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	<title>Eberzahnhelm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Boars&amp;#039;s tusk helmet NAMA6568 Athens Greece1.jpg|mini|Eberzahnhelm aus [[Mykene]]&amp;lt;br /&amp;gt;(14. Jahrhundert v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eberzahnhelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein mit zahlreichen [[Eber]]zähnen besetzter [[Helm]], der zu Zeiten der [[Minoische Kultur|minoischen]] und der [[Mykenische Kultur|mykenischen]] Kultur im [[Ägäisches Meer|ägäischen]] Raum verwendet wurde. Die Eberzähne wurden auf einer [[Leder]]&amp;amp;shy;haube befestigt, deren Innenseite mit [[Filz]] ausgepolstert war. Die Zeit des Vorkommens reicht von mindestens 1650 bis etwa 1150&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. Die Helmart ist durch archäologische Funde, zahlreiche Abbildungen, zum Beispiel auf Fresken, und eine Beschreibung von [[Homer]] relativ gut belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Homer beschreibt in der [[Ilias]] detailliert den mit Eberzähnen versehenen Helm des [[Odysseus]].   Im 10. Gesang, Verse 260 bis 271, heißt es:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
Μηριόνης δ&amp;#039; Ὀδυσῆι δίδου βιὸν ἠδὲ φαρέτρην&amp;lt;br /&amp;gt;καὶ ξίφος, ἀμφὶ δέ οἱ κυνέην κεφαλῆφιν ἔθηκε&amp;lt;br /&amp;gt;ῥινοῦ ποιητήν· πολέσιν δ&amp;#039; ἔντοσθεν ἱμᾶσιν&amp;lt;br /&amp;gt;ἐντέτατο στερεῶς· ἔκτοσθε δὲ λευκοὶ ὀδόντες&amp;lt;br /&amp;gt;ἀργιόδοντος ὑὸς θαμέες ἔχον ἔνθα καὶ ἔνθα&amp;lt;br /&amp;gt;εὖ καὶ ἐπισταμένως· μέσσῃ δ&amp;#039; ἐνὶ πῖλος ἀρήρει.&amp;lt;br /&amp;gt;τήν ῥά ποτ&amp;#039; ἐξ Ἐλεῶνος Ἀμύντορος Ὀρμενίδαο&amp;lt;br /&amp;gt;ἐξέλετ&amp;#039; Αὐτόλυκος πυκινὸν δόμον ἀντιτορήσας,&amp;lt;br /&amp;gt;Σκάνδειαν δ&amp;#039; ἄρα δῶκε Κυθηρίῳ Ἀμφιδάμαντι·&amp;lt;br /&amp;gt;Ἀμφιδάμας δὲ Μόλῳ δῶκε ξεινήιον εἶναι,&amp;lt;br /&amp;gt;αὐτὰρ ὃ Μηριόνῃ δῶκεν ᾧ παιδὶ φορῆναι·&amp;lt;br /&amp;gt;δὴ τότ&amp;#039; Ὀδυσσῆος πύκασεν κάρη ἀμφιτεθεῖσα.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gottwein.de/Grie/hom/il10gr.php |titel=ΙΛΙΑΔΟΣ – Δολώνεια |autor=[[Homer]] |hrsg=www.gottwein.de |datum= |zugriff=2014-02-24 |kommentar=Altgriechisches Original des 10. Gesangs der Ilias, Verse 260–271}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aber Meriones gab dem Odysseus Bogen und Köcher&amp;lt;br /&amp;gt;Samt dem Schwert und bedeckte des Königes Haupt mit dem Helme,&amp;lt;br /&amp;gt;Auch aus Leder geformt; inwendig mit häufigen Riemen&amp;lt;br /&amp;gt;Wölbt’ er sich, straff durchspannt; und auswärts schienen die Hauer&amp;lt;br /&amp;gt;Vom weißzahnigen Schwein und starreten hierhin und dorthin,&amp;lt;br /&amp;gt;Schön und künstlich gereiht; und ein Filz war drinnen befestigt.&amp;lt;br /&amp;gt;Einst aus Eleon hatt’ Autolykos diesen erbeutet,&amp;lt;br /&amp;gt;Stürmend den festen Palast des Hormeniden Amyntor;&amp;lt;br /&amp;gt;Jener gab dem Kytherer Amphidamas ihn gen Skandeia;&amp;lt;br /&amp;gt;Aber Amphidamas gab zum Gastgeschenk ihn dem Molos;&amp;lt;br /&amp;gt;Dieser gab ihn Meriones drauf, dem Sohne, zu tragen;&amp;lt;br /&amp;gt;Und nun barg er umher Odysseus’ Haupt zur Beschützung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Homer]] |Titel=Ilias – Dolonie |Datum= |Kommentar=Deutsche Übersetzung des 10. Gesangs der Ilias, Verse 260–271 |Originaltitel=ΙΛΙΑΔΟΣ – Δολώνεια |Originalsprache=el |Übersetzer=[[Johann Heinrich Voß]] |Online=[http://www.gottwein.de/Grie/hom/il10de.php online] |Abruf=2014-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung war in der Wissenschaft bekannt, jedoch hielt man sie bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nur für eine [[Sage]] und maß ihr deswegen keine große Bedeutung bei. Erst [[Heinrich Schliemann]], der Entdecker von [[Hisarlık]], das mutmaßliche Troja, änderte diese Sichtweise. Schliemann hielt Homers Schilderung für eine fast wörtliche Tatsachenbeschreibung, und als er bei Ausgrabungen in Mykene Eberzahnplättchen fand, erkannte er den Zusammenhang zwischen der Beschreibung und den Funden.&amp;lt;ref&amp;gt;Oakeshott: &amp;#039;&amp;#039;The Archaeology of Weapons.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 47–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eberzahnhelme wurden bis etwa 1150 v. Chr. verwendet. Homer, der etwa im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. lebte, erwähnt damit einen Helm, der über 300&amp;amp;nbsp;Jahre vor ihm außer Gebrauch gekommen zu sein scheint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot;&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird aber für möglich gehalten, dass Homer einen solchen antiken Helm in den Händen hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 4–5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Die Vielfalt der Eberzahnhelme bezüglich der Anordnung der Eberzahnplättchen oder des Helmschmucks ist groß. Es werden grundsätzlich zwei Formen unterschieden: die frühe Form mit aufgelockert waagerecht angeordneten Plättchen und die spätere Form mit dicht senkrecht angeordneten Plättchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-5&amp;quot;&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmal der frühen Form ist die lose Anordnung der Plättchen in verschiedenen Gruppierungen. Meistens sind die Plättchen waagerecht angebracht und bilden Spalten. In den Spalten werden die Plättchen von unten nach oben kürzer, was der Spalte die Form eines [[Gleichschenkliges Trapez|gleichschenkligen Trapezes]] verleiht. Die frühe Form wurde in [[Ägina]], [[Eleusis]], [[Argos (Stadt)|Argos]] und [[Theben (Böotien)|Theben]] gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der späteren, von Homer beschriebenen und durch Abbildungen überlieferten Form sind die Plättchen lückenlos senkrecht angeordnet, so dass eine typische Reihe entsteht. Von diesen Reihen gibt es zwei bis fünf; dabei sind die natürlich gekrümmten Plättchen in benachbarten Reihen in der Regel wechselseitig angeordnet. Die Plättchen sind 5–8&amp;amp;nbsp;cm lang, abhängig davon ist die Anzahl der Reihen. Wichtige Funde dieses Typs wurden z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Sparta]], bei [[Athen]], [[Spätminoischer Friedhof von Armeni|Armeni]] auf Kreta, [[Mykene]], [[Kallithea]] oder [[Knossos]] gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 7–8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konische Form begünstigte das Abprallen von Geschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fields-54&amp;quot;&amp;gt;Fields: &amp;#039;&amp;#039;Mycenaean Citadels c. 1350–1200 BC.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Helme verfügten über Wangenklappen, auf denen gewöhnlich ebenfalls Eberzahnplättchen befestigt waren. Bei späteren Helmen ab etwa 1450 v. Chr. war ein Nackenschutz üblich, welcher entweder nur aus Lederriemen bestand oder zusätzlich mit Eberzahnplättchen versehen war. Zur Stabilisierung des Helms war ein Kinnriemen vorhanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laschinski-6&amp;quot;&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helme verfügten über verschiedene Verzierungen. Die ältesten Abbildungen aus [[Santorin|Thera]] (Santorin), etwa 1500 v.&amp;amp;nbsp;, Chr., zeigen einen Helmbusch. Andere Abbildungen zeigen verschiedenartige Hörner und Kränze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-9&amp;quot;&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|align=center&lt;br /&gt;
|Bild1=Akrotiri boar tusk helmet.png&lt;br /&gt;
|Breite1=173&lt;br /&gt;
|Untertitel1=Freskofragment aus [[Akrotiri (Santorin)|Akrotiri]] auf [[Santorin]] (um 1600 v. Chr.)&lt;br /&gt;
|Bild2=Two Mycenaean chariot warriors on a fresco from Pylos about 1350 BC.jpg&lt;br /&gt;
|Breite2=196&lt;br /&gt;
|Untertitel2=Freskofragment aus [[Pylos]]&amp;lt;br /&amp;gt;(etwa 1350 v. Chr.)&lt;br /&gt;
|Bild3=Eberzahnhelm Heraklion.jpg&lt;br /&gt;
|Breite3=171&lt;br /&gt;
|Untertitel3=Eberzahnhelm (1450–1400 v. Chr.) aus [[Knossos]], [[Archäologisches Museum Iraklio]]&lt;br /&gt;
|Bild4=Orchomenos boar tusk helmets.jpg&lt;br /&gt;
|Breite4=265&lt;br /&gt;
|Untertitel4=Freskofragment aus [[Orchomenos]]&amp;lt;br /&amp;gt;(13. Jahrhundert v. Chr.)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung und Aufbau ==&lt;br /&gt;
Für die Herstellung der Eberzahnplättchen wurden die beiden unteren [[Wildschwein#Gebiss|Hauer]] des Ebers verwendet. Diese haben durchschnittlich eine Länge von 20&amp;amp;nbsp;cm. Die beiden oberen Hauer sind deutlich kleiner und haben wegen ihrer größeren Krümmung nicht die erforderliche Form. Nach der Trocknung, welche das Material spröder machte, konnten die Hauer längs gespalten werden. Je nach Größe und Form lassen sich bis zu vier Plättchen aus einem Eberzahn herstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 7–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einen vollständigen Helm mussten durchschnittlich 40 bis 50 Eber erjagt werden, für besonderes schmuckvolle Exemplare sogar mehr als 140.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewaff.jpg|mini|hochkant|Untere (lang) und obere Hauer (kurz) eines Ebers]]&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Arten von Bohrungen bei den Plättchen, um diese an der Unterlage zu befestigen:&lt;br /&gt;
* Durchbohrung von Vorder- bis Rückseite,&lt;br /&gt;
* Bohrungen von der Seite und von der Rückseite, die sich jeweils im rechten Winkel treffen,&lt;br /&gt;
* Durchbohrung von einer Seite zur anderen Seite.&lt;br /&gt;
Die Bohrungen wurden an den Ecken oder auch mittig an der langen Seite vorgenommen. Die Plättchen waren mit einem Faden, der durch die Bohrungen geführt wurde, an der Unterlage befestigt. Bei der Variante mit Bohrung an der Vorderseite lag die Naht offen und war somit anfällig für Beschädigungen. Die Varianten mit den aufwändigeren Bohrungen wurden wohl entwickelt, um die Naht zu schützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine archäologischen Hinweise darauf, auf welcher Unterlage die Plättchen befestigt waren; auch die Plättchen selbst sind oft nur schlecht erhalten. Hier gibt nur die Beschreibung von Homer weitere Hinweise. Für die frühe und die späte Form gibt es verschiedene Rekonstruktionsversuche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rekonstruktion der frühen Form besteht aus sechs zusammengenähten Lederkeilen, die eine Haube bilden. Quer über den Nähten liegen aufgelockert die Eberzahnplättchen und schützen diese.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laschinski-6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späte Form wurde von [[Peter Connolly]] rekonstruiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt; Der Hauptteil war demnach eine [[Zylinder (Geometrie)|zylindrische]] Bahn aus Leder, deren oberer Teil zu Riemen eingeschnitten wurde. Die Lederriemen wurden nach oben hin verwoben und zusammengebunden. Der Helm erhielt so eine konische Form und konnte Schläge von oben besser abfedern. Das Innere war mit Filz ausgekleidet, der für Tragekomfort sorgte, zusätzlichen Schutz bot und die obere Riemenschicht gespannt hielt. Die auf dem Leder angebrachten Eberzähne sorgten für zusätzliche Panzerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fields-54&amp;quot; /&amp;gt; Der Befestigungsfaden ist bei der Bohrung von der Vor- bis Rückseite wenig geschützt. Peter Connolly bedeckte ihn mit Lederstreifen und kam so den Darstellungen nahe, welche zwischen den Plattenreihen schmale Streifen zeigen. Dieses Verdecken der Plättchenränder hatte unabhängig vom Schutz der Naht auch den Vorteil, dass sich eine gegnerische Klinge nicht so leicht in den Plättchen verfing.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aegeansea.jpg|mini|links|Satellitenbild der Ägäis]]&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Helmes liegt im [[ägäis]]chen Raum im [[Mittelhelladikum]]. Über die Entstehungszeit gibt es verschiedene Einschätzungen, die vom 18.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Günter Buchholz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archaeologia Homerica. Die Denkmäler und das frühgriechische Epos.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel E: &amp;#039;&amp;#039;Kriegswesen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 3: Hans-Günter Buchholz: &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungen und Zusammenfassung. Mit der Vorlage eines unbekannten altägäischen Bronzehelms.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Helmut Matthäus und Malcolm Wiener. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-25442-4, S. 192 ff.: &amp;#039;&amp;#039;h) Helmchronologie und Homer.&amp;#039;&amp;#039; hier [http://books.google.de/books?id=WM51c3M3ikMC&amp;amp;pg=PA193 S. 193]. Abgerufen am 1. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. reichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Form ist der Helm eine eigenständige griechische Entwicklung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-5&amp;quot; /&amp;gt; Es ist aber möglich, dass es eine Verbindung zu Funden bei [[Gräberfeld Mariupol|Mariupol]] am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] (heutige [[Ukraine]]) gibt; dort wurden Eberzähne gefunden und auf 2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert, die vermutlich als Helmverstärkung oder Verzierung gedient haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;damato-salimbeti-77&amp;quot;&amp;gt;D’Amato, Salimbeti: &amp;#039;&amp;#039;Early Aegean Warrior, 5000–1450 BC.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 5–6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eberzahnhelm wurde auf dem griechischen Festland, den umliegenden Inseln und Kreta verwendet, wie über 50 Funde, hauptsächlich aus Gräbern, belegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 5, 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch lassen Einzelfunde von Eberzahnplättchen nicht in jedem Fall auf einen Eberzahnhelm schließen, da auch eine Anbringung z.&amp;amp;nbsp;B. als Armschutz möglich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laschinski-13&amp;quot;&amp;gt;Laschinski: &amp;#039;&amp;#039;Eine sagenhafte Kopfbedeckung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Kreta gibt es weniger Funde, wahrscheinlich weil es dort keine Wildschweinpopulation gegeben hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-9&amp;quot; /&amp;gt; Ein anderer Erklärungsansatz sieht den Grund in unterschiedlichen Begräbnisriten der Minoischen Kultur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;damato-salimbeti-77&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akrotiri assembly.jpg|mini|Krieger mit Eberzahnhelmen auf einem Fresko aus [[Akrotiri (Santorin)|Akrotiri]] (um 1600 v.&amp;amp;nbsp;Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boar tusk helmet Akrotiri.jpg|mini|Ausschnitt aus dem oberen Fresko]]&lt;br /&gt;
Neben der Frage der Entstehungszeit ist es wissenschaftlich nicht geklärt, ob der Eberzahnhelm zuerst auf dem griechischen Festland oder auf Kreta verwendet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laschinski-6&amp;quot; /&amp;gt; Gesichert ist, dass Minoer und die Mykener diesen Helmtyp benutzt haben.&lt;br /&gt;
Die frühesten Funde stammen aus Kolonna auf der Insel [[Ägina]] und werden je nach Quelle auf um 1800 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dartmouth.edu/~prehistory/aegean/?page_id=670#l911 |titel=The Site of Kolonna on Aegina |autor=Jeremy B. Rutter |hrsg=[[Dartmouth College]] |werk=Aegean Prehistoric Archaeology |zugriff=2014-02-27 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140307004820/http://www.dartmouth.edu/~prehistory/aegean/?page_id=670#l911 |archiv-datum=2014-03-07 |offline=ja  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;damato-salimbeti-77&amp;quot; /&amp;gt; oder auf 1600 v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt; datiert. Die Insel liegt nah am griechischen Festland, hatte aber zu jener Zeit Kontakte mit der [[Minoische Kultur|minoischen Kultur]]. Die Minoer errichteten auf Kreta die früheste Hochkultur Europas und beeinflussten die umliegenden Gebiete, unter anderem das griechische Festland. Auf der unter ehemals minoischem Einfluss stehenden Insel Thera (heutiges [[Santorin]]) wurden in [[Akrotiri (Santorin)|Akrotiri]] Fresken mit Eberzahnhelmabbildungen gefunden. Die Datierung der Fresken auf 1600 v. Chr. ist nicht endgültig gesichert, da die Theorien über den Zeitpunkt der [[Minoische Eruption|Minoischen Eruption]] (Vulkanausbruch) auf Thera um etwa 100 Jahre voneinander abweichen. Auch eine auf 1700–1450 v. Chr. datierte [[Labrys]] (kretominoische Doppelaxt) mit Abbildung eines Eberzahnhelmes belegt eine frühe Verwendung des Helmes auf Kreta.&amp;lt;ref&amp;gt;Grguric: &amp;#039;&amp;#039;The Mycenaeans. C. 1650–1100 BC.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Benz: &amp;#039;&amp;#039;Dodecanese – Italy – Europe. Rediscovering Some Long Known Objects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annuario della Scuola Archeologica Italiana di Atene e delle Missioni italiane in Oriente.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 87 = Serie 3, Bd. 9, 1, 2009, {{ISSN|0067-0081}}, S. 157–164, hier S. 163, [https://www.academia.edu/3832568/Dodecanese_-_Italy_-_Europe._Rediscovering_Some_Long_Known_Objects Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1430 v. Chr. eroberten die [[Mykenische Kultur|Mykener]] Kreta, und die beiden Kulturen verschmolzen im Laufe der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Funde außerhalb des mykenischen Kulturkreises. In [[Enkomi (Ausgrabungsstätte)|Enkomi]] auf [[Zypern]] und auf [[Sardinien]] wurden Figürchen aus [[Elfenbein]], welche eberzahnhelmtragende Kriegerköpfe abbilden, gefunden. Wahrscheinlich sind es Importe aus dem ägäischen Raum, in Zypern ist auch eine örtliche Anfertigung möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelos Papadopoulos: &amp;#039;&amp;#039;The Distribution of Late Helladic IIIA-B Ivory Helmeted Heads.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Talanta. Proceedings of the Dutch Archaeological and Historical Society.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 40/41, 2008/2009, {{ISSN|0165-2486}}, S. 7–24 [https://www.talanta.nl/wp-content/uploads/2014/08/01-Angelos_Papadopoulos.pdf (PDF; 772&amp;amp;nbsp;KB)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gert Jan van Wijngaarden: &amp;#039;&amp;#039;Use and Appreciation of Mycenaean Pottery in the Levant, Cyprus and Italy (1600–1200 BC)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Amsterdam Archaeological Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). Amsterdam University Press, Amsterdam 2002, ISBN 90-5356-482-9, [http://books.google.de/books?id=q4eYEG2FW28C&amp;amp;pg=PA157 S. 157], (Zugleich: Amsterdam, Universität, Dissertation, 1999: &amp;#039;&amp;#039;Use and appreciation of Mycenaean pottery outside Greece.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Papyrus]] aus [[Amarna]] in Ägypten, datiert auf um 1450 v. Chr., zeigt mit Eberzahnhelmen ausgerüstete mykenische Eindringlinge oder Söldner.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 9–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Tonscherbe aus [[Ḫattuša]], der Hauptstadt des [[Hethiter]]-Reiches (in der heutigen Türkei), zeigt mykenische Krieger mit Helmen in Zick-Zack-Linien, die als Eberzahnplättchen angesehen werden. Diese Abbildung aus dem späten 15. bis 14. Jahrhundert v. Chr. stellt möglicherweise eine Konfrontation der beiden Kulturen dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Aruz, Benzel, Evans: &amp;#039;&amp;#039;Beyond Babylon.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Beycesultan]] (nahe dem heutigen [[Çivril]]), das ebenfalls im Einflussbereich der Hethiter lag, wurden Fragmente eines Eberzahnhelms gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Naoise Mac Sweeney: &amp;#039;&amp;#039;Community Identity and Archaeology. Dynamic Communities at Aphrodisias and Beycesultan.&amp;#039;&amp;#039; University of Michigan Press, Anne Arbor MI 2011, ISBN 978-0-472-11786-4, [http://books.google.de/books?id=Bu4aE5oHP6kC&amp;amp;pg=PA117 S. 117].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende der [[Mykenische Palastzeit|mykenischen Palastzeit]], etwa 1180 v. Chr., war geprägt von weitreichenden politischen und kulturellen Umwälzungen; es folgten die [[Dunkle Jahrhunderte (Antike)|„Dunklen Jahrhunderte“]]. Die Veränderungen betrafen auch das Militär, und der Eberzahnhelm verschwand.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die letzten bekannten Überreste eines Eberzahnhelms stammen aus [[Kallithea]] und werden auf etwa 1150 v. Chr. datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Obwohl in der [[Bronzezeit]] im ägäischen Raum Bronze verfügbar war, wurden Eberzähne als Panzerung verwendet. Dieser Umstand wird mit technischen Schwierigkeiten und der kulturellen Bedeutung der Eberzähne erklärt. Zwar wurden schon Schwerter und Speerspitzen aus Bronze gegossen, aber flächige Bronze, wie man sie für Helmglocken braucht, war wegen des spröden Materials der damaligen Zeit schwer herzustellen. Dazu müsste die Bronze einerseits stark genug sein, um eine Schutzwirkung zu entfalten, aber andererseits leicht genug, um den Träger nicht übermäßig zu behindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Minoan frescos in the National Archaeological Museum in Athens 01.JPG|mini|Wildschweinjagd; Fresko aus [[Tiryns]]]]&lt;br /&gt;
Wildschweinjagd scheint in der Mykenischen Kriegerkultur eine wichtige Stellung einzunehmen. Die Eberzähne auf den Helmen sollten als [[Jagdtrophäe]] Mut und Können der Träger bezeugen. Die Jagd auf Eber galt als Königsdisziplin der Jagd, die nur die fähigsten und mutigsten Jäger bestehen konnten. Noch in historischer Zeit waren mythische Eberjagden, etwa auf den [[Erymanthischer Eber|Erymanthischen Eber]] oder auf den [[Kalydonischer Eber|Kalydonischen Eber]], im kulturellen Gedächtnis verankert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sinn-22&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Sinn: &amp;#039;&amp;#039;Jagdtrophäen als Rüstung.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe, Irma Wehgartner: &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit der Antike. Zeugnisse aus vier Jahrtausenden mittelmeerischer Kultur im Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Ergon, Würzburg 2001, ISBN 3-935556-72-1, S.&amp;amp;nbsp;22&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus einer reinen Zurschaustellung der Jagdtrophäen ein zweckmäßiger Helm. Die Eberzähne sorgten dabei für Schutzwirkung, denn sie bestehen aus einem sehr festen Material.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-10&amp;quot;&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eberzahnhelm war kostbar und wies auf einen hohen sozialen Status des Trägers hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Louise Schofield: &amp;#039;&amp;#039;The Mycenaeans.&amp;#039;&amp;#039; J. Paul Getty Museum, Los Angeles&amp;amp;nbsp;CA 2007, ISBN 978-0-89236-867-9, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde wohl als Familienerbstück an die nächste Generation weitergegeben und steigerte seinen Wert durch einen berühmten Träger. In diesem Sinne beschreibt Homer den Weg des Helmes durch mehrere Hände: Der Helm gehörte ursprünglich [[Amyntor (Sohn des Ormenos)|Amyntor]], wurde dann von [[Autolykos (Sohn des Hermes)|Autolykos]], dem Großvater von Odysseus, geraubt und ging über [[Amphidamas (Kythera)|Amphidamas]], [[Molos (Vater des Meriones)|Molos]] und [[Meriones (Mythologie)|Meriones]] schließlich in den Besitz von [[Odysseus]] über.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, Ilias 10, 260-271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass der Eberzahnhelm noch in Homerischer Zeit im Bewusstsein der Bevölkerung verankert war, obwohl derartige Helme schon seit Jahrhunderten nicht mehr angefertigt wurden, ist ein Hinweis darauf, dass Helme noch über ihre Produktionszeiten hinaus als Familienerbstück erhalten blieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sinn-22&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Goddess-boars-tusk-griffin.jpg|mini|Kriegsgöttin mit Eberzahnhelm]]&lt;br /&gt;
Manche Eberzahnhelme wurden bei ehrenvollen Begräbnissen von Kriegern als kostbare [[Grabbeigabe]]n verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Louise Schofield: &amp;#039;&amp;#039;The Mycenaeans.&amp;#039;&amp;#039; J. Paul Getty Museum, Los Angeles&amp;amp;nbsp;CA 2007, ISBN 978-0-89236-867-9, S. 30, 44–45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der hohe Status des Helmes lässt sich auch an einem Fresko aus Mykene erahnen; dort ziert er den Kopf einer Kriegs[[göttin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey M. Hurwit: &amp;#039;&amp;#039;The Athenian Acropolis. History, Mythology, and Archaeology from the Neolithic Era to the Present.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 0-521-41786-4, [http://books.google.de/books?id=0pQ4AAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA14 S. 14].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als Bronze für Helme verfügbar wurde, hielt man noch an den Eberzähnen fest. Abbildungen und archäologische Funde aus Mykene deuten darauf hin, dass es Helme gab, die Eberzahnplättchen und Bronzescheibchen kombinierten. Zu der berühmten [[Dendra-Rüstung]] (etwa 1424 v. Chr.) gehört ein Eberzahnhelm mit Wangenklappen aus Bronze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;everson-10&amp;quot; /&amp;gt; Manchmal wurden Eberzähne imitiert, etwa durch [[Glas]], das auf dem Helm befestigt wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Gagarin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopedia of Ancient Greece and Rome.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Academy – Bible.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, ISBN 978-0-19-517072-6, [http://books.google.de/books?id=lNV6-HsUppsC&amp;amp;pg=RA2-PA303 S. 303].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder mittels einer [[Gravur]] eines Bronzehelms, die die Bögen und Reihen von Eberzahnplättchen darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christie’s]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.christies.com/lotfinder/lot_details.aspx?intObjectID=1403203#top Aegan or Balkan bronze helmet]&amp;#039;&amp;#039;, aus Auktion vom 18. Dezember 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab etwa 1400 v. Chr. tauchen Bronzehelme auf; der älteste wurde in Knossos gefunden. Damals waren Bronzehelme aber noch selten, die Eberzahnhelme wurden weiter verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der – im Vergleich zu anderen Helmformen – vielen Darstellungen und Funde von Eberzahnhelmen ist davon auszugehen, dass nicht jeder griechische Krieger mit einem Eberzahnhelm ausgestattet war. Die dafür benötigte Anzahl von Tieren konnte wohl nicht erlegt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laschinski-13&amp;quot; /&amp;gt; Vermutlich gab es auch einfache Helme aus Filz und Leder, die zwar das Reihendesign der Eberzahnhelme besaßen und deswegen „Zonenhelme“ genannt werden, aber über keine weiteren Verstärkungen verfügten. Archäologisch sind solche allerdings nicht belegt, und bei den wenigen in Frage kommenden Abbildungen ist es unklar, ob manche lediglich vereinfachte Darstellungen von Helmen mit Eberzahnplättchen oder Bronzescheibchen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eberzahnhelme sind – abgesehen von Fragmenten eines [[Leinenpanzer]]s – die einzigen archäologischen Funde von [[Schutzwaffe]]n der frühen minoischen und mykenischen Kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 14, 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ewart Oakeshott]]: &amp;#039;&amp;#039;The Archaeology of Weapons. Arms and Armour from Prehistory to the Age of Chivalry.&amp;#039;&amp;#039; Lutterworth, London 1960, S.&amp;amp;nbsp;47–48.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Borchhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Homerische Helme.&amp;#039;&amp;#039; Zabern, Mainz 1963.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günter Buchholz]], [[Joseph Wiesner]]: &amp;#039;&amp;#039;Schutzwaffen und Wehrbauten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archaeologia Homerica. Die Denkmäler und das frühgriechische Epos.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel E: &amp;#039;&amp;#039;Kriegswesen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-25404-0.&lt;br /&gt;
* [[Peter Connolly]]: &amp;#039;&amp;#039;The Ancient Greece of Odysseus.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 0-19-910532-4, [http://books.google.de/books?id=3sZHlOR24uQC&amp;amp;pg=PA28 S.&amp;amp;nbsp;28–29].&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Sinn]]: &amp;#039;&amp;#039;Jagdtrophäen als Rüstung.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe, [[Irma Wehgartner]]: &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit der Antike. Zeugnisse aus vier Jahrtausenden mittelmeerischer Kultur im Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Ergon, Würzburg 2001, ISBN 3-935556-72-1, S.&amp;amp;nbsp;22–23.&lt;br /&gt;
* Tim Everson: &amp;#039;&amp;#039;Warfare in Ancient Greece. Arms and Armour form the Heroes of Homer to Alexander the Great.&amp;#039;&amp;#039; Sutton Publishing, Stroud u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 0-7509-3318-6.&lt;br /&gt;
* Nic Fields: &amp;#039;&amp;#039;Mycenaean Citadels c. 1350–1200 BC&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fortress.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 22). Osprey Publishing, Oxford 2004, ISBN 1-84176-762-X, [http://books.google.de/books?id=ED5ZkGAAjaMC&amp;amp;pg=PA54 S.&amp;amp;nbsp;54].&lt;br /&gt;
* Nicolas Grguric: &amp;#039;&amp;#039;The Mycenaeans. C. 1650–1100 BC&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Elite.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 130). Osprey Publishing, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 1-84176-897-9, [http://books.google.de/books?id=r-wI_8kb99IC&amp;amp;pg=PA12 S.&amp;amp;nbsp;12–14].&lt;br /&gt;
* Joan Aruz, Kim Benzel, Jean M. Evans (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beyond Babylon. Art, Trade, and Diplomacy in the Second Millennium B.C.&amp;#039;&amp;#039; Metropolitan Museum of Art u.&amp;amp;nbsp;a., New York NY u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;2008, ISBN 1-58839-295-3, [http://books.google.de/books?id=gr5BgOwEJicC&amp;amp;pg=PA440 S.&amp;amp;nbsp;440–443].&lt;br /&gt;
* Christian Vonhoff: &amp;#039;&amp;#039;Darstellungen von Kampf und Krieg in der minoischen und mykenischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Marie Leidorf, Rahden 2008, ISBN 978-3-89646-454-5, S. 178–179. 204–207.&lt;br /&gt;
* Angelos Papadopoulos: &amp;#039;&amp;#039;The Distribution of Late Helladic IIIA-B Ivory Helmeted Heads.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Talanta. Proceedings of the Dutch Archaeological and Historical Society.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 40/41, 2008/09, {{ISSN|0165-2486}}, S. 7–24 [https://www.talanta.nl/wp-content/uploads/2014/08/01-Angelos_Papadopoulos.pdf (PDF; 772&amp;amp;nbsp;KB)].&lt;br /&gt;
* Raffaele D’Amato, Andrea Salimbeti: &amp;#039;&amp;#039;Early Aegean Warrior, 5000–1450&amp;amp;nbsp;BC&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Osprey Military. Warrior Series.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;167). Osprey Publishing, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;2013, ISBN 978-1-78096-860-5, [http://books.google.de/books?id=0HrHXbVNuvgC&amp;amp;pg=PT77 S. 77].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Boar tusk helmets|Eberzahnhelm}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.salimbeti.com/micenei/helmets1.htm&lt;br /&gt;
   |titel=The Greek Age of Bronze: Early Helmets&lt;br /&gt;
   |autor=Andrea Salimbeti&lt;br /&gt;
   |hrsg=Salimbeti.com&lt;br /&gt;
   |datum=2012-12-15&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |zugriff=2013-01-24}}&lt;br /&gt;
* [https://www.larp.com/hoplite/BAarmor.html#helmets Rekonstruktion eines Eberzahnhelmes] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|27. März 2014|128832472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Helm (Schutzwaffe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mykenische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Altertums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minoische Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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