<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edelfrei</id>
	<title>Edelfrei - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Edelfrei"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edelfrei&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T03:14:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edelfrei&amp;diff=198288&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Malabon: + {{Überarbeiten}}</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Edelfrei&amp;diff=198288&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-01T22:07:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ {{Überarbeiten}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Edelfrei&lt;br /&gt;
|4=Edelherr&lt;br /&gt;
|12=f|2=August 2017|1=[[Benutzer:Gabriel-Royce|Gabriel-Royce]] ([[Benutzer Diskussion:Gabriel-Royce|Diskussion]]) 01:22, 15. Aug. 2017 (CEST)}}&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;edelfrei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Edelfreie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Edelinge&amp;#039;&amp;#039;) wurden zunächst diejenigen [[Germanen|germanischen]] [[Adel]]igen bezeichnet, die sich von den anderen [[Freie]]n durch die Zahlung des dreifachen [[Wergeld]]es unterschieden. Aus den Edelfreien entwickelten sich im Laufe des 12. Jahrhunderts im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] die [[Dynast]]engeschlechter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als „edelfrei“ (&amp;#039;&amp;#039;Edelfreie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Edelinge&amp;#039;&amp;#039;) wurden ursprünglich diejenigen Grundbesitzer bezeichnet, die sich von anderen [[Freie]]n (Bauern oder Großbauern) dadurch unterschieden, dass sie das dreifache [[Wergeld]] zu zahlen hatten (siehe die Wergeldtarife im &amp;#039;&amp;#039;[[Sachsenspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wergeld]]tarife im [[Sachsenspiegel]], Buch 3: [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=dig&amp;amp;darstellung=v&amp;amp;index=tasiglen&amp;amp;term=SspLR.&amp;amp;seite=III+45 Artikel 45] und [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=dig&amp;amp;darstellung=v&amp;amp;index=tasiglen&amp;amp;term=ssplr.&amp;amp;seite=III+51 Artikel 51] (Textarchiv des Deutschen Rechtswörterbuch)&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] bedeutete edel- oder hochfrei, dass eine Person von [[dynast]]ischer Herkunft war. Die Edelfreien waren ein landrechtlicher [[Ständegesellschaft|Stand]] und hatten ihren Adel nicht aufgrund eines [[Ministeriale|Dienst]]- oder [[Lehnswesen|Lehnsverhältnisses]]. Sie waren also keinen anderen [[Dynastie]]n untergeordnet (abgesehen vom [[Römisch-deutscher König|König]] bzw. [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bosl&amp;quot;/&amp;gt;) und unterstanden mit ihrem [[Allod]] (Eigengut) keinem Lehnsherrn. Nach dem Verfall der alten [[Gau]]verfassung im 11. Jahrhundert galten ihre Territorien als &amp;#039;&amp;#039;reichsfrei&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;königsfrei&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbar]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bildeten eine Mittelstufe zwischen den Besitzern wirklicher alter [[Gaugrafschaft]]en und den bloß [[ritter]]bürtigen &amp;#039;&amp;#039;Mittelfreien&amp;#039;&amp;#039;. Ihre Titel waren oft nur Herr, gelegentlich [[Freiherr]] (im ursprünglichen Sinne des Titels), im [[Spätmittelalter]] oder in der frühen [[Neuzeit]] erlangten viele von ihnen den [[Graf]]enstand. Im [[Sachsenspiegel]] und im [[Schwabenspiegel]] werden sie als &amp;#039;&amp;#039;[[Semperfrei]]e&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Schöffenbarfrei]]e&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, deren Gerichtsstand nicht das Schöffengericht der vom König eingesetzten Grafen, sondern das geistliche [[Sendgericht]] der Bischöfe war. Sie waren damit dem fürstenmäßigen hohen Adel gleichgestellt, im Gegensatz zum in seinen Ursprüngen meist unfreien [[Dienstadel]], den sogenannten [[Ministerial]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bosl&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Bosl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft in der Geschichte des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1987, ISBN 3-525-33389-7, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele edelfreie Geschlechter unterwarfen sich im Laufe des [[Hochmittelalter]]s mächtigeren [[Feudalismus|Feudalherren]]; für diese Familien ist in der wissenschaftlichen Literatur der Terminus „ursprünglich edelfrei“ üblich. Diese Unterwerfung geschah nicht immer nur unter Zwang. Viele [[Lehnsmann|Lehnsträger]] erreichten hohe Stellungen am Hof ihrer Lehnsherren, und die Dienstmannschaft war oft sehr lukrativ. Besonders zur Zeit des [[Territorialisierung|Territorialausbaues]] und durch das Aufkommen der Geldwirtschaft waren viele Edelfreie auf den Schutz und die Unterstützung eines mächtigeren weltlichen oder geistlichen Lehnsherrn angewiesen. Auch umgekehrt bestand ein Abhängigkeitsverhältnis insofern, als größere Territorien nur mit Hilfe loyaler Dienstleute gesichert und verwaltet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der edelfreien Familien war begrenzt und viele starben früh aus. Es entstand nun rasch eine neue Gesellschaftsschicht, die [[Ministerialen]]. Diesen – ihrer Herkunft nach meist [[unfreie]]n – Emporkömmlingen gelang innerhalb eines Jahrhunderts der Aufstieg in den [[Niederer Adel|niederen Adel]]. Die Unterschiede zu den alten edelfreien Geschlechtern begannen sich zunehmend zu verwischen, bald hatten manche Ministerialen weitaus größere Lehngüterkomplexe angehäuft als die ursprünglichen Allodialbesitze der Edelfreien; wollten diese ihren Besitz vergrößern, mussten sie ebenfalls [[Lehen]] annehmen und sich damit in [[Vasall]]endienst begeben. Heiraten zwischen beiden Ständen nahmen zu. Bei vielen ursprünglich edelfreien Adelsfamilien fehlen allerdings zuverlässige Beweise ihrer dynastischen Herkunft. Zeugenlisten geben oft Anhaltspunkte und erlauben Rückschlüsse, da die Edelfreien stets vor den Ministerialen aufgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ministeriale#Entstehung der Reichsministerialität|Reichsministerialen]], die ihre Lehen unmittelbar vom deutschen König bzw. Kaiser erhielten, setzten sich teils aus Edelfreien, teils aus ursprünglich [[Unfreie]]n zusammen; viele von ihnen bildeten durch Belehnung und Erbschaft größer werdende reichsunmittelbare Territorien aus. Den [[Hoher Adel|Hohen Adel]] im neuzeitlichen Sinne bildeten ab 1495 diejenigen reichsunmittelbar gebliebenen Geschlechter, denen es gelang, Sitz und Stimme im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] und damit die [[Reichsstandschaft]] zu erhalten. Manche Edelfreie, die zwar nicht die Reichsstandschaft erlangten, sondern lehnsabhängig geworden waren, bauten sich dennoch Herrschaftsbereiche auf, in denen sie gewisse landesherrliche Rechte wahrnahmen (wie etwa die [[Gans zu Putlitz]] oder die [[Plotho|Edlen von Plotho]] als Lehnsnehmer der [[Bistum Havelberg|Havelberger Bischöfe]] in der [[Prignitz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Uradel]]&amp;#039;&amp;#039; darf nicht mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;edelfrei&amp;#039;&amp;#039; verwechselt werden, denn er ist wesentlich weiter gefasst: Alle Geschlechter, die nachweislich spätestens um 1400 dem ritterbürtigen Adel (egal ob ursprünglich Edelfreie oder Ministeriale) angehört hatten, werden heute als Uradel bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Edelherr]]&lt;br /&gt;
* [[Herr (Titel)]]&lt;br /&gt;
* [[Semperfrei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Meyers großes Taschenlexikon, 4., vollst. überarb. Aufl., o. J. (ca. 1992), ISBN 3-411-11004-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
	</entry>
</feed>