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	<title>Eduard Kullmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:48:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Kullmann&amp;diff=220809&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Verlinkung</title>
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		<updated>2024-04-16T15:24:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eduard Kullmann.jpg|mini|hochkant|Eduard Kullmann, Foto von [[Wilhelm Cronenberg]], 1874]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Franz Ludwig Kullmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juli]] [[1853]] in [[Magdeburg]]-[[Neue Neustadt|Neustadt]]; † [[16. März]] [[1892]] in [[Amberg]]) war ein [[deutscher]] [[Handwerker]] und wurde 1874 bekannt als [[Otto von Bismarck|Bismarck]]-[[Attentäter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kullmann-Attentat.jpg|mini|Eduard Kullmann (rechts) schießt auf Reichskanzler Otto von Bismarck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck 1874 001.jpg|mini|Notenblatt, Marsch von [[Aloys Hennes]], zum Gedenken an das gescheiterte Attentat]]&lt;br /&gt;
Eduard Kullmann war Sohn eines ambulanten [[Fischhändler]]s, der aus dem katholischen Eichsfeld nach Magdeburg-[[Alte Neustadt]] gezogen war. Der 20-jährige [[Küfer|Böttchergeselle]] Kullmann, Mitglied des katholischen Gesellenvereins in [[Salzwedel]], verübte am 13.&amp;amp;nbsp;Juli 1874 in [[Bad Kissingen|Kissingen]] inmitten einer jubelnden Menschenmenge einen Anschlag auf den damaligen [[Reichskanzler]] [[Otto von Bismarck]]. Bismarck hatte zur Mittagszeit seine tägliche Fahrt zum [[Bad Kissingen#Salinen, Heilquellen und Kurviertel|Salinebad]] angetreten; wie gewöhnlich war die Straße vor seinem Kurdomizil von zahlreichen schaulustigen Fußgängern gesäumt. Kullmann sprang unversehens auf den Wagen zu und gab aus nur zwei Meter Entfernung einen Schuss auf Bismarcks Kopf ab. In diesem Moment hatte sich der Kanzler jedoch zur Seite gewendet, um einen Gruß von Passanten zu erwidern. Diese Geste rettete ihm das Leben und führte zu einem Streifschuss an seiner rechten Hand, der eine lebenslange Lähmung zur Folge hatte. Bismarcks Kutscher versetzte dem Attentäter einen kräftigen Peitschenhieb. Der Opernsänger [[José Lederer]], der in der Nähe stand, ergriff den Attentäter, der von den umstehenden Kurgästen beinahe [[Lynchjustiz|gelyncht]] worden wäre. Zunächst wurde Kullmann im Kissinger Gefängnis inhaftiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BbB&amp;quot;&amp;gt;Marcus Mühlnikel: &amp;#039;&amp;#039;Bismarck-Attentäter büßte in Bayreuth&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatkurier des [[Nordbayerischer Kurier|Nordbayerischen Kuriers]] 3/2004, S. 17 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motiv des katholischen Attentäters war, Bismarck als Urheber des [[Kulturkampf]]s zu ermorden. Der Kulturkampf war eine Auseinandersetzung zwischen der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] unter [[Papst]] [[Pius IX.]] und dem Königreich [[Preußen]] bzw. dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] unter Bismarck zwischen 1871 und 1887. Um die von Bismarck gefürchtete Macht des Katholizismus in Deutschland zu brechen, hatte der Kanzler eine Reihe von Vorschriften erlassen. Der [[Kanzelparagraph]] von 1871 verbot den Pfarrern, in ihren [[Predigt]]en Staatsangelegenheiten kritisch zu erörtern. Mit den [[Maigesetze (Deutsches Kaiserreich)|Maigesetzen]] des Jahres 1873 sollte die Ausbildung und Anstellung Geistlicher der staatlichen Kontrolle unterworfen werden. Schließlich wurden fast alle geistlichen [[Orden (Religion)|Orden]] verboten, [[Kloster|Klöster]] aufgelöst und deren Vermögen beschlagnahmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BbB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kullmann behauptete Zeit seines Lebens, allein für den Mordanschlag verantwortlich gewesen zu sein. Die angespannte politische Stimmung in Deutschland trug aber dazu bei, dass man in Kullmann lediglich einen [[Strohmann]] für den politischen Katholizismus sah. Die [[Liberalismus|liberale]] [[Presse (Medien)|Presse]] wollte nicht nur ihn, sondern die gesamte katholische [[Geistlichkeit]] und die [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] auf der Anklagebank sehen. Die Anklage am [[Schwurgericht]]shof in [[Würzburg]] lautete auf Mordversuch. Im Prozess stellte sich heraus, dass Kullmann bereits mehrfach gewalttätig gewesen war und eine dreimonatige Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung abgesessen hatte. Das Urteil wurde nach wenigen Tagen gefällt, wobei das Strafmaß von 14 Jahren [[Zuchthaus]] nur ein Jahr unter der möglichen Höchststrafzeit blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BbB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erwartung des berühmten Häftlings wurden im [[Justizvollzugsanstalt St. Georgen-Bayreuth|Zuchthaus Bayreuth]] besondere Vorkehrungen getroffen. Unter anderem wurden Türen verstärkt und Fenster mit eisernen Korbgittern versehen. Alle Schlösser in der Nähe der für ihn vorgesehenen [[Gefängniszelle|Zelle]] wurden ausgetauscht. Am 14.&amp;amp;nbsp;Dezember 1874 traf Kullmann in [[Bayreuth]] ein. Den jähzornigen jungen Mann erwarteten dort drakonische Strafen für Verstöße gegen die Zuchthausvorschriften; das damalige Strafmaß reichte von Essensentzug über [[Arrest (JVA)|Arrest]] bis zur wochenlangen Wegnahme der Schlafunterlage und dem Anlegen von Fesseln. In der Gefängnisakte Kullmanns sind 36 Ordnungsverstöße registriert: Tabakhandel, Schimpfen, Austeilen von Ohrfeigen und Faustschlägen gegen Mitgefangene, brutales Benehmen gegen die Aufseher. Ein Gnadengesuch für seinen Sohn bei Bismarck einzureichen, von dem sich Kullmann eine Haftverkürzung versprach, lehnte dessen Vater ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BbB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kullmanns aufbrausendes Naturell führte immer wieder zu folgenreichen Zwischenfällen. Vor dem Ablauf seiner Strafe wurde er wegen Unbotmäßigkeit zu weiteren sieben Jahren Gefängnis verurteilt. 1888 wurde er in das [[Justizvollzugsanstalt Amberg|Gefängnis Amberg]] überführt, wo er einsam und vergessen an [[Tuberkulose]] starb.&amp;lt;ref&amp;gt;lt. Hanns H. F. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Der Schuß auf die Schlange&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BbB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aloys Hennes]] komponierte den Marsch „Bismarck Hoch“ und [[Johann Valentin Hamm]] den „Bismarck-Rettungs-Jubel-Marsch“, im Gedenken an das gescheiterte Attentat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon: Alle Berliner Straßen und Plätze, von der Gründung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; S. 386, Verlag Neues Leben/Edition Luisenstadt, 1998, ISBN 3-355-01491-5.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Taddey]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der deutschen Geschichte]]. Personen, Ereignisse, Institutionen von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039;, S. 684, [[Alfred Kröner Verlag]], Stuttgart 1977.&lt;br /&gt;
* Hermann Julius Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Meyers großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens&amp;#039;&amp;#039;, S. 785, Bibliographisches Institut, 1905.&lt;br /&gt;
* Hanns H. F. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Der Schuß auf die Schlange&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Altmarkblätter&amp;#039;&amp;#039;, Heimatbeilage der [[Altmark Zeitung]] Nr. 4 vom 23. Januar 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bismarck assassination attempt in Bad Kissingen|Attentat auf Otto von Bismarck 1874|3=S}}&lt;br /&gt;
* [[Sven Felix Kellerhoff]]: [https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article239884577/Eduard-Kullmann-Er-wollte-den-liberalen-Schuft-Bismarck-toeten.html &amp;#039;&amp;#039;Eduard Kullmann: Er wollte den „liberalen Schuft“ Bismarck töten&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Welt.de]], 13. Juli 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118987461|VIAF=54948211}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kullmann, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Otto von Bismarck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kullmann, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kullmann, Eduard Franz Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Handwerker, Bismarck-Attentäter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]-[[Neue Neustadt|Neustadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1892&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Amberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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