlin u. a. 2004, 2011, ISBN 978-3-11-097694-6, S. 731–732 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;de Herder 2014&amp;quot;&amp;gt;Wouter W. de Herder: &amp;#039;&amp;#039;Heroes in endocrinology: Nobel Prizes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Endocrine Connections.&amp;#039;&amp;#039; 3 (3), 2014, S. R94–R104. [[doi:10.1530/EC-14-0070]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niazi et al. 2011&amp;quot;&amp;gt;Asfandyar Khan Niazi, Sanjay Kalra, Awais Irfan, Aliya Islam: &amp;#039;&amp;#039;Thyroidology over the ages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Indian Journal of Endocrinology and Metabolism.&amp;#039;&amp;#039; 15 (Supplement 2), 2011; S. S121–S126. [[doi:10.4103/2230-8210.83347]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kupfer 2001&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kendall, Edward Calvin&amp;#039;&amp;#039; In: Bernhard Kupfer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Nobelpreisträger.&amp;#039;&amp;#039; Patmos-Verlag, Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-72451-1, S. 237–238.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1908&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall, Henry Clapp Sherman: &amp;#039;&amp;#039;The detection and identification of certain reducing sugars by condensation with para-brombenzylhydrazide.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 30 (9), 1908, S. 1451–1455, [[doi:10.1021/ja01951a019]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1910&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall: &amp;#039;&amp;#039;A Quantitative Study of the Action of Pancreatic Amylases.&amp;#039;&amp;#039; Wynkoop Hallenbeck Crawford C., New York 1910.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1910a&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall, Henry Clapp Sherman, E. D. Clark: &amp;#039;&amp;#039;Studies on Amylases. I. An Examination of methods of diastatic power.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 32 (9), 1910, S. 1073–1086, [[doi:10.1021/ja01927a010]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall &amp;amp; Sherman 1910b&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall, Henry Clapp Sherman, E. D. Clark: &amp;#039;&amp;#039;Studies on Amylases. II. A study of the action of pancreatic amylase.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 32 (9), 1910, S. 1087–1105, [[doi:10.1021/ja01927a011]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1915&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall: &amp;#039;&amp;#039;The isolation in crystalline form of the compound containing iodine which occurs in the thyroid: Its chemical structure and physiological activity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Transactions of the Association of American Physicians.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1915, S. 420–429.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1919&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall: &amp;#039;&amp;#039;Isolation of the Iodine Compound Which Occurs in the Thyroid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Biological Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 39, 1919, S. 125, [http://www.jbc.org/content/39/1/125.full.pdf (Volltext)].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kendall 1950&amp;quot;&amp;gt;Edward Calvin Kendall: &amp;#039;&amp;#039;The Development of Cortisone As a Therapeutic Agent.&amp;#039;&amp;#039; Nobel Lecture, 11. Dezember 1950, [http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1950/kendall-lecture.pdf (Volltext)].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Medizin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kendall, Edward Calvin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Biochemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Norwalk (Connecticut)|South Norwalk]], [[Connecticut]], USA&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Princeton (New Jersey)|Princeton]], [[New Jersey]], USA&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Afus199620</name></author>
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