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	<title>Edgar Lederer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T04:50:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edgar_Lederer&amp;diff=2279620&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-09T16:17:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edgar Lederer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[5. Juni]] [[1908]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[19. Oktober]] [[1988]]) war ein aus Österreich stammender französischer Biochemiker, bekannt für die Erforschung zahlreicher Naturstoffe und seine Rolle in der Entwicklung der [[Chromatographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lederer studierte Chemie in Wien, wo er 1930 promoviert wurde. Danach ging er an die [[Universität Heidelberg]], wo er im Labor von [[Richard Kuhn]] war und seine spätere französische Frau Hélène Fréchet kennenlernte, und war dann, da er als Jude keine Zukunftsaussichten in Deutschland hatte, ab 1933 in [[Paris]], einige Zeit in [[Sankt Petersburg|Leningrad]] und dann wieder in Paris. 1938 wurde er französischer Staatsbürger. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg war er in [[Lyon]] am Labor von [[Claude Fromageot]] (1899–1958). Nach dem Krieg war er ab 1947 wieder in Paris, wo er zunächst Maitre de Recherche und dann Directeur de Recherche des [[CNRS]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde er Professor für Biochemie an der [[Sorbonne]], an der er 1963 in [[Orsay]] ein neues Institut für Biochemie aufbaute und leitete, an dem er bis zu seiner Emeritierung 1978 blieb. Gleichzeitig leitete er seit 1960 das Institut de Chimie des Substances Naturelles (ICSN) in [[Gif-sur-Yvette]] bei Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 verbesserte er bei Richard Kuhn die Adsorptions-Chromatographie und ermöglichte so präparative Isolierungen von Einzelkomponenten durch [[Säulenchromatographie]].&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kuhn, A. Winterstein und E. Lederer, &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Xanthophylle&amp;#039;&amp;#039; in Hoppe-Seylers Zeitschrift für Physiolog. Chemie  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;197&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 141 (1931), und zwar S. 147. Sie trennten [[Carotin]] in seine Bestandteile α-, β- und γ-Carotin sowie [[Xanthophylle]] auf. - R. Kuhn und E. Lederer: &amp;#039;&amp;#039;Zerlegung des Carotins in seine Komponenten. (Über das Vitamin des Wachstums, I. Mitteil.)&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;64&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1349–1357 (1931), {{doi|10.1002/cber.19310640624}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chromatographie selbst war schon vorher entwickelt worden durch den russischen Botaniker [[Michail Semjonowitsch Zwet|Michael Tswett]] (1906, dargestellt in einem Buch 1910), [[Leroy Sheldon Palmer]] (dessen Buch von 1922 Lederer studierte), [[Charles Dhéré]] und anderen&amp;lt;ref&amp;gt;Charles W. Gehrke, Robert Wixom, [[Ernst Bayer]] (Herausgeber)  &amp;#039;&amp;#039;Chromatography: a century of discovery 1900 –2000&amp;#039;&amp;#039;, Elsevier 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;, war aber bis 1931 wenig beachtet worden. Nach der entscheidenden Verbesserung durch Kuhn und Lederer 1931 wurde die Chromatographie zu einem wesentlichen Werkzeug insbesondere in der Biochemie. Sie verbesserten das ursprüngliche Papierchromatografie-Verfahren, so dass es auch auf hydrophile und farblose Substanzen anwendbar war. Lederer wandte die Chromatografie auf die Isolierung zahlreicher Naturstoffe an wie z.&amp;amp;nbsp;B. auf [[Karotinoide]] wie Astracen aus Hummerschalen, Vitamin A&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, Lipide und Peptide von Mikroben, [[Insektenpheromone|Pheromone]] von Bienen. Er befasste sich auch mit der Analyse von Parfüms. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt war die Mikrobiologie. Er identifizierte für die Immunabwehr wichtige Proteine in Bakterienwänden und befasste sich mit dem Erreger der [[Tuberkulose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 erhielt er den [[Ernest Guenther Award]], 1974 die [[Médaille d&amp;#039;or du CNRS|Goldmedaille der CNRS]] und 1982 wurde er in die [[Académie des sciences]] gewählt. 1964 hielt er die [[Paul-Karrer-Vorlesung]]. 1982 erhielt er die [[Robert-Koch-Medaille]]. Er war auch Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1976 erhielt er die M. S. Tswett Chromatography Medal mit V. Pretorius, A. T. James, G. Guiochon, M. J. E. Golay. Seit 1961 war er Mitglied der [[Leopoldina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lederer hatte mit seiner Frau Hélène Fréchet sieben Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Edgar Lederer &amp;#039;&amp;#039;Itinéraire d&amp;#039;un biochimiste français&amp;#039;&amp;#039;, éditions Publibook, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 699&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132362074|LCCN=n/86/868340|VIAF=61665096}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lederer, Edgar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Sorbonne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lederer, Edgar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Biochemiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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