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	<title>Edmund Reitter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Softy: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-03-07T11:06:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Edmund Reitter retusche.jpg|Edmund Reitter|mini]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Edmund Reitter Signature.png|rechts|220px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oryctes nasicornis.jpg|miniatur|Lebenszyklus des Nashornkäfers vom Ei über Larven und Puppe zum erwachsenen Tier; aus Edmund Reitters &amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica. Die Käfer des Deutschen Reiches. Band II&amp;#039;&amp;#039; (1909)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edmund Reitter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Oktober]] [[1845]] in [[Mohelnice|Müglitz]], [[Mähren]]; † [[15. März]] [[1920]] in [[Paskov|Paskau]], Mähren) war ein österreichischer Kaufmann, [[Käfersammler]], Insektenhändler und [[Entomologie|Entomologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reitter kann als Beispiel eines Autodidakten des ausgehenden 19. Jahrhunderts gelten. Seine Befähigungen hierzu bezeichnete sein Freund [[Ludwig Ganglbauer]] als geradezu genial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater war Förster beim Grafen [[Larisch (Adelsgeschlecht)|Larisch-Moennich]] in [[Karwin]]. Edmund hätte sich diesen Beruf ebenfalls gewünscht, hatte aber keine Aussicht auf einen Posten. So trat er nach Volks- und vier Jahren Realschule in [[Troppau]] 1859 als Agronom in den Dienst des Grafen, fand dabei aber noch genug Zeit zur Weiterbildung und Beschäftigung mit der Natur, z. B. dem Sammeln von Schmetterlingen. Kurz darauf wechselte er zu den Käfern; 1867 unternahm er bereits eine Sammelreise mit den namhaften Käferforschern [[Ludwig Miller]], seinem wichtigsten Förderer, und [[Marian von Lomnicki|Marian von]] [[Lomnicki]]&amp;lt;ref&amp;gt;(1845–1915), Geologe, Zoologe (bes. Käferforscher) und Paläontologe aus [[Buworow]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in die Ost[[karpaten]]. Das Insektensammeln war damals – wie etwa das „Botanisieren“ (Pflanzensammeln) (oder die „[[Philatelie]]“) – eine beliebte „Leidenschaft“ breiterer Kreise geworden, so dass manch „fehlendes Stück“ auch käuflich zu erwerben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reitter, inzwischen seit 1869 in [[Paskau]] Ökonomiebeamter (Teich-Bewirtschafter und Finanzberater) des Grafen [[Saint-Genois]] und seit 1871 verheiratet, war zweifellos sehr geschäftstüchtig. Er eröffnete 1879 in Wien eine Insekten- und Insektenliteratur-Handlung, anfangs „Naturhistorisches Institut“ genannt, und finanzierte so weitere Sammelreisen. Seine Agenten kamen bis in den Kaukasus, nach Armenien, Sibirien und in die Mongolei. Zahlreiche Sammelreisen führten ihn insbesondere nach Ost- und Südosteuropa. Als Sammler war er ungemein erfolgreich, unter anderem, weil er in vielen Gebieten als Erster mit dem Insekten-Sieb die Käfer aus Laubstreu u.&amp;amp;nbsp;ä. auslas – eine Methode, die er auch vielen Kollegen erst „schmackhaft“ gemacht hat. 1881 übersiedelte er mit seinem Geschäft nach [[Mödling]] und von da 1891 auf Wunsch seiner zweiten Frau, mit der er fünf Kinder hatte, endgültig zurück nach Paskau. Eine Weile bemühte er sich auch um eine akademische Laufbahn, etwa in München, wo eine Filiale seines Geschäfts noch besteht. Mit seiner lauteren (offenen, auch lauten), geradlinigen Art hat er viele Entwicklungen der Entomologie seiner Zeit angestoßen oder wie ein Katalysator ihnen zum Durchbruch verholfen, und zwar auch auf akademischem und musealem Niveau, da diese Bereiche ja (damals z. B. in Wien) engstens zusammenwirkten. Publikatorisch sah er seine Aufgabe darin, alle einheimischen Käferfamilien in Tabellen (zum Bestimmen) und Katalogen (zuletzt 1906 gipfelnd im &amp;#039;&amp;#039;Catalogus Coleopterorum Europae, Caucasi et Armeniae Rossicae&amp;#039;&amp;#039; von Heyden, Reitter und Weise, 3. Aufl., im Eigenverlag) auch für Dilettanten zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In reiferem Alter begann er sich für Okkultes zu interessieren. Gegen Ende seines Lebens äußerte Reitter spiritistische Neigungen und Erfahrungen. So will er 1911 aus dem Geisterreich erfahren haben, dass seinem Freunde Ganglbauer im Juni große Gefahr drohe. Dieser starb dann tatsächlich im Juni – wenngleich erst 1912. Die letzten Lebensjahre waren durch Bronchitis und Lungenemphysem eingeschränkt, aber er arbeitete vom Bett aus praktisch bis zum Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edmund Reitter war vor allem bekannt als Experte für [[Käfer]] der [[Paläarktis]]. Er war seit 1900 Kaiserlicher Rat und 1881 Mitbegründer und Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Entomologischen Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem war er Mitglied und Ehrenmitglied der [[Deutsche Entomologische Gesellschaft|Deutschen Entomologischen Gesellschaft]] in Berlin, des Vereins für schlesische Insektenkunde in [[Breslau]], des &amp;#039;&amp;#039;Museum Francisco-Carolinum&amp;#039;&amp;#039; in [[Linz]], des Vereins für Insektenkunde in Österreich ob der Enns, der Société entomologique de Russie in [[Sankt Petersburg]], der Société entomologique d’Égypte und der Nederlandsche entomologische Vereeniging in [[Rotterdam]]. Als korrespondierendes Mitglied wirkte er beim Naturwissenschaftlichen Verein in [[Troppau]], der &amp;#039;&amp;#039;[[Societas pro Fauna et Flora Fennica]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Helsingfors]] und der Real Sociedad Española de Historia Natural in [[Madrid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung der Käfer Reitters ist heute Bestandteil der zoologischen Sammlungen im [[Ungarisches Naturwissenschaftliches Museum|Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museum]] in [[Budapest]], wohin er sie für 30.000 Kr verkaufte – aus den USA lag ein Angebot zum selben Betrag in $ vor!&amp;lt;ref&amp;gt;Verkaufen musste er sie, weil er kriegsbedingt bereits einen Großteil seiner Einkünfte aus Industrie-Beteiligungen u.&amp;amp;nbsp;Ä. verloren hatte oder wohl verlieren würde.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie enthält mehr als 30 000 identifizierte Arten, darunter die [[Typus (Nomenklatur)|Typusexemplare]] von etwa 5 000 Arten, Unterarten oder Varietäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Sein Hauptwerk bildet die&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica. Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;. 5 Bände, K. G. Lutz, Stuttgart 1908–1916 (digital: Edmund Reitter: &amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, [[Digitale Bibliothek (Produkt)|Digitale Bibliothek]], Band 134 (CD-ROM), [[Directmedia Publishing]] GmbH, Berlin 2006. ISBN 3-89853-534-7).&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt; I. Adephaga (1908). II. Lamellicornia (1909). III. Diversiccrnia und Heteromera (1911). IV. Phytophaga (1908). V. Rhynchophora (1916).&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Werk, gemeinsam mit zahlreichen Spezialisten verfasst und mit etwa 170 Tafeln illustriert, begründet Reitters Ruhm bis heute. Reitter schuf es im Auftrag des Deutschen Naturkunde-Lehrervereins; es wurde in einer Auflage von 35.000 Exemplaren gedruckt, war daher preiswert erhältlich und fehlte in kaum einer Sekundarschul-Bibliothek. Die Detail-Tafelabbildungen sind zwar oft recht fehlerhaft, was der grundsätzlichen Brauchbarkeit aber keinen Abbruch tut&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sigmund Schenkling]] publizierte dazu &amp;#039;&amp;#039;Erklärung der wissenschaftlichen Käfernamen aus Reitter‘s Fauna Germanica&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1917. Ferner: [[Adolf Horion]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachtrag zur »Fauna Germanica«. Die Käfer des Deutschen Reiches von Edmund Reitter&amp;#039;&amp;#039;. Hans Goecke Verlag, Krefeld 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alfred Hetschko (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum siebzigsten Geburtstag Edmund Reitters am 22. Oktober 1915&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Entomologische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 34, 1915, S. 215–400.&lt;br /&gt;
* Franz Heikertinger: &amp;#039;&amp;#039;Edmund Reitter. Ein Nachruf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Entomologische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 38, 1920, S. 1–16 ([http://www.zobodat.at/biografien/WEZ_38_0001-0016.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|402|403|Reitter, Edmund|Christa Riedl-Dorn|117522244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117522244}}&lt;br /&gt;
* {{Biolib|1=reitter1/index.html|2=&amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, Band 1}}&lt;br /&gt;
* {{Biolib|1=reitter2/index.html|2=&amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, Band 2}}&lt;br /&gt;
* {{Biolib|1=reitter3/index.html|2=&amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, Band 3}}&lt;br /&gt;
* {{Biolib|1=reitter4/index.html|2=&amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, Band 4}}&lt;br /&gt;
* {{Biolib|1=reitter5/index.html|2=&amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica – Die Käfer des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;, Band 5}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Naturwissenschaften/M/Reitter,+Edmund/Fauna+Germanica.+Die+Käfer+des+Deutschen+Reiches &amp;#039;&amp;#039;Fauna Germanica&amp;#039;&amp;#039; Band 1-5; Frei zugänglicher Volltext mit Farbtafeln der Ausgabe Digitale Bibliothek Band 134 ]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Naturwissenschaften/M/Schenkling,+Sigmund/Erkl%C3%A4rung+der+wissenschaftlichen+K%C3%A4fernamen/Arten,+Unterarten,+Variet%C3%A4ten,+Aberrationen/ Erklärung der wiss. Käfernamen in Reitter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117522244|LCCN=no/2003/41471|VIAF=3250739}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reitter, Edmund}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Käfersammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entomologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturalienhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1845]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reitter, Edmund&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kaufmann, Käfersammler, Insektenhändler und Entomologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Oktober 1845&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mohelnice (Krupka)]] (Böhmisch Müglitz)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. März 1920&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paskov|Paskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Softy</name></author>
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