<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edith_Jacobsohn</id>
	<title>Edith Jacobsohn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edith_Jacobsohn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edith_Jacobsohn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T23:21:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edith_Jacobsohn&amp;diff=2143974&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Literatur */ Madrasch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edith_Jacobsohn&amp;diff=2143974&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-02T22:45:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Madrasch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt eine Verlegerin und Emigrantin. Zur zeitgenössischen Ärztin, Psychoanalytikerin und emigrierten Widerstandskämpferin ähnlicher Schreibweise siehe [[Edith Jacobson]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edith Lotte Jacobsohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Schiffer&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[26. Oktober]] [[1891]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] bei [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister Standesamt Schöneberg I, Nr. 1013/1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;; gestorben am [[31. Dezember]] [[1935]] in [[London]]) war eine deutsche [[Übersetzer]]in und [[Verleger]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Edith Schiffer wurde als Tochter des jüdischen Holzhändlers und Bauunternehmers Max Schiffer und seiner Ehefrau Anna geb. Pleßner in Schöneberg geboren. Der liberale Politiker und spätere Reichsjustizminister [[Eugen Schiffer]] war ihr Onkel; der Hamburger Verleger [[Paul Cassirer]] und der Philosoph [[Ernst Cassirer]] waren ihre Vettern, mit denen sie in Kontakt stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besuchte ein Internat in Großbritannien, wo sie die englische Lehrerin Edith Lillie Williams kennenlernte. 1915 heiratete sie den Publizisten und Theaterkritiker [[Siegfried Jacobsohn]], der die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Schaubühne&amp;#039;&amp;#039; herausgab (ab 1918 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;). Mit ihrem Vermögen rettete sie die berühmte Zeitschrift mehrere Male vor dem Konkurs und übernahm 1927 (nach dem Tode ihres Mannes) auch die Leitung des Verlags der &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[File:Margaret Kennedy Nymphe 1925 Titel.png|thumb|hochkant|E. L. Schiffer, Übersetzerin ins Deutsche (1925)]]&lt;br /&gt;
Edith Jacobsohn übersetzte englische Kinderbücher ins Deutsche, darunter das 1920 erschienene Buch &amp;#039;&amp;#039;The Story of Doctor Dolittle ([[Doktor Dolittle und seine Tiere]])&amp;#039;&amp;#039; von [[Hugh Lofting]] und &amp;#039;&amp;#039;Winnie-the-Pooh ([[Pu der Bär]])&amp;#039;&amp;#039; von [[A. A. Milne]]. Dabei war sie hauptsächlich unter ihrem Aliasnamen &amp;#039;&amp;#039;E. L. Schiffer&amp;#039;&amp;#039; (ihrem Geburtsnamen) tätig – das Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;E. L. Schiffer-Williams&amp;#039;&amp;#039; stand hingegen für Gemeinschaftsübersetzungen mit Edith Williams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1924 gründete sie mit ihren Freundinnen Annie Williams (geb. Ball) und Edith Weinreich (geb. Williams) den Kinderbuchverlag [[Williams &amp;amp; Co.]], aus dem der spätere [[Cecilie Dressler Verlag]] hervorging. Die beiden Engländerinnen schieden schon nach einem Jahr wieder aus und Jacobsohn führte den Verlag von da an alleine. Er veröffentlichte mit großem Erfolg ab 1925 die Doktor-Dolittle- und ab 1928 die Pu-der-Bär-Geschichten. 1929 regte Edith Jacobsohn [[Erich Kästner]] zum Schreiben von Kinderbüchern an und veröffentlichte in ihrem Verlag seine Klassiker &amp;#039;&amp;#039;[[Emil und die Detektive]]&amp;#039;&amp;#039; (1929) und &amp;#039;&amp;#039;[[Pünktchen und Anton]]&amp;#039;&amp;#039; (1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 übernahm Jacobsohn nach dem frühen Tod ihres Ehemannes auch die Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039;-Verlages. Zuerst wurde Kurt Tucholsky zum Chef der Weltbühne ernannt. Als dieser wieder nach Frankreich ging, ernannte Jacobsohn [[Carl von Ossietzky]] im Mai 1927 zu seinem Nachfolger. Nach außen hin blieb vorerst Tucholskys Name auf dem Titelblatt der Zeitung. Ab Oktober 1927 lautete dieses Impressum: &amp;#039;&amp;#039;Leiter der Weltbühne Carl von Ossietzky unter der Mitarbeit von Kurt Tucholsky&amp;#039;&amp;#039;. Nach ihrer Flucht aus Deutschland verkaufte Jacobsohn beide Verlage. Der Williams Verlag wurde von der ehemaligen Verlagsmitarbeiterin [[Cecilie Dressler]] übernommen, deren Namen der Verlag ab 1941 trug. Die &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039; ging nach langen Verhandlungen an den der Kommunistischen Partei Deutschlands nahestehenden Journalisten [[Hermann Budzislawski]].&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.weltbuehne-lesen.de/chronologie.html Chronologie zur Weltbühne auf der Homepage &amp;#039;&amp;#039;Aus Teutschland Deutschland machen.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tag nach dem [[Reichstagsbrand]], Ende Februar 1933, floh sie mit ihrem Sohn Peter (1916–1998) aus dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] nach [[Wien]], später nach [[Zürich]] und dann nach [[London]], wo sie zur Sicherung ihrer Aufenthaltsgenehmigung eine [[Scheinehe]] einging und den Familiennamen Forster annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edith (Jacobsohn-)Forster starb 1935 im Alter von 44 Jahren an einem [[Schlaganfall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] geriet Edith Jacobsohn in Westdeutschland jahrzehntelang fast in Vergessenheit. Von Dezember 1997 bis Januar 1998 zeigte die Theodor-Fontane-Bibliothek in Berlin ihr zu Ehren die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Mein Schöner Verlag. Edith Jacobsohn und der Williams &amp;amp; Co. Verlag. Geschichte und Erfolg eines Berliner Verlages aus den Zwanziger Jahren&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/O2XRDVVTWGGLJXCSQTAT6JA5RJVCEHRT |titel=Mein schöner Verlag, Williams &amp;amp; Co.: Erinnerung an Edith Jacobsohn; über einen vergessenen Verlag berühmter Bücher |autor=Frank Flechtmann |werk=deutsche-digitale-bibliothek.de |datum=1997-12-04 |abruf=2020-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es erschien ein 60-seitiger Ausstellungskatalog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (chronologisch) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ursula Madrasch-Groschopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Weltbühne. Porträt einer Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1983, S. 435 und passim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frank Flechtmann: &amp;#039;&amp;#039;Mein schöner Verlag, Williams &amp;amp; Co. Erinnerung an Edith Jacobsohn.&amp;#039;&amp;#039; Über einen vergessenen Verlag berühmter Bücher; mit einer Bibliografie 1925–1955. (Katalog zur Ausstellung „Mein Schöner Verlag. Edith Jacobsohn und der Williams &amp;amp; Co. Verlag. Geschichte und Erfolg eines Berliner Verlages aus den Zwanziger Jahren“, Theodor-Fontane-Bibliothek, Berlin, Dezember 1997 bis Januar 1998), Berlin 1997, ISBN 978-3-933175-19-9 ([https://frank.flechtmann.net/wp-content/uploads/2012/11/Williams-Text-5.pdf verbesserte Textausgabe, Berlin 2010, online (PDF)])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jacobsohn, Edith&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Fischer (Germanist)|Ernst Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verleger, Buchhändler &amp;amp; Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Elbingen: Verband Deutscher Antiquare, 2011, S. 148&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117047295}}&lt;br /&gt;
* [http://www.weltbuehne-lesen.de/jacobsohne.html Biographie auf weltbuehne-lesen.de], abgerufen 2010.&lt;br /&gt;
* Theodor Brüggemann, Friedrich Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte im Kinderbuch: Der Williams-Verlag (1926–1954).&amp;#039;&amp;#039; Vortrag, Köln 2001. [http://www.ajum.de/html/j-j/pdf/0601_williams.pdf PDF Online], abgerufen 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117047295|VIAF=13074488|LCCN=no2015098952}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacobsohn, Edith}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Medien, Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacobsohn, Edith&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schiffer, Edith Lotte (Geburtsname); Forster, Edith (Ehename); Schiffer, E. L. (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Übersetzerin und Verlegerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Oktober 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
	</entry>
</feed>