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	<title>Edgar Stelzner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 10. April 2026 um 22:17 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edgar Stelzner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. August]] [[1892]] in [[Nürnberg]]; † [[3. August]] [[1959]] in [[Würzburg]]) war ein deutscher Jurist, Studentenfunktionär und Erster Bürgermeister von [[Neustadt bei Coburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stelzner war Sohn eines Feingoldschlägers und späteren Journalisten. Nach dem [[Abitur]] am humanistischen Gymnasium in Nürnberg studierte er Jura an den Universitäten [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Die Bayerische Staatsprüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst legte er 1919 mit der Note gut ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scheuerich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter-Semester 1912/13 schloss er sich der [[Burschenschaft der Bubenreuther]] in Erlangen an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 483.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Höhne: &amp;#039;&amp;#039;Die Bubenreuther. Geschichte einer deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; II., Erlangen 1936, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Angehöriger des [[Wandervogel]]s und nahm 1913 an der [[Erster Freideutscher Jugendtag|Freideutschen Tagung]] auf dem [[Hoher Meißner|Hohen Meißner]] teil. 1918 trat er der [[Deutsche Vaterlandspartei|Vaterlandspartei]] bei, ein Jahr später dem [[Freikorps Epp]]. Er nahm 1919 an der Niederschlagung der [[Münchner Räterepublik]] teil. Wegen Teilnahme am [[Kapp-Putsch]] wurde 1920 gegen ihn ermittelt, zu einem Verfahren kam es jedoch nicht. 1923 trat er in den [[Freikorps Oberland|Bund Oberland]] ein und war bis 1929 in dessen Leitung tätig. Zugleich war er ab 1924 Mitglied des [[Völkischer Block|Völkischen Blocks]], einer sich auf Hitler berufenden Nachfolgeorganisation der nach dem [[Hitlerputsch|Hitler-Ludendorff-Putsch]] verbotenen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], die sich als „Todfeind des parlamentarischen Schiebersystems“ verstand, das sie „von innen heraus zerstören“ wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Völkischen Block siehe {{HistLexBay|44636|link|Robert Probst|Völkischer Block in Bayern (VBl), 1924/25|2013-11-25|2015-02-25}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stelzner wurde für den Völkischen Block in den [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtag]] gewählt, dem er von 1924 bis 1928 angehörte. 1927 trat er zum [[Christlich-Sozialer Volksdienst|Christlich-Sozialen Volksdienst]] über, den er 1933 wieder verließ, um im Jahr darauf der NSDAP beizutreten, nachdem er bereits 1933 mit dem Fall des Verbots der Einstellung von Nationalsozialisten in den öffentlichen Dienst Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] geworden war, wo er den Rang eines Sturmführers hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 511–513, hier: S. 512&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1920 war er Vorsitzender der Erlanger Studentenschaft und im Freikorps Epp Vertreter der [[Deutsche Studentenschaft|Deutschen Studentenschaft]]. Er war führend am Aufbau der Deutschen Studentenschaft beteiligt und Mitgründer und Vorsitzender des [[Völkische Bewegung|völkischen]] [[Deutscher Hochschulring|Hochschulrings Deutscher Art]]. 1920 sein Jura-Studium abschließend war er 1920 bis 1921 Vorsitzender der Deutschen Studentenschaft. Viele Jahre war er in der Führung der [[Deutsche Burschenschaft|Deutschen Burschenschaft]] (DB), „die er vor allem auf ihre &amp;#039;völkische Aufgabe&amp;#039; hinwies“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1921 bis 1928 war er [[Redakteur|Schriftleiter]] des Organs der DB, der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter|Burschenschaftlichen Blätter]]&amp;#039;&amp;#039; (BBl). Als solcher erklärte er sich im Juni 1923 auf Anfrage bereit, „Aufsätze über die Rassenfrage in den BBl zu veröffentlichen“. Gleichzeitig wies er „wegen Raumnot“ einen Bericht über ein burschenschaftliches Stiftungsfest zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heike Ströle-Bühler]], Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 18918 bis 1933, Frankfurt a. M. et al. 1991, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unmittelbar nach dem [[Hitler-Putsch|Hitler-Ludendorff-Putsch]] im November 1923 stellte er sich in einem Beitrag hinter die Putschisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Christian Brandenburg, Die Geschichte der HJ:&lt;br /&gt;
Wege und Irrwege einer Generation, Köln 1968, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 wies er darauf hin, dass die völkische Bewegung die Aufgabe habe, die „spätere Zeit der Erhebung mit höchster Kraft vorzubereiten“. Sie sei „der einzige Weg zur Rettung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Ströle-Bühler, Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 1918 bis 1933, Frankfurt/M. et al. 1991, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Burschenschafter erhob er einen Eliteanspruch, sah in korporierten Studenten „die beste Auslese“, einen „Adel des Volkes“.&amp;lt;ref&amp;gt;So 1921 in den Burschenschaftlichen Blättern, nach: Hans Peter Bleuel/Ernst Klinnert, Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich. Ideologien – Programme – Aktionen. 1918–1935, Gütersloh 1967, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Weimarer Verfassung]] lehnte er ab, da sie „nach mehr als einer Hinsicht … nicht das erkennen“ lasse, „was für das [[Drittes Reich|Dritte Reich]] Deutschlands eine Notwendigkeit ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;So 1926 in den Burschenschaftlichen Blättern, nach: Hans Peter Bleuel/Ernst Klinnert, Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich. Ideologien – Programme – Aktionen. 1918–1935, Gütersloh 1967, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erklärte auch, einer derjenigen Burschenschafter zu sein, die „einen völligen Abschluß unseres Deutschtums vom Judentum wollen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Ströle-Bühler, Studentische Antisemitismus in der Weimarer Republik. Eine Analyse der Burschenschaftlichen Blätter 18918 bis 1933, Frankfurt a. M. et al. 1991, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 gehörte er einem als „politischer Stoßtrupp“ konzipierten Arbeitsausschuss der Mittelstelle für Jugendgrenzlandarbeit des annexionistischen [[Deutscher Schutzbund für das Grenz- und Auslandsdeutschtum|Deutschen Schutzbunds für das Grenz- und Auslandsdeutschtum]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Müller, Imaginierter Westen. Das Konzept des »deutschen Westraums« im völkischen Diskurs zwischen Politischer Romantik und Nationalsozialismus Histoire, Band 8, Bielefeld 2009, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 war Stelzner Jurist im Staatsdienst, von 1926 bis 1929 dritter Staatsanwalt, anschließend Amtsrichter in München. Danach bewarb er sich in [[Neustadt bei Coburg]] auf die Stelle des rechtskundigen ersten Bürgermeisters. Am 19. Juli 1929 wählten ihn die bürgerlichen und nationalsozialistischen Stadträte für das neue Amt. Seine Tätigkeit begann am 1. September 1929 und endete am 31. Mai 1934, als er auf Druck der NSDAP 1934 ausscheiden musste. Er war der Partei allerdings zum 1. Mai 1933 beigetreten (Mitgliedsnummer 3.564.801).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42920411&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund seiner guten Beziehungen zum Reichsstatthalter in Bayern [[Ritter von Epp]] wurde er von der Justiz wieder übernommen und kam 1934 als [[Landgerichtsrat]] nach Würzburg. 1937 wurde er zum Landgerichtsdirektor befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scheuerich&amp;quot;&amp;gt;Helmut Scheuerich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Neustadt bei Coburg im zwanzigsten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Neustadt bei Coburg 1989, S. 302–303.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war Stelzner Gaugeschäftsführer des [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NS-Rechtswahrerbundes]] (NSRWB).&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 511–513.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelzner nahm am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], zuletzt im Rang eines [[Major]]s, teil. Er wurde verwundet und erhielt das [[Deutsches Kreuz|Deutsche Kreuz]] in Gold. Die Militärregierung entließ ihn am 19. Oktober 1945 aus dem Amt des Landgerichtsdirektors. Die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Neustadt stufte ihn als Minderbelasteten ein, da er Mitglied der NSDAP war und aufgrund seiner völkischen Einstellung verschiedene Posten in der Partei annahm. Eine Wiedereinstellung in den Staatsdienst blieb ihm verwehrt. Er war in der Folge bei Rechtsanwälten tätig, später Syndikus in einem Molkereiverband.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scheuerich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Vom Tod und vom Leben: Soldatengedichte, 1918.&lt;br /&gt;
* Erinnerungsblatt an das 110. Wartburgfest der Deutschen Burschenschaft, 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 511–513.&lt;br /&gt;
* Helmut Scheuerich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Neustadt bei Coburg im zwanzigsten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Neustadt bei Coburg 1989, S. 302–303.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|12801637X}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12801637X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12801637X|VIAF=37958805}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stelzner, Edgar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Amtsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Neustadt bei Coburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Vaterlandspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSVD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Kapp-Putsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Studentenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stelzner, Edgar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Studentenfunktionär und Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. August 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Würzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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