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	<title>Eduard Genast - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Genast&amp;diff=909453&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mario todte: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-08-09T04:57:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EduardFranzGenast.jpg|mini|Eduard Genast]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Franz Genast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juli]] [[1797]] in [[Weimar]]; † [[3. August]] [[1866]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher Opernsänger (Bass), Schauspieler, Komponist, Theaterdirektor und Regisseur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Genast kam am 15. Juli 1797 als Sohn des bekannten Schauspielers und Regisseurs [[Anton Genast]] in Weimar zur Welt. Nach der Schule lernte er zunächst das [[Konditor]]handwerk, da sein Vater gegen eine Theaterlaufbahn war, und brachte es in seinem Beruf bis zum Gehilfen der großherzoglichen Hofkonditorei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung zum Sänger und Schauspieler ===&lt;br /&gt;
Er hatte nach seinem Stimmbruch eine angenehme Baritonstimme, weshalb er ab 1813 eine Gesangsausbildung durch den Musikdirektor [[Carl Eberwein]] erhielt, die seine schon vorhandene Begeisterung für die Schauspielerei und Musik noch steigerte. Bereits am 23. April 1814 debütierte er am Hoftheater in Weimar unter Goethes besonderer Leitung als Osmin in dem Singspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Die Entführung aus dem Serail]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. Von Goethe bekam er ein Engagement als zweiter Bassist. 1816 bildete Genast seine Stimme bei [[Wilhelm Häser]] in [[Stuttgart]] weiter. Es folgten Engagements in [[Dresden]], [[Hannover]] und [[Prag]] sowie –&amp;amp;nbsp;unter [[Theodor von Küstner]]&amp;amp;nbsp;– von 1818 bis 1828 in [[Leipzig]]. In dieser Zeit heiratete er die Sängerin [[Karoline Christine Böhler]] und hatte mit ihr fünf Kinder: Die vier Töchter Johanna, Dorothea, Antonia – –&amp;amp;nbsp;„Toni“ genannt&amp;amp;nbsp;– und die jüngste Tochter [[Emilie Genast|Emilie]], die eine berühmte Sängerin wurde, sowie den Sohn [[Wilhelm Genast]], der spätere Dramatiker. Außer als Sänger konnte sich Genast auch als Schauspieler etablieren. Für diese Vielseitigkeit wurde er vielfach bewundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theaterleitung in Magdeburg und Weimar ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DasAlteWeimarerHoftheaterS153.jpg|mini|320px|Das Weimarer Hoftheater um 1800]]&lt;br /&gt;
Nach dem Weggang von Küstner aus Leipzig folgte Genast im Frühjahr 1828 dem Ruf des Magdeburger Theaterkomitees unter August Wilhelm Franke und übernahm die Leitung des [[Nationaltheater (Magdeburg)|Stadttheaters]] in [[Magdeburg]] als auch das Amt des Oberregisseurs. Da zur selben Zeit das [[Altes Theater (Leipzig)|Leipziger Stadttheater]] aufgelöst wurde, konnte er herausragende Schauspieler für seine Bühne verpflichten und eine Reihe ausgezeichneter Stücke aufführen. In knapp zwölf Monaten führte Genast 37 anspruchsvolle Werke auf, die Maßstäbe setzten, darunter 21 Opern. Die Schaffensperiode in Magdeburg dauerte nur kurz, da er im April 1829 vom Weimarer Hoftheater ein Engagement auf Lebenszeit bekam. Von 1833 bis 1851 führte er in Weimar auch die [[Oper]]nregie. 1860 wurde er pensioniert. Seitdem wurde er auf dem Theaterzettel nur als Ehrenmitglied und Gast erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komponist am Lebensende ===&lt;br /&gt;
Unter allgemeiner Anteilnahme verabschiedete er sich 1864 zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum ganz vom Theater, komponierte aber unter anderem [[Kunstlied|Lieder]], zwei Opern und verfasste unter Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Franz Naumann&amp;#039;&amp;#039; Operntexte. Am 3. August 1866 starb er im Hause seiner Tochter Doris Raff in [[Wiesbaden]], die den Komponisten [[Joachim Raff]] geheiratet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Zu seiner Zeit erfuhr Genast große Wertschätzung als fleißiger Sänger und Schauspieler. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Rückblick auf das Leipziger Theater&amp;#039;&amp;#039; beurteilte ihn Küstner sehr eingehend. Sowohl Oper als auch rezitierende Schauspiele, sowohl das ernste als auch das lustige Fach, sowohl die älteren wie auch die jüngeren Rollen des Schau- und Singspiels, schließlich sowohl die poetischen Dramen als auch Konversationsstücke beherrschte er vollkommen. In der Oper erstreckte sich sein Repertoire auf sämtliche erste Bass- und Baritonpartien. Er sang den Sarastro und den [[Zampa (Hérold)|Zampa]]. Ebenso wirkte er im Schauspiel in höchst unterschiedlichen Rollen. Er spielte den Wallenstein in dem gleichnamigen Stück von [[Friedrich Schiller]], den Alp in &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeist&amp;#039;&amp;#039;, den Götz und Zacharias Styx, den König Philipp in &amp;#039;&amp;#039;Don Carlos&amp;#039;&amp;#039; von Friedrich Schiller und den Schuster in &amp;#039;&amp;#039;Lumpaci Vagabundus&amp;#039;&amp;#039;. Am Ende seiner Theaterlaufbahn trat er nur noch als Schauspieler auf. Er gilt als einer der letzten großen Vertreter des „Weimarischen Stils“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sonnenmänner&amp;#039;&amp;#039;, Oper (UA 1828);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verräter in den Alpen&amp;#039;&amp;#039;, Oper, 1833.&lt;br /&gt;
* Gesangsstück &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Stunde des Hauses&amp;#039;&amp;#039; von Moritz Gottlieb Saphir, für eine Singstimme mit Orchester oder Pianoforte; Partitur, Julius Wunders Musik-Verlag, Leipzig, um 1845.&lt;br /&gt;
* Genast, Eduard: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Tagebuche eines alten Schauspielers&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Voigt &amp;amp; Guenther, Leipzig, 1862–1866&lt;br /&gt;
** Band 3, Ernst Julius Günther, Leipzig 1865 ([https://books.google.de/books?id=UKBKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA305&amp;amp;dq=Eduard+genast+Tagebuch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CDEQ6AEwA2oVChMIybzOwNnnxgIVgb0sCh3d1QTp#v=onepage&amp;amp;q=Eduard%20genast%20Tagebuch&amp;amp;f=false books.google.de])&lt;br /&gt;
** Band 4, Ernst Julius Günther, Leipzig 1866 ([https://books.google.de/books?id=S6BKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP5&amp;amp;dq=Eduard+genast+Tagebuch+eines+alten+Schauspielers&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CCUQ6AEwAWoVChMIyoySuNfnxgIVyegsCh0awgIg#v=onepage&amp;amp;q=Eduard%20genast%20Tagebuch%20eines%20alten%20Schauspielers&amp;amp;f=false books.google.de])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anekdoten ==&lt;br /&gt;
Aus Eduard Genasts &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Tagebuche eines alten Schauspielers&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* In der Aufführung &amp;#039;&amp;#039;Der zerbrochene Krug&amp;#039;&amp;#039; von Kleist spielte der Dorfrichter so breit und langweilig, dass die anderen Schauspieler die Lust daran verloren. Als ein herzoglicher Beamter das Stück auspfiff, befahl der Herzog Carl August ihn für drei Tage in Arrest zu setzen. „Den andern Tag soll Goethe gegen Riemer, der es Genast mitteilte, bemerkt haben: ‚Der Mensch hat gar nicht so Unrecht gehabt; ich wäre auch dabei gewesen, wenn es der Anstand und meine Stellung erlaubt hätten. Des Anstands wegen hätte er eben warten sollen, bis er außerhalb des Zuschauerraums war.‘“&lt;br /&gt;
* Im August 1818 drehte Goethe morgens im Zimmer seine Runden und genehmigte sich dabei jeweils ein Glas Rotwein. Goethe fragte den eintretenden Rehbein zufällig nach dem Datum und hörte ungläubig die Antwort, denn er hielt daran fest, dass dies der 28. sein Geburtstag sei. Als sein Diener ebenfalls meinte, es sei der 27., sagte Goethe zu seinem Diener: „Daß dich - Kalender her!“ Karl brachte den Kalender. Goethe (nach langer Pause): „Donnerwetter! Da habe ich mich umsonst besoffen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|8|560|562|Genast, Eduard Franz|[[Moritz Fürstenau]]|ADB:Genast, Eduard}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|181|182|Genast, Eduard|Günther Hansen|116540079}}&lt;br /&gt;
* {{Eisenberg-1903||S=314}}&lt;br /&gt;
* [[Robert Kohlrausch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus Weimars klassischer und nachklassischer Zeit. Erinnerungen eines alten Schauspielers von Eduard Genast.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1904; {{archive.org |ausweimarsklassi00genauoft |Blatt=n7}}&lt;br /&gt;
* [[Fritz Kühnlenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schauspieler – E. G.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Weimarer Porträts&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. 1970, S. 387–404,&lt;br /&gt;
* Friedemann Krusche: &amp;#039;&amp;#039;Theater in Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;. Band I. 1994, S. 117 f.&lt;br /&gt;
* Hans Merian-Genast: &amp;#039;&amp;#039;Reiseskizzen von Eduard Genast, Basel 1865&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1915/1915_0399.html Basler Jahrbuch 1915] S.&amp;amp;nbsp;54–69.&lt;br /&gt;
* Eduard Genast: [http://www.textkritik.de/bka/dokumente/indexg.htm &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Tagebuch eines alten Schauspielers&amp;#039;&amp;#039;.] 4 Bände. Voigt &amp;amp; Guenther, Leipzig 1862/66, Band&amp;amp;nbsp;1, 1862, S. 169 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116540079}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116540079}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wagner-gesellschaft.de/juni99.htm Genast als Korrekturleser des „Lohengrin“ von Richard Wagner]&lt;br /&gt;
* [http://freenet-homepage.de/kuestner-dreieich/Goethe.htm Goethe als Mentor in der Leipziger Zeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.spohr-briefe.de/index.php?id=35&amp;amp;m=546 Kommentierter Briefwechsel zwischen Eduard Genast und Louis Spohr]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116540079|titel=Genast, Eduard Franz|datum=2023-05-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116540079|LCCN=n85017063|VIAF=8142372}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Genast, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Johann Wolfgang von Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernsänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1797]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Genast, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Genast, Eduard Franz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Opernsänger (Bass), Schauspieler, Komponist, Theaterdirektor und Regisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juli 1797&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1866&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mario todte</name></author>
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