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	<title>Edle Krone - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edle_Krone&amp;diff=1388735&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-55659-3 am 9. September 2025 um 06:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-09T06:22:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Siehe auch japanischer [[Orden der Edlen Krone]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edle Krone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Siedlung nahe der Mündung des [[Höckenbach]]s in die [[Wilde Weißeritz]] im Südosten des [[Tharandter Wald]]s in [[Sachsen]]. Die Gemeinden [[Dorfhain]] und [[Klingenberg (Sachsen)|Klingenberg]] sowie die Stadt [[Tharandt]] grenzen hier aneinander an, alle drei Gemeinden gehören dem [[Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Übersicht-Edle-Krone-2017.png|mini|Edle Krone, die Gemarkungen sind mit lila Strichen markiert (Stand 2017).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorhandene Bebauung gehört überwiegend zur Gemarkung [[Höckendorf (Klingenberg)|Höckendorf]] der Gemeinde Klingenberg, dies betrifft die Gebäude östlich des Höckenbachs und der Wilden Weißeritz, unter anderem auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs Edle Krone. Die übrige Wohn- und Gewerbebebauung am anderen Weißeritzufer gehört zu Dorfhain. Das westliche Portal des Eisenbahntunnels liegt ebenso auf Dorfhainer Flur, der überwiegende Teil des Eisenbahntunnels liegt jedoch auf dem Gebiet der Stadt Tharandt. Die Gemarkungsgrenze zwischen Höckendorf einerseits und Dorfhain bzw. Tharandt andererseits orientiert sich im Bereich der Siedlung Edle Krone am Verlauf der Wilden Weißeritz, ist jedoch nicht vollständig mit dem Flusslauf identisch. In keiner der drei Gemeinden wird Edle Krone als eigenständiger Ortsteil geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ortszentrum Dorfhains liegt in südwestlicher Richtung etwa zwei Kilometer flussaufwärts der Wilden Weißeritz. Die Ortslage Höckendorf ist ebenso etwa zwei Kilometer entfernt und liegt in südlicher Richtung flussaufwärts des Höckenbachs. Die Kernstadt Tharandt liegt etwa 4 km in nördlicher Richtung flussabwärts der Wilden Weißeritz. Weitere naheliegende Ortschaften außerhalb des Weißeritz- und des Höckenbachtals sind in östlicher Richtung [[Somsdorf]], [[Lübau]] und [[Borlas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Name und Ursprung der nur wenige Häuser umfassenden Siedlung gehen auf den Bergbau zurück. Die namensgebende Zeche „edle Crone“ wurde 1557 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HOV|Edle Krone|Edle Krone}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau von Silbererzen reicht hier am Zusammenfluss von Wilder Weißeritz und Höckenbach vermutlich bis ins 14. Jahrhundert zurück. Maßgeblicher Initiator war die Freiberger Patrizierfamilie [[Theler (Adelsgeschlecht)|von Theler]], deren Mitglieder seit 1351 als Erbherren in Höckendorf und Dorfhain auftraten. Die Blütezeit des Bergbaus lag in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zwischen 1525 und 1570 lieferten allein die drei Gruben „Krone“, „St. Georg“ und „Krone 2. und 3. obere Maß“ 666,5 Kilogramm Silber.&amp;lt;ref&amp;gt;Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1990, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sage nach soll der durch den Bergbau reich gewordene Caspar Theler 1557 mit Gästen ein Festmahl unter Tage eingenommen haben. Die Festgesellschaft wurde jedoch von einem schweren Wolkenbruch überrascht, das den Wasserstand der Weißeritz ansteigen und die Grubenbaue [[absaufen]] ließ. Dabei soll die Hälfte der Festgesellschaft ums Leben gekommen sein. Ein derartiges Hochwasser hat jedoch wahrscheinlich nie stattgefunden. Vielmehr ließen die zurückgehenden Erzanbrüche den Bergbau zunehmend unrentabel werden, so dass Joseph Benno Theler 1565 seinen Höckendorfer Besitz samt den Bergwerken von Edle Krone an Kurfürst [[August (Sachsen)|August]] verkaufte, der mit dem Grundbesitz ein großes Hofgut anlegen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Petzold: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau kleingeschrieben&amp;#039;&amp;#039;. in: Jahrbuch Erzgebirge 1983, S. 85–92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] brachte den Bergbau in Edle Krone und Umgebung zum Erliegen. Das 18. Jahrhundert war von verschiedenen, aber erfolglos verlaufenden Wiederaufnahmebemühungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Df dk 0000541.jpg|mini|links|Das „neue Huthaus“ am Zusammenfluss von Höckenbach und Wilder Weißeritz in Edle Krone. Nach Angaben der Deutschen Fotothek wird die Ansicht auf 1850 datiert.]]&lt;br /&gt;
Erst im 19. Jahrhundert wurde der Bergbau nochmals kurzzeitig intensiviert. Die bereits ab 1545 nachweisbare Grube „Edle Krone“ wurde ab 1798 neu erschlossen und erweitert. Ein ab 1858 abgeteufter Richtschacht erreichte eine Teufe von 300 Metern, ohne jedoch auf lohnende Erzanbrüche zu stoßen, so dass die Grube 1886 stillgelegt wurde. Vom Grubenbetrieb zeugt heute noch das 1858/59 erbaute [[Huthaus]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschefotothek.de/obj70301894.html zeitgenössische Abbildung des Huthauses der „Edle Krone Fundgrube“ im Bestand der Deutschen Fotothek]&amp;lt;/ref&amp;gt; das später als Hotel, Gastwirtschaft und Wohnhaus genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:04518-Edle Krone-1903-&amp;quot;Unverhofft Glück&amp;quot; im Weißeritztal-Brück &amp;amp; Sohn Kunstverlag.jpg|mini|Gebäude und Anlagen der vormaligen Grube „Unverhofft Glück“ zwischen Wilder Weißeritz und der Eisenbahnstrecke, Blick weißeritzaufwärts in Richtung Dorfhain bzw. Seerenbachmündung (1903).]]&lt;br /&gt;
Auch die bereits seit dem 15. Jahrhundert nachweisbare Grube „Unverhofft Glück“ wurde ab 1842 neu erschlossen und erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://skd-online-collection.skd.museum/en/contents/show?id=828675 |wayback=20140429185452 |text=zeitgenössische Abbildung der Tagesanlagen der Grube „Unverhofft Glück“ im Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden |archiv-bot=2019-09-02 14:44:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die hier 1856 auf dem neu abgeteuften „Thelerschacht“ eingebaute 6-PS-Dampfmaschine war einer der ersten ihrer Art im erzgebirgischen Erzbergbau.&amp;lt;ref&amp;gt;Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1990, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1856 und 1866 lieferte „Unverhofft Glück“ etwa 1.300 Kilogramm Silber, damit konnte die Grube kurzzeitig rentabel betrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1990, S. 329&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1866 wurde die Förderung jedoch wegen zurückgehender Erzanbrüche schrittweise eingestellt. Die Grubengebäude nutzte eine Fabrik zur Holzschliffherstellung. 1890 wurde das Gebäude des „Thelerschachtes“ abgebrochen und durch einen Hotelneubau ersetzt. Allerdings erfolgte bereits 1925 die Rückumwandlung in eine Fabrik (Kunstharzpresserei). Zu DDR-Zeiten war die Fabrik ein Betriebsteil des VEB Technoplast Obercunnersdorf. Heute ist es ein Wohnhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Gesuch mehrerer Gemeinden an das damalige [[Sächsisches Staatsministerium des Innern#Geschichte|Ministerium des Innern]] von 1856 zur Errichtung der [[Bahnstrecke Dresden–Werdau#Planung und Bau|Eisenbahn zwischen Tharandt und Freiberg]] über Edle Krone und durch das [[Seerenbach (Wilde Weißeritz)|Seerental]] wurden „das bekannte Bergwerk, die Edle Krone“ und die „neuerdings an reichen Silbererzen erschlossene Grube Unverhofft Glück“ sowie die „Belebung der Wirtschaft durch Communikation mit dem [[Plauenscher Grund|Plauenschen Grunde]]“ und weitere Vorteile erwähnt. Auch im zugehörigen Beschluss der Kammern und Stände von 1857 zur tatsächlichen Errichtung der Eisenbahn wurde unter anderem auf die beiden „in rapider Vergrößerung begriffenen, Kohlen nehmenden und Silber gebenden Erzgruben Unverhofft Glück und Edle Krone“ Bezug genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petzold-984&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Helmut Petzold | Hrsg= Hartmut Oehme | Sammelwerk= Chronik von Dorfhain (Sachsen) | Band= 3 | Titel= Straßen, Eisenbahn, Post und Zeitung | TitelErg= |   Auflage= 1 | Verlag= CARDAMINA Verlag Susanne Breuel | Ort= Plaidt | Datum= 2011 | Kapitel= 20 | Seiten=984 | ISBN= 978-3-86424-027-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eisenbahnstrecke mit dem Haltepunkt Edle Krone wurde 1862 in Betrieb genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Hochwasser in Mitteleuropa 2002|Augusthochwasser 2002]] waren in Edle Krone schwere Überschwemmungen zu verzeichnen. Zwei Gebäude wurden durch die Wassermassen zerstört. Die durch den Ort verlaufenden Straßen von Tharandt nach Dorfhain bzw. Höckendorf wurden völlig zerstört. Der Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur sowie der Gewässerstützmauern dauerte bis 2005 an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20130412070255 |url=http://www.dorfhain.de/edlekrone08.html |text=Eröffnung der neu erbauten Straße zwischen Tharandt – Edle Krone – Dorfhain am 30. November 2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1875 gehörte der Ort Edle Krone zu Höckendorf und war damit Teil der [[Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde]] und von 1952 bis 1994 des [[Kreis Dippoldiswalde|(Land-)Kreises Dippoldiswalde]]. Seitdem gehörte Edle Krone bis 2008 zum [[Weißeritzkreis]], anschließend zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnverkehr ===&lt;br /&gt;
Edle Krone liegt an der zweigleisigen, elektrifizierten [[Bahnstrecke Dresden–Werdau]], einer Teilstrecke der [[Sachsen-Franken-Magistrale]]. Der hiesige Haltepunkt und der markante Tunnel befinden sich etwa am Streckenkilometer 18,0 und in Streckenrichtung nach etwa einem Drittel der 11,6&amp;amp;nbsp;km langen [[Steilstrecke]] zwischen den Bahnhöfen [[Bahnhof Tharandt|Tharandt]] und [[Bahnhof Klingenberg-Colmnitz|Klingenberg-Colmnitz]]. Die Steilrampe weist eine Maximalneigung von 1:39 auf; der etwa 7,3&amp;amp;nbsp;km südwestlich von Edle Krone, flussaufwärts gelegene Bahnhof Klingenberg-Colmnitz liegt 228&amp;amp;nbsp;Meter höher als der rund 4,3&amp;amp;nbsp;km nordöstlich, flussabwärts gelegene Bahnhof Tharandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahnland-DDR&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Hans-Joachim Kirsche | Titel= Bahnland DDR | TitelErg= Reiseziele für Eisenbahnfreunde | Auflage= 1 | Verlag= [[Transpress Verlag|transpress VEB Verlag für Verkehrswesen]] | Ort= Berlin | Datum= 1981 | Seiten=304 | ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannte Zwischenfälle im Eisenbahnverkehr rund um Edle Krone sind wenigstens indirekt entweder auf den Bergbau zurückzuführen oder auf die vergleichsweise hohe Neigung der Bahnstrecke ([[Schiebedienst]], Bremsversagen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liesel 02-04-2011 Bahnhof Edle Krone 1.jpg|mini|links|Ehemaliges Empfangsgebäude des Bahnhofs Edle Krone, vom Bahnsteig aus gesehen (2011).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bahnhof ====&lt;br /&gt;
Seitdem 1862 die bis dahin in Tharandt endende Strecke der [[Albertsbahn AG]] nach [[Freiberg]] verlängert wurde, besteht in Edle Krone eine Bahnstation. Diese wurde am 11.&amp;amp;nbsp;August 1862 als &amp;#039;&amp;#039;Haltestelle Höckendorf&amp;#039;&amp;#039; eröffnet und 1871 in &amp;#039;&amp;#039;Edle Krone&amp;#039;&amp;#039; umbenannt, am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1905 zum [[Bahnhof]] gewidmet und am 31.&amp;amp;nbsp;Juli 1999 zum [[Haltepunkt]] zurückgestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1862 errichtete Empfangsgebäude war ein Wärterhaus I. Klasse mit Seitenanbauten, 1879 wurde ein Güterschuppen ergänzt, 1881 ein Wirtschaftsgebäude, 1901 folgte ein Wohnhaus. 1907 wurden die Anlagen des Bahnhofs umfassend umgestaltet: Es entstanden das noch heute bestehende Empfangsgebäude, ein neuer Güterschuppen sowie ein Personentunnel zu den Bahnsteigen. Es wurden 1924 die Bahnmeisterei aufgelöst, 1999 der Güterschuppen abgerissen und im Juli 2000 das Stellwerk B1 aufgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Jens Herbach |url= http://sachsenschiene.net/bahn/sta/sta0217.htm |titel= Edle Krone |werk= Sachsenschiene.net |datum= 2017-05-07 |zugriff=2017-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach anderen Angaben erfolgte der umfassende Bahnhofsumbau erst 1908.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petzold-995&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Helmut Petzold | Hrsg= Hartmut Oehme | Sammelwerk= Chronik von Dorfhain (Sachsen) | Band= 3 | Titel= Straßen, Eisenbahn, Post und Zeitung | TitelErg= |   Auflage= 1 | Verlag= CARDAMINA Verlag Susanne Breuel | Ort= Plaidt | Datum= 2011 | Kapitel= 20 | Seiten=995 | ISBN= 978-3-86424-027-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stationsgebäude ist außergewöhnlich in Blockhausbauweise, in Form eines [[Pferdegöpel]]s aus dem Bergbau gestaltet. Das unter [[Kulturdenkmal|Denkmalschutz]] stehende Bahnhofsgebäude wurde 2011 von der Gemeinde Klingenberg erworben und wird seitdem vom Förderverein Edle Krone genutzt. Hier befindet sich ein kleines Eisenbahnmuseum, außerdem finden gelegentlich Veranstaltungen statt. Künftig soll das Gebäude als Begegnungszentrum und „Wanderbahnhof“ für Touristen ausgebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Regine Schlesinger: Bahn im Doppelpack, in: Sächsische Zeitung, 21. Januar 2015 [http://www.sz-online.de/nachrichten/bahn-im-doppelpack-3019363.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güterverkehr wird die Betriebsstelle nicht mehr bedient, dem Personenverkehr dienen die [[Regionalbahn]]-Linie RB30 [[Dresden]]–Freiberg–[[Chemnitz]]–[[Zwickau]] und die [[S-Bahn Dresden#Linie S 3|S-Bahn-Linie S3]] Dresden–Tharandt–Freiberg. Durch Überlagerung beider Linien bestehen in der werktäglichen Hauptverkehrszeit halbstündliche Verbindungen in beide Richtungen, in der Nebenverkehrszeit stündlich (Stand Jahresfahrpläne 2017–2022). Die S-Bahn-Linie wird von [[DB Regio Südost]], die Regionalbahnlinie RB30 von der [[Bayerische Oberlandbahn|Bayerischen Oberlandbahn]] unter der Marketingbezeichnung [[Mitteldeutsche Regiobahn]] betrieben, beide Linien im Auftrag des [[Verkehrsverbund Oberelbe|Zweckverbands Verkehrsverbund Oberelbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:04521-Tharandt-1903-Edle Krone, Bahntunnel-Brück &amp;amp; Sohn Kunstverlag.jpg|mini|links|Östliches Tunnelportal (1903), von der Bahnhofstraße aus gesehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tunnel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Tunnel Edle Krone.jpg|mini|Östliches Tunnelportal (2014), ebenfalls von der Bahnhofstraße aus gesehen. Die optischen Veränderungen des Portals nach 1966 sind deutlich zu erkennen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar westlich des Haltepunkts, aber am anderen Ufer der Wilden Weißeritz, befindet sich ein 122 Meter langer [[Eisenbahntunnel]]. Wie die gesamte Teilstrecke Tharandt–Freiberg war auch der Tunnel Edle Krone von vornherein zweigleisig ausgelegt und wurde zusammen mit der Strecke am 11.&amp;amp;nbsp;August 1862 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petzold-994&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Helmut Petzold | Hrsg= Hartmut Oehme | Sammelwerk= Chronik von Dorfhain (Sachsen) | Band= 3 | Titel= Straßen, Eisenbahn, Post und Zeitung | TitelErg= |   Auflage= 1 | Verlag= CARDAMINA Verlag Susanne Breuel | Ort= Plaidt | Datum= 2011 | Kapitel= 20 | Seiten=994 | ISBN= 978-3-86424-027-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit der Streckenelektrifizierung wurde das Profil des Tunnels in den Jahren 1964 bis 1966 aufgeweitet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Jens Herbach |url= http://sachsenschiene.net/bahn/kun/kun0335.htm |titel= Tunnel Edle Krone |werk= Sachsenschiene.net |datum= 2017-05-07 |zugriff=2017-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Tunnel erhielt dabei neue Portale und Haldenstürze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petzold-995&amp;quot;/&amp;gt; Der Querschnitt des Tunnels wurde um zwei Meter erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahnland-DDR&amp;quot;/&amp;gt; Eine spezielle Schutzkonstruktion erlaubte es, den Felsausbruch und die Stabilisierung der Tunneldecke vorzunehmen ohne den Eisenbahnbetrieb zu unterbrechen, der Bahnbetrieb konnte bauzeitlich eingleisig unter der Schutzkonstruktion fortgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Helga Kuhne | Titel= Eisenbahndirektion Dresden 1869-1993 | TitelErg= | Auflage= 2 | Verlag= Verlag Bernd Neddermeyer | Ort= Berlin | Datum= 2010 | Seiten=92 | ISBN= 978-3-941712-05-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnel befindet sich im Bogen nördlich des Zusammenflusses von Höckenbach und Wilder Weißeritz, rund 30 Meter über dem Fluss. Das westliche Tunnelportal liegt auf der Gemarkung von Dorfhain, der überwiegende Teil des Tunnels und dessen östliches Portal auf der Gemarkung von Tharandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwischenfälle ====&lt;br /&gt;
Die Schiebelokomotive eines bergwärtigen Vorortzuges fuhr am 2.&amp;amp;nbsp;Juni 1901 beim Halt in der damaligen Haltestelle Edle Krone so heftig auf den Schlusswagen des Zuges auf, dass insgesamt acht Reisende verletzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Claus Schlegel |Titel= Eisenbahnunfälle in Sachsen |TitelErg= Von den Anfängen bis 1945 |Auflage= 1 |Verlag= Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn |Ort= Pürgen |Datum=2002-09 |ISBN= 978-3-9351-0100-4 |Seiten=91}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31.&amp;amp;nbsp;Mai 1929 fuhr im Bahnhof Edle Krone ein Bauzug auf die zum Wassernehmen vorgezogene Lokomotive. Zwei Wagen wurden zerstört, weitere mit Schienen beladene Wagen entgleisten. Fünf Schwer- und mehrere Leichtverletzte waren zu beklagen. Ursache war Bremsversagen des Bauzugs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Claus Schlegel |Titel= Eisenbahnunfälle in Sachsen |TitelErg= Von den Anfängen bis 1945 |Auflage= 1 |Verlag= Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn |Ort= Pürgen |Datum=2002-09 |ISBN= 978-3-9351-0100-4 |Seiten=146}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ehemaliger Stollen der früheren Grube „Unverhofft Glück“ brach am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1929 vor dem westlichen Portal des Eisenbahntunnels ein. Das talwärtige Streckengleis Werdau–Dresden konnte für einige Wochen nicht genutzt werden, der Eisenbahnverkehr war nur eingleisig auf dem Gleis Dresden–Werdau möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petzold-995&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Claus Schlegel |Titel= Eisenbahnunfälle in Sachsen |TitelErg= Von den Anfängen bis 1945 |Auflage= 1 |Verlag= Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn |Ort= Pürgen |Datum=2002-09 |ISBN= 978-3-9351-0100-4 |Seiten=149}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Eisenbahnunfall von Edle Krone]] entgleiste am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1943 ein talwärts fahrender Güterzug etwa einen Kilometer westlich von Edle Krone.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Claus Schlegel |Titel= Eisenbahnunfälle in Sachsen |TitelErg= Von den Anfängen bis 1945 |Auflage= 1 |Verlag= Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn |Ort= Pürgen |Datum=2002-09 |ISBN= 978-3-9351-0100-4 |Seiten=174}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sechs Todesopfer waren zu beklagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Jens Herbach |url= http://sachsenschiene.net/bahn/sys/unf.htm?134 |titel= Betriebsstörungen durch Unfälle |werk= Sachsenschiene.net |datum= 2016-03-29 |zugriff=2017-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:10574-Edle Krone-1909-Partie im Ort-Brück &amp;amp; Sohn Kunstverlag.jpg|mini|Blick vom Bahnhof Edle Krone in südlicher Richtung auf die Wilde Weißeritz und die heutige [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 192|Staatsstraße S&amp;amp;nbsp;192]]. Im Bildhintergrund das frühere Huthaus mit der Kreuzung. Die Staatsstraße führt hinter dem Huthaus in einem Linksbogen weiter nach Höckendorf, unmittelbar vor dem Huthaus zweigt nach rechts die heutige Kreisstraße K 9071 nach Dorfhain ab (1909).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlung ist über die [[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 192|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;192]] [[Wilsdruff]]–Tharandt–Edle Krone–[[Ruppendorf]] zu erreichen. Von dieser zweigt in Edle Krone die Kreisstraße K 9071, die von Edle Krone über Dorfhain nach [[Klingenberg (Klingenberg)|Klingenberg]] führt, ab. Beide Straßen verlaufen bis zum Erreichen der benachbarten Ortschaften Dorfhain, Höckendorf und Tharandt unmittelbar entlang der Wilden Weißeritz bzw. des Höckenbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den regionalen Busverkehr ist Edle Krone mit den vom [[Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]] betriebenen Linien 343, 375 und 382 eingebunden. Mit diesen bestehen (Stand 2023) werktäglich umsteigefreie Verbindungen nicht nur in die drei Nachbarorte [[Dorfhain]], [[Höckendorf (Klingenberg)|Höckendorf]] und Tharandt, sondern auch nach [[Borlas]], [[Ruppendorf]], [[Reichstädt]], [[Klingenberg (Klingenberg)|Klingenberg]] und [[Dippoldiswalde]]. Am Wochenende und an Feiertagen ist Edle Krone nicht im Busverkehr zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vvo-online.de/de/fahrplan/haltestellenfahrplan/fahrplan?stopid=33001630&amp;amp;id=voe:23343:%20:H:j23:1 |titel=Fahrplan Linie 343 |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vvo-online.de/de/fahrplan/haltestellenfahrplan/fahrplan?stopid=33001630&amp;amp;id=voe:23375:%20:H:j23:2 |titel=Fahrplan Linie 375 |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vvo-online.de/de/fahrplan/haltestellenfahrplan/fahrplan?stopid=33001630&amp;amp;id=voe:23382:%20:R:j23:1 |titel=Fahrplan Linie 382 |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WdH|21|111ff}}&lt;br /&gt;
* Gürtler, Eberhard: &amp;#039;&amp;#039;Fabel und Wirklichkeit des Silberbergbaues in Edle Krone&amp;#039;&amp;#039; ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-23271 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Helmut Petzold: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau kleingeschrieben&amp;#039;&amp;#039;. in: Jahrbuch Erzgebirge 1983, S. 85–92&lt;br /&gt;
* Helmut Petzold: &amp;#039;&amp;#039;Widersprüche und Anachronismen beim Einzug der Industrie in das Weißeritztal&amp;#039;&amp;#039;. in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1986, S. 59–70 ([http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_109_59-70.pdf Digitalisat]; PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Axel Rüthrich: &amp;#039;&amp;#039;Die Grube Edle Krone&amp;#039;&amp;#039;. in: Tagungsband Montanhistorisches Kolloquium Annaberg-Buchholz 4.–6. Juni 2010, S. 39–54.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dichtung und Wahrheit über den Bergbau zwischen Tharandt und Dippoldiswalde&amp;#039;&amp;#039;. in: Mitteilungen des Landesverein Sächsischer Heimatschutz XXII(1933)10/12, S. 285–322 ([http://digital.slub-dresden.de/id32955472Z Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Otfried Wagenbreth]], [[Eberhard Wächtler]]: Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte. Leipzig 1990, S. 328–332.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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