<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eduard_Roschmann</id>
	<title>Eduard Roschmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eduard_Roschmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Roschmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T19:33:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Roschmann&amp;diff=577469&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Roschmann&amp;diff=577469&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-13T18:47:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Edward Roschmann.jpg|miniatur|Eduard Roschmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Roschmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; alias &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F(r)ederico Wegener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; alias &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlächter von Riga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1908]] in [[Graz]]; † [[10. August]] [[1977]] in [[Asunción]]/[[Paraguay]]) war Kommandant des [[Ghetto Riga|Rigaer Ghettos]] sowie des [[KZ Riga-Kaiserwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1934 war Roschmann Mitglied des [[Steirischer Heimatschutz|Steirischen Heimatschutzes]] sowie der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]]. 1938 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 297.864),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/167047&amp;lt;/ref&amp;gt; beantragte am 30. Mai desselben Jahres die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.276.402).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/35580174&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1941 arbeitete Roschmann zunächst im [[Reichssicherheitshauptamt]] beim [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]], später in der Abteilung IV ([[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]) beim [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Lettland]]. Er war Mitglied der [[Einsatzgruppe A]] und ab Ende 1941 „[[Judenberater|Judenreferent]]“ im [[Ghetto Riga]]. Ab 1943 war er Ghettokommandant und als solcher als „Schlächter von Riga“ berüchtigt. 1944 wurden die dort ermordeten Juden im Rahmen der [[Sonderaktion 1005]] verbrannt, um so Spuren zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nahenden [[Operation Bagration|sowjetischen Front]] flüchtete die SS-Besatzung des Ghettos im Oktober 1944 aus Riga in Richtung des noch sicheren [[Danzig]]. Von dort aus setzte sich Roschmann mit einigen anderen SS-Angehörigen nach Süddeutschland in Richtung österreichischer Grenze ab. Dabei legte er seine SS-Uniform ab und versuchte, in [[Wehrmachtsuniform]] unterzutauchen. Bei einer Kontrolle hinter der österreichischen Grenze wurde Roschmann bei der Flucht angeschossen. Danach versteckte er sich bis Mitte 1945 bei Freunden im Raum Graz. Nach seiner Genesung tauchte er erneut unter und versteckte sich mit falschen Papieren unter anderen Kriegsgefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung 1947 wurde Roschmann unvorsichtig und besuchte seine Frau in Graz. Von ehemaligen [[KZ-Häftling]]en erkannt, wurde er von der [[Royal Military Police|britischen Militärpolizei]] verhaftet. Auf dem Transport ins [[Internierungslager Dachau]] gelang ihm jedoch die Flucht. Er verließ Österreich über die „[[Grüne Grenze]]“ nach [[Italien]]. Dort erhielt er 1948 durch das [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Rote Kreuz]] einen neuen Pass auf den Namen Federico Wegener. Damit gelang ihm die Flucht über eine der sogenannten [[Rattenlinien]] von [[Genua]] nach [[Argentinien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roschmann gründete in Argentinien eine Holz-Import-Exportfirma und heiratete erneut, obwohl er von seiner ersten Ehefrau nicht geschieden war. Als er dann 1958 mit seiner zweiten Ehefrau eine Firmenniederlassung in der [[Westdeutschland|Bundesrepublik]] gründete, zeigte ihn seine erste Ehefrau, die bis dahin nichts von der neuen Eheschließung wusste, beim Landesgericht Graz wegen [[Bigamie]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach [[Buenos Aires]] erhielt Roschmann 1968 die argentinische [[Staatsbürgerschaft]]. Im Juli 1977 erging ein argentinischer Haftbefehl gegen Roschmann aufgrund eines Auslieferungsersuchens der [[Staatsanwaltschaft]] [[Hamburg]]. Ihm gelang jedoch die Flucht nach [[Paraguay]], wo er am 10. August in [[Asunción]] starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frederick Forsyth]] machte Roschmann zu einer Hauptfigur seines 1972 erschienenen und [[Die Akte Odessa (Film)|1974 verfilmten]] Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Die Akte Odessa]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er als wichtiger Akteur der fiktiven „[[Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen]]“ dargestellt wird. Mit der realen Person hat die Romanfigur Roschmann wenig gemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Organisationsstruktur der SS]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt 2003, ISBN 3-10-039309-0.&lt;br /&gt;
* Heinz Schneppen: &amp;#039;&amp;#039;Ghettokommandant in Riga – Eduard Roschmann: Fakten und Fiktionen.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2009, ISBN 3-938690-93-3.&lt;br /&gt;
* Daniel Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Nazi-Jagd. Südamerikas Diktaturen und die Ahndung von NS-Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stern.de/politik/geschichte/teil-5--das-verschwinden-der-nazis-nazis-auf-der-flucht-3545154.html Nazis auf der Flucht (Teil 5)] auf stern.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138316732|LCCN=no/2008/72437|VIAF=89874444}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roschmann, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Riga-Kaiserwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Paraguay]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roschmann, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wegener, Frederico; Wegener, Federico; Schlächter von Riga&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kriegsverbrecher in Lettland, Holz-Import-Exporteur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1908 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. August 1977 &lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Asunción]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>