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	<title>Eduard Arning - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eduard_Arning&amp;diff=578742&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Ethnologische Tätigkeiten in der Südsee */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-02-15T19:06:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ethnologische Tätigkeiten in der Südsee: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eduard Arning 1903 001.jpg|miniatur|hochkant|Eduard Arning, Fotografie von [[Rudolf Dührkoop]], 1903]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Christian Arning&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Edward Christian Arning&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[9. Juni]] [[1855]] in [[Manchester]]; †&amp;amp;nbsp;[[20. August]] [[1936]] in [[München]]) war ein deutsch-englischer [[Dermatologe]] und [[Lepra]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;forscher, der hierzu [[Menschenversuch]]e unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eduard Arning entstammte einer alten [[Hamburg]]er [[Patrizier]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;familie. Sein Großvater war der Senator [[Johann Carl Gottlieb Arning|Johann Arning]]. Er wurde zunächst zweisprachig (deutsch-englisch) von [[Hauslehrer]]n erzogen, durchlief dann das [[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneum]] in Hamburg bis zum Abitur im März 1874.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039;. Im Johanneum fand heute Vormittag … In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. 28. März 1874, S. 12, ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN689065124_18740328/page/12 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Medizinstudium in [[Heidelberg]] und [[Straßburg]] lernte er in [[Berlin]] den berühmten Dermatologen [[Oskar Lassar]] –&amp;amp;nbsp;einen gebürtigen Hamburger&amp;amp;nbsp;– kennen, der ihn an die Universitäts-Hautklinik [[Breslau]] vermittelte. Breslau war wie [[Wien]] eine Hochburg der deutschen [[Dermatologie]]. Arning wurde Schüler von [[Oskar Simon (Mediziner)|Oskar Simon]] (1845–1882) und [[Albert Neisser]] (1855–1916), die zu den anerkanntesten Dermatologen der damaligen Zeit gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lepraforschung in Hawaii ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus der Breslauer Klinik ging er für drei Jahre von 1883 bis 1886 als Stipendiat der [[Alexander-von-Humboldt-Stiftung]] der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]] zur Erforschung der [[Lepra]] auf die Sandwich-Inseln nach [[Hawaii]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Humboldt-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 1884, 1. Hlbd., S. 261, ([https://digilib.bbaw.de/digilib/digilib.html?fn=/silo10/Bibliothek.tiff/10-sitz/1884-1/tif&amp;amp;pn=277 Digitalisat]), Jg. 1885, 1. Hlbd., S. 241, ([https://digilib.bbaw.de/digilib/digilib.html?fn=/silo10/Bibliothek.tiff/10-sitz/1885-1/tif&amp;amp;pn=256 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Arning infizierte Menschen mit Leprabakterien und beobachtete die Entwicklung der Krankheit. Für seine Forschungen wurde ihm ein Etat von 10.000 Mark zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Keanu the leper.jpg|miniatur|Keanu, ein Proband von Arnings Lepra-Experimenten]]&lt;br /&gt;
In seinem Forschungsantrag benannte Arning die „günstigen Experimentierbedingungen“. Dazu zählte, dass Lepra erst seit kurzer Zeit „durch die koloniale Vereinnahmung Hawaiis“&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Bergmann: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Menschenexperimente in Kolonialgebieten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; eingeschleppt wurde. Die große Verbreitung der Krankheit nannte Arning als erstes Kriterium: „1. Größe des vorhandenen [[Menschenmaterial|Krankenmaterials]].“ Auch sei das „Material“ auf wenige Punkte verteilt: „in einer Beobachtungsstation“ und in einer Absonderungskolonie auf der Insel [[Molokai]]. Besondere Bedeutung für seine Forschung hatte der schnelle Krankheitsverlauf:&lt;br /&gt;
{{Zitat| Text=Während in europäischen Lepra-Ländern 15–20 Jahre für den Verlauf der Lepra gelten, (…) führt auf den S.W.Inseln die Lepra fast ausnahmslos in 3–5 Jahren zum Tode. Es ist somit gegründete Hoffnung vorhanden, sowohl über den gedrängteren klinischen Verlauf, als auch durch reichliche [[Obduktion|Sectionen]] über die bisher so wenig bekannten [[Eingeweide|visceralen]] Formen der Lepra nähere Aufschlüsse zu erhalten.|Autor=Eduard Arning|Quelle=zitiert nach Bergmann&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Ort waren die Bedingungen schwieriger, da die „Isolierung“ in der „[[Polynesien|polynesischen]] Kultur politisch nicht durchsetzbar“ (Bergmann) war. Zunächst standen [[Tierversuch|Experimente mit Tieren]] auf seiner Agenda, die er mit [[Lepra]]knötchen von Patienten des Leprahospitals in [[Kakaʻako]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hawaiian Dictionaries|Kakaʻako|id=D89721|dic=pp}}; vgl. [[Theodor Kirchhoff (Schriftsteller)|Theodor Kirchhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.projekt-gutenberg.org/kirchhof/hawaii/chap015.html Eine Reise nach Hawaii]&amp;#039;&amp;#039;, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt; infizierte. Dem Chirurgen [[Rudolf Virchow]], mit dem Arning korrespondierte, verdankte Arning die Empfehlung, sich für seine Versuche Schweine anzuschaffen. Anschließend folgten [[Impfexperiment]]e an kranken Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Experiment am Menschen stellte er 1889 in Prag der [[Deutsche Dermatologische Gesellschaft|Deutschen Dermatologischen Gesellschaft]] vor. Dieses Experiment betraf den von ihm als „Material“ bezeichneten 48-jährigen Polynesier namens Keanu. Keanu war verheiratet und Vater von zwei Kindern. Keanu sei, so heißt es in seinem Vortrag über seine [[Versuchsperson]], ein „bestialischer Mörder“ gewesen. Als zum Tode verurteilter Mörder entschied er sich zur Teilnahme am Experiment im Austausch für die Todesstrafe&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Thöne |url=https://www.zeit.de/2016/34/eduard-arning-menschenversuche-hawaii-klinik |titel=Eduard Arning: Die Koryphäe, die mit Lepra infizierte |datum=2016-08-29 |sprache=de |abruf=2024-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings beklagte sich Arning über die Taubheit seiner Versuchsperson, weshalb er die Vorgeschichte des Häftlings nicht weiter habe ermitteln können. Die Angaben über Keanu seitens der Behörden seien hingegen nicht unbedingt sehr ernst zu nehmen, da [[Hawaiier]] „zu leichtfertigen oder gar lügnerischen Angaben“ neigten. Das Experiment an Keanu begann am 28. September 1884. Entsprechend seinen Tierexperimenten entnahm Arning einem Mädchen, das „seit Jahren das Bild einer exquisiten [[tuberös]]en Lepra bot“ (Arning), ein [[Lepra]]knötchen und pflanzte es Keanu ein. Er beobachtete den [[Krankheitsverlauf]] und fotografierte seine Versuchsperson. 1888 konnte Arning sein Experiment erfolgreich auswerten: „Ohren knotig verdickt und beträchtlich vergrößert, ebenso Haut der Stirn; Wangen, Nase und Kinn zeigen flache knotige [[Infiltration (Medizin)|Infiltration]]en, Gesicht zeigt im Allgemeinen die charakteristische {{lang|la|[[Facies leonina]]}} (…) Hände gedunsen.“ Damit konnte Arning zum ersten Mal den Nachweis erbringen, dass Lepra ansteckend ist. Für die [[Wissenschaftlichkeit]] des Ergebnisses waren allerdings weitere Versuche dieser Art notwendig. Keanu wurde im Februar 1889 auf die Aussätzigeninsel Molokai verbannt und starb im darauffolgenden Monat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethnologische Tätigkeiten in der Südsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Forschungsprojekts in der Südsee betätigte er sich auch als Ethnologe und „sammelte“ 300 Stücke polynesischer Kultgegenstände für das [[Berliner Museum für Völkerkunde]]. Geehrt wurde er dafür von dem [[Physiologe]]n [[Emil Heinrich Du Bois-Reymond]] (1818–1896), dem Vorsitzenden des [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Berliner Akademiekuratoriums]], da Arning „mit großem Erfolg alles gesammelt, was sich von Geräth, Waffen, Schmuck jener schnell und schneller dahinsiechenden Bevölkerung noch irgend bergen liess.“ Dazu schreibt Anna Bergmann: „Über seine medizinischen Forschungen hinaus plünderte Arning Knochen und Schädel von Häuptlingen sowie Priestern aus Grabhöhlen und sezierte Tote gegen den Widerstand der polynesischen Bevölkerung.“ Der Berliner Akademie berichtet er über seine &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsbedingungen&amp;#039;&amp;#039;: „Das mitgebrachte Material besteht in den von 18 Sectionen getrennt aufbewahrten Organtheilen, einigen [[Gehirn]]en, [[Rückenmark]]en und Extremitäten. Ganze Organe zur [[Konservierung|Conservirung]] zur Seite zu schaffen, gelang mir bei Wachsamkeit der [[Kanak (Volk)|Kanake]]n nur in den seltensten Fällen.“ 237 Fotoplatten befinden sich im Besitz des [[Museum für Völkerkunde Hamburg|Museums für Völkerkunde]] in Hamburg. Digitalisierte Kopien dieser Dokumente wurden 1998 der [[Hawaiian Historical Society]] übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arning rechtfertigte seine Sammlung damit, dass „Alt-Hawaii als auf immer verschwunden betrachtet werden konnte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Christian Arning, Rudolf Virchow und [[Adolf Bastian|Philipp Wilhelm Adolf Bastian]]: &amp;#039;&amp;#039;„Conferenz vom 11. Februar 1887, 3 Uhr Nachmittags, in der Aula des Museums für Völkerkunde: Ethnographie von Hawaii“&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift für Ethnologie 19 (1887), S. 129–138, {{JSTOR|23028344}}, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser betonten Rechtfertigung des Rettungsparadigmas&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Rebekka Habermas]]: &amp;#039;&amp;#039;„Rettungsparadigma und Bewahrungsfetischismus: Oder was die Restitutionsdebatte mit der europäischen Moderne zu tun hat“&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Thomas Sandkühler]], [[Angelika Epple]] und [[Jürgen Zimmerer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtskultur durch Restitution? ein Kunst-Historikerstreit&amp;#039;&amp;#039;, Beiträge zur Geschichtskultur 40, Wien Köln Weimar: Böhlau Verlag 2021, S. 79–99.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht gegenüber, dass Arning mit seiner Dokumentation „die gelebte Beständigkeit gesellschaftlicher und kultureller Zusammenhänge bei gleichzeitiger Adaptation und Veränderlichkeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Gesa Grimme, Noelle M. K. Y. Kahanu und Philipp Schorch: &amp;#039;&amp;#039;„Re-membering Hawai‘i: Provenienzforschung und Restitution als (post)koloniale Erinnerungsarbeit“&amp;#039;&amp;#039;, Historische Anthropologie 30/1 (14.04.2022), S. 33–56, https://www.vr-elibrary.de/doi/10.7788/hian.2022.30.1.33, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Königreich Hawaiʻi]] selbst belegt. Heute gilt die Regierungszeit von König [[Kalākaua]] (reg. 1874–1891) als Höhepunkt einer ersten „[[Hawaiische Renaissance|Hawaiischen Renaissance]]“, während&lt;br /&gt;
der wichtige Traditionen der erzählenden Überlieferung und des [[Hula (Tanz)|Hula]] in Hawaiʻi gestärkt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlassung in Hamburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1886 erfolgte die Zulassung als Arzt in Hamburg,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039;. In die Matrikel … In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 26. November 1886, Erste Beilage, S. [5], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_18861126/page/5 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; 1887 ließ Arning sich als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Hamburg nieder. Er heiratete im Juni 1888 Helene Blohm (1869–1924),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039;. Aus der Gesellschaft … In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 20. Juni 1888, Abends, S. 1, ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_18880620/page/1 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Tochter des Hamburger Kaufmanns Ludwig Friedrich Blohm. Das Ehepaar hatte drei Kinder. Im Mai 1904 wurde er Hamburger Bürger.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Bürgerrecht haben erworben&amp;#039;&amp;#039;: In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 18. Mai 1904, Sechste Beilage, S. [26], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_19040518/page/26 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor er als Nachfolger des Dermatologen [[Julius Engel-Reimers]] die Stelle als [[Oberarzt]] an der Abteilung für Hautkrankheiten und [[Syphilis]] am [[Allgemeines Krankenhaus St. Georg|Allgemeinen Krankenhaus St. Georg]] übernahm –&amp;amp;nbsp;sein Mitbewerber und letztlich unterlegener Konkurrent war [[Paul Gerson Unna]]&amp;amp;nbsp;– lehnte er [[Berufung (Amt)|Rufe]] auf die dermatologischen [[Extraordinariat]]e in [[Kiel]] und [[Marburg]] ab. Nach Gründung der [[Universität Hamburg]] 1919 wurde Arning zum [[außerplanmäßiger Professor|außerplanmäßigen Professor]] ernannt, die Abteilung im Allgemeinen Krankenhaus St. Georg wurde zur [[Universitätsklinik]] erhoben, da in [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Eppendorf]] zu diesem Zeitpunkt noch die Voraussetzungen für gleichzeitige Forschung &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Krankenversorgung fehlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 äußerte sich der Dermatologe [[Josef Jadassohn]] anlässlich Arnings 70. Geburtstags lobend über dessen Handeln: „Es war tief in Ihrem ganzen Wesen und Ihrer Laufbahn begründet, dass Ihnen immer das rein Ärztliche, das Helfen und Heilen, in erster Linie stand“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/arning-eduard-12377 |titel=Arning, Eduard - Altmeyers Enzyklopädie - Fachbereich Dermatologie |datum=2014-05-15 |sprache=de |abruf=2024-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arning wurde 69-jährig [[Emeritierung|emeritiert]]. Bis zu seinem Tod im 82.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr erhielt er noch zahlreiche Ehrungen im In- und Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Arning wurde ein dermatologisches Präparat benannt, die so genannte „[[Arningsche Tinktur]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eduard Arning wurde auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]] in Hamburg, Planquadrat  P 24 (oberhalb des &amp;#039;&amp;#039;Wasserturms&amp;#039;&amp;#039; an der Cordesallee), beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhof-hamburg.de/besucher/prominente/ Prominenten-Gräber]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dermatologie der Klinik St. Georg in Hamburg trägt seit 2004 den Namen „Eduard-Arning-Klinik“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.asklepios.com/hamburg/sankt-georg/experten/eduard-arning-klinik/ |titel=Eduard-Arning-Klinik für Dermatologie &amp;amp; Allergologie - Asklepios Klinik St. Georg |abruf=2024-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl)  ==&lt;br /&gt;
* mit [[Max Nonne]]: &amp;#039;&amp;#039;Weiterer Beitrag zur Klinik und Anatomie der Neuritis leprosa.&amp;#039;&amp;#039; 1893.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eduard Arning, M. Nonne |Titel=Weiterer Beitrag zur Klinik und Anatomie der Neuritis leprosa |Sammelwerk=Archiv für Pathologische Anatomie und Physiologie und für Klinische Medicin |Band=134 |Nummer=2 |Verlag=Springer |Datum=1893-11 |ISSN=0945-6317 |DOI=10.1007/BF01925072 |Seiten=319–330 |Online=http://link.springer.com/10.1007/BF01925072}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethnographische Notizen aus Hawaii.&amp;#039;&amp;#039; Friederichsen/De Gruyter &amp;amp; Co., Hamburg 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neue Diapositiv-Platte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Photographische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 14. Jahrgang 1900, S. 85 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arning als Amateurfotograf ==&lt;br /&gt;
Arning war einer der ersten, die fotografierten, ohne es als berufliche Tätigkeit auszuüben. Die ersten belegbaren Aufnahmen stammen von Oktober 1884,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Blick ins Paradies&amp;#039;&amp;#039;. 93&amp;lt;/ref&amp;gt; die während seines Aufenthaltes auf Hawaii von 1883 bis 1886 entstanden. 237 Aufnahmen werden im [[Museum am Rothenbaum]] (MARKK) aufbewahrt. Im April 1894 hielt Arning einen Vortrag mit Aufnahmen über die hawaiischen Inseln.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der hiesige Amateur-Photographen-Verein&amp;#039;&amp;#039; … In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. 6. April 1894 S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Später zeigte Arning diese und späteren Aufnahmen, die er bei seinen zahlreichen Reisen machte, mehrfach auf Veranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tages-Neuigkeiten&amp;#039;&amp;#039;. In der Gesellschaft zur Förderung … In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. Abend-Ausgabe, 13. März 1900, S. 12 ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN689065124_19000313AB/page/12 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1890er beteiligte sich Arning an der von dem Direktor der Hamburger Kunsthalle [[Alfred Lichtwark]] initiierten Bewegung der [[Amateurfotografie|Amateur-]] und späteren Kunstfotografie. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen teil. Seine Aufnahmen wurden oft ausgezeichnet und von den Beobachtern lobend herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Feuilleton&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellung von Amateur-Photgraphien in der Kunsthalle. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 8. November 1896, Dritte Beilage, S. [13], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_18961108/page/13 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Feuilleton&amp;#039;&amp;#039;. Die 7. Internationale Ausstellung …. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. 26. August 1899, Abend-Ausgabe, S. [1], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN689065124_18990826AB/page/1 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1896 war Arning für einige Jahre Mitglied des Präsidiums der „Gesellschaft zur Förderung der Amateur-Photographie“ in Hamburg. Am 1. März 1905 wurde er als Nachfolger von [[Ernst Juhl]] zu deren 1. Vorsitzendem gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft zur Förderung der Amateur-Photographie in Hamburg. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 3. März 1905, S. [2], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_19050303/page/2 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* 3. Ehrenpreis des Künstlervereins Hamburg 1893&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amateur Photographen-Congreß&amp;#039;&amp;#039;. Entscheidungen des Preisgerichts. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. 9. Oktober 1893, Mittags-Ausgabe, S. 3, ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN689065124_18931009/page/3 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anerkennungsdiplom auf der internationalen photographischen Ausstellung zu Salzburg 1895.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Charles Scolik]]: &amp;#039;&amp;#039;Internationalen photographischen Ausstellung (alpinen Charakters) zu Salzburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Photographische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. IX. Jg., Heft 12, 1895, S. 369, ({{Digitalisat|IA=photographische01unkngoog|SZ=n614}}) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Goldene Medaille auf der „Internationalen Ausstellung für Amateur-Photographie, Berlin 1896“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;. 28. Oktober 1896, Erste Beilage, S. [5], ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1699277745_18961028/page/5 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine Silberne Medaille auf der Leipziger Ausstellung von Amateurphotographien aus Deutschland und Österreich 1897(?)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tages-Neuigkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft zur Förderung der Amateur-Photographie in Hamburg. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Correspondent&amp;#039;&amp;#039;. 21. August 1897, Abend-Ausgabe, S. 10, ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN689065124_18970821AB/page/10 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Silberne Medaille auf der Flensburger Ausstellung, 1897.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Photographische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;. Vereinsnachrichten. XI. Jg., 1897, S. 132, ({{Digitalisat|IA=bub_gb_lBA_AAAAYAAJ|SZ=132}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Menschenmaterial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Arning, Eduard|3|18|20|[[Gabriele Betancourt Nuñez]]}}&lt;br /&gt;
* [[Anna Bergmann (Kulturwissenschaftlerin)|Anna Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Menschenexperimente in Kolonialgebieten.&amp;#039;&amp;#039; Die Lepraforschung des Arztes Eduard Arning auf Hawaii 1883–1886. In: Ulrich van der Heyden, Joachim Zeller (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;„…&amp;amp;nbsp;Macht und Anteil an der Weltherrschaft.“ Berlin und der deutsche Kolonialismus&amp;#039;&amp;#039;. Unrast-Verlag. Münster 2005, ISBN 3-89771-024-2&lt;br /&gt;
* Sabine Beatrice Kammandel: &amp;#039;&amp;#039;Eduard Christian Arning (1855–1936).&amp;#039;&amp;#039; Leben und wissenschaftliches Werk, insbesondere seine Reise zu den Hawaii-Inseln von 1883–1886 zum Studium der Lepra. Medizinische Dissertation, Hannover 1994.&lt;br /&gt;
* [[Walther Schönfeld (Mediziner)|Walther Schönfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Julius Engel-Reimers und Eduard Arning&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Nordwestdeutschen Dermatologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heft 4), 1955&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Oswald Andrew Bushnell |Titel=Dr. Edward Arning| TitelErg=The First Microbiologist in Hawaii |Sammelwerk=The Hawaii Journal of History |Band= 3|Nummer= |Datum=1967 |Seiten=3–30 |Format=PDF| Sprache=en|Online=https://core.ac.uk/download/pdf/5014827.pdf}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Axel Helmstädter |Titel=Hundert Jahre Solutio Arning |Sammelwerk=Pharmazeutische Zeitung online |Band= |Nummer= |Datum=2001-06-25 |Seiten= |Online=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/magazin-26-2001/}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= [[Fritz Kempe (Fotograf)|Fritz Kempe]]|Titel=Photographie |TitelErg=Zwischen Daguerreotypie und Kunstphotographie |Reihe= Bilderhefte des Museums für Kunst und Gewerbe|BandReihe=14 |HrsgReihe=Museum für Kunst und Gewerbe |Verlag=Museum für Kunst und Gewerbe |Ort=Hamburg |Datum= 1977|ISBN= |Seiten=139 |Kapitel= Eduard Arning(1855–1936)|Kommentar=Zum Verbleib der Bilder}}&lt;br /&gt;
* Adrienne L. Kaeppler (Hamburgisches Museum für Völkerkunde): &amp;#039;&amp;#039;Eduard Arning Collection at the Hawaiian Historical Society&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Hawaiian Journal of History&amp;#039;&amp;#039;. Notes &amp;amp; Queries 29 (1998), S. 79–183&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Adrienne L. Kaeppler |Hrsg=Wulf Köpke, Bernd Schmelz |Titel=Eduard Arning:Hawai&amp;#039;is ethnografischer Fotograf |Sammelwerk=Blick ins Paradies |Reihe=Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde Hamburg |BandReihe=46 N. F. |HrsgReihe=Museum für Völkerkunde Hamburg |Band= |Verlag= |Ort=Hamburg |Datum=2014 |ISBN=978-3-944193-01-4 |Seiten=87–103 | Kommentar= Abbildungen S. 243–258; deutsch, mit englischer Übersetzung}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Internationale Ausstellung von Amateur-Photographien in der Kunsthalle zu Hamburg |TitelErg=1. Oktober bis 20. November 1893 |Auflage=2 |Verlag=Rudolf Mosse |Ort=Hamburg |Datum=1893 |Online=https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1813232822/page/50 |Seiten=34 |Kapitel=183. Arning, Dr. Ed.; Offizieller Katalog mit 20 Illustrationen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118650300}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/000642}}&lt;br /&gt;
* Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv | url=http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/282.html | wayback=20250425184549 | text=Eduard Arning}} bei whonamedit.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118650300|LCCN=no2008179263|VIAF=5724476}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arning, Eduard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dermatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leprabekämpfung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arning, Eduard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Arning, Eduard Christian; Arning, Edward&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dermatologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juni 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Manchester]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. August 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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