<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eduard_Klinik</id>
	<title>Eduard Klinik - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eduard_Klinik"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Klinik&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T01:31:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Klinik&amp;diff=1611744&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: /* Gedenken */ Plural richtig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Klinik&amp;diff=1611744&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-25T12:34:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedenken: &lt;/span&gt; Plural richtig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dresden Neuer Katholischer Friedhof Grab Gedenkstätte Märtyrer.JPG|miniatur|Gedenkstätte auf dem Neuen Katholischen Friedhof in Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edward (Eduard) Klinik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juli]] [[1919]] in [[Werne (Bochum)|Werne]] bei [[Bochum]]; † [[24. August]] [[1942]] in [[Dresden]]) war ein [[Polen|polnischer]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] aus dem Umkreis der [[Salesianer Don Boscos]]. Er wurde im Zuge der [[Germanisierung#Zeit des Nationalsozialismus|Germanisierungspolitik]] des [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschlands]] in den [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|1939 annektierten polnischen Gebieten]] mit anderen jungen Polen von der NS-Justiz zum Tode verurteilt und 1942 hingerichtet. In der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] wird er als [[Märtyrer]] verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Bis ca. 1920 lebten Eduard Kliniks Eltern Adalbert (Wojciech) und Anastasia (Anastazja) geborene Schreiber im [[Ruhrgebiet]], wo sein Vater als [[Schmied]] im [[Ruhrbergbau|Bergbau]] gearbeitet hatte. Bald nach seiner Geburt kehrte die vierköpfige Familie in die polnische Heimat nach [[Posen]] zurück, woher die Eltern stammten, da sich der Vater für die [[polnische Staatsangehörigkeit]] entschieden hatte. Edward hatte eine ältere Schwester Maria (* 1917), die später [[Ursulinen|Ursuline]] wurde. In Polen bekam die Familie noch ein weiteres Kind. Edward besuchte die Volksschule in Posen und wechselte 1933 auf das Gymnasium der Salesianer Don Boscos in [[Oświęcim|Auschwitz]]. Im Schuljahr 1938/39 machte er am mathematisch-naturkundlichen [[Gotthilf Berger|Gotthilf-Berger-Gymnasium]] in Posen Abitur. Seine Freizeit verbrachte er im Oratorium der Salesianer Don Boscos in Posen, einer kirchlichen Freizeiteinrichtung für Jugendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Besatzung ===&lt;br /&gt;
Der deutsche [[Überfall auf Polen]] und die Eingliederung Posens in das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] bedeuteten einen tiefen Einschnitt in das Leben Edwards und seiner Freunde, die er im Oratorium kennen gelernt hatte. Während der Besatzungszeit arbeitete er in einer Konstruktionsfirma. Das Oratorium wurde geschlossen und von [[Wehrmacht|deutschem Militär]] genutzt. Die Freunde trafen sich aber weiter. Kriegserlebnisse und die Erfahrungen der Besatzung forderten ihren patriotischen Widerstandsgeist heraus. Möglicherweise hatte die Gruppe Kontakte in die polnische Studenten- und Gymnasiastenszene, die sich im Untergrund zu Aktionen gegen die Deutschen verabredete, darunter zur sogenannten „Militärorganisation der Westgebiete“ (&amp;#039;&amp;#039;Wojskowa Organizacja Ziem Zachodnich&amp;#039;&amp;#039;, WOZZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Todesurteil ===&lt;br /&gt;
Als Erster aus der Gruppe wurde Eduard Klinik am 21. September 1940 an seiner Arbeitsstelle unter dem Vorwurf verhaftet, er plane einen Staatsstreich. Zusammen mit seinen Freunden [[Czesław Jóźwiak]], [[Edward Kaźmierski]], [[Franciszek Kęsy]] und [[Jarogniew Wojciechowski]] kam er zunächst auf das berüchtigte [[Fort VII in Posen]] und wurde am 16. November 1940 in ein Gefängnis in [[Wronki]] eingeliefert. Im April 1941 wurde die Gruppe nach [[Berlin]] und im Mai 1942 nach [[Zuchthaus Zwickau|Zwickau]] verlegt. Dort wurden die Angeklagten wegen Vorbereitung zum [[Hochverrat]] zum Tode verurteilt. Der [[Strafsenat]] des [[Oberlandesgericht Posen|Oberlandesgerichts Posen]] tagte dazu am 31. Juli 1942 in der [[Untersuchungshaft|Untersuchungsanstalt]] Zwickau. Edward und seine Freunde wurden mit anderen Verurteilten aus dem polnischen Widerstand beschuldigt, Mitglieder der polnischen [[Stronnictwo Narodowe|Nationalpartei SN]] gewesen zu sein. Sie gehören zu den Opfern der mit äußerster Härte betriebenen Germanisierungspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands im sogenannten [[Wartheland|Warthegau]], die sich nicht selten gerade auch gegen kirchliche Gruppen und Intellektuelle wandte. Bei der Verurteilung, für die die katholischen Überzeugungen der Jungen keine Rolle spielten, wandte das Gericht [[Rückwirkungsverbot im Strafrecht|rückwirkend]] die sogenannte [[Polenstrafrechtsverordnung]] vom 4. Dezember 1941 an, die auch für geringste Vergehen besonders drakonische Strafen ermöglichte. Die Verhängung der Todesstrafe wurde mit der nach Ausbruch des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieges]] gebotenen [[Abschreckung]]swirkung begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinrichtung ===&lt;br /&gt;
Am 1. August 1942 wurden die Verurteilten nach Dresden gebracht, wo das Urteil drei Wochen später in der [[Gedenkstätte Münchner Platz Dresden|Richtstätte am Münchner Platz]] vollstreckt wurde. Der Gefängnisseelsorger Pater [[Franz Bänsch]] [[Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria|OMI]] begleitete die aus insgesamt acht jungen Männern bestehende Gruppe der Verurteilten seelsorglich bis an das [[Schafott]]. Zwei [[Gnadenbefugnis|Gnadengesuche]], die Eduards Eltern am 4. August und er selbst am 18. August 1942 an den [[Reichsstatthalter#Angeschlossene Reichsgaue|Reichsstatthalter]] des Warthelands, [[Arthur Greiser]], stellten, blieben bis zur Hinrichtung unbeantwortet und wurden erst nach der Vollstreckung ablehnend beschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edward Klinik und seine Gefährten wurden am 28. August 1942 in einem Massengrab auf dem [[Neuer Katholischer Friedhof (Dresden)|Äußeren Katholischen Friedhof]] in Dresden von einem [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerpater]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Der Ort der Hinrichtung in Dresden wurde in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zu einer Gedenkstätte des antifaschistischen Widerstands. Wegen ihres kirchlichen Hintergrunds waren die Namen der fünf Freunde aus dem Oratorium dort aber nicht genannt. 1999 wurde das Grab auf dem Neuen Katholischen Friedhof wiederentdeckt, ein Denkmal der Katholischen Pfarrgemeinde St. Paulus in [[Plauen (Dresden)|Dresden-Plauen]] erinnert dort heute unter anderem auch an Klinik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juni 1999 wurde Eduard Klinik gemeinsam mit seinen vier Freunden und weiteren polnischen NS-Opfern von dem polnischen [[Papst]] [[Johannes Paul II.]] in [[Warschau]] [[Seligsprechung|seliggesprochen]]. Sein Gedenktag ist der 24. August, der Tag seiner Hinrichtung, im Eigenkalender der Salesianer Don Boscos der 12. Juni. In Polen gilt er als [[Polnische Märtyrer des deutschen Besatzungsregimes 1939–1945|Märtyrer der deutschen Besatzung]]. Trotz seiner polnischen Nationalität ist er auch im [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutschen Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] verzeichnet und dort für das [[Bistum Essen]] eingetragen, zu dem sein Geburtsort heute gehört. Zusammen mit dem acht Monate später an gleicher Stelle in Dresden hingerichteten polnischen [[Ordensbruder]] [[Grzegorz Frąckowiak]] [[Steyler Missionare|SVD]] werden die fünf Jungen auch zur Gruppe der sechs [[Selige Märtyrer vom Münchner Platz Dresden|seligen Märtyrer vom Münchner Platz in Dresden]] zusammengefasst, deren gemeinsames Gedenken ebenfalls am 12. Juni begangen wird. Dieser Märtyrergruppe wurde eine am 1. Juni 2020 im [[Bistum Dresden-Meißen]] neu errichtete römisch-katholische [[Pfarrei|Pfarrgemeinde]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Wielgoß [[Salesianer Don Boscos|SDB]]: &amp;#039;&amp;#039;Seliger Franciscek&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Kęsy und seliger Edward Klinik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helmut Moll]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band I. 8., erweiterte und aktualisierte Auflage, Schöningh, Paderborn u. a. 2024, ISBN 978-3-506-79130-6, S. 221–224 (unveränderter Artikel wie in den Vorauflagen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Eduard_Klinik.html}}&lt;br /&gt;
* Antonio Borrelli: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.santiebeati.it/Detailed/90103.html Beato Edoardo Klinik Martire.]&amp;#039;&amp;#039; Kurzbiographie auf &amp;#039;&amp;#039;santiebeati.it&amp;#039;&amp;#039; (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1162584343|LCCN=no2017107796|VIAF=3101150325528010090001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klinik, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Eduard Klinik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer (Polnische Märtyrer des deutschen Besatzungsregimes 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Selige Märtyrer vom Münchner Platz Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger oder Heiliger der Don-Bosco-Familie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (polnischer Widerstand 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klinik, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Klinik, Edward&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Widerstandskämpfer und Märtyrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juli 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Werne (Bochum)|Werne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
	</entry>
</feed>