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	<title>Eduard Haber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T08:46:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Haber&amp;diff=483094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Barbasca: /* Leben */ Die Umbenennung der Straße hat inzwischen stattgefunden</title>
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		<updated>2025-03-27T23:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Die Umbenennung der Straße hat inzwischen stattgefunden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eduard Haber.jpg|mini|Eduard Haber, um 1918]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Karl Emil Eduard Haber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1866]] in Risa, [[Kreis Schleiden]], [[Rheinprovinz]]; † [[14. Januar]] [[1947]] in [[Tübingen]]-[[Lustnau]]) war ein deutscher Kolonialbeamter und Diplomat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eduard Haber war Sohn des Bergbauingenieurs [[Carl Haber (Bergbauingenieur)|Carl Haber]]. Er besuchte das [[Gymnasium Petrinum Brilon]]. Nach dem Abitur studierte er 1885–1888 an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]], der [[RWTH Aachen]] und der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität]] das Bergfach. 1888 schloss er sich dem [[Corps Rhenania Bonn]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, 15/565&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war ab 1888 Bergreferendar und ab 1893 [[Assessor]] beim Oberbergamt Bonn. Nach einer Reise, die ihn 1889 nach Mexiko und Peru führte, erhielt er an der [[Bergakademie Berlin]] einen Lehrauftrag. Ab 1896 bereiste er für die [[Deutsche Bank]] Australien und Amerika. Nach seiner Rückkehr wurde Haber 1900 am Hüttenamt [[Strzybnica (Tarnowskie Góry)|Friedrichshütte]] (Schlesien) zum stellvertretenden Hütteninspektor ernannt und im selben Jahr in den [[Reichskolonialamt|Reichskolonialdienst]] des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1901 wirkte er als Bergbeamter beim Gouvernement [[Daressalam|Dar-es-Salam]] in [[Deutsch-Ostafrika]]. 1903 wurde Haber, der im Jahr zuvor zum Regierungsrat ernannt worden war, zum Ersten Referenten des Gouvernements berufen und 1906 zum Geheimen Regierungsrat befördert. 1907 wechselte Haber als Vortragender Rat ins [[Reichskolonialamt]] nach Berlin und erhielt 1910 seine Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 wurde Haber zum Stellvertreter des Gouverneurs von [[Deutsch-Neuguinea]] (DNG), [[Albert Hahl]] berufen, er reiste am 22. Januar 1914 ab. Aufgrund der Erkrankung Hahls, der nach Deutschland beurlaubt wurde, führte er die Amtsgeschäfte in [[Rabaul]] kommissarisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] erfuhr er in [[Morobe]]. Er kehrte am 14. August nach Rabaul zurück, wo er [[Gefecht bei Bita Paka|bewaffneten Widerstand]] mit einer Truppe von etwa 50 Siedlern und 250 Einheimischen organisierte. Nach Unterzeichnung der Kapitulation am 17. September 1914 musste er den Neutralitätseid leisten. Zusammen mit 11 weiteren deutschen [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenen]] wurde er mit dem erbeuteten Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Komet&amp;#039;&amp;#039; nach [[Sydney]] gebracht und am 29. Oktober 1914 im [[Torrens-Island-Internierungslager]] interniert. Am 15. Januar 1915 wurde er gemeinsam mit seinem Sekretär Münz an Bord der &amp;#039;&amp;#039;Sonoma&amp;#039;&amp;#039; nach [[San Francisco]] deportiert, von wo aus er schließlich ins Reich zurückkehren durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch Deutsch-Neuguinea&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Fassberg, 2002, S.&amp;amp;nbsp;123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin führte er formal die Amtsgeschäfte als geschäftsführender Gouverneur von Deutsch-Neuguinea weiter. Am 14. Dezember 1917 ernannte [[Wilhelm Solf]] ihn zum Nachfolger von Hahl, der als tropenuntauglich erklärt worden war, offiziell zum letzten Gouverneur von Deutsch-Neuguinea. Sowohl Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] als auch [[Erich Ludendorff]] hielten diese Einsetzung während des Krieges für übereilt und undurchdacht, weil die Pazifikkolonie in ihren Plänen schon keine Rolle mehr spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Friedensverhandlungen um die [[Mandat (Völkerrecht)|C-Mandate]] des [[Völkerbund]]es wurde Haber im Mai 1919 nachträglich als zweites Mitglied in die deutsche Delegation berufen, wegen der Aussichtslosigkeit seiner Arbeit legte er diese jedoch wieder nieder und übernahm die Leitung der Kohlenwirtschaftstelle Mecklenburg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Eduard-Haber-Straße Tübingen 2020.jpg|mini|Eduard-Haber-Straße in Tübingen (2020)]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1920 amtierte Haber als Präsident des [[Reichsausgleichsamt]]es. Nach Ausscheiden aus dem Reichsdienst 1923 übernahm er bis 1927 eine Lehrtätigkeit an der [[Technische Universität Clausthal|Bergakademie Clausthal]] und erhielt 1924 eine Honorarprofessur. 1928–45 lehrte Haber an der [[Universität Tübingen]] als beauftragter Dozent für &amp;#039;&amp;#039;internationale Kolonialwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rohstoffwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Am 2. September 1932 schloss er sich dem Tübinger [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps]] an. Er unterzeichnete den reichsweiten Wahlaufruf von Hochschullehrern für [[Adolf Hitler]] zur [[Reichstagswahl November 1932]] und im März 1933 die [[Erklärung von 300 Hochschullehrern für Adolf Hitler]]. Zu seinem 70. Geburtstag 1936 ehrte ihn die Stadt [[Tübingen]] als „Vorkämpfer für die nationale Erhebung“ mit der Benennung einer Straße, deren Umbenennung der Tübinger Gemeinderat im Dezember 2023 beschloss,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; außerdem ernannte ihn die Universität zum Ehrensenator. Haber wurde, obwohl häufig als „Dr.“ tituliert, nie promoviert. Sein Antrag, ihm die Ehrendoktorwürde zuzuerkennen, wurde abgelehnt mit der Begründung, er habe mit der Ehrensenatorwürde zufrieden zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch ...,&amp;#039;&amp;#039; S 123: Schreiben des PG Prof. Dr. Bacher, Berlin, zitierend.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haber beantragte am 10. Juni 1937 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.572.527).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/12770876&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Hans-Joachim Lang (Germanist)|Hans-Joachim Lang]] war Haber auch [[Sturmabteilung|SA-Mitglied]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Lang: [https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Wie-lange-noch-Karl-Adam-Strasse-231576.html &amp;#039;&amp;#039;Wie lange noch Karl-Adam-Straße?&amp;#039;&amp;#039;] Schwäbisches Tagblatt, 8. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine Umbenennung der nach ihm benannten Straße in Tübingen wurde Anfang der 1990er Jahre vom Tübinger Gemeinderat abgelehnt, da Haber später aus der NSDAP ausgetreten sei. Der Historiker [[Wilfried Setzler]], der die [[Entnazifizierung]]sakte Habers eingesehen hat, stellte 2020 fest, dass Haber nach eigenen Angaben der NSDAP bis zum Ende des Nationalsozialismus angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/tuebinger-initiative-will-umbenennung-einer-strasse-100.html |wayback=20200907110026 |text=&amp;#039;&amp;#039;Tübinger Historiker: Eduard-Haber-Straße muss weg&amp;#039;&amp;#039; }}, SWR, 7. September 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 18. Dezember 2023 beschloss der Tübinger Gemeinderat, die Eduard-Haber-Straße nach der deutsch-israelischen Menschenrechtsaktivistin in [[Felicia Langer|Felicia-Langer-Straße]] umzubenennen. Die Wunschbenamung einer größeren Gruppe von Anwohnern für den Gewann- oder Flurnamen „Am Pflegersgarten“ fand im Tübinger Gemeinderat keine Mehrheit. Die neuen Straßenschilder wurden am 14. Juni 2024 angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tuebingen.de/41632.html#/42806 |titel=Pressearchiv 2024 |werk=tuebingen.de |hrsg=Universitätsstadt Tübingen |sprache=de |abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Es-wird-nun-doch-die-Felicia-Langer-Strasse-613825.html |titel=Es wird nun doch die Felicia-Langer-Straße. Die Eduard-Haber-Straße wird nach der deutsch-israelischen Menschenrechtsaktivistin benannt. |werk=Schwäbisches Tagblatt |datum=2023-12-18 |abruf=2024-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1905: [[Roter Adlerorden]] 4. Klasse&lt;br /&gt;
* 1906: Roter Adlerorden 4. Klasse mit dem Johanniterkreuz am weißen Bande&lt;br /&gt;
* 1910: [[Königlicher Kronen-Orden (Preußen)|Königlicher Kronenorden]] 3. Klasse&lt;br /&gt;
* 1912: Roter Adlerorden 3. Klasse mit Schleife&lt;br /&gt;
* 1915: [[Eisernes Kreuz]] 2. Klasse&lt;br /&gt;
* 1915: [[Rote Kreuz-Medaille (Preußen)|Rote Kreuz-Medaille]] 3. Klasse&lt;br /&gt;
* 1915: [[Militärverdienstorden (Bayern)|Militärverdienstorden]] 3. Klasse mit Krone und Schwertern&lt;br /&gt;
* 1915: [[Friedrichs-Orden]] Kommenturkreuz 2. Klasse&lt;br /&gt;
* 1915: [[Eiserner Halbmond]]&lt;br /&gt;
* 1918: Rote Kreuz-Medaille 2. Klasse&lt;br /&gt;
* 1918: [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Österreichisches Militärverdienstkreuz]] 2. Klasse mit der Kriegsdekoration&lt;br /&gt;
* 1923: Eisernes Kreuz 1. Klasse&lt;br /&gt;
* 1924: [[Honorarprofessor]] an der Bergakademie Clausthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Serlo: &amp;#039;&amp;#039;Die Preußischen Bergassessoren&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Essen 1933, S. 132.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gouverneure (Deutsch-Neuguinea)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1181787300|VIAF=1834155411323108940005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haber, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Deutsch-Neuguinea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Rote Kreuz-Medaille (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (III. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommentur II. Klasse des Friedrichs-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Halbmondes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Haber, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Haber, Johann Karl Emil Eduard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beamter und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Risa, [[Kreis Schleiden]], [[Rheinprovinz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Barbasca</name></author>
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