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	<title>Eberhard Clar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eberhard_Clar&amp;diff=1978542&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-39401-75 am 25. Februar 2026 um 20:09 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-25T20:09:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eberhard Clar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juli]] [[1904]] in [[Graz]]; † [[7. Dezember]] [[1995]] in [[Bad Ischl]]) war ein österreichischer [[Geologe]] und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Clar studierte [[Naturgeschichte]], Leibeserziehung und [[Geologie]] an der [[Universität Graz]], wo er 1926 promovierte. Danach war er Assistent bei [[Alexander Tornquist]] an der [[Technische Universität Graz|TH Graz]], habilitierte sich 1929 für [[Angewandte Geologie]] und [[Petrografie]] und erweiterte 1936 seine Lehrbefugnis auf Geologie und [[Paläontologie]]. Ab 1939 war er [[Professur|außerordentlicher Professor]] an der TH Graz, 1944 wurde er als [[Lehrkanzel|Ordinarius]] für Geologie als Nachfolger von [[Josef Stini]] an die [[TH Wien]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Die Berufung 1939 stand in engem Zusammenhang mit seinem politischen Engagement, das Clar an seinen karrierepolitischen Zielen ausrichtete: Seit 1919 Mitglied des Deutschen Turnerverbandes, wurde er 1937/38 im [[Austrofaschismus|austrofaschistischen]] [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] Mitglied der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]]. Gleichzeitig war er jedoch auch „[[Illegaler Nationalsozialist|Illegaler]]“ und gehörte der [[NSDAP]] schon seit März 1933 an, er beantragte am 17. Mai 1938 die Aufnahme in die Partei und wurde rückwirkend zum 1. Juni 1933 aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.628.952)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/761141&amp;lt;/ref&amp;gt;, zudem war er Mitglied des [[Alldeutscher Verband|Alldeutschen Verbandes]]. Dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund]] gehörte Clar 1937/38, bereits vor dem [[Anschluss Österreichs|„Anschluss“]], an. Nach dem Regimewechsel 1938 war Clar in Graz-Land Leiter des „Kreisamts für Technik mit der Kreisverwaltung der [[NS-Bund Deutscher Technik|NSBDT]]“. Der Eignungsbericht und die Einschätzung des Dekans für die Berufung 1939 betonte Clars politisches Engagement als Nationalsozialist und „einwandfreien Kämpfer“ seit 1933.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), S. 281f, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Clar „beim Generalbevollmächtigten für den Metallerzbergbau Südost als Geologe eingesetzt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt; Während dieser Zeit „rühmte sich [Clar] … auch selbst in eigenhändig unterschriebenen Dokumenten für seine illegale NS-Betätigung“.&amp;lt;ref&amp;gt;https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB1601_359_A_Mertz.pdf, S. 371&amp;lt;/ref&amp;gt; Clar war, laut Gunnar Merz, „nicht nur illegales Parteimitglied, sondern hatte Funktionen in NS-Organisationen inne“.&amp;lt;ref&amp;gt;https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB1601_359_A_Mertz.pdf, S. 371.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Clars NS-Engagement wurde erst in den 2020ern aufgearbeitet. Es zeigte sich nun, dass Clar Presse- und Kulturreferent des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbundes]] an der [[Universität Graz|Uni Graz]] war und auch „Kreisbeauftragter für Technik“, was seinen Status als „Belasteter“ rechtfertige.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB1601_359_A_Mertz.pdf, S. 370.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm gelang es allerdings „durch zahlreiche Funktionäre der ehemaligen NSDAP den angeblichen Gegenbeweis zu erbringen, dass er zu diesen Ämtern entweder nicht berufen wurde oder sie nur vertretungsweise ausgeübt habe und konnte mit seinem Einspruch gegen die Registrierung die Verzeichnung als Minderbelasteter erreichen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war Clar ab 1947 freiberuflicher [[Ingenieurgeologie|Baugeologe]] und Berater für [[Lagerstättenkunde]] beim Steirischen [[Erzberg]], ab 1949 Geologe beim Eisenerzbergbau [[Hüttenberg (Kärnten)|Hüttenberg]] in Kärnten. 1951 wurde er Leiter der neu gegründeten Lagerstättenforschungsstelle bei der [[Österreichisch-Alpine Montangesellschaft]]. 1954 wurde er erneut nach Wien berufen, diesmal an die [[Universität Wien]], wo er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1972 blieb. Im Jahr 1968 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Freiberger kompass.jpg|mini|Gefügekompass]]&lt;br /&gt;
Der vielseitig tätige Geologe war Mitglied der österreichischen [[Staubeckenkommission]] und von 1957 bis 1958 Präsident der [[Österreichische Geologische Gesellschaft|Österreichischen Geologischen Gesellschaft]]. Sein Werk umfasst zahlreiche [[geologische Karte]]n, u.&amp;amp;nbsp;a. im Grazer [[Paläozoikum]] und im [[Großglockner]]gebiet, sowie Fachartikel zur Lagerstätten- und [[Gefüge (Geologie)|Gefügekunde]]. Im Zuge letzterer Tätigkeit entwickelte er den nach ihm benannten [[Geologenkompass]], bei dem Streichen und Fallen in einem gemessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1965 erhielt er ein [[Liste der Ehrendoktoren der Technischen Universität Wien|Ehrendoktorat der Technischen Hochschule Wien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tuwien.ac.at/wir_ueber_uns/zahlen_und_fakten/akademische_wuerdentraeger_innen/ |text=&amp;#039;&amp;#039;TU Wien: Ehrendoktorate&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160221150413}}. Abgerufen am 26. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1966 erhielt er die [[Leopold-von-Buch-Plakette]]. 1975 erhielt er die [[Haidinger-Medaille]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB1601_359_A_Mertz.pdf, S. 368.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2009 wurde in Wien-[[Hietzing]] (13. Bezirk) der &amp;#039;&amp;#039;Clarplatz&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julian Pistotnik: &amp;#039;&amp;#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=JB1392_145_A.pdf Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Eberhard CLAR. 23. Juli 1904 – 7. Dezember 1995] (PDF; 141&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt,&amp;#039;&amp;#039; Seite 121–130, Band 139/2, Wien, Mai 1996&lt;br /&gt;
* Wolfgang Demmer, Wolfgang Frank, Wolfgang Schlager: &amp;#039;&amp;#039;Eberhard Clar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der österreichischen geologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 87, Wien 1994, S. 121–130 (Nachruf, {{ZOBODAT |pfad=pdf/MittGeolGes_87_0121-0130.pdf |KBytes=1800}}).&lt;br /&gt;
* Rudolf Schratter: &amp;#039;&amp;#039;Eberhard Clar: Der Doyen der österreichischen Geologie.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Bin ich Bruder der Welt. Hüttenberger Persönlichkeiten von Ernst Diez über Heinrich Harrer bis Dolores Viesèr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2021, ISBN 978-3-7084-0662-6, S. 87–94.&lt;br /&gt;
* Gunnar Mertz. 2020. Eberhard Dietrich Clar. 2020. In Gunnar Mertz. „Das Braun der Erde“. Die Träger der Haidinger-Medaille der Geologischen Bundesanstalt und der Nationalsozialismus, Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Band 160, Heft 1–4. S. 359-308. Hier: 368–371. ([https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB1601_359_A_Mertz.pdf Online] [PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116525193}}&lt;br /&gt;
* {{ZOBODAT |pfad=personen.php?id=27066&amp;amp;bio=full |titel=Prof. Dr. Eberhard Dietrich Clar}} (mit Publikationsliste).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116525193|VIAF=64759966}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clar, Eberhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:VF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Clar, Eberhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juli 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Ischl]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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