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	<title>Eberhart Herrmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:19:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eberhart_Herrmann&amp;diff=2830903&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Griot: PD; bei Osang Eberhardt?</title>
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		<updated>2023-08-10T23:05:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD; bei Osang Eberhardt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eberhart Herrmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1942]]/[[1943]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bild.de/regional/muenchen/meine-frau-will-mich-in-die-klapse-abschieben-5736902.bild.html |titel=Eberhart Herrmann: Meine Frau will mich in die Klapse abschieben – München |datum=2008-09-07 |sprache=de |abruf=2023-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[München]]) ist ein deutscher Teppich&amp;amp;shy;[[Kunsthandel|kunsthändler]] und [[Millionär]], der seit 1995 in der Schweiz lebt. Der breiten Öffentlichkeit wurde er insbesondere durch einen rund 13 Jahre währenden Rechtsstreit gegen den Psychiater [[Hans-Jürgen Möller]] und den [[Bayern|Freistaat Bayern]] als dessen Dienstherrn bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psychiater Möller hatte – ohne je mit Herrmann selbst gesprochen zu haben – bei Herrmann im Dezember 1994 eine [[psychische Störung|psychische Erkrankung]] mit „Selbst- und Fremdgefährdung“ diagnostiziert und ein „fachpsychiatrisches [[Attest]] auf Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus“ angefertigt, in dem behauptet wurde, eine sofortige Einweisung Herrmanns sei „zwingend erforderlich“. Anschließend ließ Möller dieses „fachpsychiatrische Attest“ rechtswidrig der damaligen Ehefrau Herrmanns zukommen, in deren Auftrag er es angefertigt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OLG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Herrmann hat [[Rechtswissenschaft]] und [[Mathematik]] studiert. Er erbte von seiner Mutter eine [[Orientteppich]]&amp;amp;shy;handlung in der Münchner Innenstadt und wandelte sie gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Ulrike in eine [[Galerie (Kunst)|Kunstgalerie]] um. Bis Dezember 1994 führte er die Teppich- und Kunstgemälde-Galerie in der [[Theatinerstraße]] und galt als weltbekannter Händler für kostbare Teppiche mit engen Kontakten zu Auktionshäusern in London und New York.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;Alexander Osang: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-62781264.html Der Fluch der Teppiche.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 52/2008, 20. Dezember 2008, S. 48–53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verfasste Fachbücher zu antiken Teppichen und gab sie im Eigenverlag heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Attest und Folgen ===&lt;br /&gt;
Der sich im Ruhestand befindende Psychiatrieprofessor [[Detlev von Zerssen]], langjähriger Kunde der Galerie, beobachtete Herrmann im November 1994 während einer Ausstellungseröffnung und war nach eigenen Angaben besorgt über Veränderungen Herrmanns. Zerssen wandte sich mit dem Verdacht einer [[Hypomanie]] an Herrmanns Ehefrau und empfahl ihr den damaligen Leiter der Psychiatrie der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Münchner Maximilians-Universität]], [[Hans-Jürgen Möller]]. Dieser ließ sich Herrmann von dessen Noch-Ehefrau beschreiben. Möller [[Diagnose|diagnostizierte]] nach den Schilderungen der Ehefrau sowie einer halbstündigen Beobachtung Herrmanns in einem Kundengespräch, ohne [[Medizinische Untersuchung|Untersuchung]] und [[Anamnese|Befragung]] Herrmanns, eine [[endogene Psychose]] bei Herrmann. Möller händigte der Ehefrau unter Verletzung der [[Verschwiegenheitspflicht|ärztlichen Schweigepflicht]] ein [[Attest]] aus, in dem Herrmann als „selbst- und fremdgefährlich“ und die „sofortige [[Unterbringung]] in einer [[Geschlossene Abteilung|geschlossenen Abteilung]] einer psychiatrischen Klinik“ als „zwingend erforderlich“ beschrieben wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrmann räumte in der Folge, nach eigenen Angaben aus Angst vor der drohenden Unterbringung, nachts seine Galerie aus und setzte sich mit Kunstwerken im Millionenwert in die [[Schweiz]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Da sich unter den Kunstwerken auch an eine Bank [[Sicherungsübereignung|sicherungsübereignete]] Gegenstände befanden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;OLG&amp;quot; /&amp;gt; wurde er am 15. Dezember 1994 verhaftet und in die [[Justizvollzugsanstalt München]] verbracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Dort saß er fünf Tage in [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tz&amp;quot; /&amp;gt; Herrmanns Schwiegermutter strengte unter Bezugnahme auf Möllers Attest ein [[Betreuungsverfahren]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Teppichsammlerszene sprach sich nach der Räumung und Flucht Herrmanns herum, er sei verrückt geworden, worauf der Teppichkunstmarkt nervös reagierte. &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;-Autor [[Alexander Osang]] vergleicht das Geschäft mit alten Teppichen mit dem [[Aktienmarkt]], es sei ebenso sensibel. Der Wert von Herrmanns Teppichen fiel von 30 Millionen Mark (Bewertung durch die [[Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank|Hypo-Bank München]] im Sommer 1994) auf etwa 6 bis 8 Millionen Mark (Schätzung von [[Sotheby’s]] im Jahr 1995). Die wichtigsten deutschen Sammler wandten sich von Herrmann ab, Kreditlinien wurden gestrichen und internationale Messen verweigerten Herrmann den Zugang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Umzug in die Schweiz baute Herrmann in [[Zürich]], [[Emmetten]] und [[Luzern]] neue Handelsplätze auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Von zuvor rund 1500 Kunden und Interessenten blieben ihm nach dem Wegzug aus München nur etwa 30 Kunden erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131012133745/http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=4432114/ra8p2s/index.html Interview mit Wolfgang Heim in SWR 1] (archivierte Webseite), 13. Februar 2009 (hier 16:52 bis 17:16).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er musste sein Geschäft großenteils neu aufbauen und dabei gegen die Rufschädigung in der Öffentlichkeit bestehen, die letztlich durch die Ferndiagnose des Psychiaters ausgelöst worden war. Laut Herrmann verbreitete beispielsweise die &amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaftswoche]]&amp;#039;&amp;#039; Anfang 1995 die schädlichen Gerüchte über ihn; erst im Jahr 2001 wurde er in der &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftswoche&amp;#039;&amp;#039; wieder als europäischer Top-Händler geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131012133745/http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=4432114/ra8p2s/index.html Interview mit Wolfgang Heim in SWR 1] (archivierte Webseite), 13. Februar 2009 (hier 19:50 bis 20:40).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsstreit ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1997 verklagte Herrmann Hans-Jürgen Möller und dessen Dienstherrn, den [[Bayern|Freistaat Bayern]], auf insgesamt acht Millionen [[Deutsche Mark|DM]] [[Schadensersatz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tz&amp;quot;&amp;gt;Eberhard Unfried: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-eberhart-herrmann-fuer-verrueckt-erklaert-und-weggesperrt-371935.html Für verrückt erklärt und weggesperrt.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[tz]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben hat Herrmann bis 2008 fast 500.000 Euro in die Rechtsstreitigkeiten investiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Dabei ging es Herrmann nicht nur um den erlittenen finanziellen Schaden. Er wollte im Rahmen des Rechtsstreits auch klären, dass bei ihm nie eine psychische Krankheit vorlag und dass „der Arzt vollkommen gegen jegliche Regel gehandelt hat“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131012133745/http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=4432114/ra8p2s/index.html Interview mit Wolfgang Heim in SWR 1] (archivierte Webseite), 13. Februar 2009 (hier 13:51 bis 14:28).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Rechtsstreits wurden zahlreiche Experten mit der Frage beschäftigt, ob Herrmann zum Zeitpunkt des Attests psychisch gestört gewesen sei. Sowohl Möller als auch Herrmann beauftragten Professoren der Psychiatrie mit entsprechenden Gutachten. Die von Möller beauftragten Gutachter bestätigten dessen damalige Diagnose. Laut Herrmann haben diese Gutachter jedoch, ähnlich wie seinerzeit Möller, Ferndiagnosen erstellt und allein anhand von Akten geurteilt; keiner von ihnen hielt es für nötig, dem Probanden persönlich zu begegnen. Die von Herrmann eingeschalteten Experten haben alle mit ihm selbst gesprochen; sie bestätigten, dass ihm psychisch „nichts fehlt“. Laut Herrmann kam jeder, der mit ihm persönlich gesprochen hat, zu diesem Ergebnis,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131012133745/http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=4432114/ra8p2s/index.html Interview mit Wolfgang Heim in SWR 1] (archivierte Webseite), 13. Februar 2009 (hier 18:00 bis 19:25).&amp;lt;/ref&amp;gt; so auch schon ein Psychiater in Zürich, mit dem Herrmann kurz nach seinem Umzug in die Schweiz gesprochen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131012133745/http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=4432114/ra8p2s/index.html Interview mit Wolfgang Heim in SWR 1] (archivierte Webseite), 13. Februar 2009 (hier 16:16 bis 16:45).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum Jahr 2008 kamen widersprüchliche Aussagen und Gutachten zu Herrmanns Gesundheitszustand von zehn Ärzten aus vier Ländern in den Akten zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. August 2008 verurteilte das [[Landgericht München I]] Hans-Jürgen Möller zu 5000 Euro [[Schmerzensgeld]], da durch die Herausgabe des Attests an die Ehefrau die [[Verschwiegenheitspflicht|ärztliche Schweigepflicht]] verletzt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Die weitergehende Klage auf Ersatz aller aufgrund des Attests erlittenen Schäden wurde abgewiesen. Erst durch die Räumung der Teppichgalerie und die Flucht in die Schweiz sei die Information über den diagnostizierten Geisteszustand in die Geschäftswelt gelangt, weshalb die von Herrmann geltend gemachte Existenzvernichtung seinem eigenen Verhalten zuzuschreiben sei. Das Gericht traf keine Entscheidung in der Frage, ob Möllers Attest inhaltlich berechtigt war, das heißt, ob Herrmann damals psychisch krank war oder nicht. Es komme im Zusammenhang mit der Klage darauf an, dass die Diagnose einer psychischen Störung sowie die dringende Empfehlung, jemanden in der Psychiatrie unterzubringen, die Persönlichkeit des Betroffenen „an ihrer Basis“ treffen, und zwar „ganz unabhängig davon, ob die Diagnose richtig oder falsch ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Landgericht München I]], Az. 9 O 22406/97, Urteil vom 20. August 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM_Urteil_2008&amp;quot;&amp;gt;Tobias Pichlmaier: [http://web.archive.org/web/20170109132319/http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/m1/presse/archiv/2008/01591 &amp;#039;&amp;#039;Szenen einer Ehe&amp;#039;&amp;#039;.] [[Landgericht München I]], Pressemitteilung vom 21. August 2008 (archivierte Webseite).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl der beklagte Möller als auch Herrmann legten [[Berufung (Recht)|Berufung]] gegen das Urteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Februar 2010 wurde Möller im Berufungsverfahren vom [[Oberlandesgericht München]] (OLG München) wegen „Eingriffs in das allgemeine [[Persönlichkeitsrecht]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;OLG&amp;quot; /&amp;gt; zur Zahlung eines auf 15.000 Euro erhöhten Schmerzensgelds an Herrmann verurteilt sowie zum Ersatz „jeden materiellen Schadens, der durch die Fertigung und Weitergabe des Attestes entstanden ist oder noch entstehen wird“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;az&amp;quot;&amp;gt;John Schneider: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-psychiater-muss-zahlen.9fd58c94-da5b-4c72-87e7-67dc6de4bc39.html Psychiater muss zahlen.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Abendzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 4. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für geschäftliche Schwierigkeiten Herrmanns sei Möller jedoch nicht haftbar. Vielmehr seien diese durch das Verhalten des Klägers verursacht worden, insbesondere durch die Räumung seines Ladenlokals und seine Flucht in die Schweiz, aber auch, weil er den Inhalt des Attestes gegenüber Geschäftspartnern selbst mitgeteilt habe. Gegen den Freistaat Bayern stehen Herrmann laut dem Urteil des OLG München „unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt Schadens- oder Schmerzensgeldansprüche zu“. Denn die Erstellung des Attestes im Auftrag der Ehefrau des Klägers sei als Nebentätigkeit des Arztes einzustufen, die mit der Leitung der Klinik nichts zu tun habe. Dass das Attest auf dem Briefpapier der Klinik geschrieben wurde, sei nicht maßgeblich. Die [[Revision (Recht)|Revision]] wurde nicht zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OLG&amp;quot;&amp;gt;Oberlandesgericht München, [https://openjur.de/u/402186.html Urteil vom 4. Februar 2010, Az. 1 U 4650/08] (online bei openJur).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;az&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Möller hatte das Attest nahezu ausschließlich auf der Grundlage der Angaben der damaligen Ehefrau Herrmanns geschrieben, ohne mit Eberhart Herrmann selbst gesprochen zu haben. Im Rahmen einer ZDF-Sendung, die den Fall behandelte, wies der Psychiater Martin von Hagen darauf hin, dass bei einem ärztlichen Attest „natürlich auch die Angaben des Betroffenen selbst“ berücksichtigt werden müssen. Es sei am besten, „wenn man Angehörige und Betroffene zusammenbringt, um dann sich ein eigenes Urteil zu bilden“. Er sehe in diesem Fall das Problem „in der Vorgehensweise“ bei der Diagnostik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=5uEyMvvcvK4 Beitrag im ZDF-Magazin &amp;#039;&amp;#039;Mit mir nicht!&amp;#039;&amp;#039;] (YouTube-Video, 12:15 Min.), hier 8:04 bis 8:28 und 11:34 bis 11:41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verhalten des Psychiaters Möller hatte unter anderem zur Folge, dass Eberhart Herrmann erst vor Gericht und in der Berichterstattung der Presse Gehör fand. Die Ehefrau hätte grundsätzlich nicht als alleinige Quelle für die Diagnostik dienen dürfen, insbesondere auch deshalb, weil die Ehe damals zerrüttet war und sich das Paar in einem „Scheidungskrieg“&amp;lt;ref name=&amp;quot;tz&amp;quot; /&amp;gt; befand. Die Pressemitteilung des Landgerichts München I zum Urteil im Jahr 2008 trägt die Überschrift „Szenen einer Ehe“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PM_Urteil_2008&amp;quot; /&amp;gt; Die Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht München kritisierte das gravierende Versäumnis des Psychiaters Möller mit dem empörten Ausruf „Das geht so nicht!“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die medizinische Gutachterin [[Ursula Gresser]], die einen Fachaufsatz zur Frage der zweifelhaften Neutralität von psychiatrischen Gutachtern publiziert hat,&amp;lt;ref&amp;gt;U. Gresser: [http://www.medsach.de/MEDSACH-2016-5/Einflussnahme-auf-den-Gutachter-aus-Sicht-der-psychiatrischen-Sachverstaendigen,QUlEPTcyNzM3NiZNSUQ9MTA0Mzgw.html &amp;#039;&amp;#039;Einflußnahme auf den Gutachter – aus Sicht der psychiatrischen Sachverständigen&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Der medizinische Sachverständige&amp;#039;&amp;#039; 5/2016, S. 198–203.&amp;lt;/ref&amp;gt; sieht Parallelen zu den Fällen von [[Justizirrtum um Horst Arnold|Horst Arnold]], [[Strafsache Gustl Mollath|Gustl Mollath]] und [[Kachelmann-Prozess|Jörg Kachelmann]], die dazu geführt haben, „dass das Vertrauen in die psychiatrischen und auch in die psychologischen Gutachter massiv erschüttert worden ist“. Den Fall Herrmann hält sie für „besonders krass“, weil hier der Leiter einer psychiatrischen Universitätsklinik das fragwürdige Attest angefertigt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=0gTrcbBn9fw &amp;#039;&amp;#039;In der Gutachterfalle. Wenn die Justiz am Ende ist&amp;#039;&amp;#039;] SWR-Dokumentation (YouTube-Video, 44:41 Min.), hier 7:13 bis 8:01.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möllers Gutachten sei „unberechtigt“ und „unzulässig“ gewesen. Der hohe finanzielle Schaden sei letztlich eine Folge dieses Gutachtens gewesen, da Herrmann ins Ausland habe fliehen müssen, um nicht aufgrund des Gutachtens in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen zu werden. Ihrer Meinung nach hätte Möller aufgrund seiner „Regelverstöße“ dafür in Haftung genommen werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=0gTrcbBn9fw &amp;#039;&amp;#039;In der Gutachterfalle. Wenn die Justiz am Ende ist&amp;#039;&amp;#039;] SWR-Dokumentation (YouTube-Video, 44:41 Min.), hier 42:40 bis 43:25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrmann selbst sieht sich in seiner damaligen Flucht nachträglich durch viele andere Fälle bestätigt, in denen Menschen aufgrund von Gutachten zu Unrecht in die [[Maßregelvollzug|Psychiatrie]] eingewiesen worden sind. Er verweist beispielhaft auf [[Gustl Mollath]], der sieben Jahre lang in der Psychiatrie eingesperrt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=0gTrcbBn9fw &amp;#039;&amp;#039;In der Gutachterfalle. Wenn die Justiz am Ende ist&amp;#039;&amp;#039;] SWR-Dokumentation (YouTube-Video, 44:41 Min.), hier 6:03 bis 7:04.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer vergleichbarer Fall ist der von [[Ilona Haslbauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Herrmann gab unter anderem folgende Publikationen heraus:&lt;br /&gt;
* mit Gerhard Arandt: &amp;#039;&amp;#039;Von Uschak bis Yarkand. Seltene Orientteppiche aus vier Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, München 1979, {{DNB|800691113}}.&lt;br /&gt;
* mit Gerhard Arandt: &amp;#039;&amp;#039;Von Konya bis Kokand. Seltene Orientteppiche&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, München 1980, {{DNB|810278960}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Asiatische Teppich- und Textilkunst&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bde. Eigenverlag, München 1989–1992, {{DNB|551659610}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexander Osang]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fluch der Teppiche. Wie der Münchner Kunsthändler Eberhardt Herrmann in seinem neuen Leben beweisen will, dass er in seinem alten nicht verrückt war&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Im nächsten Leben. Reportagen und Porträts&amp;#039;&amp;#039;. CH. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-571-3, S. 176–189. (Beitrag ist überwiegend identisch mit: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Der Fluch der Teppiche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 52/2008, S. 48–53).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=5uEyMvvcvK4 Beitrag im ZDF-Magazin &amp;#039;&amp;#039;Mit mir nicht!&amp;#039;&amp;#039;] aus der Anfangszeit des Rechtsstreits&amp;lt;!-- die Sendereihe lief von 1997 bis 2000 laut http://www.fernsehserien.de/mit-mir-nicht --&amp;gt;, mit Auftritt von Herrmann und Möller (YouTube-Video, 12:15 Min.)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=0gTrcbBn9fw &amp;#039;&amp;#039;In der Gutachterfalle. Wenn die Justiz am Ende ist&amp;#039;&amp;#039;] SWR-Dokumentation von Thomas Diehl, Dezember 2015 (YouTube-Video, 44:41 Min.). Zum Fall Herrmann siehe 3:58 bis 8:09 und 40:20 bis 43:25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herrmann, Eberhart}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herrmann, Eberhart&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Teppichkunsthändler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1942 oder 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Griot</name></author>
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