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	<title>Eddingerode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T07:13:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BernwardAurelian: /* Geschichte */ gr</title>
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		<updated>2026-03-04T15:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eddingerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine im 9. Jahrhundert entstandene Siedlung auf dem [[Kronsberg]] in [[Hannover]], die im 15. Jahrhundert [[Wüstung|wüst]] fiel. Den Namen Eddingerode trug auch eine [[Adel]]sfamilie, deren Herkunft sich vermutlich auf den Ort gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Eddingerode war neben den [[Wüstung]]en Wenderode, Büterode, Brüningerode, [[Sossingerode]], Deberode und [[Anecamp (Ortschaft)|Anecamp]] eine Ansiedlung, die zwischen [[Laatzen]] und dem [[Kronsberg]] lag. Diese Siedlungen wurden im 9. bis 10. Jahrhundert während der [[Rodungszeit]] im [[Bistum Hildesheim]] angelegt. Damals waren [[Rodung]]en notwendig, da der dichte unbewohnbare [[Nordwald (Niedersachsen)|Nordwald]] zwischen Hannover und Braunschweig die Besiedlung erschwerte. Die Blütezeit von Eddingerode dauerte vom 12. bis zum 14. Jahrhundert an. 1449 wurde die Siedlung in schriftlichen Quellen als wüst bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungen mit der Endung [[-ingerode]] sind im Bereich Hannover sämtlich ausgestorben, da sie sich gegenüber älteren Ansiedlungen nicht durchsetzen und spätestens Mitte des zweiten Jahrtausends wüstfielen. Vertreter dieser Gruppe existieren aber bis heute am Harzrand bei [[Bad Harzburg]], im [[Landkreis Northeim]] in der verschleiften Form -ierode und im [[Eichsfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
Auf dem Kronsberg fanden vor der Errichtung von Anlagen der Weltausstellung [[Expo 2000]] archäologische Untersuchungen des Baugrunds statt, da bekannt war, dass sich am Südwesthang eine mittelalterliche Siedlung befand. Sie hielten während der Bauarbeiten zwischen 1996 und 1999 an. Die [[Ausgrabung]]en auf einer Fläche von rund 4,5 Hektar führten zum Auffinden der Reste von 43 Gebäuden, 20 Speichern und 4 [[Grubenhaus|Grubenhäusern]]. Die Gehöfte bestanden jeweils aus mehreren Gebäuden und waren mit einem Zaun oder Graben umgeben. In einem Fall ließ sich eine Grundstücksgröße von etwa 3500&amp;amp;nbsp;m² ermitteln. Die Hofanlagen gruppierten sich U-förmig um eine Quelle, der Bachlauf im 12. oder 13. Jahrhundert verfüllt worden war. Die ausgegrabenen Hausreste stammten aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Die Gebäude wurden als [[Pfostenhaus|Pfostenhäuser]] errichtet und waren bis zu 18 Meter lang sowie bis zu 8,5 Meter breit. In der Phase des [[Hochmittelalter]]s wurden 2 Meter breite Anbauten angefügt, so dass die Häuser eine Breite von 11,5 Meter aufwiesen. Anhand der Hausgrundrisse ließen sich Rückschlüsse auf die Gebäudefunktionen ziehen. Demnach handelte es sich um [[Wohnstallhaus|Wohnstall]]-Speicherhäuser, die mehrere Funktionen in sich vereinigten und Parallelen zu den ab dem 15. Jahrhundert auftretenden niederdeutschen [[Hallenhaus|Hallenhäusern]] aufweisen. Ein Brunnen konnte anhand von Holzbohlen aus dem Brunnenkasten, der in 5 Meter Tiefe lag, auf das Jahr 1190 datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fundstücke ===&lt;br /&gt;
Sicheln, Laubmesser und Spaten ließen Rückschlüsse auf die landwirtschaftlich geprägte Arbeitswelt der Bewohner zu. Gefundene Mahdhaken zeigten die Verwendung von [[Sichte]]n bei der Getreideernte an. Ein gefundener [[Netzschwimmer]] deutete auf [[Fischerei|Fischfang]] in der nahe gelegenen [[Leine (Aller)|Leine]]. Beim Knochenmaterial von Tieren, das in das 12. bis 15. Jahrhundert datiert wurde, dominierten Pferdeknochen. In Verbindung mit [[Sporn (Reiten)|Reitersporen]] ließ dies den Schluss zu, dass Reitpferde von einer sozial gehobenen Gesellschaftsschicht gehalten wurden. Dies korrespondiert mit der schriftlichen Erwähnung des dem Niederadel zurechenbaren &amp;#039;&amp;#039;Reinoldus de Ethingerothe&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde des [[Bistum Hildesheim|Hildesheimer Bischofs]] von 1215.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adelsgeschlecht ==&lt;br /&gt;
Folgende Angehörige des Adelsgeschlechts derer von Eddingerode sind bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann von Eddingerode; ist als erster der Familie genannt; 1318 war er Bürger von Hannover, 1327 wird er als &amp;#039;&amp;#039;Wechsler&amp;#039;&amp;#039; (Bankier) genannt, um 1349 soll er die [[Kapelle Unserer lieben Frauen (Hannover)|Liebfrauenkapelle]] und ein Spital vor dem Ägidientor bauen&amp;lt;ref&amp;gt; [http://books.google.de/books?id=5mjlc_rBS3kC&amp;amp;pg=PA24 K. Mlynek: &amp;#039;&amp;#039;Hannover Chronik&amp;#039;&amp;#039;; S. 24] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dietrich; hat einen Burgsitz in [[Hameln]]&lt;br /&gt;
* Bruno; erwarb zusammen mit Dietrich 1413 bis 1416 Gut Flegessen (von Eilhard von Bente&amp;lt;ref&amp;gt; Flug, Bardehle: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch des Klosters Wittenburg&amp;#039;&amp;#039;; S. 51 &amp;lt;/ref&amp;gt;), 1415 Hasperde und 1435 Gut und Burgsitz in [[Bad Münder]]; 1418 gründeten sie in Hameln neben dem Kornmagazin ihr Armenhaus &amp;#039;&amp;#039;Hospitium&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt; [http://books.google.de/books?id=m4IAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA258 &amp;#039;&amp;#039;Sprenger&amp;#039;s Geschichte der Stadt Hameln&amp;#039;&amp;#039;; S. 258] &amp;lt;/ref&amp;gt; Gut Flegessen überließen sie um 1543 dem [[Kloster Wittenburg]]&lt;br /&gt;
* Johann Eddingerode ist 1414 der Kirchherr in Hainholz&lt;br /&gt;
* Ludolf von Eddingerode († 1635)&lt;br /&gt;
* Georg von Eddingerode († 1465) hinterließ eine unverheiratete Tochter&lt;br /&gt;
* Georg von Eddingerode (* 1595; † 23. Februar 1645) ⚭ Freda Klencke&lt;br /&gt;
* Dietrich von Eddingerode übertrug das Nutzungsrecht von einem (1552 freien) Erbhof (dicht an Hamelns Stadtmauer) auf Philipp [[Bortfeld (Adelsgeschlecht)|von Bortfeld]] mit der Auflage, einige Räume und Gebäude zum eigenen Gebrauch behalten zu können. Diesen Hof scheint später Curt von Reden erworben zu haben.&lt;br /&gt;
* Braun von Eddingerode verkaufte 1570 von seinem freien Hof in Hameln dem [[Ernst von Reden]] für 30 rheinische Goldgulden ein Stück Land, das dieser mit einer Mauer umfrieden durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Flohr: &amp;#039;&amp;#039;Debberode, Eddingerode, Brunirode und Hohenrode – Eine Untersuchung der Fluren und Siedlungsplätze der wüsten Dörfer und Höfe am südlichen Kronsberg&amp;#039;&amp;#039; / Hannoversche Geschichtsblätter Neue Folge, Bd. 26, 1972; S. 129–197 {{Webarchiv |url=http://internet.hannover-stadt.de/stadtarchiv/hg/1972/inhalt-bd-26.htm |wayback=20070928043318 |text=Inhaltsverzeichnis Bd. 26/1972}}&lt;br /&gt;
* [[Tobias Gärtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauernhäuser aus dem Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologie in Niedersachsen]]&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 119–123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gapa-kn.de/GAPA_Band3_PDFs/15.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterliche Wüstung Edingerode bei Hannover - zum Stand der archäologischen Auswertung der Ausgrabungen auf dem Expo-Gelände&amp;#039;&amp;#039;] von Tobias Gärtner (PDF, 270 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.ak-niedersachsen.de/pinnwand/2005/172-pin07-05 Dorf des Mittelalters auf der EXPO 2000] bei Pinnwand der [[Archäologische Kommission für Niedersachsen|Archäologischen Kommission für Niedersachsen]], 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in der Region Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Expo 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelfeld (Hannover)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- die Verortung ist ohne nähere Angaben oder archäologische Belege nicht möglich {{Coordinate|type=landmark|region=DE-NI}} Dürfte aber auf dem Ausstellungsgelände Ost gelegen haben--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BernwardAurelian</name></author>
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