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	<title>Eduard von Liebert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wietek: PD genauer</title>
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		<updated>2024-12-22T09:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eduard von Liebert.jpg|miniatur|hochkant|Eduard von Liebert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Wilhelm Hans Liebert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1900 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Liebert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1850]] in [[Rendsburg]]; † [[14. November]] [[1934]] in [[Szczyty (Baborów)|Tscheidt]], [[Kreis Leobschütz]], [[Provinz Niederschlesien]]) war ein [[Königreich Preußen|preußischer]] [[Offizier]], zuletzt [[General der Infanterie]] sowie [[Gouverneur]] von [[Deutsch-Ostafrika]]. Er war außerdem von 1907 bis 1914 Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstages]] und betätigte sich zudem als Militärschriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Er entstammte einer [[Schlesien|schlesischen]] Familie und war der [[Verwandtschaftsbeziehung#Kinder|Sohn]] des preußischen [[Major]]s im Generalstabs Friedrich Wilhelm Liebert (1805–1853) und dessen Ehefrau Friederike Karoline, geborene Schindler (1829–1908).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herkunft&amp;quot;&amp;gt;[http://www.deutsche-biographie.de/sfz51154.html Deutsche Biographie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärlaufbahn ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Erziehung im [[Kadettenanstalt|Kadettenkorps]] wurde Liebert am 13. Juni 1866 als [[Portepee]]-[[Fähnrich]] dem [[3. Posensches Infanterie-Regiment Nr. 58|3. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58]] der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] in [[Głogów|Glogau]] überwiesen. Im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] nahm er an den Schlachten bei [[Schlacht bei Nachod|Nachod]], [[Schlacht bei Skalitz|Skalitz]] und [[Schlacht bei Königgrätz|Königgrätz]] sowie den [[Gefecht]]en bei [[Gefecht bei Schweinschädel|Schweinschädel]] und [[Choustníkovo Hradiště|Gradlitz]] teil. Während des Krieges wurde er zum [[Leutnant|Sekondeleutnant]] befördert. Ab 1. Oktober 1869 war er [[Adjutant]] des II. Bataillons. In dieser Stellung nahm Liebert während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Krieges gegen Frankreich]] 1870/71 an der Einschließung von [[Belagerung von Paris (1870–1871)|Paris]], den [[Schlacht]]en bei [[Schlacht bei Wörth|Wörth]] (in der er leicht verwundet wurde), am [[Mont Valérien]], sowie den Gefechten bei [[Schlacht bei Buzenval|Malmaison]] und [[Garches]] teil. Für seine Leistungen erhielt er das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 20. Juni bis 19. September 1872 diente Liebert als Adjutant der [[20. Infanterie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)|20. Infanterie-Brigade]] in [[Posen]] und absolvierte ab 1. Oktober 1872 für drei Jahre die [[Preußische Kriegsakademie|Kriegsakademie]]. Während dieser Zeit war er vom 23. Juli bis zum 30. September 1874 zur Dienstleistung beim [[1. Posensches Feldartillerie-Regiment Nr. 20|Posenschen Feldartillerie-Regiment Nr. 20]] kommandiert. Vom 1. bis 21. Juli 1875 nahm er an einer Übungsreise des Generalstabes des [[V. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|V. Armee-Korps]] teil und wurde während des Manövers am 6. Juli zur Führung ausländischer Offiziere abgestellt. Unter Stellung [[à la suite]] wurde Liebert am 1. Januar 1876 als [[Lehrer]] zur [[Kriegsschule]] nach [[Hannover]] versetzt. Vom 3. Januar bis zum 20. Februar 1877 wurde er zur Dienstleistung beim [[Königs-Ulanen-Regiment (1. Hannoversches) Nr. 13]] abkommandiert. Im Jahr darauf war Liebert zur Teilnahme an einer Übungsreise des [[X. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|X. Armee-Korps]] vom 1. bis 12. August 1878 abkommandiert. Unter der Belassung in seinem Kommando wurde Liebert am 15. August 1878 à la suite des [[Infanterie-Regiment „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13|1. Westfälischen Infanterie-Regiments Nr. 13]] gestellt und am 17. September zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit dem Kartografen [[Julius Iwan Kettler]] sowie dem Tropen-erfahrenen „Konsul G. A. Wilhelmy“, dem hannoverschen Oberlehrer Mejer und dem Physik-Professor [[Gustav von Quintus-Icilius]] gehörte der Kriegschullehrer Eduard Liebert zu den insgesamt zwölf [[Bürger]]n, die am 27. September 1878 zunächst ein „Provisorisches Komitee für die Stiftung einer [[Geographische Gesellschaft zu Hannover|Geographischen Gesellschaft zu Hannover]]“ bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre Geographische Gesellschaft zu Hannover 1878–1978&amp;#039;&amp;#039;, in [[Wolfgang Eriksen]], Adolf Arnold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hannover und sein Umland. Festschrift zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Geographischen Gesellschaft zu Hannover 1878 – 1978&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft zu Hannover&amp;#039;&amp;#039;, 1978), Hannover: Selbstverlag, 1978, S. 1–17; hier: S. 1–3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptmann war Liebert vom 3. Januar bis 19. Februar 1879 zur Dienstleistung beim [[Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen“ (Hannoversches) Nr. 73|Hannoverschen Füsilier-Regiment Nr. 73]] kommandiert. Anschließend folgte seine Versetzung in den [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]] und ab 23. Dezember 1880 eine Tätigkeit als Lehrer an der Kriegsschule [[Metz]]. Unter Belassung in seinem Kommando im Großen Generalstab wurde er am 2. April in den Generalstab der Armee versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebert war vom 1. Januar 1882 bis zum 4. Dezember 1884 Mitglied der [[Obermilitärstudienkommission|Ober-Militär-Examinierungs-Kommission]]. Seit dem 18. April 1882 war er zum Generalstab des [[III. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|III. Armee-Korps]] nach [[Berlin]] versetzt worden. Vom 1. November 1882 bis zum 30. September 1884 war er als Lehrer an der Kriegsakademie tätig. Ab dem 13. September 1882 war er Mitglied der Studienkommission für die Kriegsschulen. Zum Großen Generalstab wurde er am 13. Dezember 1883 versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das [[Infanterie-Regiment „Hamburg“ (2. Hanseatisches) Nr. 76|2. Hanseatische Infanterie-Regiments Nr. 76]] nach [[Hamburg]] wurde Liebert am 4. Dezember 1884 versetzt und zum [[Kompaniechef|Chef]] der 3. [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] [[Ernennung|ernannt]], bevor er am 5. Dezember 1885 unter der Überweisung zum Großen Generalstab in den Generalstab der Armee zurückversetzt wurde. Als [[Erster Generalstabsoffizier]] folgte am 29. Dezember 1885 seine Versetzung in den Generalstab der [[12. Division (Deutsches Kaiserreich)|12. Division]] in [[Nysa|Neiße]] und am 20. Februar 1886 die Beförderung zum überzähligen [[Major]]. Am 20. September 1887 wieder in den Großen Generalstab versetzt, war Liebert zeitgleich vom 1. November 1887 bis 6. Februar 1891 auch Lehrer an der Kriegsakademie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Führung der [[Gesandter|Gesandtschaft]] des [[Sultan]]s von [[Sansibar|Zanzibar]] wurde er in der Zeit vom 25. September bis zum 9. Oktober 1889 betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP11614109-18891001-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=3 VIII. Jahrgang. No. 77. Neueste Mittheilungen. Verantwortlicher Herausgeber: O. Hammann. Berlin, Dienstag den 1. Oktober 1889.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 1. April 1889 bis zum 1. Juli 1890 wurde er mit der [[Stellvertretung]] des [[Reichskommissar]]s für [[Deutsch-Ostafrika|Ostafrika]] beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Februar 1891 wurde Liebert als Erster Generalstabsoffizier in den Generalstab des X. Armee-Korps nach Hannover versetzt und am 16. Mai 1891 zum [[Oberstleutnant]] befördert. In dieser Stellung erhielt er am 29. März 1892 den Rang und die Gebührnisse eines [[Abteilungsleiter|Abteilungschefs]]. Unter Beibehaltung dieses Kommandos und unter Stellung [[à la suite]] des Generalstabes der Armee wurde er am 17. Mai 1892 in den Nebenetat des Großen Generalstabs versetzt, bevor man Liebert schließlich am 28. Juli 1892 zum Chef des Generalstabes des X. Armee-Korps ernannte. Unter gleichzeitiger Beförderung zum [[Oberst]] war er ab dem 14. Mai 1894 Kommandeur des in [[Frankfurt (Oder)]] stationierten [[Grenadier-Regiment „Prinz Carl von Preußen“ (2. Brandenburgisches) Nr. 12|Grenadier-Regiments „Prinz Carl von Preußen“ (2. Brandenburgisches) Nr. 12]]. Beim [[Kaiserreich China|chinesischen]] [[Vizekönig]] [[Li Hongzhang|Li Hung-Chang]] leistete er vom 9. Juni bis 4. Juli 1896 „Ehrendienst“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Li Hung Chang.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Teltower Kreisblatt.&amp;#039;&amp;#039; Staatsbibliothek zu Berlin. Ausgabe vom 16. Juni 1896.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Eduard von Liebert2.jpg|mini|Generalmajor Liebert als Gouverneur von Deutsch-Ostafrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Zweck einer Verwendung als [[Gouverneur]] in [[Deutsch-Ostafrika]] schied Liebert am 3. Dezember 1896 aus der Preußischen Armee und trat unter Stellung à la suite der [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika]] in den Kolonialdienst über.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oberst Liebert. Gouverneur von Deutsch-Ostafrika.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker Nachrichten#Lübecker General-Anzeiger|Von Lübecks Thürmen]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Jg., Ausgabe von Sonnabend, den 19. Dezember 1896.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Dauer der Beurlaubung des Oberstleutnants [[Lothar von Trotha]] wurde er am 16. Februar 1897 zugleich mit den Geschäften des Kommandeurs der Schutztruppe beauftragt. Am 20. Juli zum [[Generalmajor]] befördert, wurden ihm die Geschäfte des Kommandeurs der Schutztruppe am 22. September 1897 bis auf Weiteres übertragen. Zum 1. Januar 1900 wurde Liebert durch Wilhelm II. in den erblichen [[Adel]]sstand erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918&amp;#039;&amp;#039;. Görlitz 1939, S. 117. Die Adelslinie von Liebert starb jedoch mit der Heirat seiner Tochter aus, da er keinen männlichen Nachkommen hatte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gouverneur der Kolonie zog er sich vor allem durch massive Steuererhöhungen den dortigen Unmut zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Enthebung von seinen Stellungen als Folge der von ihm herbeigeführten Unruhen in Deutsch-Ostafrika wurde Liebert am 13. März 1901 wieder in der Preußischen Armee angestellt. Zunächst befand er sich bei den Offizieren von der Armee, wurde am 9. April mit der Führung der [[6. Division (Deutsches Kaiserreich)|6. Division]] in [[Brandenburg an der Havel|Brandenburg]] beauftragt und mit seiner Beförderung zum [[Generalleutnant]] am 18. Mai 1901 zum Kommandeur ernannt. In [[Zustimmung|Genehmigung]] seines Abschiedsgesuches wurde Liebert am 7. April 1903 mit der gesetzlichen [[Pension (Altersversorgung)|Pension]] zur [[z. D. (Militärsprache)|Disposition]] gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde Liebert am 4. Oktober 1914 reaktiviert und zunächst als Kommandant von [[Łódź|Lodz]] eingesetzt. Bereits am 7. November wurde er von diesem Posten enthoben und seine Mobilmachungsbestimmung aufgehoben. Erst am 14. Januar 1915 wurde er abermals reaktiviert und zum Kommandeur der [[15. Reserve-Division (Deutsches Kaiserreich)|15. Reserve-Division]] ernannt, mit der er in der Folgezeit an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] während der [[Herbstschlacht in der Champagne]] zum Einsatz kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Bilder aus der Champagne 1914/16, herausgegeben von der Champagne-Kriegszeitung des VIII. Reserve-Korps Dezember 1915&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Stellung verlieh ihm Wilhelm II. am 27. Januar 1916 den [[Charakter (Titel)|Charakter]] als General der Infanterie. Das [[Offizierspatent|Patent]] zu diesem Dienstgrad erhielt Liebert dann mit der Übernahme als Führer des [[Generalkommando 54|Generalkommandos z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V. Nr. 54]] am 25. Februar 1917. Mit diesem war Liebert bei der [[7. Armee (Deutsches Kaiserreich)|7. Armee]] an den erfolgreichen [[Schlacht an der Aisne (1917)|Abwehrkämpfen an der Aisne]] beteiligt und wurde für seine Leistungen am 6. Juni 1917 mit dem Orden [[Pour le Mérite]] ausgezeichnet. Kurz darauf enthob man ihn am 17. Juni aufgrund des Überschreitens der Altersgrenze von seinem Posten und versetzte Liebert unter Verleihung des [[Kronenorden (Preußen)|Kronenordens]] I. Klasse mit Schwertern in den endgültigen Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1904 wurde Liebert Gründungsvorsitzender des [[Reichsverband gegen die Sozialdemokratie|Reichsverbands gegen die Sozialdemokratie]] in [[Berlin]], Mitglied der Hauptleitung des [[Alldeutscher Verband|Alldeutschen Verbands]], Mitglied im Vorstand der [[Deutsche Kolonialgesellschaft|Deutschen Kolonialgesellschaft]] und war 1909 einer der Initiatoren des rechtskonservativen [[Deutscher Frauenbund|Deutschen Frauenbunds]]. Von 1907 bis 1914 war er Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]] als Abgeordneter der [[Freikonservative Partei|Reichs- und Freikonservativen Partei]] (RFKP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alldeutschen Verband verfocht Liebert mehrfach die [[Rassentheorien]]. So hielt er auf dem Verbandstag am 27. und 28. Mai 1904 in [[Lübeck]] einen Vortrag über „Die Zukunftsentwicklung unserer Kolonien“, in dem er sich gegen einen angeblichen „Rassenverderb“ in den Deutschen Kolonien aussprach. Auf dem Erfurter Verbandstag vom 6. September 1912 griff er die vom Reichstag beschlossene Rechtsgültigkeit der „Mischehen“ in den Kolonien an, bzw. bezeichnete den diesbezüglichen Antrag als „jedem Rassengefühl und Rassenstolz ins Gesicht“ schlagend.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Völkischer Radikalismus. Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes. 1919–1923.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Verlag, Hamburg 1970, ISBN 3-87473-000-X, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Auflösung des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]] wurde Liebert 1918 noch zu dessen Mitglied berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebert betätigte sich auch als Militärschriftsteller und bediente sich dabei gelegentlich des [[Pseudonym]]s „Sarmatikus“. Dieses Pseudonym benutzte er für seine 1880 erarbeitete osteuropäische Kriegsstudie, die er unter gleichem Pseudonym noch einmal 1886 neu bearbeitete. Darin beschrieb er die gesamte Region zwischen Weichsel, Djepr und dem Kaukasus als mögliches Zielgebiet deutscher Eroberung und Kolonisierung, das Teil eines künftigen deutschen Kontinentalimperiums werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Kamissek, &amp;#039;&amp;#039;Kriegslust und Fernweh. Deutsche Soldaten zwischen militärischem Internationalismus und imperialer Nation [1770-1870].&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt/New York 2018, ISBN 978-3-593-50812-2, S. 320–324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Dezember 1929 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] ein (Mitgliedsnummer 174.658).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25770916&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Liebert hatte sich am 27. April 1876 in [[Kiel]] mit Helene Dittmer verheiratet. Sie war die Tochter des [[Großhandel|Weingroßhändlers]] und [[Kaufmann]]s Ernst Dittmer (1856–1898). Aus der Ehe ging die Tochter Elsa (* 1877) hervor, die den Badekommissar Hans von Moser heiratete. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1899 in [[Daressalam]] deren Schwester Maria Charlotte (* 1872).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland Heldenzeit 1870/71. Schlachtschilderungen.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feldmarschall Neithardt von Gneisenau. Ein Lebensbild.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Generalfeldmarschall Graf Hellmuth von Moltke. Eine Lebensskizze.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus einem bewegten Leben. Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Stand 1902) ==&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]] II. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot;&amp;gt;Harry von Rège: &amp;#039;&amp;#039;Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments Nr. 76.&amp;#039;&amp;#039; Mauke. Hamburg 1902, S. 118–119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Russischer Orden der Heiligen Anna]] III. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kommandeur des [[Orden Heinrichs des Löwen|Ordens Heinrichs des Löwen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Ordens der Eisernen Krone]] II. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Orden vom Doppelten Drachen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- Ch. D. II. 2 M. G. 2a --&amp;gt;&amp;lt;!--* &amp;lt;ref&amp;gt; Des Weiteren wurde er schon mit Z. St. II 1, O. V. 2b und G. S. F. 2. Schw. u. m. St. ausgezeichnet. Für mich waren die Bezeichnungen jedoch (noch) nicht zu entschlüsseln. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rège&amp;quot;/&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;H–O.&amp;#039;&amp;#039; Biblio Verlag. Bissendorf 2003, ISBN 3-7648-2516-2, S. 339–341.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eduard von Liebert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Militär-Wochenblatt.&amp;#039;&amp;#039; Anlässlich seines 50jährigen Militärjubiläums. Nr. 102/103 vom 10. Juni 1916, S. 2431–2432.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser.&amp;#039;&amp;#039; Teil B 1941, S. 338. Verlag Justus Perthes, Gotha 1941.&lt;br /&gt;
* [http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%209.pdf &amp;#039;&amp;#039;Acta Borussica&amp;#039;&amp;#039;, Band 9 (1900–1909)] (PDF-Datei; 2,74 MB)&lt;br /&gt;
* Hanns Möller: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;A–L.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bernard &amp;amp; Graefe. Berlin 1935, S. 669–670.&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|487|488|Liebert, Eduard von|Horst Gründer|116996595}}&lt;br /&gt;
* [[Harry von Rège]]: &amp;#039;&amp;#039;Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments Nr. 76.&amp;#039;&amp;#039; Mauke. Hamburg 1902. {{OCLC|252978009}}, S. 117–119.&lt;br /&gt;
* Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1908, Zweiter Jahrgang. [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/periodical/pageview/1201740 S.&amp;amp;nbsp;651]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116996595}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/011417}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116996595|von Liebert, Eduard Wilhelm Hans}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Eduard Wilhelm Hans von Liebert|1479}}&lt;br /&gt;
* [http://stabikat.sbb.spk-berlin.de:8080/DB=1/LNG=DU/SID=463c79a5-3/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Liebert%2C+Eduard+von Literaturliste im Online-Katalog] der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gouverneure (Deutsch-Ostafrika)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kommandeure der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116996595|LCCN=no2015114719|VIAF=89156985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebert, Eduard Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Infanterie (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutschen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Schutztruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Militärorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Heinrichs des Löwen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Alldeutschen Verband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Freikonservativen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärschriftsteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Doppelten Drachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebert, Eduard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liebert, Eduard Wilhelm Hans von (vollständiger Name); Liebert, Eduard; Sarmaticus (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie, Politiker (FKP, NSDAP), MdR und Militärschriftsteller, Gouverneur von Deutsch-Ostafrika&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1850&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rendsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. November 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Szczyty (Baborów)|Tscheidt]], [[Kreis Leobschütz]], [[Provinz Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wietek</name></author>
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