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	<title>Eberhard Knospe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:58:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eberhard_Knospe&amp;diff=2253373&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-19449-17 am 29. März 2026 um 13:10 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-29T13:10:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eberhard Knospe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1958]] in [[Görlitz]]; † [[5. Mai]] [[1982]] in [[Sommersdorf (Landkreis Börde)|Sommersdorf]]) war ein im [[Todesfälle unter DDR-Grenzern|Dienst getöteter DDR-Grenzsoldat]]. Knospe wurde als Postenführer im Grenzdienst von seinem Posten erschossen, der anschließend in den Westen flüchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eberhard Knospe war gelernter Maurer und arbeitete vor Antritt des Wehrdienstes bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Zwischengenossenschaftliche Bauorganisation|ZBO]] Landbau Görlitz/[[Kiesdorf auf dem Eigen|Kiesdorf]]&amp;#039;&amp;#039;, also einer „Baubrigade“ von [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften]] (LPG). Knospe wurde im Frühjahr 1981 zum anderthalbjährigen [[Wehrdienst]] bei den [[Grenztruppen der DDR]] im [[Grenzkommando Nord]] einberufen und dort für das erste Halbjahr im &amp;#039;&amp;#039;Grenzausbildungsregiment 7 „Martin Hoop“&amp;#039;&amp;#039; in [[Halberstadt]] ausgebildet. Im Herbst 1981 erfolgte die Versetzung zum Grenzdienst im &amp;#039;&amp;#039;Grenzregiment 25 „Neidhardt von Gneisenau“&amp;#039;&amp;#039; / 4. Grenzkompanie mit Sitz in [[Sommersdorf (Landkreis Börde)|Sommersdorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nachruf&amp;quot;&amp;gt;Kollegium des Ministeriums für Nationale Verteidigung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[http://neues-forum.info/forum/download/file.php?id=609 Ehrendes Gedenken für Unteroffizier Eberhard Knospe]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Volksarmee (Zeitung)|Die Volksarmee]]&amp;#039;&amp;#039; vom Mai 1982, {{ISSN|0505-9259}}. (Offizieller Nachruf)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grenzdienst wurde immer von mindestens zwei Soldaten ausgeübt, ein [[Soldat]] im zweiten Diensthalbjahr fungierte dabei üblicherweise als Posten und wurde von einem Gefreiten im dritten Diensthalbjahr als Postenführer befehligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. April 1982 wurde der 19-jährige Klaus D. von der Ausbildung in Halberstadt zur 4. Grenzkompanie versetzt. Am 2. Mai 1982 verrichtete er erstmals Grenzdienst. Knospe und D. waren am 4. Mai 1982 eingesetzt, um die offene Stelle zu sichern. Im Grenzsignalzaun war eine offene Stelle die regelmäßig von der Kohlebahn aus Harbke nach Völpke bzw. umgekehrt befahren wurde. Sein Postenführer war der 24-jährige Gefreite Eberhard Knospe. Der Soldat Klaus D. hielt die Gelegenheit für eine Flucht in diesem Grenzdienst nach vorheriger Grenzbegehung sowie dienstlichen Unterweisungen und Gesprächen mit Kameraden für günstig, da die Hundelaufanlage nur teilweise besetzt war, stellenweise keine [[Antipersonenmine|Tretminen]] verlegt waren und der 3,20 m hohe Metallgitterzaun keine [[Selbstschussanlage]]n (SM 70) aufwies. Daher beschloss D. eine Umsetzung seiner Fluchtpläne noch in derselben Nacht vom 4. auf den 5. Mai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grasemann&amp;quot;&amp;gt;Hans-Jürgen Grasemann: &amp;#039;&amp;#039;Ein vergessenes Schicksal&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Recht&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 2007 / 1 (März 2007), S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soldat D. war mit einer Maschinenpistole Typ [[Kalaschnikow]] und 30 Schuss Munition bewaffnet, der Gefreite Knospe mit der [[Maschinengewehr#Modelltypen|lMG]]-Variante gleichen Typs. Das Postenpaar hielt sich erst auf dem [[Beobachtungsturm der Grenztruppen der DDR|Beobachtungsturm]] des Abschnitts auf, um mit Einbruch der Dunkelheit in eine Erdbeobachtungsstelle zu wechseln. Nach Aussage von D. in dessen Strafprozess in Westdeutschland fragte er Knospe gegen 2:10 Uhr: „Pass auf, kommst du mit in den Westen?“ Nach Aussage von D. gab Knospe darauf keine Antwort, sondern sprang hoch und griff zu seiner Waffe, lud diese aber nicht durch. D. entsicherte seine eigene Waffe und stellte auf Einzelfeuer, lud durch und gab vier Einzelschüsse auf Knospe ab, der noch vor Ort verstarb. D. flüchtete über die Sperranlagen nach [[Helmstedt]], wo gegen ihn [[Haftbefehl]] erlassen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;grasemann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
[[Posthum]] wurde Knospe zum [[Unteroffizier]] befördert und mit dem [[Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nachruf&amp;quot; /&amp;gt; Am 13. Mai 1982 wurde Knospe auf dem Friedhof seines Heimatortes [[Gersdorf (Markersdorf)|Gersdorf]]/Landkreis Görlitz beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Todesfaelle-im-Grenzdien/Knospe_Eberhard/index.html |titel=Knospe, Eberhard |datum=2015-08-19 |zugriff=2018-08-21 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trauerfeier in Anwesenheit von Generalmajor [[Karl Leonhardt (General)|Karl Leonhardt]] fand im LPG-Kulturhaus von [[Reichenbach/O.L.]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Oberstleutnant Horst Liebig: &amp;#039;&amp;#039;[http://neues-forum.info/forum/download/file.php?id=610 Ermordeter Grenzsoldat mit militärischen Ehren beigesetzt]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Volksarmee (Zeitung)|Die Volksarmee]]&amp;#039;&amp;#039; vom Mai 1982, {{ISSN|0505-9259}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wolfgangroehl.de/Grenzbilder/Grenzaufklaerer/GAK-PresseArtikel.pdf DDR-Presseartikel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Jugendgericht|Jugendkammer]] des [[Landgericht Braunschweig|Landgerichts Braunschweig]] verurteilte Klaus D. am 20. Dezember 1982 wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]] zu einer [[Jugendstrafe]] von 5 Jahren. Im Urteil verneinte das Gericht das Vorliegen von niedrigen Beweggründen und damit den Straftatbestand des [[Mord (Deutschland)|Mordes]]. Am 17. Mai 1983 verurteilte der 1. Strafsenat des [[Militärgericht#Deutsche Demokratische Republik|Militärobergerichts Berlin]] den Täter in Abwesenheit wegen Mordes zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;grasemann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR wurde 1987 eine [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] der Grenztruppen nach Knospe benannt; dies geschah zeitgleich mit der Vergabe solcher „Ehrennamen“ an Grenzkompanien in Erinnerung an die ähnlich gelagerten Fälle von [[Ulrich Steinhauer]], [[Manfred Weiß (Grenzopfer)|Manfred Weiß]] und [[Siegfried Widera]].&amp;lt;ref&amp;gt;ADN: &amp;#039;&amp;#039;Armeegeneral Kessler zeichnet Grenztruppen aus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 30. November 1987, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Grasemann: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bwv-bayern.org/attachments/012_FuR%202007%201.pdf Ein vergessenes Schicksal : Die Tötung eines DDR-Grenzsoldaten durch seinen Kameraden] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Recht&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 2007 / 1 (März 2007), {{ISSN|0532-6605}}, S. 10–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.wolfgangroehl.de/Grenzzwischenfaelle/Grenzzwischenfaelle.htm#2.4 Grenzzwischenfall vom 5. Mai 1982, 02.10 Uhr] auf der Website eines ehemaligen BGS-Angehörigen&lt;br /&gt;
* [https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Sozialistische-Grenzregime/05_Todesfaelle-im-Grenzdienst/Knospe_Eberhard/index.html Biografie] beim [[Forschungsverbund SED-Staat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knospe, Eberhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer an der innerdeutschen Grenze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Grenztruppen der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sommersdorf (Landkreis Börde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knospe, Eberhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher DDR-Grenzsoldat, im Dienst erschossen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1958&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Görlitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sommersdorf (Landkreis Börde)|Sommersdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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