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	<title>Edison-Richardson-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:19:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edison-Richardson-Effekt&amp;diff=533790&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuebi: /* Anwendungen */ link auf Leuchtschirm gesetzt</title>
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		<updated>2025-01-05T15:43:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anwendungen: &lt;/span&gt; link auf &lt;a href=&quot;/index.php?title=Leuchtschirm&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Leuchtschirm (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Leuchtschirm&lt;/a&gt; gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edison-Richardson-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;glühelektrischer Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glühemission&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;thermionische Emission&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edison-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richardson-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) beschreibt die Aussendung von [[Elektron]]en aus einer geheizten [[Glühkathode]] (meist im [[Vakuum]]). Die Mindesttemperaturen liegen oberhalb von 900&amp;amp;nbsp;K und hängen stark vom Material der Oberfläche ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Edison-richardson-effekt.gif|mini|Der Edison-Richardson-Effekt an einer Elektronen-„Röhre“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Elektronen überwinden aufgrund ihrer [[Thermische Energie|thermischen Energie]] die charakteristische [[Austrittsarbeit]] des Metalls bzw. der Oxidschicht. Werden die freien Elektronen nicht durch ein [[elektrisches Feld]] abgesaugt, bilden sie um die Glühkathode im Vakuum eine [[Raumladung]]swolke aus und laden in der Nähe befindliche Elektroden gegenüber der Kathode negativ auf. Dieser Effekt kann zur direkten Umwandlung thermischer in elektrische Energie genutzt werden. Der Wirkungsgrad dieses [[Thermionischer Generator|thermionischen Generators]] ist allerdings gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für technische Anwendungen ist man bestrebt, die erforderliche Temperatur der Glühkathode möglichst gering zu halten, indem Materialien mit geringer Austrittsarbeit verwendet werden. Dies führte zur Entwicklung der [[Oxidkathode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Edison light bulb with plate.jpg|mini|Historische Glühlampe, an der Edison den Effekt beobachtete]]&lt;br /&gt;
Der Effekt wurde erstmals 1873 von [[Frederick Guthrie (Physiker)|Frederick Guthrie]] beschrieben. Er entdeckte, dass ein positiv geladenes [[Elektroskop]] entladen wird, wenn man ein geerdetes, glühendes Metallstück in die Nähe brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Felix Auerbach | Herausgeber = Felix Auerbach | Titel = Elektrizität und Magnetismus | Sammelwerk = Entwicklungsgeschichte der Modernen Physik: Zugleich Eine Übersicht Ihrer Tatsachen Gesetze und Theorien | Ort = Berlin, Heidelberg | Verlag = Springer | Jahr = 1923 | ISBN = 978-3-642-50951-3 | Seiten = 241–278, 263 | DOI= 10.1007/978-3-642-50951-3_16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei negativ geladenem Elektroskop passiert nichts, woraus folgte, dass glühendes Metall nur negative Ladung abgeben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Edison]] hat diese Erscheinung im Jahr 1880 bei Experimenten mit Glühlampen wiederentdeckt und meldete 1883 eine darauf beruhende Anwendung zum Patent an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent|Land = US|V-Nr = 307031|Titel = Electrical Indicator |V-Datum = 1884-10-21|A-Datum = |Erfinder = T. A. Edision}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Julius Elster]] und [[Hans Friedrich Geitel]] untersuchten zwischen 1882 und 1889 systematisch die von einem heißen Draht abgegebene Ladung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rich&amp;quot; /&amp;gt; Die Sättigungsstromdichte wurde 1901 von [[Owen Willans Richardson]] rechnerisch in der Richardson-Gleichung erfasst, wofür er 1928 mit dem [[Nobelpreis für Physik]] ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rich&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Owen W. Richardson |Titel=Thermionic phenomena and the laws which govern them |Datum=1929-12-12 |Kommentar=Nobelpreisvortrag |Online=[http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1928/richardson-lecture.pdf nobelprize.org] |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richardson-Gleichung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richardson-Gleichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt die [[Elektrische Stromdichte|Stromdichte]] &amp;#039;&amp;#039;J&amp;#039;&amp;#039; der aus einem Metall bei hohen Temperaturen austretenden Elektronen. Sie lautet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;J = A T^2 \mathrm e^{-\frac{W_\mathrm{e}}{k_\mathrm{B}T}}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hierbei ist &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; die Temperatur, &amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;e&amp;lt;/sub&amp;gt; die Auslösearbeit für Elektronen, &amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt; die [[Boltzmann-Konstante]] und &amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Richardson-Konstante&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslösearbeit für Elektronen liegt im Allgemeinen etwa 1 bis 6&amp;amp;nbsp;[[Elektronenvolt|eV]]. Die Richardson-Konstante hängt vor allem vom verwendeten Metall und von der Oberflächenbeschaffenheit ab und liegt bei knapp &amp;lt;math&amp;gt;10^6 \tfrac{\mathrm{A}}{\mathrm{m^2 K^2}}&amp;lt;/math&amp;gt;. Für Metalloxide liegt sie weitaus niedriger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Saul Dushman]] (1883–1954) kann die Richardson-Konstante wie folgt abgeschätzt werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Saul Dushman |Titel=Electron Emission from Metals as a Function of Temperature |Sammelwerk=Phys. Rev. |Band=21 |Nummer=6 |Datum=1923 |Seiten=623–636 |DOI=10.1103/PhysRev.21.623}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;A = \frac{4 \pi\;\! m k_\mathrm{B}^2 e}{h^3} = 1{,}20173 \cdot 10^6\,\frac{\mathrm{A}}{\mathrm{m^2\,K^2}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039; die [[Elektronenmasse]], &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;  die [[Elementarladung]] und &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; die [[Planck-Konstante]]. Die Gleichung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;J = \frac{4 \pi\;\! m e}{h^3} (k_\mathrm{B} T)^2 \mathrm e^{-\frac{W_\mathrm{e}}{k_\mathrm{B}T}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richardson-Dushman-Gleichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neil W. Ashcroft, N. David Mermin |Titel=Solid State Physics |Verlag=Saunders College Publishing |Ort=New York |Datum=1976 |ISBN=0-03-083993-9 |Seiten=362-364}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Korrekturterm zur Austrittsarbeit ergibt sich bei sehr hoher Feldstärke durch den [[Schottky-Effekt]]. In diesem Arbeitsbereich spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Schottky-Emission&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die Glühemission wird zur Erzeugung freier [[Elektron]]en in [[Elektronenröhre]]n verwendet. Darin fließt in einem hochevakuierten Gefäß zwischen der direkt oder indirekt beheizten Glühkathode und der Anode ein (Elektronen-)Strom, der ggf. durch dazwischenliegende Gitter gesteuert werden kann.&lt;br /&gt;
Elektronenröhren ermöglichen die Verstärkung von elektrischen Signalen, im Tonfrequenzbereich und im Hochfrequenzbereich, bei Sendern und Empfängern.&lt;br /&gt;
Mit Elektronenröhren wurde es möglich, nicht nur [[Morsezeichen]], sondern auch Sprache, Musik und Bilder zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kathodenstrahlröhre|Elektronenstrahlröhre]] (braunsche Röhre) besteht aus einer [[Elektronenstrahl]]-Quelle mit anschließendem Ablenksystem. Anwendungen:&lt;br /&gt;
* zum Elektronenstrahlschmelzen und [[Elektronenstrahlverdampfer|Elektronenstrahlverdampfen]] und Elektronenstrahlschweißen, auch im [[Rasterelektronenmikroskop]].&lt;br /&gt;
* mit [[Leuchtschirm]] als [[Bildröhre]] in alten Fernsehern und [[Oszilloskop]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leuchtstofflampe]]n mit heißer Kathode benutzen ebenfalls Glühemission. Bei vielen anderen [[Gasentladungslampe]]n und auch [[Kohlenbogenlampe]]n erhitzen sich die Elektroden durch die Entladung ebenfalls so weit, dass Glühemission eine Rolle spielt. &amp;#039;&amp;#039;Nicht&amp;#039;&amp;#039; der Fall ist dies jedoch bei [[Kaltkathodenröhre]]n wie [[Leuchtröhre]]n oder [[Glimmlampe]]n sowie bei [[Blitzröhre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glühemission wird weiterhin bei [[Thyratron]]s, [[Magnetron]]s, [[Klystron]]s, [[Wanderfeldröhre]]n und [[Vakuum-Fluoreszenzanzeige]]n verwendet. Auch hier dient sie der Erzeugung freier Elektronen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Glühemission kann die [[Austrittsarbeit]] bestimmt werden. Durch das [[Elektrisches Feld|elektrische Feld]], welches benötigt wird, um die Elektronen von der [[Kathode]] zu entfernen, wird diese aber beeinflusst, sodass man den gemessenen Strom auf Feldstärke &amp;lt;math&amp;gt;E=0&amp;lt;/math&amp;gt; [[extrapolieren]] muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachteilige Auswirkungen der Glühemission ==&lt;br /&gt;
Glühemission ist bei [[Steuergitter]]n von [[Elektronenröhre]]n (wenn also das Gitter aufgrund von Erhitzung glüht) unerwünscht; hier führt sie zur sogenannten Gitteremission und zu hinderlichem Gitterstrom, der den [[Arbeitspunkt]] verschieben kann. Leistungsröhren erhalten darum meist Kühlfahnen (Strahlungskühlung) an den Enden der Gitter-Trägerstäbe; letztere sind zur guten Wärmeleitung meist aus Kupfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Effekte ==&lt;br /&gt;
* Äußerer [[Photoelektrischer Effekt|Fotoeffekt]]&lt;br /&gt;
* [[Feldemission]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.leifiphysik.de/elektrizitaetslehre/gluehelektrischer-effekt/gluehelektrischer-oder-edison-effekt Animierte Veranschaulichung des Glühelektrischen Effekts] ([[LEIFI]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4185126-2|LCCN=sh85134769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leuchtmitteltechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thomas Alva Edison]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektronenstrahltechnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuebi</name></author>
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