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	<title>Edelmannfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T18:30:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edelmannfall&amp;diff=1155852&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R2Dine: /* Siehe auch */ sorry, Leute; ich wollte schreiben: der Begriff &quot;Gentlemen&#039;s Agreement&quot; kommt weder in der Entscheidung noch ihren Besprechungen vor</title>
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		<updated>2025-10-05T07:46:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; sorry, Leute; ich wollte schreiben: der Begriff &amp;quot;Gentlemen&amp;#039;s Agreement&amp;quot; kommt weder in der Entscheidung noch ihren Besprechungen vor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edelmann-Fall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Entscheidung des [[Reichsgericht]]s vom 21. Mai 1927.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen|RGZ]] 117, 121, [https://lorenz.userweb.mwn.de/urteile/rgz117_121.htm online] auf der Seite von [[Stephan Lorenz]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zeigt auf, dass sich Rechtspflichten von solchen Verpflichtungen unterscheiden, die lediglich aus moralischen Überlegungen erwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachverhalt ==&lt;br /&gt;
Generaldirektor Herr v.Z. versprach dem als Betriebsleiter angestellten A das ihm als Dienstwohnung überlassene Haus. Da eine notarielle [[Beurkundung]] nicht erfolgte, stellte A die Ernstlichkeit der Übereignungsabsicht in Frage, worauf v.Z. entrüstet erklärte, A könne vollkommen beruhigt sein, schließlich sei er von Adel. Als weiterhin nichts passierte, bat A erneut um die [[Auflassung]] des Hausgrundstücks, worauf v.Z. erwiderte, dass dies nicht eile, da es sich um eine reine Formsache handele; die notarielle Erklärung könne jederzeit abgegeben werden, sein Edelmannswort sei für A so gut wie ein Vertrag. Obwohl Generaldirektor v.Z. nach seinen Angaben noch nie ein Versprechen gebrochen hatte, hielt er sein Wort gegenüber A nicht, weshalb dieser sein Begehren gerichtlich durchzusetzen versuchte – allerdings ohne Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtslage ==&lt;br /&gt;
Die [[Kaufvertrag (Deutschland)|Verpflichtung]] zur Übereignung eines Grundstücks kann nach deutschem Recht bindend nur in einem notariellen Vertrag übernommen werden. Zwar wird ein „ohne Beachtung dieser Form geschlossener Vertrag [...] seinem ganzen Inhalt nach gültig, wenn die [[Auflassung]] und die [[Eintragung]] in das [[Grundbuch]] erfolgen“, {{§|311b|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]. Dazu war es im Edelmann-Fall aber gerade nicht gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wortbruch eines Rechtsgenossen widerspricht zwar sittlichen Pflichten, was jedoch eine Rechtspflicht nicht auszulösen vermag. Die Nichtbefolgung von Verpflichtungen aus [[Anstand]] und [[Moral]] entzieht sich staatlicher Kontrolle, wenn damit nicht zugleich [[rechtsnorm]]verletzendes Verhalten einhergeht. „Wer sich statt auf das Recht auf ein ‚Edelmannswort‘ verlässt, muß es hinnehmen, wenn der ‚Edelmann‘ sein Wort nicht hält.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Flume]], Allgemeiner Teil Band&amp;amp;nbsp;2. S.&amp;amp;nbsp;279&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Korrektur über {{§|242|bgb|juris}} BGB scheidet auch dann aus, wenn eine Abwägung zwischen der [[Rechtssicherheit]] und der gerechten Lösung des Einzelfalls eine [[Billigkeit|unbillige]] [[Härtefall|Härte]] ergibt, da die Beteiligten hier bewusst vom gesetzlichen [[Form (Recht)|Formerfordernis]] abgewichen sind („Wer sich außerhalb der Rechtsordnung stellt, hat ihren Schutz nicht verdient“). Jedoch wird bei bloß fahrlässigem Außerachtlassen der Formvorschriften – folgt man einer laiengünstigen Auslegung – von der Wirksamkeit ausgegangen werden können; ebenso, wenn ein starkes Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Beteiligten vorliegt, z.&amp;amp;nbsp;B. wenn der eine Teil unter Ausnutzung seiner wirtschaftlichen und sozialen Stellung den anderen Teil von der Wahrung der Form abhält. So in einer zum Edelmannfall ähnlich gelagerten Entscheidung des früheren [[V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes|V. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[BGHZ]] [https://lorenz.userweb.mwn.de/urteile/bghz48_396.htm 48, 396] = BGH [[NJW]] 68, 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; „königlicher Kaufmann“ in Weiterentwicklung zur Entscheidung zum [[Höfeordnung|Höferecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[BGHZ]] [https://research.wolterskluwer-online.de/document/aaa8b414-c3fb-4f21-9d7a-b5b6c70b03ab 23, 249]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Fallbeispielen in der Rechtswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Stephan Lorenz]]: [http://lorenz.userweb.mwn.de/urteile/rgz117_121.htm Edelmannswort-Urteil]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidung des Reichsgerichts (Deutschland)|Edelmann-Fall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtsentscheidung (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1927]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R2Dine</name></author>
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